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Die Hornisgrinde der höchste Berg im Nordschwarzwald

Die Hornisgrinde mit 1164 Meter ü. NN ist der höchste Berg im Nordschwarzwald. Der Bergrücken der Hornisgrinde erstreckt sich über eine Länge von rund zwei Kilometern mit einer etwaigen Ausrichtung in Nord-Süd.

Geographische Daten:
Norden: Muhrkopf (1003 m ü.NN) bei Unterstmatt,

Süden: Mummelsee (1036 m ü.NN), unterhalb liegend, etwa 1,5 km Fußweg???
Westen: der Abhang wird bei etwa 900 bis 1000 m Höhe durch die Schwarzwaldhochstraße (B500) getrennt; Gefälle über 1000 Höhenmeter  vom Gipfel bis ins Rheintal  innerhalb 8 km Entfernung
Osten: der Hang fällt steil zum Kar aus der Eiszeit in Richtung Seibelseckle ab
Das Kar vom Mummelsee bilden der Katzenkopf und der südöstliche Grat der Hornisgrinde.

Das Grinden und Hochmoor

Ab dem 15. Jahrundert wurde der Wald gerodet und anschließend als Weidefläche genutzt. Es entstanden baumlose Feuchtheiden auf der dieser Hochfläche, auch Grinden genannt. Im südöstlichen Bereich des Gipfelplateaus ist das Hochmoor bis zu fünf Meter stark und vermutlich mindestens 6000 Jahre alt. 1992 wurden 95 ha der Hochfläche mit dem Hochmoor sowie die Karwand zum Biberkessel zum Naturschutzgebiet Hornisgrinde-Biberkessel erklärt.

Das Klima auf der Hornisgrinde

Einer der niederschlagtsreichsten Orte in Deutschland ist die Hornisgrinde. 1931 mm beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag, zum trockensten Monat zählt der Februar und am meisten Regen fällt im Juni, in welchem ca. 1,4 mal mehr Regen fällt als im trockensten Monat.

Der Dreifürstenstein

Am südöstlichen Rand der Hornisgrindehochfläche findet man den Dreifürstenstein, der aus einer Buntsandsteinplatte besteht und mit einer Höhe von 1.151 m ü. NN der höchste Punkt in Baden-Württemberg  ist.. Der Dreifürstenstein  ist eine Grenzmarkierung aus dem Jahr 1722 zwischen der Markgrafschaft Baden, dem Herzogentum Württemberg und dem Fürstbistum Straßburg. Heute ist der Dreifürstenstein die Gemarkungsgrenze zwischen den badischen Gemeinden Sasbach und Seebach sowie der württembergischen Gemeinde Baiersbronn.

Die Militärische Nutzung der Hornisgrinde

Mit einer militärischen Zweckentfremdung  in eine, Zeitraum von über 50 Jahren wurde die Hornisgrinde zuerst durch das deutsche und später durch das französische Militär genutzt.  Die gesamte südliche Fläche der Gipfelebene wurde im Jahr 1938 zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Der Standort  wurde ab 1942  von der Deutschen Luftwaffe  genutzt und nach dem 2. Weltkrieg 1945 von den französischen Luftstreitkräften übernommen, die eine Abhörstation betrieben. Auftraggeber des französischen Militärs war der französische Auslandsgeheimdienst SDECE bzw. DGSE. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Militärstützpunkt auf der Hornisgrinde sowohl von der Bundeswehr als auch der Nato genutzt. 1994 wurde die Anlage stillgelegt und lag dann mehrere Jahre brach bis 1997 das Sperrgebiet freigegeben wurde. Die angrenzenden Gemeinden erwarben 1999 die bundeseigenen Gelände. Die noch erhaltenen Gebäude und Masten verfallen zusehends. Auch gab es in den 1960er Jahren einen Sendeturm in Holzfachwerkkonstruktion.

Hornisgrinde-Aussichtsturm Der Hornisgrinde-Ausichtsturm

Am 30. Oktober 1910 fand die Einweihungsfeier des Hornisgrinde-Turmes statt.Die Grundsteinlegung des Hornisgrindeturmes wurde davor in aller Stille und Abgeschiedenheit vollzogen. Anlass für den Bau eines Aussichturmes auf der Hornisgrinde war, dass im Jahre 1900 vom damaligen Badischen Schwarzwaldverein der berühmte über 200 Kilometer lange Westweg von Pforzheim nach Basel fertiggestellt war. Der Westweg führt auch über den Gipfelrücken der Hornisgrinde. 

HornisgrindeturmWährend des 2. Weltkrieges wurde der Turm von der deutschen Luftwaffe beschlagnahmt und in der Nachkriegszeit vom französischen Militär genutzt. Die Waldgenossenschaft Seebach hat den Hornisgrindeturm im Jahr 2000 vom Bund zurück erworben und der Gemeinde Seebach in Erbpacht übertragen. Die Wiedereröffnung des Turmes für die Allgemeinheit fand am 29. Mai 2005 statt. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat den Turm im Juni 2005 zum „Denkmal des Monats“ ernannt.

Die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Hornisgrindeturmes fand am 2. August 2010 statt. Bereits 2003 wurde auf Anregung des Bezirksvorsitzenden Klaus Mohr durch die Mitglieder des Schwarzwaldvereins eine Bausteinaktion gestartet. Freunde und Liebhaber des Hornisgrindeturmes  konnten gegen einen Spendenbetrag Schindeln mit einem Bild des Honrisgrindeturmes erwerben. Mit dieser Aktion kamen  mehr als 50.000 EUR zusammen, die nur für die Sanierung  des Hornisgrindeturmes verwendet wurden. 

Geöffnet und zu Betreten ist der Hornisgindeturm nach Bezahlung eines Eintrittsgeldes, jedoch nur bei günstiger Witterung und guter Sicht. In den Ferienzeiten täglich, ansonsten an Samstagen und Sonntagen sowie Feiertagen. Öffnungszeiten vom 1. November bis 30. April 11 – 16 Uhr, vom 1. Mai bis 31. Oktober 10.30 – 17 Uhr.

Der Birmarckturm

Am höchsten Punkt des Hornisgrindeberges befand  sich bereits 1822 ein acht Meter hoher Signalpfeiler für die Landesvermessung.

Der Signalpfeiler bestand aus Sandsteinquadern und wurde 1871 mit festem Mauerwerk versehen. Das Bauwerk
SWR-Sendeturm Hornisgrindewurde Bismarckturm genannt, nach dem damals politischen Architekten des Kaiserreiches. Wilhelm Nauwerck war Vorsitzender der Acherner Sektion des Schwarzwaldvereins und befasste sich mit dem Projekt eines Aussichtsturms. So wie Philipp Bussemer als einer der „Väter des Westweges“ galt, so war Nauwerck alsbald „Vater des Hornisgrindeturms“ der 1892 in einen Aussichtsturm umgewandelt wurde. Während der militärischen Nutzung war dieser Turm, der Bismarksturm, nicht zugänglich. Eine Sanierung des Bismarkturms fand im Jahr 2000 statt und wurde durch eine äußere aus Stahl gebaute Wendeltreppe wieder zugänglich gemacht.

Auf der Plattform des Turmes befinden sich vier Panoramatafeln, die dem Besucher die bei guter Wetterlage zu sehenden Berge und Täler erklären. Der Bismarckturm ist jederzeit frei zugänglich. Es wird kein Eintritt erhoben.

Bei günstiger Wetterlage hat man vom Turm eine Rundumsicht über sämtliche Berge des Nordschwarzwalds, bis in die Vogesen und sogar Tele des Pfälzer Waldes und der Schwäbischen Alb. Bei guter Fernsicht ist es möglich im Süden einige Alpengipfel zu erkennen.

Tourismus

Über den Bergrücken führt der berühmte Westweg. Die Schwarzwaldhochstraße verläuft entlang des West- und Südabhangs der Hornisgrinde. Am unterhalb liegenden Mummelsee befindet sich ein großer Parkplatz von welchem ein Lehrpfad mit Schautafeln, aufgestellt vom Nationalparkzentrum Ruhestein, über die Ebene des Hornisgrindehochmoors mit einem Holzbohlenweg durchquert.
Wanderer, Spaziergänger, Ausflügler von Nah und Fern kommen zu diesem beliebten Ausflugsziel am Mummelsee und der Hornisgrinde. 

Windpark HornisgrindeTechnische Bebauung

Auf der Hornisgrinde herrscht eine Durchschnittswindgeschwindigkeit von 5,2 m/s im Jahresmittel. Mitte der 1990er Jahre wurde deshalb ein kommerzieller Windpark nördlich des Hochmoores der Hornisgrinde errichtet. Zwei weitere Windkraftanlagen mit einer Leistung zu je 110 kW wurden durch private Initiative 1994 gebaut, eine dritte mit 132 kW folgte 1996.
Die Windparks sind, wie auch hier auf der Hornisgrinde, bei den Standortfragen immer kontroversen Diskussionen ausgesetzt

Der Windpark wird erneuert

Im Februar 2015 genehmigt das Landratsamt Ortenaukreis die Erneuerung der Anlage, die 3 bestehenden Windräder werden abgebaut und durch ein einziges neues Windrad ersetzt. Das wird südwestlich der bestehenden Anlagen erbaut, die 120 Meter hohe Anlage hat eine Nennleistung von 2,3 Megawatt, damit können mit nur noch einem Windrad die 6,5 Fache Leistung des bestehenden Windparks erzielt werden. Das Windrad steht mittlerweile, wir werden demnächst einen Artikel mit Bildern, auch vom Bau des Windrades veröffentlichen.

Am Ende der Gipfelplattform im Norden ist ein Sendeturm der Deutschen Telekom AG gebaut, welcher u.a. mit einer Relaisstation für Amateurfunk-Fernsehen ausgestattet ist. Der Turm strahlte bis 2005 aud das Programm des Deutschlandfunks aus, danach wurde der Sender jedoch zu dem höheren und deshalb weiter reichenden SWR-Turm verlagert.

Auch Vodafone Deutschland baute auf der Hornisgrinde einen Sendeturm. Er ist ein freistehende Stahlfachwerkkonstruktion im südlichen Ende des Gipfelplateaus. Dieser ist mit einer GSM-Basisstation ausgestattet und dient als Richtfunkknoten.

Informationen zum Urheberecht

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Die Bilder wurden bei verschiedenen Besuchen gemacht, sind daher nicht geordnet, für eine größere Version auf das Bild klicken!
Wenn Sie Bilder von der Hornisgrinde mit Schnee sehen möchten bitte hier schauen!

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