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Nationalpark SchwarzwaldMit Bus und Bahn in den Nationalpark Schwarzwald

Mit dem im Jahr 2014 eröffneten Nationalpark im Nordschwarzwald, der Park liegt zu großen Teilen an der Schwarzwaldhochstraße besteht die große Hoffnung, das sich auch an der desolaten geradezu peinlichen öffentlichen Buslinie auf die Schwarzwaldhöhe etwas ändert.

Anreise mit der Bahn

Mit der Bahn ist eine Anreise aus ganz Deutschland ohne Probleme zu bewerkstelligen, es bieten sich hierbei die Haltestellen in Rastatt (Möglichkeit mit der Stadtbahn nach Baiersbronn/Freudenstadt zu fahren), Baden-Baden, Bühl und Achern als Tor zum Schwarzwald an. Wer aus der näheren Umgebung kommt kann mit der Rheintalbahn oder Stadtbahn im Halbstunden oder Stundentakt anreisen. An den Bahnhöfen angekommen ist der Besucher des Nationalparks Schwarzwald jedoch noch nicht am Ziel und auf die öffentlichen Buslinien angewiesen.

Mit dem Bus in den Nationalpark Schwarzwald

An den Toren des Schwarzwaldes wird es dann aber unerfreulich, und so mancher Besucher des Schwarzwalds hat sich schon gewaltig über das bestehende Angebot geärgert, so fährt die Linie 245 Baden-Baden–Mummelsee (Montag fährt sie nicht) oder mit dem Freizeitbus an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen die Linie F11 Freudenstadt–Mummelsee zwar im 2-Stundentakt, jedoch nur von 10.35 Uhr bis 16.35 Uhr, die Linie F2 im 2-Stundentakt von 9.35 Uhr bis 15.35 Uhr. An Wochentagen fährt die Linie 12 von Freudenstadt zum Mummelsee zweimal am Tag. Es ist schon sehr ärgerlich wenn Wanderer besonders im Sommer ihr Ziel schon vor, 15.35 Uhr oder 16.35 Uhr erreichen müssen um nicht an der Schwarzwaldhochstraße zu stranden und das ohne Möglichkeit an diesem Tag wieder ins Tal zu kommen. Im Moment ist es Besuchern aus über 50 Kilometern Entfernung, die ohne eigenes Auto anreisen möchten, anzuraten mit einem Reisebus anzureisen, günstige Busreisen im Vergleich besonders zum Mummelsee gibt es in großer Zahl, so ist auch die Heimfahrt eine sichere Sache.

Mummelsee See-BlickDie sicher kommende auch gewünschte Zunahme des Tagestourismus im Schwarzwald Nationalpark wird zwangsläufig zu einem noch höheren Verkehrsaufkommen führen. Ein schlüssiges Verkehrskonzept ist somit dringend geraten, auch damit die Umgebung der Schwarzwaldhochstraße vor allem an den Wochenenden nicht noch durch mehr Autoverkehr, überfüllte Parkplätze und Motorradkrach belastet wird. Laut Nationalpark-Verwaltung ist eine Vorstudie zu einem Verkehrskonzept in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse sollen als Grundlage für das weitere Vorgehen verwendet werden. So kann nur die Hoffnung bestehen das sich das zum jetzigen Zeitpunkt Ende 2014 noch bestehende Problem ändert und vielleicht schon zum neuen Start der Wandersaison 2015 erste Ergebnisse möglich sein werden.

Kurzer Einblick in die Geschichte

Die Schwarzwaldhochstraße (B500), erster Spatenstich war 1930, ist die wohl älteste und bekannteste Straße im mittleren Nordschwarzwald und eine der schönsten Panoramastraßen in Deutschland, sie führt über 60 km von Baden Baden nach Freudenstadt. Die Straße ist ganzjährig stark befahren und führt Touristen und Einheimische bis auf 1164 Höhenmeter in die Schwarzwälder Höhengebiete. Die Erschließung der Höhengebiete durch den Tourismus beginnt aber schon früher.

Mit der Mitte des 19. Jahrhunderts gebauten Badischen Staatseisenbahn konnten schon früh Reisende besonders aus der Höheren Gesellschaft, das Bürgertum und der Adel bequem nach Baden-Baden anreisen. Von hier aus ging es auf zum größten Teil unbefestigten Pässen direkt in die Höhengebiete des heutigen Nationalpark im Schwarzwald. Diese Pässe wurden anfangs zur Holzabfuhr und etwas später auch für den Handel und die Versorgung der hinzukommenden Buschwirtschaften und Fuhrmannskneipen angelegt. Die Aufgabe diese "Sommerfrischler" auf die Schwarzwaldhöhen zu bringen übernahmen Anfangs private Lohnkutschen oder Hoteleigene Pferdekutschen der neu entstehenden Höhenhotels.

Die ersten Automobile und Kraftbusse privater Unternehmen fuhren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert auf die Höhenkurorte. Besonders die gelben Busse der Bühler Kraftpost transportierten neben der Post auch zahlreiche Touristen in die Höhen des Schwarzwaldes. Mit der dann gebauten Schwarzwaldhochstraße konnte die Geschichte der Kraftpostbusse erfolgreich fortgeschrieben werden. So wurden neben den regulären Fahrten zu den Postämtern auf den Höhengebieten auch Rund- und Ausflugsfahrten, ja sogar Betriebsfahrten angeboten. Bis Mitte 1983 waren die Postbusse im Nordschwarzwald unterwegs, dann ging die Gesellschaft in die Hand der Deutschen Bundesbahn, diese weitere Geschichte konnte dann leider nicht mehr an die Erfolge der Postbusse anknüpfen.

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