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Zauneidechse (Lacerta agilis) Zauneidechse

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum „Reptil des Jahres 2020“ ernannt. Charakteristisches Merkmal bei den Männchen der Zauneidechsen ist ihre leuchtend smaragdgrün Färbung zur Paarungszeit.

Merkmale

Die smaragdgrüne Färbung zeigt uns, Zauneidechsen zählen zur Gattung der Smaragdeidechsen. Männchen erreichen in Mitteleuropa eine Gesamtlänge von zumeist 18 bis 20 Zentimeter. Neben den grün gefärbten Seiten der Männchen gibt es anders als bei den Smaragdeidechsen eine braune Rückenfärbung mit dunklen Flecken und drei oft nur angedeuteten weißen Linien.

Die Färbung und Zeichnung der Zauneidechsen sind je nach Individuum, Geschlecht, Altersstadium und Jahreszeit (Männchen!) sehr variabel. Oft verläuft auf der Rücken- und Schwanzmitte ein „leiterartiges“ Zeichnungsmuster aus hellen Seitenlinien (Parietalbänder) und dunkelbraunen „Quersprossen“ (Dorsalflecken) mit braunen Zwischenräumen. Mittig sowie seitlich über die Dorsalflecken verlaufen zudem meist weißliche, unterbrochene Längsstriche (Occipitallinie sowie Parietallinien). Auch die Grundfarbe von Oberkopf, Schwanz und Gliedmaßen ist bräunlich und die Flecken der Flanken sind ebenfalls weißkernig.

Zauneidechsen MännchenDie Jungtiere besitzen eine bräunliche Färbung, oft mit auffälligen Augenflecken auf  dem Rücken und den Seiten.

Lebensweise

Zauneidechsen ernähren sich von von Insekten und Spinnen sowie Heuschrecken und Raupen.
Aber auch die Anzahl ihrer Fressfeinde ist groß, so stehen die Eidechsen bei Vögeln, Schlangen, Säugetieren auf der Speisekarte. Große Verluste erleidet die Population der Echsen durch freilaufende Hauskatzen, aber auch Spitzmäuse, Igel, Füchse und Marderarten gehören zu den Arten die auf Zauneidechsen stehen.

Vorkommen

Zauneidechsen sind sehr wärmebedürftig, sie besiedeln Magerbiotope wie trockene Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Steinbrüche, Kiesgruben, Wildgärten und ähnliche Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Abschnitten und dicht bewachsenen Bereichen. In kühleren Gegenden beschränken sich die Vorkommen auf wärmebegünstigte Standorte. Wichtig sind auch Elemente wie Totholz und Altgras. 

Man hört öfters von teuren Abfang- und Umsiedlungsaktionen für Zauneidechsen, das liegt daran, dass Zauneidechsen in der Europäischen Union besonders geschützt sind. Es ist auch verboten, ihre Lebensräume zu beschädigen oder zu zerstören. Bei großen Bauvorhaben, siehe Stuttgart 21, sind Zauneidechsen oft die Leidtragenden, die kritische Öffentlichkeit versteht diese teuren Maßnahmen dann nicht. Das ist selbst innerhalb der Naturschutzverbände umstritten, viel besser wäre es vorhandene Lebensräume zu sichern, zu vergrößern und für die Vernetzung vorhandener Lebensräume zu sorgen.

ZauneidechsenFundort

Unsere Zauneidechsen finden wir in einer noch ausreichenden Population in unserem Garten in einer Randlage von Neuweier bei Baden-Baden.

Informationen zum Urheberecht

Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.

Quellen alle vom 24.03.2020

https://www.nabu.de/news/2019/12/27356.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Zauneidechse

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