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Die Yburg im Baden-Badener
Rebland
Schon von weitem gut sichtbar, liegt oberhalb der schönen Reblandorte Varnhalt,
Neuweier
und
Steinbach, welche
im Jahre 1972 nach
Baden Baden eingemeindet wurden, das
Wahrzeichen des Reblandes, die Yburg.
Die Yburg ist heute ein beliebtes
Ausflugsziel, seit 1892 versorgt eine
Gaststätte durstige und hungrige Besucher
mit Speisen und Getränken, im großen
Innenhof finden musikalisch und literarische
Veranstaltungen statt.
Die
Ruine steht auf dem ca. 514 m hohen Yberg.
Um die Burganlage ist eine vollständig
geschlossene Ringmauer errichtet, die das
Burgplateau an vielen Stellen abstützt. Die
Burg gehörte zusammen mit Steinbach zum
Herrschaftsbereich der Ebersteiner.
Der Bergfried im Westen der Burganlage ist
das älteste und bedeutendste Bauwerk, er
wurde in der ersten Bauphase um ca. 1200
errichtet. Der Turm, der auf dem natürlichen
Fundament einer Felskuppe steht, ist ca. 20
m hoch. Die nicht mehr vorhandenen Reste des
dazugehörenden Palas sind vermutlich unter
der Gaststätte, die 1892 im Forsthausstil
errichtet wurde, zu finden.
Im 12.
oder 13 Jahrhundert wurde die Yburg durch
die Markgrafen von Baden übernommen. In der Lehensurkunde vom Jahr 1245 wurden zum
ersten Mal die Namen der Ritter Heinrich
Röder „von Iberi“ und Burkhard röder von
Iberg, die vom Ministerialengeschlecht von
Rodeck abstammen.
Beide sind
Vögte der Badischen Markgrafen. Im Jahr 1309
geht die Burg Aufgrund einer Erbteilung an
den Markgrafen Friedrich II. über.
Der Ostteil der
Burg, der frühere dreistöckige Wohnbau,
wurde um das 13/14.
Jahrhundert gebaut. Im Jahr 1333 erfolgt die
erstmalige Zerstörung der Yburg, Straßburger
Ritter zerstören, wahrscheinlich nachdem die
Ritter der Yburg einen Warenzug der
Straßburger überfallen und ausgeplündert,
sowie einige Straßburger Kaufleute als
Geiseln festhielten die Burg und umliegenden
Höfe.
Im Bauernkrieg 1525
wurde die Burg von Aufständischen
Arbeitern,
vorwiegend aus den Varnhalter Steinbrüchen
überfallen
gestürmt und dabei wesentliche Teile
zerstört. Die Arbeiter wehrten sich so gegen
die ihrer Meinung nach über gebührenden
Ausbeutung durch die Burgherren.
Die Burg wurde vor dem
Dreißigjährigen Krieg in der Zeit der
Okkupation der Markgrafen von Baden-Durlach, durch Markgraf Georg Friedrich (1573-1638)
wieder aufgebaut und erweitert. Damals
vermutet man, entstand der zweite Turm und
das Vorwerk. Markgraf Georg Friedrich sorgte
erstmals auch für die
Installierung
von Geschützen.
1689-1690 Der
Pfälzischen Erbfolgekrieg, dem auch
Baden-Baden und Steinbach zum Opfer fällt,
lässt auch die Yburg nicht ungeschoren,
die
Yburg und Umgebung werden von den
Französischen Truppen geplündert und
niedergebrannt.
1987 schlug wieder (erstmals 1781) ein Blitz in den
östlichen Turm ein und beschädigt diesen.
Mit den Steinen, die herabgesprengt wurden,
hat man dort wo früher der mittlere Brunnen
stand, einen Erdhügel geschaffen. Der
Westturm ist heute noch begehbar. Die Treppe
im inneren des gut erhaltenen Bergfrieds
führt auf eine begehbare Plattform, dort
erhält man einen großartigen Rundblick auf
Baden-Baden. Bei schönem Wetter kann man
nach Westen über das Rebland in die
Rheinebene, auf Straßburg und die Vogesen
blicken.
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