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Geschichtes der Reblandgemeinde
Steinbach
Die
erste urkundliche Erwähnung
Steinbachs findet sich im Jahr 1070,
in einem Schreiben schenkt Bertold,
Gaugraf der Ortenau dem Kloster
Hirsau Güter sowie Reben und
Waldungen des Kirchensatzes zu
Steinbach.
Der
Zusammenbruch des staufischen Reiches 1258
brachte auch in die badische Region unruhige
Zeiten, Steinbach aber, am 23 August 1258 das Stadtrecht und
damit auch das Recht einen wöchentlichen
Markt abzuhalten. Das geschah auf Wunsch des
Markgraf Rudolph von Baden, der bestrebt war
sein Territorium zu schützen. Der zukünftige
König Richard von Cornwallis verteilte zu
dieser Zeit gerade reichlich Privilegien um
Anhänger für seine Krönung zu gewinnen und
entsprach dem Wunsch des Markgrafen nur
allzu gerne.
So hielt
Steinbach jeden Mittwoch einen Wochenmarkt
ab, und Bürger aus nah und fern kamen zum
Kaufen und Verkaufen, zum Neuigkeiten
austauschen und zum Geschäfte abschließen.
Mit dem Recht ein Stadtwappen zu führen ging
auch das Recht ein Stadtsiegel zu führen
einher.
Auch wenn
dadurch neue Steuern auf die Bevölkerung
zukamen, Steinbach blühte durch das
Stadtrecht in den kommenden Jahren auf, die
Stadtmauer deren Reste heute noch zu sehen
ist wurde errichtet, und ein Graben wurde
gezogen. So um das Jahr 1300 sollte das
geschehen sein, die Mauer umschloss aber
nicht die gesamte Stadt, 450 Meter lang wird
die Stadtmauer, und das bei einer maximalen
Höhe von 7,20 Meter und einer
durchschnittlichen Dicke von 1,30 bis 1,50
Meter. Zwei Tore, das Badener Tor und das
Bühler Tor ließen Besucher und Bürger ein
und ausgehen.
Die Fläche
innerhalb der Gemeinde ist nur sehr klein,
daher siedeln sich viele Bürger außerhalb
der Stadtmauer an, diese so genannten
Außenmänner verfügen aber nicht nur nicht
über den Schutz der Mauern, sie haben auch
weniger Rechte als die Bürger innerhalb der
Stadtmauer. Ein Paragraf der Stadt regelt
übrigens, wer Bürger der Stadt Steinbach
ist, darin heißt es "Wer ein eigenes und
nicht verpfändbares Gut besitzt, das eine
Mark wert ist, der ist Bürger der Stadt".
400 Jahre nach
Verleihung des Stadtrechtes wurde Steinbach
völlig zerstört, im Pfälzischen
Erbfolgekrieg plündern zur Zeit des
Markgrafen Ludwig
Wilhelm von Baden französische Truppen
die Stadt und lassen dabei "keinen Stein
mehr, der auf einem anderen Stand". Es
sollte lange dauern, bis Steinbach wieder
vollständig aufgebaut war.
Immer am ersten Wochenende im Juni finden in
Steinbach die Mittelalterlichen Winzertage
statt, die ansässigen Steinbacher Vereine
bieten eigene Weine und viele Köstlichkeiten
an. Ein buntes Programm begleitet die
Festtage und lädt die Besucher zum staunen
und mitmachen ein.
Am Ortsende in
Richtung Neuweier zu finden ist ein
Schwimmbad und die bekannt renommierte
Südbadische Sportschule. |