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logo nagold landesgartenschauNatürlich Nagold – die romantische Stadt ist Gastgeber der Landesgartenschau 2012

Als 1992 Rainer Prewo in das Amt des Oberbürgermeisters gewählt wurde, ahnte manch Nagolder schon, dass dieser Mann Großes bewirken würde. Mit einer überzeugenden Bewerbung holte er die Landesgartenschau 2012 ins `Städtle´. Im Jahre 2002 erhielt Nagold den Zuschlag und von nun an veränderte die Stadt rasant ihr Gesicht. Dank dieses Umstandes ergab sich noch ein weiteres geschichtliches Großereignis in Nagold. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt fand ein Bürgerentscheid – über den Bau einer riesigen Treppe, die vom Stadtpark aus direkt und steil hinauf zur Burgruine Hohennagold führen sollte – statt. Den meisten Nagolder Bürgern missfiel dies jedoch und so war das Ergebnis des Bürgerentscheides mehr als eindeutig. Es spricht nicht nur für die Stadt und deren Amtsinhaber, sondern auch für die Mitbürger Nagolds, dass nicht lange nachgekartet wurde, sondern schnell eine neue, geschmackvolle Lösung gefunden wurde. Überhaupt sind die Bürger Nagolds mit Herzblut dabei und engagieren sich ehrenamtlich – ganz gleich, wo es an helfenden Händen fehlt. Da wurden Städteführer ausgebildet, aber auch Mitbürger involviert, die sich zum Beispiel speziell um die Belange von behinderten Personen kümmern (Rollstuhl schieben, etc.).

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Grüne Urbanität lautet das Motto der Landesgartenschau Nagold und um das zu erreichen, muss man natürlich reichlich Geld in die Hand nehmen – von ungefähr 29 Millionen Euro ist die Rede. Circa acht Millionen werden vom Land Baden-Württemberg dazu beigesteuert. `Gut angelegtes Geld´, konstatierte zufrieden der derzeitige Landesvater Winfried Kretschmann, als er bei der Eröffnungsfeier der Landesgartenschau Nagold die Stadt besah. Allein 18,5 Millionen, so schätzt man, gehen in Projekte, bzw. Anlagen, die die Landesgartenschau überdauern werden.

Und das Konzept des Schwarzwaldstädtchens, dass circa 22.000 Einwohner hat, ist nahezu genial: Stadt und Natur sollen besser miteinander verbunden werden. Im Mittelalter baute man damals – zum Schutz vor unerwünschten Eindringlingen – die Stadt sehr beengt, Häuser standen dicht gedrängt aufeinander, die Natur blieb draußen vor den Stadtmauern. In Nagold aber realisierte man Kombinationen, die eigentlich widersprüchlich sind, in dieser Stadt aber zusammengehen. Pflasterstein und malerisch-schöne Bepflanzungen müssen kein Gegensatz sein. Mit der Renaturierung der Waldach schuf man ein weiteres Naherholungsgebiet für seine Mitbürger und Besucher. Überhaupt treten die Flüsse Nagold und Waldach, die in Nagold auf Höhe des Stadtparks Kleb zusammenlaufen, wieder mehr in den Vordergrund.

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Veranstaltungen:

Natürlich gibt es in Nagold in dieser Ausnahmezeit Veranstaltungen en masse – weit über 3000 sind es an der Zahl und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Vom Maichinger Pferdeumzug über musikalische Darbietungen (EAV, Die Prinzen, Max Giesinger … um nur einige zu nennen) bis hin zu diversen Theateraufführungen, dem Keltenfest und einem Mittelaltermarkt ist das Angebot breit gefächert. Wer sich hierüber informieren und Karten zu einem der Events erstehen möchte, kann dies unter folgendem Link tun.

Die Landesgartenschau erstreckt sich über fünf Gebiete

Eingebunden in die Landesgartenschau sind die Burgruine Hohennagold, der Stadtpark Kleb mit der angrenzenden Uferpromenade, der Krautbühlpark, die Altstadt und der Riedbrunnenpark. Stark in den Mittelpunkt gerückt ist die renaturierte Waldach, die das Gartenschaugebiet Kleb und Uferpromenade durch die Stadtmitte hindurch mit dem Gartenschaugelände Riedbrunnenpark verbindet.

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Das Prunkstück der Landesgartenschau Nagold sind die zweiwöchig wechselnden Blumenschauen in ganz besonderem Ambiente, da eine stillgelegte Brauerei Herberge für diese Fülle an bezaubernden Ideen ist.

Vom 3. bis 15. Juli heißt es: Grün ist das Leben.
Vom 17. Bis 29. Juli kommen die Exoten unter den Pflanzen und Orchideen zur Geltung: Flora aus nah und fern
Vom 31. Juli bis 12. August wird es gar geschichtlich: Mittelalter trifft Gegenwart. Mit diesem Thema gerät die Burgruine Hohennagold in den Blickpunkt.
Vom 14. Bis 26 August lautet das Motto: Hopfen und Malz, Gott erhalt´s – Hopfenzupfer trifft Blumenfee.
Vom 28. August bis 29. September fasziniert das Thema: Die natürliche Melodie der Blüten, gespielt auf technischen Saiten – Vegetation und Konstruktion.
Vom 11. Bis 23. September empfiehlt sich Zeitliches und Ewiges – Blumen in der Trauerkultur
Der 25. September ist dem Erntedank-Fest gewidmet.
Und die letzte Blumenschau des Jahres befasst sich mit der Floristik in der Erntezeit.

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Doch genau genommen ist die ganze Stadt eine Blumenschau. Denn ganz gleich, wo man sich aufhält, man wird von einer atemberaubenden Blumenpracht verzaubert. In der Innenstadt fallen einem sofort die zahlreichen Blumenkästen ins Auge, die die Hauptstraße säumen und die die romantische Fachwerkkulisse Nagolds wunderbar zur Geltung bringen. Während im Stadtpark Kleb vor historischem Hintergrund und entlang der Uferpromenade die Blumenpracht eher in Pastelltönen gehalten ist, erfreuen im Riedbrunnenpark – rund um das imposante Viadukt – weitaus kräftigere, leuchtende Farben das Auge. Zudem gibt es überall Themengärten, die nicht nur bestricken, sondern auch informieren.

Der keltische Fürstengrabhügel am Krautbühl, an dessen Fuße keltisch bepflanzte Wölbgärten faszinieren, ist solch ein Beispiel. Sehenswert am Krautbühl ist auch der Wassergarten, dessen Wasserspiele zum Erholen einladen. Der Kräuter-Garten wiederum begeistert mit allerhand Wissenswertem zum genannten Thema. Des Weiteren gibt es einen Arzneipflanzengarten, einen Schachgarten, einen Boulegarten, ein Rosengarten, ein Labyrinth oder aber auch – und das ist wiederum ein absoluter Höhepunkt der Landesgartenschau – die Wachsende Kirche. Umgeben und beschützt von Winterlinden, bietet das Gotteshaus unter freiem Himmel 150 Gästen Platz.

Wendet man sich dem Stadtpark zu, stehen auch hier etliche Pavillons zu verschiedensten Themen bereit. Ein Gartenschaubähnle sorgt für viel Spaß und die neu angelegte Minigolfbahn samt neuem Erlebnisspielplatz ist ebenfalls ein Besuchermagnet. Besonders gut flanieren kann man auf der erhöhten Schlossbergterrasse, von der aus man einen eindrucksvollen Blick auf Nagolds Altstadt hat.

Der Riedbrunnenpark am Viadukt ist noch aktionslastiger. Eine Spaß bringende Attraktion ist mit Sicherheit das Kamelreiten. Im Hauptfestzelt sorgen nahezu nonstop zahlreiche Veranstaltungen für Abwechslung. Wer will, kann sich an einem Hochseilgarten (Seilbahn) versuchen, einen Platanenkubus besichtigen oder auch einen weiteren Abenteuerspielplatz erobern. Freilich stehen hier abermals Informationspavillons und Themengärten (Heidelbeergarten, Kochgarten, Grünzeuggarten, pflegeleichter Garten, und etliche mehr) zum Erkunden bereit. Selbstredend wird man als Besucher Nagolds allüberall kulinarisch verwöhnt.

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Kunst und Museen:

Folgt man der Nagold vom Krautbühlpark aus gegen ihren Lauf, erschließt sich einem das Teufel-Areal. Auf ihm wird der Kunst Raum geboten. In der Kunstfabrik nehmen einen verschiedenste Ausstellungen, zum Beispiel zum Thema `Würfel-Quader-Natur´, voll und ganz ein. Außerdem hält auf diesem Gelände eine Modelleisenbahnausstellung Einkehr.

Im Museum am Steinhaus, inmitten der Altstadt, kommen große und kleine Keltenfans voll auf ihre Kosten. Und Eisenbahnfans, deren Herz noch immer am `Altensteigerle´ hängt, einer Schmalspurbahn, die bis ins Jahr 1967 hinein die Städte Nagold und Altensteig über etliche Zwischenstationen verband, kommen im Freilichtmuseum im Riedbrunnenpark voll auf ihre Kosten. Etliche Wägen kann man bestaunen und selbst jene Schienen von einst wurden wieder aufgebaut.

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen 15 Euro Eintritt pro Tag, Begünstigte 12 Euro und Kinder 5 Euro. Es versteht sich von selbst, dass es lohnende Vergünstigungen für Alleinerziehende mit Kindern, Familien, Gruppen (20 Personen), Schulklassen und Abendbesucher gibt.
Die Dauerkarte hingegen kostet einen Erwachsenen 95 Euro, Begünstigte 80 Euro, Kinder 40 Euro, Alleinerziehende mit Kindern 100 Euro und Familien 195 Euro.

Anreise:

Wer nun auf dieses einmalig schöne Ereignis Lust bekommen hat, kann die Landesgartenschau in Nagold auf folgendem Wege besuchen:

Mit dem Auto erreicht man Nagold über die A81, fährt an der Abfahrt Nagold ab und folgt der sehr guten Beschilderung in Richtung Nagold. In Nagold selbst wird man über das Parkleitsystem der LGS zu den kostenlosen Parkplätzen hingeführt.
Mit dem Zug fährt man bis Stuttgart, dann mit der S-Bahn weiter nach Herrenberg und anschließend geht es mit dem Bus nach Nagold.


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 Fotos Jürgen Heppeler.

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