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Nein zum Nationalpark Nordschwarzwald, aber wir sagen ja zum Wald

Im Laufe der Diskussion um den Nationalpark Schwarzwald hatten wir um Meinungen gebeten, hier ein Artikel Kontra Nationalpark.

Die Diskussion um einen Nationalpark im Nordschwarzwald ist voll im Gange, doch gibt es auch hier geteilte Meinungen, auf der einen Seite die Befürworter und auf der anderen Seite die Gegner, genau darum geht es in diesem Artikel, ich vertrete die handfesten Argumente der gegnerischen Seite und das zu Recht. Die große Mehrheit der Einheimischen Bevölkerung, wie ich auch, spricht sich deutlich gegen einen Nationalpark im Nordschwarzwald aus, allen voran die ansässige Holzwirtschaft. Der eigentliche Hauptgrund mit welchem die Gegner den Nationalpark Hochschwarzwald verhindern wollen ist, das es tatsächlich viel mehr Risiken als Chancen gibt. So würde die Einrichtung eines Entwicklungsnationalparks im Nordschwarzwald gravierende Folgen für die gesamte Region nach sich ziehen, welche selbst nachfolgende Generationen deutlich zu spüren bekommen würden. Die Mehrheit der Bevölkerung im Nordschwarzwald sagt nein zum anlegen eines großflächigen Versuchslabors, denn die natürlichen Prozesse lassen sich in den bereits bestehenden Bannwäldern wunderbar untersuchen. Keine Zweckentfremdung des gesamten Nordschwarzwalds in der Form einer Alibi-Wildnis.

 Deutliche Argumente sprechen für uns Gegner

Wir Gegner stehen geschlossen hinter dem Hauptargument, wir wollen die wunderschöne Naturlandschaft des gesamten Nordschwarzwaldes mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt erhalten und auch für die kommenden Generationen erhalten. Seit Jahrzehnten wird der Nordschwarzwald als Vorbild einer naturnahen Waldwirtschaft gesehen. Dabei bilden stabile und leistungsfähige Mischwälder die Grundlage einer einzigartigen Struktur, welche durch ihren Reichtum an Baumbeständen kaum zu überbieten ist. Diese Bestände passen sich den Umweltveränderungen hervorragend an und bilden den Lebensraum einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Auch sind Waldflächen, auf denen keine Nutzung stattfindet, sind wesentlicher und wichtiger Bestandteil einer naturbelassenen Waldwirtschaftsnutzung. So haben zahlreiche EU-Staaten ein europaweites Netz von Schutzgebieten erschaffen, welche zur Sicherung der Tierbestände und zur Erhaltung der Pflanzenwelt dienen soll. Mit dem Projekt Natura 2000 soll der behutsame Umgang mit allen Naturlandschaften gesichert werden. Gerade der Nordschwarzwald mit einem unschätzbaren Wert an alten Baumbeständen muss weitgehend in seiner natürlichen Herkunft erhalten bleiben.

Nichtnutzung natürlicher Ressourcen kommt einem Selbstmord gleich

Unsere Argumente als Gegner, zahlreiche Waldflächen als naturverbundene Produktionsfläche stillzulegen, sowie den naturwachsenden Rohstoff Holz nicht nutzen zu wollen, wird in der wirtschaftlichen Zukunft einem Selbstmord auf Raten gleichkommen. Das gemeinsame Ziel den gesamten Nordschwarzwald als wertvolles Kleinod zum Wohle der Heimat, für eine verantwortungsbewusste und wirtschaftliche Nutzung zu erhalten. Deshalb wird von uns Gegnern wirtschaftliches Planen und Handeln nicht als Gegensatz zu den Zielen von Naturschutz und ökonomischen Denken angesehen. Hier sind sich insbesondere die zahlreichen Gegner des Naturschutzparks einig, denn frei von jeglichen ideologischen Träumen, lassen sich Erholungswert, Wirtschaftlichkeit, Schutz der Artenvielfalt und Erhaltung der Landschaft in einen harmonischen Einklang bringen. Deshalb lautet die Forderung, das eine behutsame und fachkundige Bewirtschaftung des gesamten Nordschwarzwaldes weiterhin ermöglicht wird. Dadurch wird es auch nachfolgenden Generationen ermöglicht, die einmalige Kulturlandschaft genießen und nutzen zu können.

Die ökologischen und ökonomischen Folgen des Klimawandels

Als gemeinsame Herausforderung unserer Zeit, ist der Klimaschutz ein wichtiger Faktor, welcher von den Gegnern eines Nationalparks im Nordschwarzwald argumentiert wird. Unser aller Ziel muss es sein, die verheerenden Folgen eines Klimawandels aus ökologischer und ökonomischer Sicht für die gesamte Menschheit zu vermindern. Damit steht eine Ausweisung eines Nationalparks im krassen Widerspruch zu den Forderungen namhafter Umweltverbände, denn in einem solchem Naturschutzpark findet keinerlei Holznutzung statt, was unweigerlich dazu führt, das kein CO2 mehr gebunden werden kann. Nur durch den Kreislauf, das CO2 durch wachsende Bäume gebunden werden kann, wobei dieses bei der Zersetzung abgestorbener Baumbestände wieder freigesetzt wird, besteht ein natürliches Gleichgewicht, welches mit der Erschaffung eines Nationalparks ins Wanken geraten würde. Allein die Vielzahl der negativen Auswirkungen, sprechen die meisten Argumente gegen die Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald und somit muss dies mit allen Mitteln verhindert werden.

Geschrieben von Philip aus Gaggenau

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