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Friedrich Weinbrenner, der große Architekt Badens

Wer sich im Badischen, besonders in der Stadt Karlsruhe umschaut, wird nicht umhin kommen, seine im klassizistischen Stil erbauten Gebäude zu bewundern. Hier sind wir dabei eine Liste seiner Gebäude zu erstellen. Die wird aber nie komplett sein, da Weinbrenner nicht nur einzelne Gebäude geplant hat, sondern speziell in Karlsruhe den Weg des Ausbaus der Stadt auch in zukünftige Wege eingeleitet hat.

Am 29. November 1766 kommt Johann Jakob Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe als Sohn des Hofzimmermeisters Johann Ludwig und seiner Ehefrau Anna Rebekka Weinbrenner zur Welt. Die Stadt ist zum damaligen Zeitpunkt noch klein, nur 4000 Menschen leben in der Stadt, in der Markgraf Karl Wilhelm nur knapp drei Monate nach Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses am 24. September 1715 die Weichen für die zukünftige Versorgung des Schlosses und damit den Beginn der Ansiedlung der Stadt Karlsruhe stellte....

Seine Bauten in der Kurstadt Baden-Baden

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http://www.schwarzwald-informationen.de/bilder/lithographien/antiquitaetenhalle-baden-baden.jpg Antiquitätenhalle (erbaut 1804, wurde 1845 für das Alte Dampfbad wieder abgerissen)

Der gerade zum Kurfürst gewordene Markgraf Karl Friedrich hatte 1803 die Idee eine „Antiquitätenhalle" zu errichten, um hier die römischen Denkmäler zu sammeln und aufzustellen. Keiner war mehr berufen, das Gebäude zu entwerfen, als Weinbrenner, der Baumeister eines schlichten Klassizismus, und so schuf er einen dreiteiligen, tempelartigen Bau, in dessen Front zwei dorische Säulen eingestellt waren. Die Säulen trugen einen klassizistischen Dreiecksgiebel; auf dem Architrav stand die Inschrift: MVSEVM PALEOTECHNIKUM. Der mittlere, der „Tempelraum'' barg die bei Ausgrabungsarbeiten gefundenen wichtigen Reste der römischen Besiedelung.


Badischer Hof (erbaut 1807-09)

Im Auftrag des Verlegers Johann Friedrich Cotta erbaut Friedrich Weinbrenner mit dem Badischen Hof das erste große Luxushotel Baden-Badens auf dem Platz des alten ehemaligen Kapuzinerklosters. Der nach der damaligen Zeit mit allen erforderlichen Bequemlichkeiten ausgestattete Hotelbau enthält neben den Hotelzimmern Gesellschaftsräume, einen großen Tanzsaal, Lesesaal, Speisesaal und hauseigene Badeanlagen. An der zur Lichtentaler Allee liegenden Rückseite des Hotels befindet sich ein großer Garten mit kalten und warmen, Quellwasser gespeisten Springbrunnen.

Konversationshaus (heute Rathaus, umgebaut 1808)

Das durch den Umzug der Mönche nach Rastatt frei gewordene Gebäude des Jesuitenkolleg, wird von Baden-Badens erstem Ehrenbürger Josef von Lassolaye für einen Preis um 20.000 Gulden gekauft. Ein Umbau erfolgt nach Plänen von Weinbrenner, Baumeister Wagner und Zimmermeister Barth. Ein Gesellschaftsraum (Wirtsraum) wird hergerichtet und der Bau mit einem vierten Stockwerk erweitert. Am 16. Juni 1812 wird unter Aufsicht der Behörde auch eine Spielbank eröffnet. Zur Eröffnungsfeier erscheinen erstmals auch Mitglieder (Tänzerinnen und Tänzer) der großen Pariser Oper.

Palais Hamilton (erbaut 1808)

Friedrich Weinbrenner erbaut das erste moderne Haus der Stadt für den Arzt Dr. Maier, später als herrschaftliche Sommerresidenz "Palais Hamilton" der Herzogin Maria von Hamilton, Tochter der Großherzogin-Witwe Stephanie genutzt. Herzogin Maria von Hamilton wurde am 29. August 1848 zur Ehrenbürgerin der Stadt Baden Baden ernannt.

Das Palais Hamilton wurde im Laufe der Jahre für zahlreiche Zwecke verwendet, vom „Büttenquellen-Emanatorium" zum Städtischen Parkgebäude bis hin zum Lesesaal. Heute dient das Gebäude an dem nur noch die Fassade original ist als Unterkunft einer Bank.

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Das Sommerpalais der Königin Friederike von Schweden (umgebaut ca. 1820)

Ein am Eingang der Lichtentaler Allee (heute Lichtentaler Allee 8) liegendes Haus wird von Friedrich Weinbrenner um 1820 zum Sommerpalais der Königin Friederike von Schweden umgebaut. Das Palais der Königin besteht aus zwei Gebäuden und ist heute als Hausadresse des Internationalen Klub, der die Internationalen Galopprennen in Baden-Baden ausrichtet bekannt.


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Kurhaus (erbaut 1821–25)

Das auch als Wahrzeichen der Stadt bekannte Baden-Badener Kurhaus ist bei seinen Gästen vor allem durch die im rechten unteren Flügel zu findende Spielbank und das Kurhaus Restaurant im linken unteren Flügel bekannt.

Im Jahr 1821 beginnen die Arbeiten, das bestehende Promenadenhaus wird um ein Stockwerk erweitert, das erst 1810 von Friedrich Weinbrenner gebaute erste eigene Theater in Baden-Baden, einfacher Holzbau wird jetzt wieder abgerissen. Schon im Dezember 1823 steht der Rohbau und im Juni 1824 ist der Bau fertig.


Trinkhalle (erbaut 1822–24)

Die Trinkhalle in Baden Baden die sich in direkter Nachbarschaft zum Kurhaus befindet, kann zurecht als Badens Stolz bezeichnet werden. Sie ist mit Sicherheit eine der schönsten Trinkhallen aller europäischen Kurorte.

Die Trinkhalle sollte den in der Stadt weilenden Gästen, die den in der zur damaligen Zeit sehr beliebten Trinkkuren nachgingen, einen Ort zum Verweilen geben. Die damaligen Trinkkuren beschränkten sich aber nicht nur auf Thermalwasser, auch Molke von Ziegen, Kuh oder Stutenmilch wurde bei den Trinkkuren eingenommen.   

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