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- Ausführliche Infos: Die Geschichte des Schlosses und dem Haus Baden
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Das Schloss, die Städteplanung, die Gartenarchitektur

Karlsruhe SchloßDas Karlsruher Schloss in Kurzform

Eine Legende besagt, das Karlsruhe und das Karlsruher Schloß einem Traum des Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach (1679-1738) zu verdanken ist. Bei einem Spaziergang oder Jagdausritt soll den Markgrafen die Müdigkeit übermannt haben und der Schlaf unter einem Baum lässt den Grafen träumen von einer Stadt, die wie ein Fächer aufgebaut ist und als zentraler Punkt ein prächtiges Schloss besitzt.

Fakt ist, dass Markgraf Karl Wilhelm bei Regierungsantritt 1709 gezwungen war sich eine Residenz zu errichten. Das Schloss seiner Ahnen war im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört worden, und der Wiederaufbau scheiterte nicht zuletzt an den zu groß geplanten Dimensionen des Durlacher Schlosses. Die Aufbauarbeiten am Schloss wurden 1703 endgültig eingestellt, nachdem erst zwei Schlossflügel fertig gestellt und von der Markgrafen-Familie bezogen worden waren. 

Da im Zeitalter des Absolutismus weitläufige Palastanlagen mit entsprechender Hofhaltung nach Vorbild Ludwig XIV angesagt waren, war ein Neubau mit entsprechendem Platz auf dem Land optimal. Am 17. Juni im Jahre 1715 erfolgte die Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses im "Hardtwald nahe bei Mühlburg", und das in Anwesenheit des gesamten Hofstaates und Landadels. Als Baumeister des Projektes ist Heinrich Schwartz aus Hamburg und als Architekt Jakob Friedrich von Batzendorf bekannt.

Ab 1717 war Karlsruhe zunächst Residenz der Markgrafen und der Markgrafschaft von Baden-Durlach, ab dem Jahr 1771, nach der Wiedervereinigung mit der Markgrafschaft Baden Baden war Karlsruhe Residenz der gesamten Markgrafschaft Baden. Bedingt durch die Märzrevolution wurde Großherzog Leopold im Jahr 1849 vorübergehend aus seinem Schloss vertrieben. In den Jahren nach 1715 wurde das Karlsruher Schloss mehrfach grundlegend saniert.

Das Schloss diente bis 1918 als Residenzschloss der Markgrafen bzw. Großherzöge von Baden. Am 11. November 1918 gab es vor dem Schloss eine Schießerei, zwei Tage davor wurde in Berlin die Republik ausgerufen und der Karlsruher Obermatrose Heinrich Klump sah sich mit einigen Kameraden veranlasst, den noch amtierenden Großherzog zum Abdanken zu veranlassen. Der Großherzog floh aus dem Schloss und dankte zwei Tage später ab. Nach zähen und nicht immer ganz transparenten Verhandlungen über Besitz und Einrichtung des Schlosses wurde das Schloss zum Museum bestimmt.

Am 24 Juli 1921 öffnete das bis heute im Karlsruher Schloss untergebrachte "Badisches Landesmuseum" seine Türen für Besucher. Im September 1944, während des Zweiten Weltkriegs brannte das Karlsruher Schloss nach einem Bombenangriffe aus und wurde wieder aufgebaut.

Die Ansiedlung der Stadt Karlsruhe

Nur knapp drei Monate nach Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses am 24. September 1715 legte der Markgraf die Weichen für die zukünftige Versorgung des Schlosses und damit den Beginn der Ansiedlung der Stadt Karlsruhe. Um ansiedlungswillige Handwerker, Händler etc. zu ermuntern fasst Markgraf Karl Wilhelm in einem historischen Dokument von weit reichender Bedeutung "dem „Privilegienbrief" zahlreiche persönliche und wirtschaftliche Freiheiten zusammen die seine Untertannen zur Ansiedlung bringen sollen.

Von den zukünftigen Neubürgern wurde aber auch verlangt, das "sie mit sattsamen Mitteln versehen", also zumindest ohne Not und mit Mitteln zum sattwerden versehen waren.

Die Stadt Karlsruhe wurde fächerförmig in einer Radialanlage mit 32 Achsen, vom Schlossturm ausgehend angelegt. Je näher am Schlossturm liegend, je wichtiger der Anwohner, sollten zuerst Adel und hohe Beamte, dann an den Radialstraßen die Händler und Wirte, dann die einfachen Hofbediensteten und Handwerker ansiedeln.

 

 

 

 

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Denkmal des Karl Friedrich Großherzog von Baden

* 22. November 1728 in Karlsruhe; † 10. Juni 1811 war erster Großherzog von Baden.

Großherzog Karl Friedrich, Sohn des Erbprinzen Friedrich von Baden-Durlach und seiner Gemahlin Anna Charlotte Amalie von Nassau-Dietz-Oranien

Karl Friedrich regierte ab dem Jahr 1746 als Markgraf von Baden-Durlach und ab dem Jahr 1771 auch der seit 1515 von der „bernhardinischen Linie“ regierten Landesteile der benachbarten Markgrafschaft Baden Baden. Der Großherzog führte die beiden Markgrafschaften zur Markgrafschaft Baden zusammen.

Karl Friedrich war ein sehr moderner Herrscher, er förderte während seiner Regierungszeit Schulen und Universitäten, Rechtsprechung und Verwaltung, die Wirtschaft aber auch Kultur und Städtebau. Er schaffte 1767 die Tortur und 1783 die Leibeigenschaft ab. Auf die Initiative Karl Friedrich Großherzog von Baden gehen die Gründungen der Schmuck- und Uhrenindustrie und der ersten „Zeichenschule für Handwerker“ (im Jahre 1767) in Pforzheim zurück.

 

 

Aufnahmen von der Besuchergalerie auf dem Schlossturm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter Vorbehalt der Änderung, Infos zu Öffnungszeiten etc.

Schloss - Schlossbezirk 10 - 76131 Karlsruhe Tel.: 0721 / 926 6514, Fax: 0721 / 926 6537

Öffnungszeiten Sammlungsausstellung und kleine Sonderausstellungen: Dienstag - Donnerstag 10 - 17 Uhr Freitag - Sonntag und an Feiertagen 10 - 18 Uhr

Öffnungszeiten Große Sonderausstellungen: Dienstag - Sonntag 10- 18 Uhr Donnerstag 10 - 21 Uhr Turm: Zugang bis eine Stunde vor Schließung des Museums

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof (Blickrichtung rechts, Hbf im Rücken) mit den Bahnen 2, S1, S4, S11 bis Haltestelle Marktplatz

Parken: Tiefgarage Schlossplatz 24 Stunden geöffnet Informationen für Menschen mit Handicap:

Eintritt für Personen mit Behindertenausweis 3 € Eintritt für eine Begleitperson frei Der Zugang zu allen Stockwerken ist auch mit Rollstuhl möglich

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