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Nationalpark SchwarzwaldNationalpark Schwarzwald    Google Maps

Der Nationalpark im Nordschwarzwald versteht sich zwar in erster Linie als Naturschutzprojekt, dazu gehört aber auch Menschen die Wildnis näher zu bringen, natürliche Prozesse beobachten und erleben zu können, das ist ein bedeutender Teil des Nationalpark im Schwarzwald.

Besucher sind im Nationalpark ( Eine Auswahl der schönsten Orte im Nationalpark siehe unten) und den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung des Nationalparks daher selbstverständlich willkommen, der Besuch im Nationalpark ist auf ausgewiesenen Wegen zu Fuß aber auch mit dem Rad möglich.

Es werden zahlreiche Führungen und Informationsveranstaltungen für Besucher aller Altersgruppen angeboten.

Das Gebiet des Nationalparks

Mit dem im Januar 2014 offiziell eröffneten Nationalpark Schwarzwald im Bundesland in Baden-Württemberg gibt es in Deutschland jetzt 15 Nationalparks. Auch wenn seine Grenzen im Nordschwarzwald liegen, wird er als Nationalpark Schwarzwald bezeichnet. Im Südschwarzwald selbst gibt es keinen Nationalpark sondern nur "Naturschutzgebiete".

Der Parkmit dem Nationalparkzentrum am Ruhestein besteht aus Staats- und Kommunalwald rund um den Hohen Ochsenkopf (Kreis Rastatt/Stadtkreis Baden-Baden) und den Ruhestein/Schliffkopf (Kreise Ortenau/Freudenstadt), er liegt zu größten Teilen zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Tal der Murg. Der Stadtkreis Baden-Baden und die Gemeinde Bühl haben darüber hinaus rund 600 Hektar eigene kommunale Waldflächen eingebracht bzw. getauscht.
Das Gebiet des Nationalparks, zuvor besser bekannt als Schwarzwald Naturpark Mitte/Nord, besteht aus zwei voneinander getrennten Bereichen in Höhenlagen über 800 Metern. Mit 10.062 Hektar (100,62 km²) ist der Nationalpark im Schwarzwald noch nicht einmal halb so groß wie der Nationalpark Bayerischer Wald, er besitzt in etwa die Größe des Nationalpark Eifel. Mit 0,7 Prozent der Waldfläche des Landes Baden-Württemberg halten ihn viele Nationalpark Befürworter für viel zu klein angelegt..

http://www.schwarzwald-informationen.de/bilder/freundeskreis-nationalpark/NPNS_EckAnzeige_2_Schwabo_139x210_RZ-250.jpg

Vorgeschichte:

Schon Anfang der 90er Jahre sollte, angeregt vom NABU, ein Nationalpark Schutzgebiet entstehen, auch der BUND und der Schwarzwaldverein sprachen sich dafür aus. Die Idee wurde vom Umweltministerium, dem Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgegriffen und unterstützt. Was die einen begeistert unterstützten, war für die anderen der Ruin im Bereich Forst-, Holz- und Landwirtschaft sowie Tourismus. In den Zeitungen und Versammlungen wurde teils hoch emotional diskutiert, apokalyptische Darstellungen prophezeit ....

Nach Morddrohungen gegen Sprecher der Nationalparkbefürworter wurde die Idee des Nationalpark im Nordschwarzwald beerdigt....
Erst im Jahr 2010 wurde das Projekt wieder verstärkt verfolgt, die CDU im Landtag zeigt sich jetzt wieder offen für einen Nationalpark. So prüfte der NABU-Landesverband Baden-Württemberg anhand der Kriterien für Nationalparks mehrere Standorte in Baden-Württemberg. Geeignete Gebiete wurden gefunden, die ganz oder überwiegend im Naturraum Grindenschwarzwald und Enzhöhen liegen.

Ein Gesetzentwurf, der die zwei Teilgebiete Ruhestein und Hoher Ochsenkopf/Plättig umfasst wurde eingebracht. Das Gebiet um Kaltenbronn wurde ebenso herausgenommen wie einige tiefer gelegene Randbereiche. Statt Nationalpark Nordschwarzwald lautete der Name nun Nationalpark Schwarzwald. Im folgenden Verfahren kommt es besonders aus den Baiersbronner Gemeinden zu großen Protesten, Befürworter und Gegner stehen sich unversöhnlich gegenüber, mehr darauf möchten wir an anderer Stelle eingehen.

Nichts desto trotz fand am 3. und 4. Mai 2014 mit dem Slogan "EINE SPUR WILDER" am an der Schwarzwaldhochstraße gelegenen Ruhestein die Eröffnungsfeier des Nationalpark Schwarzwald statt. Die Nähe zum im Herbst 1997 gegründeten Naturschutzzentrum ist wohl nicht zufällig, machen doch hauptamtliche und freiwillige Mitarbeiter schon seit Jahren eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit und Betreuung der im Schwarzwald bestehenden Schutzgebiete.

Eine Auswahl der schönsten Orte im Nationalpark:

Badener Höhe Friedrichsturm

Badener Höhe

Die Badener Höhe ist der höchste Punkt auf der Gemarkung Baden-Baden  Die Badener Höhe als höchster Punkt auf der Gemarkung Baden-Baden ist der nördlichste Gipfel des Schwarzwalds mit 1002,5 m ü. NN und liegt nicht weit entfernt von der Schwarzenbachtalsperre oberhalb des Forbacher Ortsteils Herrenwies. Viele Besucher und Wanderer waren bereits auf der Badener Höhe, allein schon durch die Tatsache, dass der berühmte Westweg über die Gipfelkuppe führt.
Das Gipfelplateau der Badener Höhe ist reich bewachsen mit Heidepflanzen, Heidelbeeren und Preiselbeeren, Birken, Buchen und die typischen Latschenkiefern sowie Borst- bzw. Pfeifengras. Idealer Lebensraum für das Auerhuhn, dem Charaktervogel des Schwarzwaldes.

Bannwald Wilder SeeWilder See

Das Naturschutzgebiet und Bannwald Wilder See liegt im nördlichen Schwarzwald im Gemeindegebiet von Baiersbronn (Freudenstadt), genauer in den Hochlagen östlich des Gebirgskammes zwischen Hornisgrinde und Ruhestein. Der Karsee mit seinem Bannwald ist auch unter dem Namen Wildsee bekannt, der Name Wilder See soll ihn vielleicht auch von dem nur wenige Kilometer entfernten Wildsee bei Kaltenbronn unterscheiden.

Wer die Natur und Ruhe am See genießen möchte, der sollte sich den Abstieg vom Wildseeblick am Euting-Grab zum See in der 120 m hohen Karwand nicht nehmen lassen. Selbstverständlich kann man den Wilde See in Verbindung einer Rundwanderung, z.B. vom Seibelseckle über den Standort "ehemalige Falzhütte" aus erwandern.

Hoher OchsenkopfHoher Ochsenkopf

Der Hohe Ochsenkopf ist Teil eines östlichen Ausläufers am Hauptkamm im nördlichen Schwarzwald, mit Verlauf zwischen Rheinebene und Murgtal. Auf der Bergkuppe des Hohen Ochsenkopf wurde 1970 eine 41,1 ha große Fläche als Bannwald ausgewiesen. Früher war der Hohe Ochsenkopf eine abgeholzte flache Bergkuppe auf der Grindenwild weidete. Diese typischen Grinden des Nordschwarzwalds wurden als sie nicht mehr beweidet wurde nach und nach vom Wald zurück erobert. Mittlerweise haben sich hier etliche seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten angesiedelt, unter anderem der Dreizehenspecht, der für lange Zeit im Schwarzwald für ausgestorben gehalten wurde, ebenso das Auerhuhn.

buhlbachseeBuhlbachsee

Während der letzten Eiszeit vor etwa 10000 Jahren ist der Buhlbachsee im Nordschwarzwald entstanden. Idyllisch liegt der Karsee in der Kerbe eines tiefen Kessels auf 803 Höhenmeter auf der Gemarkung Baiersbronn östlich des Schliffkopf-Höhenzugs. Beinahe unscheinbar schmiegt sich der Buhlbachsee an seine etwa 120 m hohe Karwand, vollkommene Heile-Welt-Romantik ausstrahlend. Hier lässt sich vieles vergessen, der Buhlbachsee ist wie ein ruhender Pol mitten in der Hektik des Alltags. Der Buhlbach, der weiter im Norden in die Rechtmurg fließt, mündet in den See.

 

Huzenbacher SeeHuzenbacher See

Auf 747 m über dem Meeresspiegel ,etwa 3,5 km entfernt von Baiersbronn-Huzenbach, liegt der imposante eiszeitliche Gletschersee im Nationalpark Schwarzwald. Am Seerand weist er einen breiten Verlandungsgürtel auf. Über ihm erheben sich die über 160 m hohen steilen und bewaldeten Karwände, die nicht zu bewirtschaften sind . Der Huzenbacher See gehört zu den Karseen, ist ein Kleinod im Nordschwarzwald verfügt über ein außergewöhnliches Pflanzenreichtum. Auf dem Huzenbacher See hat sich aus Torfmoosen ein Schwingrasen gebildet, der sich bei einer Aufstauung des Schwallwasssers für die Holztrift vor Jahrhunderten löste und wie eine Insel auf dem Wasser liegt.

Naturschutzgebiet SchliffkopfGrindenflächen Schliffkopf

Die urwüchsige Landschaft des Schwarzwaldes, besonders die nicht bewaldeten Grinden im Nordschwarzwald faszinieren von jeher Besucher und Naturliebhaber. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts erwandern Naturliebhaber, damals als Sommerfrischler oder Luftschnapper bezeichnet diese herrliche Natur. In diesem Artikel möchten wir nicht auf das Schliffkopfhotel, nur auf das Schliffkopf-Schutzgebiet, einem der schönsten Fleckchen im neu gegründeten Nationalpark Schwarzwald eingehen.

Das Naturschutzgebiet Schliffkopf liegt im Kreis Freudenstadt auf dem Gebiet der Gemeinde Baiersbronn, erreichbar ist der Schliffkopf über die Schwarzwaldhochstraße, es liegt in der Nähe des Lotharpfades zwischen Ruhestein und Zuflucht.

 

RöschenschanzeRöschenschanze

Eine alte militärische Anlage im Schwarzwald. Die Röschenschanze befindet sich in nur 2 Wegminuten Entfernung zur Zuflucht, sie ist eine der vielen Militärischen Schutzwehren, die seit dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) angelegt wurden um vorwiegend die Truppen des französischen Nachbar abzuwehren. Die Röschenschanze, bestehend aus sternförmigen aufgeschütteten Erdwällen hinter denen die Verteidiger lagerten. Wer hier vorhandene militärische Bauwerke vermutet oder gar sucht wird aber enttäuscht werden, die Schanzenform ist aber noch an der eigentümlichen Erdaufwerfung und Wegführung zu erkennen. Was zu finden ist, ist eine traumhafte Landschaft, ein einzigartiger Lebensraum für seltene Pflanzen und Tierarten.

 

Klosterruine Allerheiligen und WasserfälleKlosterruine Allerheiligen und Wasserfälle

Die frühgotische Klosterruine Allerheiligen (620 m ü.d.M) aus dem in der Region typischen Buntsandstein gebaut, liegt malerisch im Lierbachtal oberhalb der berühmten Allerheiligen Wasserfälle. Im Jahr 1804 wurde die Kirche vom Blitz getroffen und ist seither weitgehend zerstört. Teilen des Langhauses und der Vorhalle sowie Reste der Sakristei und des Kreuzgangs sind aber erhalten geblieben. Neben den Ruinen selbst besitzt die Natur einen großen Anteil an der pittoresken Landschaft. Stimmt bereits der schöne, stolze Schwarzwald selbst darauf ein, so lösen spätestens die Büttensteiner Wasserfälle ein bewunderndes "Oh!" aus. Diese Allerheiligen-Wasserfälle, wie sie meist genannt werden, wurden 1840, ebenfalls zur Zeit der romantischen Reisen, erschlossen. 83 Meter tief stürzen die Wasser dieses größten natürlichen Wasserfalls des Schwarzwaldes über sieben Kaskaden in die Tiefe, der komplette Fall beträgt gut 100 Meter.

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