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Hohengeroldseck

Die Burg Hohengeroldseck in Seelbach, besser als Burgruine Hohengeroldseck bekannt (nicht zu verwechseln mit einer gleichnamiger Burg im Elsass) ist sicher eine der beeindruckendsten Burgen im Schwarzwald. Zu finden ist die Burgruine, die einst Sitz der Herren von Geroldseck war in der Ortenau, auf einer Anhöhe zwischen dem Kinzigtal und dem Schuttertal.

Schon von weitem sind die Mauern der Ruine Hohengeroldseck mit den gut erhaltenen Außenmauern des Wohnhaus, dem Wohngebäude (Palas) zu sehen. Die Burg und das vierstöckige Wohngebäude (Oberburg), das einst Wohnräume und einen 80 Quadratmeter großen Rittersaal der Geroldsecker beherbergte, wurde in den Jahren 1240 bis 1250 von Walther I. von Geroldseck für das Rittergeschlecht der Geroldsecker als Stammburg erbaut.

Die Burg die übrigens keinen Turm (Bergfried) hat, besitzt eine Ausdehnung von ca. 95 auf 50 Metern. Erhalten sind neben dem schon erwähnten Mauern des Wohngebäude die ca. 10 Meter hohen und 2,10 Meter dicken Außenmauern der Unterburg.
Durch einen gotischen Spitzbogen geht es in den Palas, dessen hoch aufragenden Außenwände mit zahlreichen Fenster im größtenteils romanischen Stil mit die Faszination der Burgruine Hohengeroldseck ausmachen.
Die Treppenspindel des alten Palas führt bis ins oberste Stockwerk dessen Mauerreste sich auch betreten lassen, was eine wunderbare Ausschau zulässt. Erwähnenswert der Blick auf der Treppenspindel in den Palas-"Kerker".

Der Erbauer der Burg

Die Ritterburg im Schwarzwald wurde von Walther I. von Geroldseck erbaut. Als Spross der begüterten Familie der Herren von Geroldseck war sein Weg nach oben fast vorbestimmt. Walther wurde 1247 Domherr und 1252 Dompropst in Straßburg. Im Jahr 1260 sogar Bischof von Straßburg. Die Amtszeit des Walther I. von Geroldseck war geprägt vom Kampf gegen die Autonomiebestrebungen der Straßburger Bürgerschaft. Unterstützt von benachbarten Adelsgeschlechtern fällt ihm ausgerechnet der spätere König Rudolf von Habsburg in den Rücken, am 8. März 1262 erleiden Walters Truppen in der Schlacht von Hausbergen eine entscheidende Niederlage. Im Jahr 1277 stirbt Walther I. von Geroldseck und die Burg wird aufgeteilt zwischen seinen Brüdern Georg und Heinrich.

Die Zerstörung der Burg Hohengeroldseck

Wie bei vielen anderen Burgen im Schwarzwald ist es eine Geschichte in mehreren Akten, dreimal wird die Burg erfolglos belagert, erst durch die Franzosen im dreißigjährigen Krieg 1689 wird die Burg zerstört, die Burg brennt vollständig aus.

Die Burgruine vor dem weiteren Verfall bewahren

Auch wenn Hohengeroldseck zu den wenigen öffentlich zugänglichen Burgen gehört die noch in Privatbesitz sind, 1819 kommt die Burgruine an das Großherzogtum Baden, die Fürsten von der Leyen sind bis heute Eigentümer der Burganlage. Eine Fortbestand und Erhalt der Burg ist mit privaten Mitteln nicht möglich, so gibt es bereits 1892-1901 erste Versuche der Restaurierung durch den Lahrer Schwarzwaldverein

In den Jahren 1951-1952 baut der Lahrer Schwarzwaldverein eine neue Wendeltreppe in den Turm des hinteren Palas ein.
Im Jahr 1958 gründet der damalige Landrat des Landreises Lahr, Dr. Wimmer einen Verein, den Burgverein, um die Burgruine vor dem weiteren Verfall zu retten. Mitglieder sind neben interessierten Bürgern auch die umliegenden Gemeinden, wie Seelbach, Schuttertal, Biberach und Lahr. Für einen Mindestbeitrag von 12 Euro können auch Sie Mitglied werden und somit dazu beitragen, dass die Burgruine Hohengeroldseck erhalten bleibt.

Öffnungszeiten

Die Burg Hohengeroldseck in Seelbach ist ganzjährig geöffnet, es ist nicht möglich mit dem PKW bis an die Burg zu fahren.

Wanderwege um die Ruine Hohengeroldseck

Der Burgpfad

Der ca. 2 km lange Geroldsecker Burgpfad gibt mit insgesamt 9 Stationen am Wegrand, Fragen rund Antworten zum Leben auf einer Burg. Was besonders Kindern die Lust am Wandern erhöhen soll.

Geroldsecker Qualitätsweg

Der 35,5 km lange Geroldsecker Qualitätsweg lässt sich in die Etappen Nord und Süd aufteilen. Ein Erlebnis bietet der überwältigende Rundblick auf der Burg Hohengeroldseck.

 

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