Der Kaiserstuhl
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Der Kaiserstuhl in der Oberrheintal Ebene gehört mit Sicherheit zu den Highlights Deutschlands. Im Bundesland Baden-Württemberg gelegen gehört die Landschaft die einst durch Vulkanismus ihre Gestalt erhielt und von den letzten Eiszeiten, vor allem von der im Holozän durch feinkörnigen Löss bedeckt wurde, zu den schönsten und wärmsten Orten Deutschlands.
Bekannt ist der Kaiserstuhl vor allem durch seinen von Sonne und Lössboden begünstigtem Weinanbau, Weinterrassen, Lössboden und Lösshohlwegen prägen diese für Deutschland untypische Landschaft. Die wärmebegünstigte Lage im Südwesten der Oberrheinebene sorgt aber auch für eine ganz besondere Vielfalt an Flora und Fauna.
Für aufmerksame Besucher, mit oder ohne Kinder, die diese beeindruckende Landschaft mit ihren Weinterrassen durchwandern ist der Kaiserstuhl besonders im Frühjahr und Frühsommer ein Erlebnis, steigen die Temperaturen über die 30 Grad Marke, wird es vielen Besuchern aber schnell mal zu heiß. Schade eigentlich, den die Artenvielfalt der Insekten empfinden wir dann am größten.
Gerade in den Frühsommer-Monaten nutzt ein Heer von Fotographen, bewaffnet mit langen Teleobjektiven die Gelegenheit nach Bienenfresser, Wiedehopf, Turteltaube, Schwarzkehlchen und Bluthänfling Ausschau zu halten.
Neben Vögeln gibt es am Kaiserstuhl mit Smaragdeidechse, Gottesanbeterin und Wespenspinne, aber auch vielen Schmetterlingen wie das Taubenschwänzchen, weitere lohnenswerte Objekte zu entdecken.
Die Ränder und Ebenen der Weinterrassen und die Waldrandgebiete bieten durchaus noch viele Plätze an denen Insekten und Vögel ihren Lebensraum finden, für Besucher ist die im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands vorkommende Artenvielfalt durchaus ein Erlebnis.
In diesem Artikel finden Sie:
• Geographie, Namensdeutung, Besiedlung
• Die Terrassen am Kaiserstuhl
• Der Lössboden
• Wie entsteht Löss
• Wie ist der Löss in den Kaiserstuhl gekommen
• Lösswände und der Hohlwege
• Schwemmköss
• Lösskindel
• Die Flora und Fauna am Kaiserstuhl
• Städte und Gemeinden mit Anteil am Kaiserstuhl
• Naturschutzgebiete am Kaiserstuhl
• Wie ist der Kaiserstuhl entstanden
• Die Anfahrt: Wie zum Kaiserstuhl gelangen
• Für alle die etwas mehr zur Entstehung der Landschaft wissen möchten
• Noch eine Meinung des Autors
• Quellen
Geographie, Namensdeutung, Besiedlung
Als Kaiserstuhl wird ein nur etwa 15 langer und 12,5 Kilometer breiter Bereich im Oberrheinischen Tiefland bezeichnet, erfängt rund 16 Kilometer Nordwestlich von der Stadt Freiburg im Breisgau an, und geht bis Riegel an der Bundesautobahn 5 (Frankfurt/Main-Basel), in der Breite bis zum Rhein.
Er gehört zum Großteil zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, ein kleiner Nordteil zum Landkreis Emmendingen.
Der Name Kaiserstuhl geht vermutlich auf König Otto III. zurück, der bei Sasbach am 22. Dezember 994 einen Gerichtstag abhielt. Nach diesem Gerichtstag wurde das ganze Gebirge als „Königsstuhl“ bezeichnet. Nachdem Otto III. im Mai 996 zum Kaiser gekrönt worden war, wurde aus dem „Königsstuhl“ der „Kaiserstuhl“.
Der Berg Kaiserstuhl besitzt einige Erhebungen und Ausläufer, die höchste Erhebung des Kaiserstuhls ist der Totenkopf (557m) im Zentrum des Gebirges.
Spuren der ersten Besiedelung durch den Menschen reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Dies zeigt sich zum Beispiel auf dem Jechtinger Gewann Humberg, dass dort entdeckte Gräberfeld stammt aus der Zeit um 3500 v. Chr.
Um 100 bis 400 n. Chr. Chr. besiedelten die Römer den Kaiserstuhl, sie waren es wohl auch, die den Weinbau einführten.
Im Mittelalter erfolgte die Besiedlung durch die Alemannen, was heute noch an der Endung "ingen" in den Ortsnamen und an der „Badisch Alemanischen“ Sprache der Bewohner zu erkennen ist.
Das Landschaftsbild das den Kaiserstuhl zur Besonderheit macht
Die Terrassen am Kaiserstuhl
Da Löss infolge der Bodenbearbeitung stark erosionsanfällig ist, in Hanglagen gerne abrutscht, wurden schon früh Terrassen geschaffen, die meist als Rebflächen, teilweise auch für Obst- oder zum Ackerbau genutzt wurden.
Dadurch entstanden schon seit dem frühen Mittelalter die typischen kleinterrassierten Hänge, an denen durch Jahrzehnte und Jahrhunderte dauernde „Nutzung“ Lösshohlwege entstandenen.
Mit den heutigen großen Terrassen hatten die aber wenig zu tun. Auch die Böschungen wurden aus Raumnot intensiv genutzt, zwischen den einzelnen Terrassen wurde jede noch so kleine Böschungsfläche zur Futtergewinnung als Mahd oder Ziegenweide verwendet.
Das änderte sich erst nach dem ersten Weltkrieg, mit dem Aufkommen der Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae), eingeschleppt nach Europa durch die Einfuhr von Wildreben aus Nordamerika, wurden viele Rebflächen stillgelegt. Die Flächen der Terrassen konnten jetzt auch für die Futterproduktion genutzt werden. Die Böschungen blieben erstmals ungenutzt, um die Böschungen zu erhalten, wurde auf Feuer zurückgegriffen.
Auf Feuer wird auch heute wieder in der Böschungspflege zurückgegriffen, seit 2002 ist es den Winzern wieder erlaubt an trockenen, kalten Wintertagen die Pflanzen der Böschungen abzubrennen.
Damit möglichst wenig überwinternde Kleintiere zu Schaden kommen, erfolgt das in einer speziellen Technik.
Schon in den 1950er Jahren wurde damit begonnen die damals noch kleinen Terrassen zusammen zulegen, das erfolgte in Handarbeit oder mit der Hilfe kleinerer Maschinen, in den 1960 und 1970er Jahren erfolgten größere Umbaumaßnahmen, wobei jetzt große, tiefe und möglichst rechteckige Terrassenflächen mit entsprechend hohen Böschungen entstanden.
Die Flurbereinigungen der 70er Jahre haben das Bild der heutigen Großterrassen entstehen lassen, Die Arbeiten die mittels schwerer Planierraupen in den 1970 bis 1976 Jahren durchgeführt wurden haben die Eigenschafen des Löss aber verändert, durch die schweren Maschinen wurde der Löss stark verdichtet, er verlor dadurch seine Aufnahmefähigkeit für Wasser.
Die überdimensionierte Flurbereinigung mit ihren riesigen teilweise bis zu zehn Meter hohen Böschungen hatte weitere Nachteile, die letztlich zu Protesten der Bevölkerung führten, neben dem Charakter der Landschaft waren ein der Großteil der Lösshohlwege verschwunden, mit den alten Böschungen und Hohlwegen auch die ökologischen Nischen die besonders für Wildbienen und Vögel wichtig waren.
Das führte gezwungenermaßen zu einem Umdenken für die letzte Phase der Flurbereinigung, die wieder Naturverträglicher durchgeführt wurde.
Der Lössboden
Seine Bodenfruchtbarkeit die den Kaiserstuhl heute zu einem hervorragenden Weinbaugebiet macht, verdankt er seinem Lössboden. Wodurch die Kaiserstühler Weine einen mittlerweile internationalen ausgezeichneten Ruf haben.
Wie entsteht Löss
Löss (Hauptschreibweise) oder Löß ist ein homogenes, ungeschichtetes, hellgelblich-graues Sediment, der Löss am Kaiserstuhl besteht zu etwa 60- 70% aus feinsten Quarzkörnern, zu etwa 10- 30% aus Kalk- und Dolomitstaub, dazu kommen 10-20% Feldspäte, Glimmer und Tonminerale, was die Lössböden zu den ackerbaulich günstigsten Böden weltweit macht.
Am Kaiserstuhl liegt die Mächtigkeit der Lössschicht zwischen 10 und 40 Metern, es gibt jedoch auch Orte im Südwesten, an denen kein Löss sedimentiert wurde. Die feinen Lößpartikel sind viel feiner als Sand, die Korngröße liegt größtenteils zwischen 0,01 und 0,05mm. Wer es ausprobieren möchte, im Gegensatz zu Sand knirscht Löss genau wie Ton nicht zwischen den Zähnen.
Entstanden ist der feine Löss aus Sedimenten, die bei der Erosion anderer Gesteine entstehen. Genau wie ein Brocken Erde der, wenn man ihn in die Hand nimmt zerbröckelt, zerbröckeln feste Steine, nur sehr viel langsamer. Wenn Steine sich zersetzten, werden die Teile die entstehen durch weitere Teilung immer kleiner, bis zum Schluss nur noch feiner Staub übrig bleibt.
Im Falle des Löss befindet sich dieses feine Material obenauf im angeschwemmten Rheinschlamm.
In Baden-Württemberg gibt es Lössablagerungen entlang des Oberrheingrabens, im Kraichgau, Zabergäu, Bau- und Tauberland, im Neckarbecken und auf der Schwäbischen Alb. Lössböden gibt es aber nicht nur in Deutschland, Löss gibt es auf der ganzen Welt, vom Nordchinesischen Lössplateau sind Lössmächtigkeiten bis 400 Meter bekannt, da erscheinen die 30-40 Meter starken Lösswände am Kaiserstuhl eher klein. Entstanden sind die Lössböden aber überall auf der Welt in ähnlicher Weise.
Wie ist der Löss in den Kaiserstuhl gekommen
Überwiegend während und unmittelbar nach der letzten Eiszeit, die Landschaft in der Oberrheinebene entsprach damals aber nicht dem, was wir heute sehen.
Die weit verzweigten Flüsse führten nur in der frühsommerlichen Schneeschmelze genügend Wasser um größere Teile zu transportieren, das meiste das transportiert wurde waren Sand, Schluffe und Tone, wurde das Wasser wieder weniger, wurden die auf Schotterbänke entlang des Rheins mit seinen vielen Seitenarmen geschoben wobei Sand und Kiesanhäufungen zurück blieben.
Die kalten Gletscherwinde sorgten dafür, dass sich keine Pflanzen ansiedeln konnten, durch die fehlende Vegetationsdecke wurden die angehäuften Schluffe und feinster Sand aus dem Rheinschlamm in den vorherrschenden Winterstürmen ausgeweht und transportiert.
Die Sedimente die auswehten, wurden je nach stärke der Winde und ihrem Gewicht über Süddeutschland geweht, einige zehn bis mehrere hundert Kilometer weit weg, in Bereichen mit dichterer Vegetation festgehalten und abgelagert. Nach der Ablagerung wurden die Einzelminerale in der Regel durch den leicht mobilisierbaren Kalk- oder Tonanteil miteinander verkittet.
So ist der Löss heute an vielen Randbereichen der Oberrheinebene zu finden. Der Löss den wir am Kaiserstuhl finden wurde überwiegend aus dem Gebiet der Kalkalpen, von Südwestlichen Winden angetragen. Die Ablagerung des angewehten Lösses findet immer im auf der Windabgewandten Seite im „Lee“ statt, er fällt wie auch bei der Dünenbildung über die „Klippe“. Je höher diese Düne ist, desto dünner ist die Schicht des abgelagerten Materials.
Lösswände und der Hohlwege
Die Einzelpartikel im Löss haben eine vorherrschend eckige Form. Unter anderem daher rührt seine hohe Standfestigkeit, dazu verkittet der hohe Kalkanteil die feinen Lösspartikel. Der fruchtbare Löss wird zudem seit Jahrtausenden von Pflanzen bewachsen, viele dieser ehemaligen längst verwitterten Pflanzen haben Wurzelkanäle hinterlassen, die immer noch eine dünne Wandung aus ausgewaschenem und abgelagertem Kalk besitzen.
Das alles sorgt bei einem Material das man nur mit dem Fingernagel bearbeiten kann für stabile Lösswände an Flussufern und Hohlwegen.
Es macht übrigens einen großen Unterschied, ob der Löss noch im original angewehten Zustand befindet oder bearbeitet wurde.
Der natürlich gewachsene Löss kann bei starken Niederschlägen das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen und dann gleichmäßig wieder abgeben, was ihn für den Hochwasserschutz von Bedeutung macht.
Durch die Anlage von Großterrassen für den Weinbau mittels Planierraupen in den 1970 bis 1976 Jahren wurde der Löss jedoch verdichtet, er verlor dadurch seine Schwammeigenschaften.
Eine weitere Besonderheit der Schwemmlöss
Eine Besonderheit in der eher von Trockenheit geprägten Landschaft sind einige feuchte Täler. Wird der angewehte Löss an einem Hang vom Wasser gelöst und Bergab befördert, sinken die schwereren Bestandteile schnell ab. Die leichten Tonanteile dagegen reichern sich im Talgrund ab, da sie Wasser nur schwer durchlassen, bilden sich hier oft Feuchte, manchmal sogar Staunassen Standorte.
Da der Kaiserstuhl von Regen nicht allzu verwöhnt ist, wurden diese Täler gerne zum Anbau von Gemüse und für Streuobstwiesen genutzt.
Lösskindel
Sie werden gerne als Kinder des Löss bezeichnet, sie werden auch jetzt in unserer Warmzeit dem Holozän gebildet, die alten größeren Kindel stammen aber aus der Eem Warmzeit, die begann vor etwa 126.000 Jahren und endete vor 115.000 Jahren mit dem Beginn der letzten als Würm bekannten Eiszeit. Entstanden sind sie dadurch, dass der Regen den Kalk im Löss löst und in tiefere Schichten transportiert, im Bereich des Grundwasserspiegels wird dieser Kalk ausgefällt, es entstehen Gebilde in der typischen Knollenform der Lösskindel.
Die Erklärung warum die alten Lösskindel älter sind: Die letzte Eiszeit war im Jahresmittel um mehrere Grad wärmer als die heutige Warmzeit, je höher die Temperatur, je mehr Kalk kann ausfallen, zudem hatten die Kindel einfach mehr Zeit zum Wachsen.
Die Flora und Fauna am Kaiserstuhl
Das Klima am Kaiserstuhl erklärt auch die große Fülle an wärmeliebender Flora und Fauna.
Besonders auf den Terrassen und entlang der Böschungen findet man Trockenrasen mit teilweise seltenen Wildblumen. Große Bereiche des Waldes, der oberhalb der Terrassen anfängt, weil der Boden hier nicht mehr so fruchtbar für den Weinanbau ist, und die Bereiche mit Trockenrasen stehen heute unter Naturschutz. Einige der vorkommenden Tiere und Pflanzen findet man in Deutschland nur noch am Kaiserstuhl.
Je nach Ausrichtung der Böschungen haben sich unterschiedliche Tier und Pflanzenarten angesiedelt, nach Süden geneigte Böschungen zeigen eine lockere Pflanzendecke auf der sich in vielen Jahrhunderten besonders wärmeliebende Arten eingestellt haben.
Die nördlichen sieht man mehr Stauden und Schlingpflanzen wie die Waldrebe mit ihren Meterlangen Lianen und den Hopfen. Eine der Charakterpflanze des Kaiserstuhls ist die Kaiserstuhl-Anemone (Anemone sylvestris), sie ist viel größer als normale Anemonen. An Waldrändern, Hohlwegen und grasigen Böschungen kann man sie Anfang Mai blühen sehen.
Zudem findet sich im Kaiserstuhl eine Orchideenvielfalt wie sie in ganz Europa nur selten vorkommt, mehr als 30 Arten wurden registriert. Zwischen den Rebstöcken wuchern wilde Traubenhyazinthen, an Böschungen blühen Schwertlilien.
Der Flaumeichenwald am Büchsenberg ist ein Überbleibsel der letzten Eem Warmzeit, Flaumeichen kommen sonst vor allem in Südeuropa vor. In Deutschland konnten sich die besonderen Eichen und deren Bewohner wie z.B der Flaumeichenkäfer nach Ende der Warmzeit nur am Kaiserstuhl überleben.
Der Klimawandel bringt viele Arten in die Fläche Deutschlands, am Kaiserstuhl leben Bienenfresser (Merops apiaster), Smaragdeidechsen (genetische Untersuchungen zeigen, es ist wohl die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis)), Gottesanbeterinnen (Mantis religiosa) und Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) schon seit vielen Jahren. Alles Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im mediterranen Bereich haben.
Außerdem gibt es am Kaiserstuhl größere Populationen des Maikäfers. Die Art wurde in der Vergangenheit trotz Kritik von Umweltschützern mit Insektiziden bekämpft, so etwa im Jahr 2009. Die Aktion wurde damit begründet, dass der Maikäfer ansonsten existenzbedrohende Schäden in der umliegenden Landwirtschaft auslösen könnte.
Städte und Gemeinden mit Anteil am Kaiserstuhl
(alphabetisch sortiert) aus Wikipedia:
Bahlingen am Kaiserstuhl
Bötzingen
Breisach am Rhein
Eichstetten am Kaiserstuhl
Endingen am Kaiserstuhl mit Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen
Ihringen mit Wasenweiler
Riegel am Kaiserstuhl
Sasbach am Kaiserstuhl mit Jechtingen und Leiselheim
Vogtsburg im Kaiserstuhl mit Achkarren, Bickensohl, Bischoffingen, Burkheim, Oberbergen, Oberrotweil und Schelingen
Naturschutzgebiete am Kaiserstuhl
Im Kaiserstuhl gibt es trotz seiner kleinen Fläche eine hohe Dichte an Naturschutzgebieten (NSG), zwischen den Vogtsburger Stadtteilen Schelingen und Oberbergen und der etwas östlich entfernten Gemeinde Eichstetten, liegen die zwei größten und direkt benachbarten Gebiete.
Das seit 1969 bestehende und 65 Hektar große NSG Badberg, in dem viele seltene Pflanzen (z. B. Orchideen) gibt, und in dem im August die Gottesanbeterinnen in großer Zahl zu finden sind.
Und das östlich anschließende 1989 ausgewiesene NSG Haselschacher Buck, welches mit einer Fläche von 71,3 Hektar das größte Naturschutzgebiet ist. Zudem gibt es eine Vielzahl kleinerer Naturschutzgebiete im Kaiserstuhl. Großteile, besonders in seinem Zentrum, gehören zum vielteiligen Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Kaiserstuhl (FFH-Nr. 7911-341) und dem Europäischen Vogelschutzgebiet Kaiserstuhl.
Die Liste der NSG, Auszug aus Wikipedia:
|
|||||||
|
NSG-Nr. |
Name |
Fläche |
Höhe |
KO |
Verordnung |
WDPA-ID |
|
|
3.026 |
Amolterer Heide |
11,2 |
300–330 |
|
20.10.1939 |
81304 |
|
|
3.076 |
Badberg |
65,0 |
280–430 |
|
09.08.1969 |
81345 |
|
|
3.125 |
Bitzenberg |
2,7 |
18.04.1983 |
81411 |
|||
|
3.049 |
Büchsenberg |
11,9 |
08.07.1955 |
81483 |
|||
|
3.148 |
Dachslöcher Buck |
6,4 |
04.09.1985 |
162691 |
|||
|
3.152 |
Ebnet |
1,6 |
270–280 |
|
11.11.1985 |
162837 |
|
|
3.180 |
Erletal |
2,4 |
220-250 |
|
10.05.1991 |
162998 |
|
|
3.169 |
Haselschacher Buck |
71,3 |
11.04.1989 |
163542 |
|||
|
3.109 |
Hochberg |
0,7 |
250-270 |
|
27.09.1979 |
81892 |
|
|
3.087 |
Limberg |
28,9 |
16.08.1973 |
82096 |
|||
|
3.183 |
Oberbergener Scheibenbuck |
5,2 |
16.12.1991 |
164859 |
|||
|
3.096 |
Ohrberg |
9,6 |
16.12.1976 |
82280 |
|||
|
3.069 |
Rheinhalde Burkheim |
2.0 |
17.03.1965 |
82403 |
|||
|
3.283 |
Schelinger Weide-Barzental |
48,9 |
29.12.2012 |
555552566 |
|||
|
3.104 |
Scheibenbuck-Bluttenbuck |
7,4 |
26.12.1978 |
82513 |
|||
|
3.103 |
Schneckenberg |
2,0 |
26.12.1978 |
82539 |
|||
|
3.178 |
Steinbruch Niederrotweil |
10,0 |
06.02.1991 |
165703 |
|||
Wie ist der Kaiserstuhl entstanden
Die Anfänge der Entstehung des Kaiserstuhls reichen bis in die Zeit vor etwa 50 Millionen Jahren zurück. Mit dem Absinken des Oberrheintalgrabens und der gleichzeitigen Heraushebung und Überdehnung von Schwarzwald und Vogesen kommt es in den am stärksten abgesenkten Teilen des Oberrheintalgrabens zu der auch der Kaiserstuhl gehört zu einer tektonischen Störung.
Vor etwa 19-15 Millionen Jahren gab es im Bereich des Kaiserstuhl zahlreiche Vulkanausbrüche, die Entstehung des Kaiserstuhlvulkans im Tertiär stellt dann sowohl den Höhepunkt als auch den Schlusspunkt der vulkanischen Aktivität im Oberrheingraben dar.
Die Anfahrt: Wie zum Kaiserstuhl gelangen
Auf der A 5 aus Richtung Frankfurt bis zur AS Riegel, dann Richtung Sasbach/französische Grenze, von Basel AS Staufen i. Brsg. oder Freiburg-Mitte, dann Richtung Breisach/französische Grenze.
Für alle die etwas mehr über die Entstehung der Landschaft wissen möchten:
Auf der Erde gab es im Verlauf ihrer etwa 4,5 Milliarden langen Geschichte mehrere Eiszeitalter, man spricht (die Wissenschaftler sind sich auch da nicht alle einig) von einem Eiszeitalter, wenn Arktis und Antarktis zur gleichen Zeit vereist sind. Der aufmerksame Leser wird feststellen, wir befinden uns auch jetzt gerade (noch) in einem Eiszeitalter.
Das bis heute andauernde Känozoische Eiszeitalter (mit dem Quartären Eiszeitalter als jüngsten Abschnitt) begann mit der allmählichen Vergletscherung des Kontinents Antarktika am Beginn des Oligozäns. Vor etwa 2,7 bis 2,4 Millionen Jahren, es dauert bis heute an.
Eine stark vereinfachte Version für die Entstehung es aktuellen Eiszeitalters:
Ursache war vor etwa 2,7 Millionen Jahre die Entstehung der Landbrücke von Nord- und Südamerika. Dadurch wurde der Golfstrom umgeleitet und verstärkt, er bringt große Mengen warmes Wasser in den Nordteil der Erde. Das warme Wasser verdunstet, steigt auf und starke Regenfälle spülen große Mengen an Süßwasser ins Nordmeer. Dadurch wird der Salzgehalt des Meeres reduziert, was für eine erhöhte Eisbildung sorgt. Und eben dieses Eis und die anschließenden kalten Temperaturen führen zur ersten Eiszeit im aktuellen Eiszeitalter.
Innerhalb des heute andauernden Quartären Eiszeitalters wechselten relativ warme (Warmzeiten) mit sehr kalten Abschnitten (Kaltzeiten). Die Kaltzeiten waren geprägt von massiven Gletschervorstößen und umfassten mit etwa 100.000 Jahren deutlich längere Zeiträume als die Warmzeiten, die durchschnittlich nur rund 15.000 Jahre dauerten. Aktuell befinden wir uns in einer als Holozän benannten Warmzeit, die zuvor herrschende Eiszeit wird bei uns in Baden-Württemberg als Würm-Kaltzeit bezeichnet.
Für die letzten 800.000 Jahre wurden elf Kaltzeiten, auch als Interglaziale bezeichnet nachgewiesen, für die Lössablagerungen am Kaiserstuhl sind vier dieser Kaltzeiten verantwortlich, die Würm-Kaltzeit war jedoch, was die Schichtendicke betrifft am ergiebigsten.
Während einer Eiszeit sind große Teile der Erde von mehreren hundert, teilweise sogar mehrere Kilometer dicken Eisgletschern bedeckt, auch Teile Deutschlands waren betroffen. Die verantwortlichen Eisgletscher des skandinavischen Eisschildes sind aber nur bis zum Rand unserer Mittelgebirge gekommen.
Der Eisgletscher stoppten also schon vor dem Oberreingraben, ein weiterer zog vom Alpenraum bis an den Rand des Oberreingrabens heran.
Noch eine Meinung des Autors
Etwas muss ich zum Zeitpunkt (Mai 2020) des schreiben des Artikels noch loswerden, was Besucher durchaus stört, sind die vielen im Jahr 2020 noch vorkommenden grünen Kreuze die das Volksbegehren zur Rettung der Bienen aus dem Jahr 2019 betreffen. Die Erklärungen die Besucher zu einem „Nein“ also gegen das Volksbegehren sind oftmals als Grotesk zu bezeichnen. Eine Aussage z.B ein „Nein“ bedeutet mehr Artenvielfalt empfinde ich als Unverschämtheit. Warum, einfach weil das mittlerweile eh abgesagte Volksbegehren sich auf ganz Baden-Württemberg und nicht nur den „noch“ einigermaßen verwöhnten Insektenbestand des Kaiserstuhls bezieht.

Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
Quellen Bücher:
Karlsruher Naturhefte, Band Nr. 6 „Flusspferde am Oberrhein – wie war die Eiszeit wirklich?“ von Eberhard Frey und Ute Gebhardt mit Beiträgen von Eduard Harms, Sabrina Hug, Till Kirstein, Astrid Lange, Sabine Mahr und Anna Prim
Deutschlands Süden - vom Erdmittelalter zur Gegenwart von Joachim Eberle (Autor), Bernhard Eitel (Autor), Wolf Dieter Blümel (Autor), Peter Wittmann (Autor), Bettina Allgaier (Illustrator)
Quellen aus dem Internet, alle 28.05.2020
https://www.kaiserstuhl.eu/geschichte/loessbildung/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserstuhl_(Gebirge)
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6ss
https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/rohstoffgeologie/rohstoffe-des-landes/ziegeleirohstoffe-grobkeramische-rohstoffe/loess-loesslehm
https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter#Das_gegenw%C3%A4rtige_Eiszeitalter
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Baden-W%C3%BCrttemberg/Kaiserstuhl
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserstuhl_(Gebirge)
https://www.kaiserstuhl.eu/geschichte/besiedlungsgeschichte/
Naturschutzgebiet Feldberg
Der Schutzstatus des Feldberg wurde bereits im Jahr 1939 ausgewiesen (erweitert 1991) somit ist der Feldberg das älteste Naturschutz-Gebiet in Baden-Württemberg, zudem auch das höchste Naturschutz-Gebiet im Schwarzwald. Auch wenn der mit 1493 m ü NHN höchste Berg im Schwarzwald vorwiegend durch seinen Wintertourismus bekannt ist, das 4227 Hektar große Schutzgebiet hat auch so einiges zu bieten. Den größten Teil des Naturschutzgebietes nehmen Fichtenwälder ein, es gibt aber auch Baumfreie Bereiche in denen seltene alpine Pflanzenarten wachsen. Der eiszeitliche Feldsee, der aufgrund seiner Höhenlage im Winter komplett zugefroren ist, ist eines der Highlights auf dem Feldberg, Eis und Schnee auf dem See können bis in den Mai überdauern.
Entstehung
Die Entstehung des Feldbergs reicht fast bis ins eine Milliarde Jahre alte Erdaltertum zurück,. In dieser Zeit entstehen die Granite und Gneise, die das Grundgebirge des höchsten Bergs Deutschlands außerhalb der Alpen bilden. Im Laufe der Erdgeschichte wird das Grundgebirge im Bereich des Feldbergs mehrere Male emporgehoben und wieder abgetragen. Durch das Anheben der riesigen Gesteinsmasse zerbricht diese. Im Zeitalter des Tertiär, das vor etwa 65 Millionen Jahren beginnt, wird das Grundgebirge erneut angehoben, der heutige Feldberg entstand.
Da das Emporheben des Bergmassiv am Westrand stärker auftritt als im Osten, erscheint der östliche Schwarzwald auf den Höhen des Feldbergs vergleichsweise sanft geneigt. Nach Westen gibt es einen steilen Abfall, hier dominieren bewaldete Hänge den Feldberg und den daneben liegenden 1414 m ü. NHN Belchen, was die Berge von der Oberrheinebene aus hoch aufragend erscheinen lässt.
In den Eiszeiten der Erdgeschichte war das Feldbergmassiv immer von Eis und Schnee bedeckt, so auch in der letzten Eiszeit, die vor etwa 12.500 bis 10.000 Jahren endete. Auf dem Gipfel des Bergmassivs lagen dicke Eiskappen, die ihre Gletscher in umliegende Täler führten. Gletscher sind auch bedeutende Landschaftsformer so prägten die Gletscher am Feldberg die heutige Landschaft. Ein besonders schönes Beispiel hierbei der Feldsee-Kar mit dem fast kreisrunden Feldsee.
Klima
Das Klima auf dem Feldberg ist äußerst rau. Im Vergleich zu Freiburg im Breisgau, eine der wärmsten Großstädte Deutschlands mit einer mittleren Durchschnittstemperatur von 11,4 °C liegt die Lufttemperatur auf dem Feldberg bei rund 3,9 °C. Das ist ausgesprochen kalt, im Winter bleibt die Lufttemperatur oft Monate lang unter dem Gefrierpunkt. Im langjährigen Mittel gibt es auf dem Feldberg an 157 Tagen im Jahr eine geschlossene Schneedecke. Auch kann es zu allen Jahreszeiten zu orkanartigen Winden kommen. Vor Hitze geplagte Tage, die es im Tal immer häufiger gibt, sind auf dem Feldberg nicht zu erwarten, selbst im Sommer steigt die Temperatur nicht über 27 °C.
Die im Winter auftretenden heftigen Stürme, die oftmals mit Eiskristallen versetzt sind, sorgen bei den Bäumen insbesondere bei den häufig vorkommenden Fichten oftmals für bizarres Wachstum. So wachsen Äste nur auf der vom Wind abgewanden Seite, aber auch die sonstige Pflanzenwelt muss sich dem Klima unterordnen. So wachsen auf dem Feldberg viele Pflanzenarten, die sonst nur in den Hochlagen der Alpen vorkommen.
Artenvielfalt des Naturschutz-Gebietes Feldberg
Feldbergflora
Das Naturschutz-Gebiet Feldberg besitzt eine außergewöhnliche Pflanzenwelt. Das raue Klima mit den häufig vorkommenden Stürme lässt nur robuste Pflanzen zu. Deshalb wachsen auf dem Feldberg Pflanzen, die weder im übrigen Schwarzwald, in einem anderen Mittelgebirge, noch in den Alpen vorkommen. Neben Pflanzenarten der oberen Bergstufe gibt es viele Pflanzen, die sonst nur in den Hochlagen der Alpen zu finden sind. Als "Wahrzeichen" der Feldbergpflanzen gilt die Alpen-Troddelblume, die Pflanze wächst in den baumfreien Bereichen und Hanglagen.
An den exponiertesten Stellen, die im Winter von den heftigsten Stürmen betroffen sind, wachsen nur die widerstandsfähigsten Flechten und Moose. In den baumfreien Lagen, den Weidfeldern am Höchsten, am Baldenweger Buck und am Seebuck wachsen weitere etwas anspruchsvollere Arten. Die Weidfelder wurden schon vor etwa 1000 Jahren von Bäumen befreit und in Weiden umgewandelt, das alles um im kurzen Sommer das Vieh auf die Weideflächen treiben zu können. Subalpine Borstgasrasen werden im Sommer von Zwergsträuchern wie der Heidelbeere und dem Heidekraut unterbrochen. Es wachsen Schweizer Löwenzahn, Scheuchzers Glockenblume, Alpen Mutter - und Bärwurz. Daneben findet sich Gold-Fingerkraut, Arnika und der Gelbe Enzian.
Eine Etage darunter, unterhalb von 1200 m ü. NHN finden sich auf den Magerweiden die Flügel-Ginster. Wo das Vieh länger verweilt, haben ihre Extremente die Magerweiden in Fettweiden verwandelt. Hier gibt es neben reichlich Futter für die Rinder den Stickstoff liebenden Alpenampfer.
In den Quellen und Feuchtgebieten auf dem Feldberg, die aufgrund der hohen Niederschläge übrigens sehr zahlreich sind, gibt es neben Moosteppichen, Bitteres Schaumkraut, die Eis-Segge und die Alpen-Troddelblume. In den Niedermooren findet sich gewöhnliches Fettkraut, Blauer Sumpfstern und Traunsteiner Knabenkraut. Den Bereich der Flora auf dem Feldberg noch genauer zu behandeln würde diese Seite wohl sprengen, daher erstmal genug...
Tierarten auf dem Feldberg
Auf dem Feldberg leben vergleichsweise wenige Tierarten, an Vögeln z.B. der Dreizehenspecht und Schwarzspecht, der Neuntöter, Berg- und Wiesenpieper, Ringdrossel und Zitronenzeisig. Auf den Weiden finden sich Heuschrecken, darunter die Alpenschrecke und den Gebirgs-Grashüpfer. In dem kalten Wasser, das in Quellen und Rinnsalen verbreitet ist leben zahlreiche Insekten und Wassertiere, darunter viele Amphibien, Libellen und Schmetterlinge die nur in den kalten Gebieten Nordeuropas zu finden sind.
In den Wäldern im Naturschutzgebiet, die Baumart Fichte dominiert hier besonders, finden sich Rotwild und Auerhahn, an den von Felsen durchsetzten Hängen des Feldbergs gibt es Gämsen.
Feldbergranger
Auf dem Feldberg werden jährlich über eine Million Besucher gezählt. Um die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu gewährleisten ist seit 1989 ein hauptamtlichen Naturschutzwart bestellt. In den Sommermonaten wird der Feldbergranger durch ehrenamtliche Naturschutzwarte von Schwarzwaldverein und Bergwacht sowie von Studenten unterstützt.
Kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten auf dem Feldberg
Haus der Natur
Das Haus der Natur beherbergt neben der Geschäftsstelle des Naturparks Südschwarzwald auch das Naturschutzzentrum Südschwarzwald. Diese bieten gemeinsame Veranstaltungsprogramme. Aus unterschiedlichen Themenbereichen werden für Besucher unterschiedlicher Altersgruppen, Führungen, Naturerlebnistage, Vorträge und Seminare angeboten.
Bismarckdenkmal auf dem Seebuck
Das dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches gewidmete Denkmal auf dem Seebuck wurde am 4. Dezember 1896 eingeweiht, es ist das erste Bismarckdenkmal Badens, dem sollten noch eine Reihe weiterer Denkmäler folgen. Infolge starker Erosionsschäden, hervorgerufen durch seine exponierte Lage auf dem Feldberg musste das Bismarckdenkmal auf dem Seebuck 1956 nach dessen Einsturz wieder aufgebaut werden. Mittlerweile gehört das Denkmal zu den Wahrzeichen des Feldbergs.
Feldbergturm
Auf dem Feldberg, dem Seebuck, befindet sich mit dem Feldbergturm ein weiteres Wahrzeichen. Der Feldbergturm ist ein ehemaliger Funkturm des Südwestrundfunks. Der Feldbergturm ist heute im Besitz der Gemeinde Feldberg, seit 2003 dient er als Aussichtsturm. Seit dem Jahr 2013 befindet sich im höchst gelegenen Aussichtsturm im Schwarzwald ein Schinkenmuseum. In den Sommermonaten ist es möglich im höchstgelegenen Trauzimmer Baden-Württembergs zu heiraten. Den Feldbergturm erreicht man nicht mit dem Auto, erreichbar ist er mit der Feldbergbahn oder ab Haus der Natur zu Fuß in ca. 40 Minuten Gehzeit.
Feldsee
Der Feldsee, er wird auch Feldbergsee genannt, liegt unterhalb des Seebuck am Fuße des Feldbergs auf 1110 m. ü. M. Ein Rundweg um den See zeigt interessierten Wanderern alle Seiten des als dunkles Auge bezeichneten Karsees. Der Feldsee ist ein klassischer Karsee und Relikt der vergangenen Eiszeiten. Jahrtausende mit Gesteinsverwitterung durch Frostsprengung sind für die Entstehung der Karwände und der dadurch erfolgten Bildung des Sees verantwortlich.
Kletterwald Feldberg
Der Kletterwald Feldberg liegt direkt hinter dem Hotel Feldberger Hof. Die Benutzung der abwechslungsreichen Parcours im Abenteuerzentrum ist schon für Kinder ab 4 Jahren möglich. Ein geschultes Team im Kletterwald Feldberg gibt aber auch sportlichen Jugendlichen- und Erwachsenen die notwendige Unterstützung beim bewältigen der Parcours von Baum zu Baum.
Feldbergbahn
Die Feldbergbahn ist eine Kabinenbahn die jeweils bis zu 8 Personen Platz bietet. So kann der Seebuck auf demFeldberg bequem und schnell in wenigen Minuten erreicht werden. Die Bergstation der Feldbergbahn befindet sich auf 1.450 m ü NHN, also wenige Höhenmeter unterhalb des Feldberggipfels. Da es keinen direkten Fußweg gibt, ist der Seebuck aber 30 bis 40 Gehminuten entfernt.
Wandern und Sport im Naturschutzgebiet Feldberg
Der Feldberg bietet gerade in den Sommermonaten viel für Wanderer. Dabei bieten die Wanderwege im Feldberggebiet mit ihren unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden Wandertouren für Familien mit Kindern aber auch Touren für anspruchsvolle Profis. Geboten werden Streckenwanderungen, Rundwanderungen, Hüttenwanderungen auch Wanderungen die speziell für Kinder ausgelegt sind.
Feldbergsteig
Er gilt als einer der schönsten Wanderwege im Feldberggebiet: Der 12 Kilometer lange Feldbergsteig bietet eine abwechslungsreiche Tageswanderung, Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden. Auf dem Feldbergsteig wandert man durch das unberührte Naturschutzgebiet am Feldberg, vorbei am Feldsee.
Wandern mit Kindern
Mit Kindern wandern im Feldberggebiet, z.B. auf dem Wichtelpfad, der Wichtelweg im Auerhahnwald. Die Idee zum Wichtelpfad kam von Feldberg-Ranger Achim Laber. Er schrieb und zeichnete auch die Geschichte. Auf die Kinder bei dieser familienfreundlichen Wandertour warten nicht nur die liebevoll gestalteten Wichtelhäuser und ihre Bewohner....
Winterwandern und Schneeschuhwanderungen am Feldberg
Wenn nicht auf dem höchsten Berg im Schwarzwald, wo dann? Die tief verschneite Winterlandschaft auf dem Feldberg ist faszinierend schön. Einige wenige Regeln beachten und schon ist die Wintersportart für Familienmitglieder ab ca. 8 Jahren geeignet. Jedoch sind einige der im Sommer geöffneten Wanderwege im Winter als Ruhezone für Wildtiere gesperrt.
Schneeschuhwanderungen
Es gibt zwei Schneeschuhtouren auf dem Feldberg, den 3 Kilometer langen Seebucktrail und den 8 Kilometer langen Gipfeltrail. Das Haus der Natur am Feldberg bietet geführte Schneeschuhtouren an. Dabei geben Führer des Naturschutzzentrums Wissenswertes über Natur und Landschaft weiter. Der Rundweg dieser ausgewählten Schneeschuhwanderung geht über ein Länge von 8 Kilometer um den Feldberg, bitte rechnen Sie incl. der Einkehr ca. 5 Stunden Dauer ein.
Geführte Schneeschuhwanderungen des Haus der Natur gibt es an jedem Sonntag zwischen Weihnachten und Ende März jeweils um 12.00 Uhr.
Eine frühzeitige telefonische Anmeldung unter 07676 / 9336-30 ist dringend erforderlich.
Skitourengehen und Variantenfahren
Beide Wintersportarten bevorzugen Gelände abseits der Pisten und Loipen, auf dem Feldberg ist dies abseits der bewaldeten Hochlagen möglich. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Schneehöhe. Zu beachten sind Rückzugsgebiete der Wildtiere und Lawinengefahr. Das Ausüben der Sportart erfolgt auf eigene Gefahr.
Skilanglaufen
Es gibt ausreichend Langlaufmöglichkeiten für Klassikläufer oder Skater. Neben einfachen Rundloipen finden sich auf dem Feldberg für erfahrene Läufer anspruchsvolle Trainings- und Wettkampfloipen. Wer es ausdauernder mag, zwei Skifernwanderwege durchqueren das Feldberggebiet.
Skiabfahrten auf dem Feldberg
Es gibt im Feldberggebiet 14 Liftanlagen und 16 Abfahrten mit allen Schwierigkeitsstufen für Ski-und Snowboard, das reicht von der einfachen Familienabfahrt bis zur anspruchsvollen FIS-Weltcup-Strecke.
Die längste Abfahrtmöglichkeit in diesem Schwarzwaldgebiet ist die Rothausabfahrt mit ca. 3 km Länge. Die am besten präparierten Pisten auf dem Feldberg gibt es auf einer Höhe zwischen 950 und 1.400 m üN.
Rundwanderungen auf dem Feldberg, Ausgangspunkt Haus der Natur
Seebuckrundweg
Der Seebuckrundweg ist 4,5 Kilometer lang, eher ein Spazierweg über eine Stunde,. Der Seebuckrundweg beginnt am Haus der Natur und führt zum 1450 m hohen Seebuck. Der Anstieg ist mittelschwer, der Abstieg leicht. Die leichte Wandertour führt vom Haus der Natur zum Bismarckdenkmal und zum alten Fernsehturm mit Aussichtsplattform. Weiter geht es in den Grüblesattel hinunter. Über die Gipfelstraße führt der Weg hinunter zurück zum Haus der Natur.
Gipfelrundweg
Die Wanderung auf dem 9 Kilometer langen Gipfelrundweg dauert rund 3 Stunden. Auch diese Wanderung führt vom Haus der Natur zum Feldberggipfel. Der ist Anstieg mittelschwer, der Abstieg leicht, zu sehen gibt es aber einiges.
Auch hier führt der Wanderweg zuerst zum Bismarckdenkmal und zum Feldbergturm mit Aussichtsplattform. Über den Höhenrücken des Feldberg geht es zum Feldberggipfel, dann zur höchstgelegenen Almhütte des Schwarzwaldes, der St. Wilhelmer Hütte. Weiter zur Todtnauer Hütte, mit wenig Steigung geht es den Panoramaweg zurück zum Haus der Natur.
Feldseerundweg
Wandern auf dem 4,5 Kilometer langen Feldseerundweg bietet die schnellste Möglichkeit zum Feldsee zu gelangen. Der Abstieg bei dieser Wandertour auf zum Teil alpinen Pfaden ist eher was für geübte Wanderer, für Kinderwagen ist der Feldseerundweg nicht geeignet. Ein etwas längerer, östlicher verlaufender Auf- und Abstieg über Forstwege ist weniger steil und daher eher für Kinderwagen geeignet.
Der Weg beginnt am Haus der Natur, hinunter zum Raimartihof mit Einkehrmöglichkeit. Von dort in etwa 10 Minuten wandern zum Feldsee und um den Feldsee wieder hinauf zum Feldberger Hof.
Feldbergsteig
Die als mittelschwer eingestufte 12 Kilometer lange Feldbergsteig Wanderroute führt wie der Gipfelrundweg vom Haus der Natur zum Bismarckdenkmal und Feldbergturm mit Aussichtsplattform. Über den Höhenrücken des Feldbergs geht es weiter zum Feldberggipfel. Dann führt die Wanderung zur St. Wilhelmer Hütte, der höchstgelegenen Almhütte im Schwarzwald. Ein Pfad führt zur Zastler Hütte, ein kurzer Aufstieg zur Baldenweger Hütte. Über schmale Pfade und kleine Hängebrücken geht es zu einem der ältesten Höfe im Hochschwarzwaldes dem Raimartihof, hier gibt es eine Einkehrmöglichkeit. Von dort in ca. 10 Minuten zum Feldsee, im Bannwaldgebiet über den Karl-Egon-Weg zurück zum Haus der Natur.
Felsenwegwanderung
Die ca. 6,5 Kilometer lange Wandertour führt vom Haus der Natur über den Feldberg-Pass zum Bismarckdenkmal und Feldbergturm mit Aussichtsplattform. Weiter den Grüblesattel hinab, von hier aus, den Schildern folgend Richtung Hinterzarten zum Feldsee. Nach ca. 1,5 km rechts ab, über den alpin anmutenden Felsenweg zurück zum Haus der Natur.
Informationen zum Urheberecht
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Naturschutzgebiet Wutachschlucht-Gauchachtal Google Maps
Bereits 1939 ausgewiesen (erweitert 1989) gehört die Wutachschlucht zu den ältesten Naturschutz-Gebieten in Baden-Württemberg. Dabei ist die ursprüngliche Erhaltung der einzigartigen Wildflusslandschaft der Wutach, die wegen ihren unterschiedlichen Gegebenheiten verschiedene Tier- und Pflanzen hervorbringt, besonders schützenswert. So sorgen in der Wutachschlucht besondere Klimaeinflüsse an Nord -und Südhängen zu unterschiedlichen Lebensbereichen. Das können extrem trockenen Bereiche, z.B. an den Kalkfelsen aber auch extrem nasse Bereiche in der Flussaue sein. Neben Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen dient die Wutachschlucht auch als Erholungsraum für Erholungsuchende. Dass sich die Besucher der Wutachschlucht an die Schutzvorschriften im Naturschutzgebiet halten, dafür sorgen seit viele Jahren ehrenamtliche Naturschutzwarte. Bereits 1995 wird diese wichtige Arbeit durch einen hauptamtlichen Naturschutzwart koordiniert und unterstützt.
Entstehung, Verlauf und Charakteristik
Die Wutach im Schwarzwald entsteht aus einer Quelle im Feldbergmassiv. Das Wasser der Quelle fließt die Karwand des Feldsee hinab und speist so den eiszeitlichen Karsee. Am Osthang des Feldberg-Massivs wiederum entspringt der Seebach dessen Wasser schon 10 Kilometer unterhalb in den Titisee fließt. Das Wasser am Ausfluss des Sees ist die Gutach, die sich unterhalb von Neustadt und Lenzkirch mit der Haslach vereint.
Ab hier wird aus dem Fluss zur Wutach „wütende Ach“. In seinem weiteren Verlauf durchfließt der Fluss auf rund 30 Kilometern Länge das Gebiet der Wutachschlucht von Westen nach Osten, um dann bei Aachdorf einen Knick nach Süden zum Hochrhein zu machen.
Die Wutach ist im Schluchtenbereich ein so genannter Wildfluss. In Jahrmillionen schneidet sich der Fluss bis zu 200 Meter tief durch verschiedenartige Gesteinsschichten. Sein Verlauf ist geprägt von jährlichen Hochwasser und den daraus erfolgenden Hangrutschungen, so konnte das Gebiet durch Menschenhand nie wirtschaftlich erobert werden. Angelegte Wege wurden überschwemmt, erbaute Brücken wurden weggespült, wirtschaftlich lohnte sich der Kampf gegen die Natur nicht, so konnte die Wutachschlucht sich in seiner Ursprünglichkeit erhalten.
Im Bereich der Gauchachmündung, die Gauchach mündet oberhalb der Wutachmühle in die Wutach, verändert sich das Bachbeet völlig. Die rutschfreudigen Keuperschichten (bröckelig zerfallende Gesteine) bieten dem Wasser der Wutach wenig Widerstand. Der Fluss wird breiter und ruhiger, kurz darauf verläst die Wutach das Naturschutzgebiet im Schwarzwald.
Artenvielfalt des Naturschutz-Gebietes Wutachschlucht
Das Naturschutz-Gebiet besitzt eine Fläche von 969 Hektar, zum Vergleich, der 2014 eröffnete Nationalpark Nordschwarzwald hat eine Fläche von 10.062 Hektar. Das Artenreichtum, das die Wutachschlucht als eine der letzten ursprünglichen Wildflusslandschaften Mitteleuropas besitzt, ist trotzdem beeindruckend. So finden sich in Wasser der Wutach Reptilien wie der Feuersalamander, Fischarten wie die Bachforelle, aber auch jede Menge an sonstigen selten gewordenen vom Wasser abhängige Insekten. Im Naturschutz-Gebiet finden sich an die 1200 Farn- und Blütenpflanzen, an die 1400 Käferarten und fast 600 Arten von Schmetterlingen. So sind mehr als 10.000 Arten an Wirbel-, Glieder- und Weichtiere vorhanden.
Die warmen Südhänge der Wutachschlucht bringen artenreiche Laubmischwälder hervor, darunter Berg- und Spitzahorn, Sommerlinden und Eschen. Unter den Bäumen gedeihen in der Natur selten gewordene Pflanzenarten wie Immenblatt, blauroter Steinsamen, Berg-Flockenblume, Frühlings-Platterbse, Türkenbund, in feuchteren Bereichen auch Märzenbecher und Bärlauch. In den durch Erosion entstandenen Felsspalten der Wutachschlucht wachsen alpine Pflanzenarten wie das Kalk-Blaugras, das Alpen -Maßliebchen oder die Zwerg-Glockenblume.
Die gegenüberliegenden Nordhänge sorgen für schattigere Lebensbereiche in denen feuchte und kühle Zonen dominieren. Hier wachsen unter Bergahorn und Bergulme Pflanzen wie die Hirschzunge und ausdauerndes Silberblatt. Auch hier finden sich Märzenbecher sowie Bärlauch und Lerchensporn und die Pestwurz. Sogar Orchideen wie der seltene gelbe Frauenschuh sind in der Wutachschlucht zu finden.
Einen eigenen Bereich in der Wutachschlucht bilden die Wutachschlucht-Wiesen, sie werden nach einem Pflege- und Entwicklungsplan von Verbuschung freigehalten, nach dem Aufgeben der landwirtschaftlichen Nutzung drohte den wertvollen Wiesen in der Wutachschlucht das Aus. Ziel der Pflegemaßnahmen ist es, seltene Pflanzen wie Arnika, Bärwurz und Heide-Nelke, aber auch die rund 40 Orchideenarten zu erhalten. Die Wutachschlucht-Wiesen ist Lebensraum für viele Tierarten, darunter zahlreiche Insekten wie Käfer und Schmetterlinge.
Wutach Naturschutzwarte und Ranger
Seit vielen Jahren kümmern sich ehrenamtliche Naturschutzwarte des Schwarzwaldvereins und der Bergwacht um die Einhaltung der Regeln im Naturschutzgebiet Wutachschlucht-Gauchachtal. Sie geben Wanderern auch Informationen und geben Verhaltensregeln vor. Im Jahr 1994 werden die Ehrenamtlichen durch einen „Wutach-Ranger“, einem hauptamtlichen Naturschutzwart unterstützt. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Überwachung des Zustandes des Naturschutz-Gebiets Wutachschlucht auch die Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Region
Nicht nur die Wutachschlucht mit ihrer überwältigenden Urlandschaft, mit ihren romantischen Schluchten und urwüchsigen Wäldern sind für einen Besuch in dieser Ferienregion im Hochschwarzwald lohnend.
Gauchachschlucht
Die Gauchachschlucht, auch als die kleine Schwester der Wutachschlucht bezeichnet, ist längst kein Geheimtip mehr, aber nicht minder erlebenswert, gegenüber der Wutachschlucht sind in der Gauachschlucht die Anzahl der Besucher überschaulicher. Die Gauchach entspringt südlich von Oberbränd, fließt bei Dittishausen und an Döggingen vorbei und mündet oberhalb der Wutachmühle in die Wutach. Auch die Schlucht der Gauchach ist aufgrund seines schwierigen Zugangs und seiner steilen Hänge naturnah geblieben.
Lotenbachklamm
Die Lotenbachklamm eignet sich hervorragend als Ein- oder Ausstieg für Wanderungen durch die Wutachschlucht. Der ca. 1,5 km lange Seitenarm der Wutachschlucht fließt anfangs noch ruhig zwischen Granitfelsen dahin. Das ändert sich schon nach einigen hundert Metern wo die Lotenbachklamm in einen tosendem Wasserfall übergeht. Der Wanderparkplatz Lotenbach ist idealer Einstiegsort in die Lotenbachklamm, für eine Wanderung durch die Lotenbachklamm zur Schattenmühle braucht man ca. 20 Minuten.
Rötenbachschlucht
Die Rötenbachschlucht mündet nach 5,5 km in die Wutachschlucht. Dabei geht es durch eine abwechslungsvollen Naturlandschaft über 7 Brücken abwärts. Die Wanderung in der Rötenbachschlucht ist sportlich und durchaus eine Herausforderung, als Belohnung gibt es eine beeindruckende Felsenlandschaft und einen Wasserfall.
Haslachschlucht
Auch die Haslachschlucht hat den Beinahmen "kleine Schwester" der Wutachschlucht, die Schlucht führt von Lenzkirch zur Haslachmündung, wo sich Haslach und Gutach zur Wutach vereinen. Der Wanderweg Querweg Freiburg-Bodensee und der Schluchtensteig führen durch die Haslachschlucht. Die urige Landschaft der Haslachschlucht war schon um 1900 beliebtes Fotomotiv damaliger Ansichtskarten. Ein- und Ausstiege für Wanderungen in der Haslachschlucht sind gut ausgeschildert und werden vom öffentlichen Busverkehr angefahren.
Kirnbergsee
Der Kirnbergsee bietet ein Naturerlebnis ganz anderer Art, der Bergsee ist umgeben von herrlichen Blumenwiesen und ausgedehnten Wäldern. Obwohl der Badesee auf 785 m Höhe gelegen ist bietet er warmes Wasser und schön angelegte Strände. Verschiedene Freizeitmöglichkeiten wie Schwimmen, Surfen und Angeln stehen Besuchern zur Verfügung.
Wandern in der Ferienregion Wutachschlucht
Wandern im Schwarzwald Canyon, die Wutachschlucht bietet von Mai bis Oktober das einzigartiges Erlebnis in einer unberührten abenteuerlichen Wildnis zu wandern. Die überwältigende ursprüngliche Landschaft mit seinen Schluchten, Wäldern und Wiesen ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden Wanderer. Wer sich in der Region nicht auskennt, das erste Mal in der Wutachschlucht ist, sollte sich für eine geführte Wanderung entscheiden.
Wer in der Wutachschlucht wandern will sollte entsprechend der anspruchvollen Wanderungen gute knöchelhohe Wanderschuhe besitzen, da Teile des Weges auch im Sommer rutschig sein können. Für bestimmte Bereiche ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Wanderzeiten
Wandern am Schluchtensteig ist von Anfang Mai bis Ende Oktober möglich. Bei Schnee/Frost kann wandern in der Wutachschlucht sogar lebensgefährlich werden. Im Sommer ist es in den Schluchtpartien schon mal kühl und schattig.
Wandern mit Hund
Es ist normalerweise kein Problem den Schluchtensteig mit dem Hund zu wandern, für Hunde besteht jedoch grundsätzlich Anleinpflicht. Bei der 119 km langen, in 6 Etappen unterteilten Wanderung auf dem Schluchtensteig gibt es in der Schleifenbachschlucht bei Blumberg (Etappe 2) einen sehr steilen Leiternabstieg (ca. 8 Meter hoch), der etwas schwierig sein kann, hier gibt es aber eine Umgehungsmöglichkeit. Ferner gibt es in der Wutachschlucht zwei Treppen mit Drahtgitterrost zu begehen. Hier machen Hunde erfahrungsgemäß etwas Probleme.
Nicht alle Wanderetappen sind für Kinder geeignet
Vorsicht mit kleineren Kindern gilt es für bestimmte Schluchtenabschnitte, hier müssen kleine Kinder an der Hand geführt oder ans Seil genommen werden. Tagesetappen sind in der Regel gut machbar, mehrtägige Wanderungen im Schluchtensteig sind für Kinder oft zu anstrengend.
Geführte Wanderungen bietet der Schwarzwaldverein aber auch der Wutachranger an, hier eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme:
Infostelle Schluchtensteig
Projektstelle Schluchtensteig
c./o. Landratsamt Waldshut
Gartenstraße 7
79761 Waldshut-Tiengen
Tel. +49 (0) 77 51 / 86 26 05
Fax +49 (0) 77 51 / 86 26 99
eMail:
Der Südschwarzwald
Der Südschwarzwald ist wohl der bekanntere Teil des Schwarzwaldes, mit dem Feldberg mit 1493 m ü. NHN besitzt diese Region des Schwarzwaldes auch den höchsten Berg. Da unser Wohnort sich in Baden-Baden, im Nordschwarzwald befindet und Tagesausflüge in den Südschwarzwald aus zeitlichen Gründen schwieriger als Ausflüge in unserer Umgebung sind gibt es hier leider noch wenig Informationen.
Naturschutzgebiet Feldberg
Der Schutzstatus des Feldberg wurde bereits im Jahr 1939 ausgewiesen (erweitert 1991) somit ist der Feldberg das älteste Naturschutz-Gebiet in Baden-Württemberg, zudem auch das höchste Naturschutz-Gebiet im Schwarzwald. Auch wenn der mit 1493 m ü NHN höchste Berg im Schwarzwald vorwiegend durch seinen Wintertourismus bekannt ist, das 4227 Hektar große Schutzgebiet hat auch so einiges zu bieten. Den größten Teil des Naturschutzgebietes nehmen Fichtenwälder ein, es gibt aber auch Baumfreie Bereiche in denen seltene alpine Pflanzenarten wachsen. Der eiszeitliche Feldsee, der aufgrund seiner Höhenlage im Winter komplett zugefroren ist, ist eines der Highlights auf dem Feldberg, Eis und Schnee auf dem See können bis in den Mai überdauern.
Wutachschlucht
Bereits 1939 ausgewiesen (erweitert 1989) gehört die Wutachschlucht zu den ältesten Naturschutz-Gebieten in Baden-Württemberg. Dabei ist die ursprüngliche Erhaltung der einzigartigen Wildflusslandschaft der Wutach, die wegen ihren unterschiedlichen Gegebenheiten verschiedene Tier- und Pflanzen hervorbringt, besonders schützenswert. So sorgen in der Wutachschlucht besondere Klimaeinflüsse an Nord -und Südhängen zu unterschiedlichen Lebensbereichen. Das können extrem trockenen Bereiche, z.B. an den Kalkfelsen aber auch extrem nasse Bereiche in der Flussaue sein. Neben Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen dient die Wutachschlucht auch als Erholungsraum für Erholungsuchende. Dass sich die Besucher der Wutachschlucht an die Schutzvorschriften im Naturschutzgebiet halten, dafür sorgen seit viele Jahren ehrenamtliche Naturschutzwarte. Bereits 1995 wird diese wichtige Arbeit durch einen hauptamtlichen Naturschutzwart koordiniert und unterstützt.
Der Feldbergsee
Er wird auch Feldsee genannt, liegt im Naturpark Südschwarzwald in Baden-Württemberg, östlich von Freiburg/ Breisgau am Fuße des Feldbergs auf 1110 m. ü. M.
Ein Rundweg um den See zeigt interessierten Wanderern alle Seiten des als dunkles Auge bezeichneten Karsees, Aufgrund der Höhenlage ist der See im Winter komplett zugefroren, dabei bildet sich auf dem Feldsee eine hohe Schneedecke, Eis und Schnee auf dem See können bis in den Mai überdauern. Das fast schwarze kalte Wasser des Feldsees ist nährstoffarm und sauerstoffreich.
Schluchsee im Hochschwarzwald
Der auf 930 üNn gelegene Schluchsee ist der größte See im Schwarzwald, als Relikt der letzten Eiszeit, als Gletschersee des Feldberg-Gletschers entstanden, ist er heute ein Stausee.
Der einstige Gletschersee wurde in den 30er Jahren aufgestaut, der alte Wasserspiegel um 30 Meter erhöht, er ist heute ca. 7,3 Kilometer lang und 1,4 Kilometer breit. Die künstliche Stauung macht den Schluchsee so zur höchstgelegenen Talsperre Deutschlands.
Der Schluchsee der sich seit Jahren als einer der saubersten Badeseen Deutschlands benennen kann, hat sich in den Jahrzehnten auch zu einem großen Bade- und Wassersportzentrum im Schwarzwald entwickelt.
Aussichtsturm Brend bei Furtwangen 48°04'43.8"N 8°09'27.5"E
Der im Jahr 1905 erbaute Turm ist 17 Meter hoch, er gehört zu einer ganzen Reihe von Aussichtstürmen, die der Schwarzwaldverein entlang des Westwegs erbaut hat. Der massive runde Turm aus Granitsteinen wird im unteren Teil über eine schmale Außen-Wendeltreppe, im oberen Teil über eine innen liegende Treppe bestiegen. Die Plattform auf dem Aussichtsturm Brend bietet bei guter Sicht einen schönen Rundblick auf Hochfirst, Feldberg, Belchen, Schauinsland und Kandel. Er bietet gute Sicht auf die Rheinebene und die Vogesen, für uns aus dem nördlichen Schwarzwald kommenden Wanderer die erste klare Sicht auf die Schweizer Alpenkette.
Hochfirstturm oberhalb Titisee-Neustadt - 47°54'04.5"N 8°11'06.3"E
Der Hochfirstturm ist 25 Meter hoch und steht auf einem Natursteinsockel, der Sockel diente schon dem ersten 1888 erbauten Turm als Standplatz. Seit Orkan Lothar wird die Eisengitterkonstruktion des Hochfirstturm acht Stahlseile abgespannt. Insgesamt 123 Stufen führen über eine Wendeltreppe auf die Aussichtsplattform. Der beliebte Aussichtsturm auf dem Hochfirst bietet einen wunderbarer Rundumblick auf den Schwarzwald, den Feldberg, den Titisee und die Alpen am Horizont. Wer nicht auf den Turm steigen möchte geht einfach ein paar Meter weiter was mit einem spektakulären Blick auf den Titisee belohnt wird.
Riesenbühlturm über dem Schluchsee - 47°49'44.0"N 8°10'44.6"E
Der ca. 30 Meter viereckige Turm besteht aus einer perfekten Symbiose von Holz und Stahl, dabei steht der Turm auf einem für Besucher nicht sichtbarem Stahlbetonfundament. Vier mächtige Douglasienstämme, verbunden durch Quer verlaufende Stämme und "dünne" Stahldiagonalen, bilden die Außensäulen. Die in einer Höhe von 20 Metern ausfächernden Stützen tragen auf 25 Metern Höhe die große überdachte Aussichtsplattform aus Douglasienholz.
Auf den Schluchsee und die umgebenden Orte bietet der auf 1096 ÜNN befindliche Riesenbühlturm eine beeindruckende Aussicht. Bei guter Fernsicht gelingt der Blick sogar bis in die Alpen.
Die Entstehung der süddeutschen Landschaft
Über die Entstehung unserer Landschaft haben unsere Geologogen eine recht genaue Vorstellung, bis in die Anfänge der Entstehung der Erde vor 4,56 Milliarden Jahren reichen die aber nicht zurück.
Gestein aus dem Präkambrium, das von der Zeit vor 4,56 Milliarden Jahren bis zur Entwicklung der Tierwelt zu Beginn des Kambriums vor etwa 540 Millionen Jahren reicht, dürften auch nur wenige erhalten sein, da es einfach zu viele geologische Ereignisse in dieser Phase der Erdentwicklung gab.
Die ältesten bisher gefundenen Gesteine im Schwarzwald sind Amphibolite die man auf über 1 Milliarde Jahre datieren konnte, dazu kommen Paragneise, ursprünglich wohl aus Sedimenten durch Metamorphose in Paragneise umgewandelt.
Erst vor ungefähr 540 Millionen werden die Geschehnisse die zur Entstehung der Schichten unserer Landschaft führen offensichtlicher.
Das Paläozoikum 541 Millionen Jahre bis ca. 252 Millionen Jahre
Die Erdfrühzeit oder Erdaltertum oder Paläozoikum, der Begriff aus dem Altgriechischen bedeutet in etwa „Zeitalter des sichtbaren Lebens“, das Paläozoikum umfasst den Zeitraum von 541 Millionen Jahren vor heute bis zur Gegenwart.
Die Entscheidende Phase für die Bildung unserer Landschaft sind die Ereignisse im Paläozoikum, die vor etwa 380 Millionen Jahren beginnen und bis etwa vor 290 Millionen Jahren andauern. Entscheidende Faktoren sind die beiden Großkontinente, die auch für die spätere Entstehung unseres Mittelgebirges dem Schwarzwald die Basis bilden, das sind:
Laurussia der Nordkontinent, wegen seiner weit verbreiteten rötlichen Sedimentgesteinen auch als Old-Red-Kontinent bekannt, aber auch als Euramerika oder Euroamerika bezeichnet.
Gondwana der Südkontinent, auch als Gondwanaland bezeichnet.
Beide Großkontinente die sich zuvor durch globale plattentektonische Ereignisse aus den vorhandenen Landmassen zusammengefügt haben, werden vom variszische Ozean (Paläotethys) getrennt. Sie befinden sich seit mehreren hundert Millionen Jahren auf Kollisionskurs.
Vor etwa 380 Millionen Jahren, am Ende des Devons (419–359 Millionen Jahren) kommt es in etwa auf Aquatorhöhe zum Zusammenstoß der Kontinente und zur Entstehung des Superkontinent Pangaea der somit nahezu die gesamte Festlandsmasse der Erde umfasste.
In der sich über viele tausende Kilometer langen Kollisionszone kommt es zu intensiven Stauchungsvorgängen, was zur Gebirgsbildung auch als Orogenese bezeichnet führt.
Dabei wurden Gesteine in die Tiefe gedrückt und unter Hitze und Druck umgewandelt oder geschmolzen. Wird an einer Stelle Gestein in die Tiefe gedrückt, steigt an anderen Stellen Magma auf, es erkaltet sich und bildet neue Erdkruste.
Ein Vorgang der sich in für uns Menschen unvorstellbar langsam abspielt, bis die Kollision zum Stillstand kommt dauert es etwa 90 Millionen Jahre. Am Ende haben sich an der Kollisionszone, wie an einer Schweißnaht die beiden ehemaligen Großkontinente zu einem einzigen Superkontinent verbunden.
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Durch Hitze und Druck entsteht Gneis Die Temperaturen bei der Bildung von Gneis, der im Schwarzwald zwei Drittel des Grundgebirges bildet, wurden auf 700°C bis 850°C ermittelt. Die für die Bildung von Gneis erforderlichen Temperaturen und der nötige Druck findet sich in 20 Kilometer Tiefe, bis das dadurch entstandene Magma dann an der Erdoberfläche hervortrat dauerte es rund 20 Millionen Jahre. Das dürfte in etwa der Hebungsgeschwindigkeit der Alpen entsprechen. Die Gneise entstanden hauptsächlich während den Perioden des Altpaläozoikum, dem Kambrium, Ordovizium und Silur. Die Granite die überwiegend im Nordschwarzwald und im mittleren Schwarzwald als Triberger Granit vorkommen wurden hauptsächlich erst später im Karbon gebildet. |
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Im Karbon vor etwa 360–300 Mio. Jahren entsteht das Variszischen Gebirge
Das bei dieser Vereinigung der Großkontinente Laurussia und Gondwana, vor 380–290 Mio. Jahren im Karbon entstandene Gebirge, das zur Bildung des Superkontinentes Pangaea führte, wird als Variszischen Gebirge bezeichnet.
Es verläuft über große Teile Mitteleuropas, in einem Bogen vom Massif Central im Südwesten über den Harz im Nordosten bis in die Sudeten im Südosten. Die genaue Fortsetzung der Varisziden nach Südosten ist wegen der starken Überprägung durch die Auffaltung der Alpen (noch) nicht im Einzelnen geklärt.
Die Größe des damaligen Variszischen Gebirge dessen Breite in etwa von Berlin nach Wien reicht, kann man durchaus mit dem heutigen Himalaya Gebirge, dem heute größten Hochgebirge der Welt vergleichen.
Was passierte, bzw. entstand bei der Gebirgsbildung noch
Im Unterkarbon (360 Millionen bis etwa 323 Millionen Jahren) bewegen sich die beiden Kontinente aufeinander zu, bei der Kollision wird der Weltozean Palaeotethys verdrängt, ein Vorgang der für die Entstehung von Tonschiefer (Meeressediment) verantwortlich ist.
Vor rund 380 Millionen Jahren lassen bei der Kollision erzeugte Wärme, Wasser, Druck und Bewegungen auf dem Meeresboden besonders in Norddeutschland Schiefergestein entstehen, diese marinen Sedimente finden wir heute im kristallinen Gebirge.
Erst im Oberkarbon (323 Millionen bis etwa 299 Millionen Jahren) ist die Gebirgsbildung vollzogen, es finden sich jetzt wieder festländische Sedimente. Die Bewegung der Kontinente führen zu einer Erwärmung der Erdkruste, die dadurch einsetzende Dehnung und Hebung der Erdkruste lässt Extensionsklüfte sogenannte Binnenbecken (Gräben) als Trog bezeichnet entstehen. Beispiele finden sich Baden-Baden, Offenburg und Badenweiler-Lenzkirch, in diesen Becken die schon wieder durch Sedimente des Gebirges gefüllt werden, findet noch im Karbon eine Kohlebildung statt.
In diesen Trögen kam es zu Kohlebildung.
Das Karbon war die Zeit, in der auf der Erde riesige sumpfige Tropenwälder dominierten, es herrschte ein warmes und feuchtes Klima. Bärlappgewächse und Schachtelhalmen bildeten baumförmige Pflanzen die Höhen bis über 40 Meter erreichten.
Abgestorbene Bäume und anderes organisches Material sammelte sich in den Senken/Trögen des variszischen Gebirgsgürtels und verwandelte sich im Laufe der Jahrmillionen durch den Druck darüberliegender Sedimente zu Steinkohle, wie wir sie aus dem Ruhrgebiet oder dem Saarland kennen.
Steinkohleflöze gab es in geringerem Maß auch im Schwarzwald, so wurden von 1753 bis 1945 rund 500.000 Tonnen Kohle im Schwarzwald gefördert.
Das Variszischen Gebirge wird abgetragen
Das Variszischen Gebirge, das wie unsere Alpen ein Faltengebirge war, auch Karbonische Alpen genannt wird, hatte eine so wird vermutet, durchschnittliche Höhe von etwa 5 km, was in etwa dem heutigen tibetischen Hochplateau entspricht. Genau kann man es natürlich nicht mehr bestimmen, aber die Tatsache, dass an vielen Stellen Gesteine an die Erdoberfläche gelangten, die mehrere Kilometer tief in der Erdkruste (Lithosphäre) gebildet wurden, belegen diese starke Hebung.
Der Wettlauf beginnt: Hebung gegen Abtragung
Gäbe es diesen Wettlauf nicht, wären Schwarzwald und Vogesen sicher über 10000 Meter hoch. Schon in dem Moment, in dem sich ein Gebirge bildet, setzen die Kräfte der Abtragung ein. Ein Vorgang, der die Bildung eines noch höheren Gebirges verhinderte.
Aber die Orogenese geht lang und langsam vonstatten und Pangäa bewegt sich mit einigen Zentimetern pro Jahr weiter, das Klima wechselt und der Berg schrumpft unaufhörlich.
Im Perm vor etwa 300–250 Millionen Jahren
Schon im Perm als die die Kollisionsbewegung zur Ruhe gekommen war, war das variszische Hochgebirge viellerorts zur sogenannten permischen Rumpffläche erodiert und von Sedimentschichten überlagert.
Das abgetragene Gesteinsmaterial lagerte sich in ausgedehnten Becken an den Rändern der Kollisionszone ab, die meisten dieser Ablagerungen sind heute durch das Deckgebirge überdeckt. Nur an wenigen Stellen (in Trögen) tritt es zutage, die Rotliegend-Senken am Battert bei Baden-Baden sind hier für ein gutes Beispiel. Dort bedecken sie in einer mehreren hundert Meter mächtigen Schicht die Reste des varizischen Gebirges das heute das Grundgebirge bildet.
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Die Rotliegend-Ablagerungen Deutschland lag damals nur wenig nördlich des Äquators. Die Sedimente und Sedimentgesteine (Molasse) die sich im Perm in roter Farbe gebildet haben zeugen deshalb von Trockenheit und einem heißen Klima, denn nur unter solchen Bedingungen bildet sich durch feinverteilte Hämatit-Schüppchen (Roteisenstein) die rote Farbe im Gestein. Die nur wenig gerundeten Gesteinsfragmente zeigen übrigens an, dass die Sedimente nicht sehr weit transportiert wurden. |
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