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Der Fremersbergturm bei Sinzheim         Google Maps


Der Fremersbergturm oberhalb Sinzheim gehört zu den weniger beachteten Türmen, was vielleicht daran liegt, dass die meisten Wanderer den Turm als reinen Funkturm des SWR ansehen und gar nicht wissen, das im Turm eine Treppe mit 144 Stufen zur Aussichtsplattform in 30 Meter Höhe führt.

Aus der Geschichte des Aussichtsturmes

Der heute auf dem höchsten Punkt des Fremersberg stehende Turm ist bereits der dritte Aussichtsturm. Schon im Jahr 1883 erbaute die Stadt Baden-Baden den ersten steinernen Aussichtsturm auf dem Fremersberg. Der Turm aus Bruchstein war ein weiterer Baustein im touristischen Plan der Stadt seinen Ferien und Kurgästen die Umgebung interessanter zu machen.  

Schon im Jahr 1900 wird der Aussichtsturm auf 28 Meter erhöht, die Zeit und die Witterung in Form von Wind, Wasser, Eis, Hitze lassen den Turm nur rund 50 Jahre überdauern, wegen Einsturzgefahr muss der Turm im Jahr 1954 abgebrochen werden.

Der zweite Fremersbergturm

Damit geben sich die Sinzheimer und Badener aber nicht zufrieden. innerhalb weniger Monate entsteht aus den Steinen des alten Aussichtsturm ein neuer Turm auf dem Fremersberg.

Der SWF errichtet den heutigen Turm als Funkturm

Der nach dem Krieg von den französischen Besatzern ins leben gerufene SWF benötigt in Baden-Baden nicht nur mehr Fläche, mit dem Umzug der Fernsehstudios in die Hans-Bredow-Straße wird auch eine ständige Richtfunkstelle notwendig. Der Funkturm soll auf dem Fremersberg entstehen und direkt neben dem erst wenige Jahre zuvor errichteten Turm erbaut werden. Das Konzept konnte so jedoch nicht überzeugen, Letztlich entscheidet man sich den alten Turm abzureisen und an gleicher Stelle einen 85 Meter hohen Sendeturm aus Stahlbeton zu errichten.

Den gab es aber nur unter der Bedingung, dass der neue Funkturm des SWF auch als Aussichtsturm für Besucher dient. Im Herbst des Jahres 1961 wurde der Sendeturm mit seiner Aussichtsplattform unterhalb der Sendeanlagen fertig gestellt.

Wer sich die Mühe macht den Turm der fast immer geöffnet ist mit seinen 144 Stufen zu erklimmen, den erwartet bei guter Fernsicht eine erstklassige Aussicht auf die Schwarzwaldberge, das Oostal mit Baden-Baden, die Rheinebene und die Vogesen. Die zugige Luft auf der Plattform lassen die Temperatur aber immer um ein paar Grad kühler erscheinen, daher immer vorsorgen...

Am Fuße des Turms können Besucher in dem Gastronomiebetrieb einkehren, die Gastronomie auf dem Fremersberg gibt es bereits seit dem Jahr 1884, schon ein Jahr nach Fertigstellung des Turms erbaute die Stadt ein einfaches Gasthaus im Stil eines Blockhaus.

In der Umgebung des Fremersbergturm

Das Jagdschloss
Das ehemalige markgräfliches Jagdschlösschen, im Jahr 1716 als Jagdhaus errichtet ist über eine kurze Wanderung zu erreichen. In seiner wechselvollen Geschichte diente das Jagdschloss schon als Gaststätte, Flüchtlingslager und zuletzt als Residenz des kommandierenden Generals der französischen Streitkräfte in Deutschland. Seit dem Abzug der Franzosen im Jahr 1999 dient das Gebäude wie wir glauben als Wohnhaus.

Der Bergsee
Sehenswertes in Sinzheim ist natürlich auch der unterhalb des Fremersbergturm zu findende Bergsee. Er liegt im Ortsteil Vormberg und erinnert mit seinem romantischen, vielleicht etwas unheimlichen Aussehen, den Betrachter schon mal an die Kulisse der alten Karl May Filme (der Schatz im Silbersee).

Wandern am Fremersberg

Fremersberg-Rundweg
Start- und Endpunkt der Wanderung ist beim Wanderportal Tiergarten (an der Bushaltestelle). Der rund acht Kilometer lange Weg führt vorbei am Golfplatz und geht mit mäßiger bis starker Steigung bis hinauf zum Fremersbergturm. Zurück geht es über den Fremersbergweg bis zur Bildeiche, nach der Felsenlandschaft am Pulver- und Katzenstein geht es vorbei an den Waldseen zurück zum Tiergarten.

Der Sängerrundweg
Der Windener Männergesangverein "Freundschaft-Jagdhaus"  legte im Jahr 2009 aus Anlass seines 110-jährigen Bestehens den ca. 10 Kilometer langen Rundweg an.

Sinzheimer Weinwanderweg
Der ca 2,5 Kilometer lange Rundweg führt an 20 Informationstafeln vorbei, die informieren über Regoin, Landschaft und die Arbeit der Winzer und der heimischen Rebsorten. Der Weg ist in etwa einer Stunde zu bewältigen, für Familien mit Kindern aber auch als Sonntagsspaziergang geeignet.



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