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Die Trinkhalle Baden-Baden           Google Maps

Die Trinkhalle in Baden Baden die sich in direkter Nachbarschaft zum Kurhaus befindet, kann zurecht als Badens Stolz bezeichnet werden. Sie ist mit Sicherheit eine der schönsten Trinkhallen aller europäischen Kurorte.

In der Trinkhalle kommt das ca. 50° heiße Thermalwasser vom Florentinerberg, der Friedrichsquelle und der Nürtinger Heinrichsquelle für Trinkkuren zum Ausschank, in der Trinkhalle befindet sich auch die Touristik Information die den Kurgästen von Mo-Sa 10-17 Uhr, So u. Feiertage 14-17 Uhr. diesen Service bietet:

- Zimmervermittlung bei Anreise und Buchungen im Voraus
- Auskunft über Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen
- Verkauf von Stadtplänen, Wanderkarten und Souvenirs
- Tickets für alle Veranstaltungen im Baden-Badener Festspielhaus, Kurhaus und Theater
- Infos über die stadteigene Homepage von Baden-Baden

Im Café (ohne Verzehrzwang) mit Lesesaal kann der Interessierte in bequemen Fauteuils die internationalen Tageszeitungen studieren und dabei gerne seinen Kaffee oder Espresso trinken. 

Für Liebhaber alter Bäume ist die circa 200 Jahre alte und etwa vierzig Meter hohe Platane vor der Trinkhalle ein Erlebnis, der Stammdurchmesser des Baumes ist wirklich beeindruckend....

Trinkhalle Baden-BadenTrinkhalle Baden-BadenTrinkhalle Baden-Baden



 

 

Die Geschichte der Trinkhalle in Baden-Baden

Die Halle entstand auf Anregung der Badeärzte Dr. August Georg Kramer einem Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden und Dr. Anton Guggert, der Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden tätig war und dessen Behandlungsweisen viele Kurgäste nach Baden-Baden zog. Die Trinkhalle sollte den in der Stadt weilenden Gästen, die den in der zur damaligen Zeit sehr beliebten Trinkkuren nachgingen, einen Ort zum verweilen geben. Die damaligen Trinkkuren beschränkten sich aber nicht nur auf Thermalwasser, auch Molke von Ziegen, Kuh oder Stutenmilch wurde bei den Trinkkuren eingenommen.

Erbaut wurde die Trinkhalle 1839-43 vom Karlsruher Oberbaudirektor Friedrich Hübsch, einem Schüler des berühmten Friedrich Weinbrenner unter der Verwendung von Sandstein, Marmor, Backstein und Terrakotta. Die Trinkhalle ist im romanischem Stil erbaut, die nach Osten offene Halle ist ca. 90 Meter lang, die Giebel werden von 16 korinthischen Säulen getragen. Vom Bildhauer Franz Xaver Reich wurde nach einem Entwurf von Christian Lotsch das Dreicks-Giebelfeld mit kunstvollen Reliefs verziert, es stellt die Heilung Kranker durch die Quellnymphe dar.

Das Giebelfeld über den Eingangstüren ist mit einem Freskogemälde von Gleichauf geschmückt, das die Wirkung der Thermen darstellt. An der Wandelhalle kann der Besucher 14 Wandbilder des Malers Jakob Götzenberger (1800-66) betrachten, die Motive aus der Badischen Sagenwelt zeigen. Die "künstlerisch Anspruchsvollen" Motive sollten auf Wunsch von Großherzog Leopold als heitere Sagen dargestellt werden, die "heitere Geschichten von allgemeinen Interesse" darstellen und den Kurgast so beim "wandeln" unterhalten sollen.

Die Sagen der Trinkhalle

Diese sind wie folgt verwirklicht worden:

Kloster zu Lichtenthal:
Nonnen und Einwohner suchen in der Kirche Schutz vor dem Feind und beten vor einem Marienbild um Rettung.

Altes Schloss Hohenbaden:
Auf dem Turm des alten Schlosses Hohenbaden erscheint der Markgräfin Katharina die Jungfrau Maria und verheißt ihr Erlösung von der Pest, wenn sie ihre Kinder dem Dienste der Kirche weihen würde.

Wasserfall zu Allerheiligen:
Ein Rabe beim Wasserfall zu Allerheiligen entwendet den Ring eines Zigeunermädchens, wodurch großes Unglück über dasselbe hereinbricht.

Schloss Windeck:
Die Zauberhenne einer Hexe gräbt während der Nacht einen tiefen Graben um das Schloss und beschützt die Bewohner so vor den Straßburgern, die ihren Bischof befreien wollen.

Felsen:
Wie in Schillers "Alpenjäger" sucht eine Fee, hier die Fee des Battert, ihr weißes Reh vor dem Geschoss eines Jägers zu schützen.


Gast- und Badehaus zum Badreit:
Badreit ist das älteste Gasthaus der Stadt Baden-Baden, ein Pfalzgraf der hier zur Kur weilte, wurde so schnell von seinem Leiden befreit, dass er, zum größten Erstaunen seines Wirts, bald reiten konnte.

Geisterhochzeit zu Lauf:
Ein junger Ritter vermählt sich mit einem Gespenst, das in der Gestalt eines Burgfräuleins sein Unwesen treibt. Bei der Morgendämmerung verschwinden die Geister und der Ritter findet sich beim Erwachen in einer verlassenen Ruine wieder.

Der Fremersberg:
Markgraf Jakob von Baden hat sich auf der Jagd auf dem Fremersberg verirrt, er wird von Eremiten gefunden und baut aus Dankbarkeit den Franziskanern ein Kloster.

Alt-Eberstein:
Belagerung des Schlosses Alt-Eberstein durch Kaiser Otto.


Neu-Eberstein:
Graf Eberstein springt in die Murg, um sich vor den Württembergern zu retten.


Engels- und Teufelskapsel:
Engel und Teufel erscheinen auf dem Felsenkamm des Gebirges, welches das Oos- und Murgtal von einander trennt. Sie versuchen die vorbeigehenden anzulocken, der Engel (das Christentum) besiegt den Teufel (das Heidentum).

Wildsee:
Die Wassernixen locken einen Schäfer trotz Warnungen in den See.

Mummelsee:
Der Mummelsee mit nächtlichem Reigen der Nixen, die bei Tagesanbruch vom Geist des Wasserreiches in die Tiefe zurück gerufen werden.

Burkhard Keller:
Burkhard Keller von der Yburg wird der Sage nach von der "weißen Frau" betört. Die Frau soll noch heute an dem Kreuzwege bei Kellers Bild erscheinen.

Die Künstler Moritz von Schwind und dem Mannheimer Galeriedirektor Jakob Götzenberger legten Entwürfe vor, Götzenbergers Entwurf lag mit 8000 Gulden nur bei einem geringen Betrag des Mitbewerbers der 32000 Gulden verlangte. Und so wurde sein Entwurf übernommen, nur ist dieser weder Anspruchsvoll noch heiter geworden, was heute noch von manchem Badener bedauert wird.

Büste von Kaiser Wilhelm I.

Vor der Trinkhalle steht eine Büste von Kaiser Wilhelm I., der mit seiner Gattin Kaiserin Augusta über 40 Jahre regel-mäßiger Gast in Baden-Baden war. Bildhauer Joseph von Kopf fertigte sie aus einem Marmorblock, der, so konnten wir in einem alten Band der "Braumüllers Badebibliothek" lesen, vor 2000 Jahren dem Kaiser Augustus von der Insel Paros gesandt wurde. Der berühmte Künstler machte der Stadt dieses Denkmal zum Geschenk. Die Stadt baute ihm aus Dankbarkeit ein Atelier in der Werderstraße 2, unter der Bedingung, dass er die Sommermonate in Baden verbringen und an gewissen Tagen dem Publikum den Zutritt zu seinem Atelier gestatten sollte.

Kaiser Wilhelm I. stand Kopf selbst Modell und soll bei einem Besuch im Atelier seinen Bart zur Seite gestrichen haben und Kopf dabei noch Spuren der Verletzung, die ihm beim Attentat in Baden-Baden vom Studenten Oskar Becker 1861 in der Lichtentaler Allee verursacht und geblieben sind gezeigt haben. Allerdings mit der Aussage "Die dürfen Sie aber bei der Büste nicht machen".

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