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Die Gönneranlage in Baden-Baden
Im oberen
Bereich der
Lichtentaler Allee findet sich
nur durch die Oos getrennt einer der
schönsten Gärten
Baden Badens.
Benannt ist der 1909 bis 1912 angelegte
1,6 Hektar große Heckengarten nach dem ehemaligen
Baden-Badener Oberbürgermeister und
Landespolitiker Albert Gönner. Gestaltet
wurde der Garten von dem in Lörrach geborene
Architekten und Gartenkünstler Max Laeuger
(1864-1952), nach Vorbild der streng
geschnittenen französischen Barockgärten.
Max Laeuger, Mitbegründer des Deutschen
Werkbunds galt als enorm vielseitig und
besitzte an der Kunstschule Karlsruhe eine
professur für Malerei, Gartenkunst sowie
Keramik und Städtebau.
Ein erster Entwurf 1907 mit der seinerzeit
außergewöhnlichen Gestaltung der Gönneranlage
mit seiner strengen Ordnung französischer
Barockgärten, die im Widerspruch zur
angrenzenden Lichtentaler Allee stand, fand
nicht überall Anerkennung und stieß so auf großen
Widerstand der Anrainer und wurde daher
nicht realisiert.
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Erst ein 1909
eingereichter Entwurf, mit dem Josephinen-Brunnen mit seinen steinernen
Symbolen für die Badekur und die Trinkkur
als dominierenden Punkt der Anlage wurde
verwirklicht.
Der vom Münchner Bildhauer Joseph Flossmann
geschaffene Josephinen-Brunnen ist nach
seiner Stifterin, Josephine Sielcken, der Frau des
Kaffee-Großhändlers und Stifter Hermann
Sielcken benannt.
Die Pflege der Gönneranlage erfordert auch
heute noch, insbesondere wegen der hohen und
kompakten Rotbuchen-hecken einen hohen
gärtnerischen Aufwand. Auch Vorkriegs- und
Kriegszeiten sowie Besatzung konnten dem
großen Gartenkunstwerk von europäischer
Bedeutung nur geringen Schaden zufügen, erst
der Bau des Hallenbades zum bestehenden Bertholdsbad sorgte in der
symmetrischen Anordnung der Gönneranlage für
großen Schaden. In den 1950er Jahren lagen
Pläne auf dem Tisch, die Gönneranlage in
einen normalen Park umzuwandeln, durch
Intervention und Umwandlung der Anlage in
einen Rosengarten, angestrebt durch
Gartendirektor Walter Rieger (1906-82)
konnte der neobarocke Heckengarten gerettet
werden.
Zur jährlichen
Institution geworden ist mittlerweile der
Rosenneuheiten-Wettbewerb, im Jahr 1952 fand
unter der Schirmherrschaft von Kanzler Dr.
Konrad Adenauer der erste Rosen-Wettbewerb statt und
mittlerweile geniest Baden Baden
internationalen Ruf als Rosenstadt. Da sich
die Gönneranlage als zu klein erwies, fand
sich am Beutig ein 3000 Quartratmeter großes
Grundstück, das von der Stadt an die
Bodenbedingungen der Rosen angepasst wurde.
Zur 1981 in Baden-Baden stattfindenden
Landesgartenschau wurde der
Rosengarten auf dem Beutig eröffnet.
Ungefähr 25.000 Rosen und über 400
verschiedene Arten und Sorten sind
zur Rosenblüte aber immer noch im Rosen-paradies
Gönneranlage zu bewundern.
Zu den Raritäten der Rosen gehören zum Beispiel die „Silver
Star“ von 1966 aber auch die 1935 gezüchtete
„Crimson Glory“.
Die Gönneranlage ist ganzjährig bei freiem
Eintritt von 9.00 Uhr bis zum Einbruch der
Dämmerung geöffnet. Zu Fuß zu erreichen ist
die Gönneranlage am besten über die
Lichtentaler Allee oder die
Ludwig-Wilhelm-Straße.
Wer mit dem Auto anreist, fährt über die B
500, Michaelstunnel Ausfahrt Stadtmitte,
Bertholdplatz links ab, die zweite
Querstraße links in die
Ludwig-Wilhelm-Straße mit leider nur wenigen
Parkmöglichkeiten.
Von allen Standpunkten in Baden Baden ist
die Gönneranlage am besten mit dem Bus zu
erreichen, es fahren die Linien 201, 204,
207 - Haltestelle Bertholdplatz, Linie 208,
216 - Haltestelle Gausplatz.
Auch ein
Besuch des
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in Baden-Baden könnte sich für Sie lohnen. |