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Singdrossel Turdus PhilomelosSingdrossel ( Turdus Philomelos )

Wir hatten wirklich Schwierigkeiten den auf unserem Bild zu sehenden Vogel zu bestimmen. Zuerst dachten wir den seltenen Wiesenpieper aufgenommen zu haben, die pfeilförmigen, braunen Flecken auf der Unterseite haben uns letztlich überzeugt hier eine Singdrossel zu sehen.

Die Singdrossel gehört zur Ordnung der Sperlingsvögel - Unterordnung Singvögel und hier zur Familie der Drosseln. Die nächsten Verwandten sind die Amsel, die Wacholderdrossel, die Rotdrossel, die Misteldrossel und die Ringdrossel. Singdrosseln können in Freiheit ein beträchtliches Alter erreichen, so ist das höchste Alter einer Singdrossel, das durch die Beringung eines Tieres bekannt wurde, 18 Jahre und sechs Monate.

Aussehen:

Die Singdrossel ist mit 20–22 cm Körperlänge etwas kleiner als eine Amsel, die Weibchen und Männchen sehen gleich aus, sie besitzen einen gedrungenem Körper, die Oberseite/Rückenseite der Singdrossel ist graubraun/bräunlich, die Spitzen der Federn hell. Die Unterseite weißlich mit kräftigen, pfeilförmigen, braunen Flecken gesprenkelt. Der Kopf ist graubraun, die Augen dunkel haben einen weißen Augenring. Der Schnabel des Vogels ist spitz, die Oberseite dunkel und die Unterseite gelblich.

Verhaltensweisen:

Mit der etwas größeren Amsel hat die Singdrossel eines gemein, sie singt besonders gerne in den Abendstunden. Zu beobachten ist sie meist am Boden hüpfend bei der Nahrungssuche, da sammelt sie Insekten wie Regenwürmer und Schnecken.

Nahrung

Wer bei sich im Garten schon mal Schneckenhäuser gefunden hat, die um einen Stein angesammelt sind, der hat wohl den Stein als "Drosselschmiede" bezeichnet gefunden, den der Vogel für das Aufbrechen der Schneckenhäuser zu Hilfe nimmt.
Der Vogel sucht sich seine Nahrung auf dem Boden dort ist er auf Regenwürmer, Insekten und deren Larven spezialisiert, die Singdrossel ist die einzige Drossel die auch Schnecken bevorzugt.

Vorkommen und Verbreitung

Die Singdrossel kommt mit Ausnahme von Island und den südlichen Mittelmeerregionen in ganz Europa vor. Im Südosten Australiens und in Neuseeland wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt und ist in Neuseeland sowie den umliegenden Inseln weit verbreitet. In Australien beschränkt sich ihr Vorkommen trotz weiterer Einbürgerungsversuche auf die Umgegend von Melbourne. Im Winter zieht es die Vögel in wärmere Gefilde, Singdrosseln sind Zugvögel, sie überwintern überwiegend im Mittelmeerraum.

Lebensraum

Zu finden ist die Singdrossel vorwiegend in Nadel- und Mischwäldern, sie bevorzugen Bereiche mit reichlichem und dichten Unterwuchs, Schatten und hoher Feuchtigkeit. Bei uns in den Mittelgebirgen sind die Drosseln besonders in den Beständen von Fichten und Weißtannen zu finden. Aber auch in den Grindenbereichen im Schwarzwald sind die Vögel vertreten, so werden jedes Jahr einige Brutpaare am Schliffkopf gesichtet.

Brut und Gelege

Singdrosseln brüten zweimal im Jahr. In der Zeit von April bis Juli werden die Jungen in einem Nest aus Gras und Laub, das in Astgabeln von Laub- und Nadelbäumen verankert ist, aufgezogen. Die Eier der Vögel haben eine himmelblaue Färbung, gebrütet wird 12 bis 14 Tage.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Nach der Roten Liste der IUCN gehört die Singdrossel heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten, die Singdrossel wird als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Quellen alle 12.2018 eingesehen:
https://www.birds-online.ch/index.php?cat=1&order=22&species=530
http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/singdrossel.html
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/vogelportraets/03658.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Singdrossel
http://www.nabu-schorndorf.de/Singdrossel.htm
http://tierdoku.de/index.php?title=Singdrossel

 

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