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Das Geschichte des Theater der Stadt Baden-Baden
Schon im 17. Jahrhundert gab es in der
Stadt Theaterspiele, im Neuen Schloss war gar eine "Neue Hofbühne"
eingerichtet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts fanden jährliche
Passionsspiele auf dem Marktplatz statt. Im Bau des damaligen
Promenadenhaus, an der Stelle des heutigen Kurhaus wurden Ende des 18.
Jahrhunderts regelmäßige Aufführungen präsentiert, ab dem Jahr 1805
konnte die stadteigene Sägemühle für französische Theateraufführungen
genutzt werden.
Der erste eigene
Theaterbau in Baden-Baden 1810 wurde nach Plänen des Karlsruher
Baumeisters Friedrich Weinbrenner gebaut, Weinbrenner war auch der
Architekt für den Bau des damaligen Karlsruher Hoftheaters. Das Theater
war ein einfacher Holzbau, der, so liest man aus Überlieferungen, so
manchem Besucher beim Betreten ein ungutes Gefühl erzeugte.
Die Einrichtung eines
Theatersaales im rechten Flügel des neu gebauten Konversationshauses,
dem Nachfolgegebäude des Promenadenhauses 1824 löste schon nach wenigen
Jahren den unbeliebten Holzbau ab und lässt so ganzjährige Theaterspiele
zu, aber schon 1853 wurde der Theatersaal im Auftrag des damaligen
Spielbankpächters Edouard Bènazet einer Erweiterung der Spielbank
geopfert.
Spielbankpächters
Edouard Bènazet gilt auch heute noch als eine der Persönlichkeiten, die
Baden-Baden finanzielle unterstützt und mitgestaltet, so die
Attraktivität der Kurstadt maßgeblich gesteigert haben. Der aus Paris
stammende Bènazet lässt beim Pariser Architekten Charles Dérchy Pläne im
Stil der Pariser Oper für ein neues Theater anfertigen. Bei der
großherzoglichen Bauverwaltung stoßen die Pläne auf Widerstand,
besonders die prunkvolle Außenfassade geht den Verantwortlichen zu weit,
das Problem löste sich insofern, dass Charles Dérchy während der
Planungsarbeiten verstarb.
Der heimische Architekt
Ludwig Lange wurde mit der Neuerstellung der Pläne beauftragt, aber auch
sein Entwurf wurde nicht ausgeführt. Erst die Pläne des Architekten
Charles Couteau, die eine versachlichte Außenansicht und ein Innenausbau
im Rokokostil vorsah wurden von der großherzoglichen Bauverwaltung
akzeptiert. Architekt Ludwig Lange, der davor nicht begeistern konnte,
wurde mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.
Die Arbeiten wurden
1862 fertig gestellt, am 8. August 1862 wurde das Theater Baden-Baden
eröffnet. Die Karlsruher Hofbühne spielte ein Theaterstück und Louis
Hector Berlioz, der französische Komponist und Musikkritiker selbst
dirigierte seine eigens für diesen Anlass geschriebene Oper "Béatrice et Bénédict",
die im Theater uraufgeführt wurde.
Auch wenn es die
nächsten Jahre Gastspiele, vor allem der Pariser Theater das
Baden-Badener Kulturleben prägte, sollte es vor allem die Musik sein,
die im Theater und Baden-Baden von sich reden machte, Highlights zum
Beispiel ein Konzertabend von Johann Strauss im Jahr 1872, die
Probeaufführung des "Doppelkonzerts" 1887 bei der Johannes Brahms selbst
sein Orchester leitete und der Auftritt Richard Strauss beim
Baden-Badener Musikfest 1906.
1918 erhält Baden-Baden mit der
Gründung der Städtischen Schauspiele ein eigenes Ensembles.
Nach einer Totalrenovierung, die 1992
fertig gestellt wurde, steht das Theater am Goetheplatz dem Spielbetrieb
mit moderner Technik zur Verfügung.
Theater Baden-Baden
Goetheplatz 1
76532 Baden-Baden
Zur offizielle Internetpräsenz des
Theater Baden-Baden geht es
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