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Ruine EbersteinburgBurgruine Alt-Eberstein       Google Maps

Die Burgruine Alt-Eberstein in Baden-Württemberg liegt im Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg auf einer Bergkuppe 426 Meter üNN. Schon von der A5 und der Rheintalbahn ist die Burg hoch über Baden-Baden zu sehen. Der mächtige Bergfried und die Mauern der mittelalterlichen Ritterburg scheinen direkt aus dem Felsen herauszuwachsen.

Bei den Menschen der Gegend ist sie besser als Burg oder Ruine Ebersteinburg bekannt. Die Burg war Stammsitz der Grafen von Eberstein, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf das in der Nähe befindliche neue Schloss Eberstein wechselten.

Der Zeitpunk der Errichtung Burg Alt-Eberstein ist nicht genau bekannt, sie wurde erstmals 1197 als "Castum Eberstein" erwähnt, mit dem Vorsatz "Alt" wurde die Burg erstmals 1283 benannt. Erbauer der Burg sind die Grafen von Eberstein in Schwaben, deren Stammsitz sie auch wurde. Von der Burg gibt es einen grandiosen Ausblick auf Baden-Baden, ins Rheintal, Richtung Kraichgau, Murgtal und Bad Herrenalb sowie auf die Höhen des Nordschwarzwalds und gegenüber auf die Vogesen.

Mit zur Burganlage gehört eine Gaststätte mit Biergarten, für Gäste gibt es eine Drei-Zimmer-Ferienwohnung, eine große Terrasse mit Ausblick lädt zum Verweilen und Kaffee trinken ein.

Die Burganlage und die Burg kann besichtigt werden, der begehbare Bergfried besitzt eine Plattform mit herrlicher Rundum-Aussicht. Burg Alt-Eberstein ist für Erwachsene und Kinder ein großes Erlebnis.

Burggaststätte EbersteinburgÖffnungszeiten

14 - 22 Uhr, Sonn- und Feiertags ab 12 Uhr,
Montag und Dienstag Ruhetag

Anfahrt:

Um zu Alt-Eberstein zu gelangen kann man mit der Buslinie 214 der BBL bis zur Haltestelle „Michaelskapelle“ fahren. Von dort aus sind es noch etwa 10 Fußminuten. Wanderer können die Ruine Alt-Eberstein auf dem insgesamt ca. 10 km langen Ebersteinburg-Rundweg erreichen, der direkt an der Burgruine vorbeiführt.

Parkplätze:
Auch mit dem Auto ist die Burg gut zu erreichen, entweder die Parkplätze an der Wolfschlucht benutzen, oder  in der Nähe der Burg sind kostenlose Parkplätze vorhanden.

Wanderwege
Ebersteinburg-Rundweg, Start am Wanderportal Wolfschlucht, mit einer Länge von ca. 10 km, ca. 3,5 Stunden Gehzeit,
Murgleiter Etappe 1, Start am Unimog-Museum Gaggenau-Bad Rotenfels, Ziel Gernsbach Murgleiter-Portal mit einer Länge von ca. 23, 7 km, ca. 8 Stunden Gehzeit

Aussichtsplattform Alt EbersteinDie Architektur

Die Burg ist auf einem nach Nordwesten steil abfallenden Felsen aus Porphyr erbaut, bis zu 30 Meter tief fallen die Felswände seitlich ab, so war die Burg von diese Seite praktisch uneinnehmbar. Sie besteht aus Haupt- und Vorburg, in die Burg geht es durch das untere Burgtor zuerst in die Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden (nicht erhalten, heute Parkplatz) über eine Treppe erreicht man die Kernburg mit dem 20 x 20 Meter großem inneren Burghof. Von der Burg erhalten ist leider nur der quadratische Bergfried (Wehrturm) mit einer Höhe von 18 Metern und einer Seitenlänge von etwa 8 Metern, Aufgrund seiner Bauweise kann geschlossen werden, dass er ursprünglich sogar höher und mit Zinnen versehen war. Im Inneren ist (heute) eine Treppe angebracht, so das der Bergfried mit der Plattform betreten werden kann, früher wurde der Turm durch ein in großer Höhe gelegenes Rundbogenportal betreten.

Erhalten ist auch die mächtige Schildmauer aus Buntsandstein, die bis zu einer Höhe von 14 Metern aufragt und Mauerreste und Fensternischen des nicht für Besucher zugänglichen Palas (Wohngebäude/Rittersaal). Gewaltige Steinblöcke von bis zu 2 Metern Breite und 1 Meter Dicke tragen das Gewicht der Mauern. Die Burganlage besitzt einen Burghof an dessen nördlichem und östlichem Ende Wohngebäude standen, auch ein Brunnen stand im Burghof. Auf den Gebäuden der östlichen Seite steht heute die Burggaststätte, sie wurde in der ersten Hälfte des 19 Jahrhundert erbaut um den gerade aufkommenden Touristen gerecht zu werden.

Die Geschichte der Burg Alt-Eberstein

Die Schildmauer der Burg ist der älteste Teil der Burg, sie wurde wahrscheinlich um 1100 erbaut. Der Bergfried, die Vorburg und die Wohngebäude sowie Teile der Schildmauer sind späteren Datums, wohl aus dem 13. Jahrhundert. Durch Hochzeit von Kunigunde von Eberstein mit dem Markgrafen Rudolf I. von Baden im Jahr 1240 kommt die Burg zur Hälfte als Mitgift in den Besitz der Markgrafen, 1283 wurde auch die andere Hälfte an den Markgrafen verkauft. Das zeigt sich auch an umfangreichen Umbaumaßnahmen, die eindeutig Ähnlichkeit mit den Bauten des Markgrafen zeigen.

die Burg Alt-EbersteinZeitweise wurde die Burg Alt-Eberstein sogar als Residenz genutzt, jedoch bald an Burgmannen vergeben. Schon im Jahr 1290 wird ein Johann von Berwartstein als Burgmann genannt. Um 1400 wird die Burg als Archiv und Schatzkammer der Markgrafen verwendet, schriftliche Unterlagen waren damals einziger Beweis zahlreicher Rechtsansprüche.

1434  ließ Markgraf Jakob I. seine Schwester Agnes von Baden, die unehelich gezeugte Kinder gebar, auf der Burg internieren. Nach ihrem Tod im Jahr 1473 erhielt der badische Haushofmeister Hans von Bergen die Burg als Ruhesitz, der Markgraf gab ihm die Burg aufgrund seiner Verdienste. Seit etwa 1573 wurde Alt-Eberstein nicht mehr bewohnt, die Güter der Burg wurden an die Gemeinde verliehen. Danach erlebte die Burg das gleiche Schicksal anderer mittelalterlicher Gebäude, die wertvollen Steine wurden als Baumaterial für andere Gebäude verwendet. Erst aus einem Gutachten von 1800 sind Unterlagen die der Erhaltung der Burgruine Ebersteinburg bekannt.

Die Geschichte der Grafen von Eberstein

Das einst wohlhabende, mächtige und einflussreiche Adelsgeschlecht währte nur über eine relativ kurze Zeit, zumindest was Einfluss und Macht betraf. Ihre Burg und Ländereinen lag in unmittelbarer Nachbarschaft der Markgrafen von Baden, was auch den Untergang der Grafenfamilie beschleunigte. So kam es durch Erbteilungen und politischen Zufällen bald zum schwinden der Macht und Besitz. Die Markgrafen von Baden und die Grafen von Württemberg, gegen die später eine Fehde geführt wurde, sollten sich letztlich als zu mächtig erweisen.

Der erste Graf der den Name Eberstein trägt ist Bertold I, auf einer Schenkungsurkunde des Klosters Reichenbach aus dem Jahr 1085 wird vermerkt, dass "Berthold de Eberstein" zum Bau einer Burg Land übertragen wird, die dem Schutz der Ländereien Klosters Reichenbach dienen soll. Die Herren von Eberstein verlegen ihren Wohnsitz somit aus der Rheinebene auf die Höhenburg.

Grafen von EbersteinUm 1149 stiftet Graf Berthold III. das Kloster Herrenalb aus Dankbarkeit dafür, dass er vom 2. Kreuzzug in die Heimat zurückkehren durfte. Das Hauskloster der Ebersteiner übergab er den Zisterzinsern. Später gründete er auch noch das Kloster Frauenalb. Bald darauf spalten sich die Ebersteinburger in zwei Familien auf.

In der Folge werden den Herren von Eberstein die Geldmittel knapp, die Hochzeit von Kunigunde von Eberstein mit Markgrafen Rudolf I. im Jahr 1240 gibt die Hälfte der Burg als Mitgift an den Markgraf von Baden.

Mitte des 13. Jahrhunderts baut und bewohnt Otto I. das Schloss Neu-Eberstein, sein Sohn Otto III verkauft die andere Hälfte von Burg Alt-Eberstein an den Markgrafen von Baden für 375 Mark lötigem Silber. Im Jahr 1288 kommt auch das Dorf Ebersteinburg an die Badener Markgrafenfamilie.

Die Familie zieht in das bei Gernsbach gelegene Schloß Neu-Eberstein, eine Fehde mit den Grafen von Württemberg führte zu einem 15 Jahre dauernden Krieg, der die Grafen von Eberstein letztlich in den finanziellen Ruin führt.

Total verschuldet verkauft  Graf Wolf von Eberstein alle seine Güter an Markgraf Rudlf VII., er stirbt später völlig verarmt.
Um 1556 kommt es mehrfach zu Streitigkeiten um die Religion, Graf Wilhelm IV. von Eberstein führt die Reformation ein. Eine Linie der Familie bleibt jedoch katholisch.

Im Jahr 1580 ist es soweit, die ältere Linie der Ebersteiner hat keine männlichen Nachkommen mehr. Und im Jahr 1660 stirbt auch der andere Zweig der Grafen-Familie im Mannesstamm aus.

Informationen zum Urheberecht
 
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