previous arrow
next arrow
Slider

Schneeschuhwandern über die Hornisgrinde zum Mummelsee


Bei äußerst frostigen Temperaturen -15° C und eisigem Nordostwind, uns war es zum Langlaufen einfach zu kalt, haben wir es am 11. Februar 2012 gewagt auf Schneeschuhen vom Parkplatz Breitenbrunnen an der Schwarzwaldhochstraße zur Hornisgrinde zu wandern. Ein wunderbarer blauer Himmel und strahlender Sonnenschein bescherte uns atemberaubende Momente in einer verschneiten bizarren Winterlandschaft. Mit unserer Digicam haben wir einge Augenblicke festgehalten und präsentieren einige hiervon in der obenstehenden Slideshow.
 
Wir hatten einige Tage zuvor schon eine Schneeschuhwanderung beim Nationalparkzentrum Ruhestein in Richtung Darmstätter Hütte, vorbei am Eutinggrab, unternommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch fast unberührten Tiefschnee vorgefunden. Wir sind teilweise schmalen Pfaden gefolgt, die herrlich unberührt und wunderbar zu begehen waren. Das war jetzt leider unser Problem bei der Wanderung zur Hornisgrinde. Auch wenn der Weg größtenteils für Schneeschuhe ausgewiesen ist, macht es lange nicht soviel Spaß, wenn die Wege geplättet und von vielen Winterwanderern schon begangen wurden. Schneeschuhe sind bei dieser Wegbeschaffenheit nicht immer optimal, stellenweise sogar hinderlich.

Freizeitspaß kontra Naturschutz

Es empfiehlt sich daher, sofern das möglich und auch erlaubt ist, Wege und Pfade abseits zu suchen, und nicht den normalen Wanderwegen zu folgen. Hier kommen Freizeitspaß und Naturschutz in Konflikt und letztlich sollte aber immer der Naturschutz den Vorrang haben. Ein einfaches querfeldein und Rücksicht auf Tiere in Winterruhe darf nicht sein. Es ist für die Tiere wichtig, nicht unnötig Energie infolge Aufschreckens zu verbrauchen. Unser Weg führte uns erst mal Richtung Ochsenstall, wir begingen aber auf halbem Weg einen Pfad durch den Wald nach oben, unserem Gespür folgend aus nord-westlicher Richtung zum Bergrücken der Hornisgrinde. Schon etwas unterhalb konnten wir bei unserem Aufstieg die Spitze des SWR-Sendeturms mit seiner rot-weiß gestreiften Spitze erblicken. Auf dem Plateau des Bergrückens beim Sendeturm der Deutschen Telekom aus Stahl angekommen, wurden wir von einer wunderbaren Schneelandschaft belohnt. Wären nicht schon ein paar Spuren im Schnee vorhanden, die Märchenlandschaft wäre perfekt gewesen. Auf diesem Teil des Plateaus befindet sich sowohl der Sendeturm der Deutschen Telekom als auch der riesige an den roten Streifen zu erkennende SWR-Sendeturm, der im Winter wegen der Gefahr durch herabfallende Eisbrocken nicht direkt unterwandert werden kann. So mussten wir eine rechtsseitig ausgewiesene Umgehung nehmen, die sich aber dann als Bereicherung unserer Schneeschuhwanderung herausgestellt hat. Hier konnten wir mit unseren Schneeschuhen durch herrlichen Tiefschnee weitläufig den SWR-Sendeturm umwandern. Auf dem Bergrücken der Hornisgrinde mit freier Sicht zum Biberkessel empfing uns dann erst einmal ein frostiger eiskalter Nordostwind, der uns ins Gesicht peitschte, und uns gefühlsmäßig in die Antarktis versetzte.
 
Etwas oberhalb bei den Windrädern wurde es dann angenehmer und gleich darauf in windgeschützten Stellen beim Bismarcksturm erwärmte die Sonne unser Herz und Körper. Bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gipfelplateau der Hornisgrinde nutzten wir die Zeit noch um einige tolle Fotos zu schießen. Die Kälte und die Zeit drängten uns dann aber bald den Rückweg in Richtung Mummelsee zu beginnen. Der ausgewiesene Schneeschuhwanderweg beim Hornisgrindeturm führte uns durch tieferen pulvrigen Schnee Richtung Mummelsee, schnell noch eine Abzweigung zum Mummelseeblick nehmen. Der Ausblick zum zugefrorenen Mummelsee, leider nicht ganz so beeindruckend wie im Sommer, aber trotzdem einen Abstecher wert. Weiter geht es auf dem Schneeschuhwanderweg abwärts, und auch hier ist die Strecke stark bewandert und für Schneeschuhläufer nicht mehr ganz so weltbewegend. Kurz vor dem Mummelsee sind wir dann die Abzweigung rechts "Mummelseeloipe" zu unserem Ausgangspunkt Breitenbrunnen Parkplatz zurück gegangen.
 
An dieser Loipe, die als Kombiloipe für Klassik-Langläufer und Skater ausgewiesen ist, versteht sich von selbst, ganz links außen zu wandern. Das sollten alle Winterwanderer und Schneeschulwanderer beherzigen, gerade die ausgewiesenen Langlaufloipen im Nordschwarzwald leiden sehr unter den zahlreichen Winterwanderen, die vor allem die Spur der Skater zerstören.

Schneeschuhwandern ist Naturerlebnis pur

Fazit: Skilaufen muss nicht immer sein, Schneeschuhwandern im Nordschwarzwald ist eine tolle Alternative, speziell für Leute die nicht ganz so sportlich sind, die Natur erleben, die Landschaft genießen wollen, Schneeschuhwandern hinterlässt bleibende Eindrücke. Wer kann, sollte möglichst bei Neuschnee bzw. neugefallenem Schnee wandern. Sind die Strecken noch unberührt und von Winterwanderern nicht glatt gedrückt, macht es richtigen Spaß.

Informationen zum Urheberecht

Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.  

Für eine größere Version auf das Bild klicken!
Wenn Sie Bilder von der Hornisgrinde ohne Schnee sehen möchten bitte hier schauen!



Joomla templates by a4joomla
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen