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Die bekanntesten Schlachten fanden in 1684 in
Ofen, 1685 in Neuhäusel, Tokaj, Karschau, Arad, 1686 in Großwardhein, in
Hermannstadt und Ofen, Fünfkirchen, Kaposvàr und Zenta statt. 1687 findet die
Schlacht bei Mohács statt, 1688 belagert die kaiserliche Armee die Festung
Belgrad, hier gelingt dem Markgrafen mit einem Überraschungsangriff auf das
Lager des Pascha ein Schlacht entscheidender Erfolg. Nur einen Tag später, am 6.
September 1688, wird Belgrad unter enormen Verlusten auf beiden Seiten von den
Kaiserlichen Truppen eingenommen.
Eine zweite Front entsteht
Der Pfälzische Erbfolgekrieg, bei dem der
französische König Ludwig
XIV. bereits 20 Tage nach der Einnahme Belgrads durch die deutschen
Reichstruppen seine französischen Truppen in die Pfalz einmarschieren lässt, bringt dem Reich eine neue
Front. Die Bedrohung durch die Franzosen wird so groß, das man sich im Juni 1689
am Kaiserhof entschließt die Waffenstillstandsverhandlungen mit dem osmanischen
Großwesirs einzustellen und den größten Teil des kaiserlichen Heeres nach Westen
verlagert.
Markgraf Ludwig Wilhelm
entscheidet sich entgegen der Gefahr, die seiner eigenen Markgrafenschaft
droht, nicht an die neue Front in seiner Heimat zu wechseln. Hier, fern der Heimat
, kann er als
neuer Oberbefehlshaber der Kaiserlichen Truppen, zu dem er am 6. April 1689
ernannt wird, seinen Ruhm vergrößern, zuhause
wäre er nur wieder anderen höher gestellten Fürsten unterstellt. So kann er bei
der Zerstörung zahlreicher Städte und Gemeinden seiner Markgrafenschaft, die
Stadt Baden-Baden, Lichtenau, Kuppenheim und Steinbach sowie das noch dörfliche
Rastatt wird bis auf die Grundmauern zerstört, nicht helfen.
Durch den Truppenabzug wendete sich das
Kriegsglück im Osten wieder zugunsten der Osmanen, auch wenn die Kaiserlichen
Truppen anfangs noch große Erfolge erzielen können, die bekannteste dürfte die
Schlacht von Slankamen am 19. August 1691, wo in einem verlustreichen Gefecht
bis zu 25.000 Türken, darunter der Großwesir und der türkische Kriegsminister
persönlich fallen. Aber es fehlt dem Markgrafen jetzt ständig an Geld,
Nahrungsmitteln und Soldaten, er ist mit vielen weiteren hohen Militärs der
Meinung diesen Zweifrontenkrieg nicht gewinnen zu können. Dieser Wunsch, der von
Kaiser Leopold I. nicht gehört werden will, sorgt für Verstimmung bei Hofe, das
Verhältnis von Kaiser zu Markgraf erhält einen weiteren Negativpunkt nachdem
ausgerechnet seinen Erbfeind Herzog Ernst August von Hannover 1692 seine so sehr
gewünschte Kurwürde vom Kaiser erhält. Der kann zwar keinen militärischen Ruhm
vorweisen, aber dafür mit Geld und kostenlosen Truppen gegen Ludwig XIV. locken.
Der 26. Oktober 1692 ist der letzte Tag in dem
Markgraf Ludwig Wilhelm als Oberbefehlshaber der Truppen den Kampf gegen
die Osmanen führt, auf Wunsch des Schwäbischen Kreises wird er Anfang 1693 zum
Oberkommandierenden am Oberrhein. Seine Nachfolger sollten nicht annähernd die
militärischen Erfolge vorweisen, was den Ruhm des Türkenlouis nur noch mehr
festigen sollte.
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