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  Autor / Historische GeologiePaläozoikum / Perm / Trias / Jura / Kreide / Paläozän / Würm-Eiszeit / Menschen / Quellen

Das Perm - der Sockel des Variszischen Gebirge

Das Variszischen Gebirge das in Baden-Württemberg das Grundgebirge bildet, ist bis zum Ende des Perms wieder abgetragen, das Deckgebirge unserer Landschaft entsteht nun auf dem kristallinen Sockel des Variszischen Gebirge.

Die Vorgänge im Perm

Als im Perm (vor etwa 300–250 Millionen Jahren) die Gebirgsbildung abgeschlossen ist, kühlt die zuvor durch den Gebirgsbildungsprozess erwärmte Erdkruste wieder ab.

Dadurch schrumpft die Kruste, das Volumen der Gesteinsmasse verringert sich, es senkten sich weite Bereiche des Gebirgsstockes.

Zusammen mit dem ehemaligen Vorland bildet sich eine ausgedehnte Ebene, die als Germanisches Becken bezeichnet wird, bzw. dessen Vorläufer, das Zechsteinbecken das sich schon mit Abtragungsmaterial des Gebirges füllt.

Mehr oder weniger gleichzeitig entstand ein Grabenbruch zwischen Norwegen und Grönland. Durch diesen Bruch drang Meerwasser, das Zechsteinmeer von Norden bis nach Mitteleuropa vor, am Ende des Perm vor etwa 258 Millionen Jahren überschwemmte es als flaches Randmeer die Ebene.

Das Zechsteinmeer

Da das Zechsteinmeer vom Weltozean abgetrennt war, verdunstet das Wasser wieder, mehrfach wiederholt sich vor 258–250 Millionen Jahren der Vorgang von eindringen und austrocknen des flachen Meeres.
Die Ausdehnung des Zechsteinmeeres erstreckte sich mit einer Fläche von ungefähr einer Million Quadratkilometern vom heutigen England bis ins heutige Baltikum und vom heutigen nördlichen Nordseeraum bis ins heutige Südwestdeutschland.

Die marinen Ablagerungen die wir heute vom Zechsteinmeer finden, sind Kalkstein, Dolomit und Salz, das sich auf den Rotliegend-Sedimenten des Perms legt. In Norddeutschland entstanden damals große Steinsalzlager, so ist Norddeutschland das kochsalzreichste Gebiet Europas.

Salzstöcke, wie im Zechstein Norddeutschlands, existieren in Baden-Württemberg nicht. Steinsalz tritt in Südwestdeutschland jedoch in schichtiger Anreicherung, in sog. Steinsalzlagern. Im Raum Heilbronn, bis dahin ging das Zechsteinmeere, schwanken die Salz Mächtigkeiten innerhalb weniger Kilometer zwischen 5 und 60 Meter.

Ein entscheidender Faktor für die Landschaftsbildung kommt jetzt dazu, der Kontinent bewegt sich schon seit dem Perm in nördlicher Richtung. Im Karbon entsprach das Klima noch einem sumpfigen Tropenwald, im unteren Perm war es auch noch feucht, jetzt geht es dorthin, wo heute die Sahara ist, es wird immer heißer und trockener.

Tigersandstein oder Leopardensandstein

Er gehört in die gleiche Zeit wie das Zechsteinmeer, Baden-Württemberg gehörte zum „Beckenrand“ des Meeres, kontinentale Ablagerungen hier sind der Tigersandstein oder Leopardensandstein, ein feinkörniger heller, manchmal mit dunklen oder roten Punkten gefärbter Sandstein. Früher wurde er dem unteren Buntsandstein (TRIAS) zugerechnet, erst magnetische Untersuchungen konnten seine Entstehung in das Perm einordnen.

Beim Steinbruch am Schrofel zwischen Baiersbronn-Klosterreichenbach und -Röt, direkt gegenüber von Heselbach, sind die Schichten der Tigersandstein-Formation des Zechsteins schon von der Bundesstraße B 462 aus zu erkennen.

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