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Maria Frieden KapelleDie Maria Frieden Kapelle, auch als "Adenauerkapelle" bekannt

An der Höhenstation Plättig, in der Nähe der Bühlerhöhe befindet sich nur wenige Meter entfernt von der Schwarzwaldhochstraße die "Maria Frieden" Kapelle. Im Volksmund ist sie auch als "Adenauerkapelle" bekannt. Adenauer lernte bei seinen Besuchen auf der Bühlerhöhe Rudolf Hemberger, Pfarrer der Kapelle am Plättig "St. Antonius" (auch als Schwarzwaldblitz bekannt) kennen.

Die St. Antonius Kapelle, die am Beginn des Luchspfades steht, wurde 1897 erbaut, der Bau erfolgte auf Wunsch von Maria Weis. Am 24. November 1897 erfolgt die Einweihung durch den Prälaten Dr. Franz Josef Lender, er ist den Bühlern besonders durch die Heimschule Lender in Sasbach bekannt. Adenauer war häufiger Gast bei den Gottesdiensten in der kleinen Kapelle auf dem Plättig, so das die bald zu klein für den Besucheransturm war, den so eine bekannte Persönlichkeit nachzog.

St. Antonius KapelleAdenauer der Führsprecher der St. Antonius Kapelle

Pfarrer Hemberger wandte sich an Adenauer mit der Bitte sich seinem Wunsch der Vergrößerung des Chorraums und dem Anbau einer Sakristei anzunehmen. Adenauer konnte bei der Erzdiözese dann tatsächlich die Bewilligung eines Zuschusses von 50000 Mark erreichen. Die Diözesanbehörde stellte sich dem Bauvorhaben jedoch quer, sie bevorzugte den Abriss der alten Kapelle und einen Neubau an der Stelle der St. Antonius Kapelle.

Dem Vorhaben konnten sich die Besitzer der Kapelle, die Hoteliers des Kurhaus Plättig nicht anschließen, so wurde umgeplant und jetzt ein Neubau favorisiert. Der Bauplatz für die neue Kapelle wurde auf der dem Plättig gegenüberliegenden Seite der Schwarzwaldhochstraße auf dem Marienfels gefunden.

AdenauerkapelleEine neue größere Kapelle soll es werden

Der Bauplatz war gefunden, es wurden 195.000 Mark genehmigt. Die genaue Größe der Kirche war aber noch umstritten, die zuständige Pfarrei wollte eine Kirche mit 250 Sitzplätzen haben, die Erzdiözese in Freiburg wollte nur einen Kirchenbau mit maximal 200 Plätze.

Es war erneut Bundeskanzler Adenauer der sich in die Verhandlungen einschaltete und mit den Erzbischöfen Eugen Seiterich und Hermann Schäufele eine Einigung erreichen konnte. Den Bauplatz und die benötigte Zufahrtsstraße stiftete die Stadt Bühl. Dann geing alles ganz schnell, im August 1958 wurde mit den Bauarbeiten für die Kapelle begonnen, im Oktober 1958 schon war Grundsteinlegung.

Die ersten Messfeiern in der kleinen Bergkirche "Maria Frieden" fanden im Juni 1960 statt, eine offizielle Weihe zu ehren der Friedenskönigin Maria erhielt die Kapelle erst am 21 August 1965 durch Weihbischof Karl Gnädinger. Die Weihe der Kapelle zu ehren der Friedenskönigin Maria geht zurück auf die Tatsache, dass der Felsen auf dem sie steht als Marienfels bekannt ist und die Kapelle als Zeichen des Friedens von Frankreich und Deutschland stehen soll.

 Kapelle Maria Frieden auf dem MarienfelsenAdenauers Sohn benediziert die neue Kapelle Maria Frieden auf dem Marienfelsen

Am 17 Juni 1960 ist es Adenauers Sohn, der die Kapelle ,die später auch als Adenauerkapelle bekannt wird, benediziert (weiht). Ob Adenauer selbst die Kirche besuchte ist aber nicht überliefert, eine Madonna, vermutlich aus der Zeit um 1490 ist aber ein Geschenk des Bundeskanzlers an die Kapelle Maria Frieden.

Vom Besucherparkplatz auf der Seite der Bühlerhöhe gelangt man an eine Treppe aus Sandstein, es geht vorbei an einer mächtigen von Karl Link aus Bühlertal geschaffenen Figur des Engels Gabriel. Die Eingangstür der Kapelle zeigt eine stilisierte Arche und einen Lebensbaum zu den Worten Christi: „Meinen Frieden gebe ich Euch!“.

Im inneren der Kapelle Maria Frieden

Im Kircheninnern steht eine Altarwand, gefertigt von Hans Baumhauer aus Freiburg. Sie zeigt in goldgelb überfluteten Farben den verklärten Christus auf dem Berg Tabor, links daneben sind die Propheten Moses und Elias und rechts die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes zu sehen.

Der obere Bereich der Kirchenwand besitzt ein beeindruckendes Fensterband von Hans Baumhauer, es zeigt die Heilsgeschichte von Maria. Das hintere Fensterband der Kapelle zeigt in der Mitte Bischof Konrad von Konstanz, als Künder des Friedens. Links ist das Wappen von Konstanz und das Konstanzer Münster zu sehen, rechts das Freiburger Münster und das Freiburger Wappen. Links im Chor ist ein Bild von Bernhard von Baden und rechts im Chor ein Bild von Nikolaus von der Flüe zu sehen.

Adenauerkapelle KircheninnernDie von Adenauer gestiftete Madonna auf der linken Seite des Altars dürfte das wertvollste Kunstwerk in der Kapelle sein, sie stammt aus dem Meersburger Raum. Der Tabernakel wurde nach einem Entwurf von Anton Kunz in Pforzheim gestaltet, als brennender Dornbusch vom Berg Horeb, in der Mitte ein Bergkristall mit eingraviertem Christus-Monogramm.

Die Winterhalter-Orgel von 1969 aus Oberharmersbach hat 2 Manuale und 12 Register.
Das Geläut der Kirchenglocken erschallt drei mal am Tag, es stammt aus der Glockengießerei Schilling aus Heidelberg. Es besteht aus der großen Glocke (Ton b) „Maria, Königin des Friedens“ und der kleinen Glocke (Ton d) „Seliger Bernhard von Baden und Nikolaus von der Flüe“.

Die Kirche ist in den Jahren zu einem beliebten Ort für Hochzeiten und Taufen geworden. Jeden Sonntag (nach unserer Info) um 11.00 Uhr können 120 Besucher platz nehmen um dem Gottesdienst beizuwohnen.

Informationen zum Urheberecht  

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