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Westweg Portal Murgtaltor beim Bahnhof ForbachDie Westweg Etappe 3 - Forbach – Unterstmatt

Kurzbeschreibung:

Kaum dass wir unser Ziel der 2. Etappe mit deren langem und steilen Abstieg beim Murgtaltor vor dem Bahnhof Forbach erreicht haben und wir hier unsere 3. Westweg Etappe beginnen erwarten uns nach dem Passieren der Historischen Holzbrücke in Forbach mehrere mühsame Anstiege auf naturbelassenen knorpeligen Pfaden. Doch die Mühen werden uns durch grandiose Panoramablicke auf den beiden ersten über- 1000er von zehn Gipfeln, der Badener Höhe und dem Hochkopf belohnt. Der Westweg führt vorbei am etwas versteckt gelegenen Herrenwieser See, eine traumhafte Idylle in unberührter Natur, bevor wir nach einem steilen Anstieg über den Zweiseenblick und dem Bussemer Stein die Badener Höhe erreichen. Von der Badener Höhe aus bringt uns der Westweg einige Höhenmeter abwärts auf bequemem Forstweg über den Sand zur Hundseck. Ein weiteres Highlight der 3. Etappe ist die Grindenhochfläche Hochkopf zwischen Hundseck und Unterstmatt, zum Ziel der 3. Etappe auf der Unterstmatt.

 

Ausgangspunkt/Ziel:
Forbach Wanderportal mit Pforte beim Bahnhof – Untersmatt , 19,5 km, ca. 6.00 bi 7.00 Stunden

Streckenverlauf:
Waldwege und Pfade, teils steinig und wurzelig und steil, ebenso Forstwege und Bohlenstege

Anfahrt:
Mit dem Zug, Bus oder Auto von Karlsruhe oder Freudenstadt zum Bahnhof Forbach

Die wichtigsten Standorte:
- Murgtaltor beim Bahnhof Forbach
- Historischen Holzbrücke in Forbach
- Maria-Hilf-Kapelle
- Wegscheidhütte
- Schwarzenbachtalsperre
- Herrenwieser See
- Zweiseenblick
- Bussemer Gedenkstein
- Badener Höhe
- Naturfreundehaus Badener Höhe
- Sandkreuzung Schwarzwaldhochstraße
- Hundseck Schwarzwaldhochstraße
- Grindenhochfläche Hochkopf
- Unterstmatt

Einkehrmöglichkeit:
Naturfreundehaus Badener Höhe

Übernachtung:
Wegscheidhütte, Naturfreundehaus Badener Höhe

Mögliche Abstecher:
evtl. Gertelbachwasserfälle, vom Sand aus erreichbar


Wegbeschreibung Westweg Etappe 3

Beginn der Westweg Etappe 3 ist am Murgtaltor Forbach, welches am Ortsende von Forbach-Gausbach oder 200 Meter vom nördlichen Ende des Bahnhofs liegt. Zurück geht es der roten Raute folgend am Bahnhof Forbach vorbei, genießen natürlich den tollen Blick auf und über die Murg auf die Altstadt von Forbach. Wenige Meter später erreicht man das erste Highlight der Tour die Historische Holzbrücke Forbach. 

Historische Holzbrücke ForbachHistorische Holzbrücke Forbach

Die Historische Holzbrücke Forbach ist was die Bauart betrifft einzigartig in Europa, vor über 200 Jahren wurde diese überdachte Holzbrücke ohne Mittelpfeiler erbaut. Diese Brücke bestand fast 200 Jahre und wurde im Jahr 1954 / 55 nach den alten Plänen neu aufgebaut. Die einzigartige Holzbrücke prägt somit seit über 200 Jahren das Forbacher Ortsbild. Ein Blick vom Ufer der Murg hinauf in den Brückenbogen vermittelt einen Eindruck über die hohe Zimmermannskunst der damaligen Zeit. Diese überqueren und geradeaus durch die Altstadt, die Bundesstraße überquerend. Beim Mosesbrunnen nach links in die Klammstraße, die ist gepflastert mit Kopfsteinen, und am Ende dieses Kopfsteinpflasters  in die Marienstraße abbiegen  bis hoch zur Maria-Hilf-Kapelle.

Maria-Hilf-Kapelle ForbachMaria-Hilf-Kapelle

Die Maria-Hilf-Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert, sie ist um 1835 durch den neogotischen Saalbau mit Säulenvorhalle ergänzt wurde. Im Inneren der Maria-Hilf-Kapelle stehen drei neogotische Schnitzaltäre, der Hauptaltar im Chor zeigt eine Muttergottes mit Kind, darunter die Heiligen Johannes Nepomuk, Antonius, Wendelin und Josef. Über die Entstehung der Maria-Hilf-Kapelle in Forbach gibt es verschiedene Sagen. Neben der Kapelle gibt es einen kleinen  Park, hier sind einige Sitzbänke auch auf Hanglage und wer noch etwas Zeit hat oder sich vom steilen Anstieg erholen möchte sollte hier kurz die schöne Aussicht geniesen.…

Der Weg  führt rechts auf einem geschotterten Weg bergauf, an der kommenden Verzweigung im Wald rechts gehen, durch das Frankbachtal am Waldrand aufwärts gehend. Im Wald führt ein naturbelassener Pfand in Serpentinen aufwärts, mal ein Forstweg muss überquert werden mal  an einer Gabelung  muss man sich nach links halten,  immer schön der roten Raute folgend, bis man nach etwa 450 überwundenen Höhenmetern die Wegscheid (Rastplatz mit Hütte) erreicht.

Wegscheidhütte

Wegscheidhütte

Vor der Wegscheidhütte  gibt es eine Feuerstelle, sowie mehrere Tische und Bänke. Auch in der Hütte sind Tisch und Bank. Über eine Leiter kommt man hinauf zu einem Podest direkt unter dem Dach, es dient aber lediglich als Schlafpodest für 2 bis maximal drei Wanderer. Etwa 500 Meter weiter entlang des Westweges gibt es den 1997 erbauten Sankt Johannes Brunnen.

Auf dem Forstweg direkt hinter der Hütte den zweiten Weg links nehmen und bei der gleich kommenden Gabelung den Forstweg links, Beim Johannesbrunnen treten wir geradeaus aus dem Wald hinaus und erreichen unten die Wegkreuzung am „Ufer des Schwarzenbachstausees“.  Hier rechts halten und an der nächsten Gabelung wieder den rechten Weg wählen, stets entlang am Ufer.

SchwarzenbachtalsperreSchwarzenbachtalsperre

In den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts galt die Schwarzenbachtalsperre als eine Innovation der Baukunst. Sie war die erste ihrer Art aus Gussbeton. Die bereits zu Zeiten des Ersten Weltkriegs entstandene Murgtalsperre sowie das Niederdruckwerk reichten zur Versorgung der badischen Bevölkerung nicht mehr aus. Die günstige Lage des Schwarzbachtals ausnutzend, wurde hier in vier Jahren zwischen 1922 und 1926 die große Talsperre errichtet, deren Natursteinverblendung - es handelt sich um den sogenannten Forbacher Granit - die Kälte des Betons mildert und ein harmonischeres Bild der Talsperre hervorruft.

Am Standort  „Seebach…?“ nach rechts abbiegen und das Seebachtal hinauf links vom Seebach entlang beim Seebachhof vorbei wandern, ungefähr 1,4 km . In einer Rechtskurve biegt ein steiniger Weg nach links ab  der am Herrenwieser See endet.

Herrenwieser See

Herrenwieser See

Den Herrenwieser See sollte man sich unbedingt gönnen. Es lohnt hier ein wenig Zeit zu verbringen, der Herrenwieser See mit einer Grundfläche von etwa 1,8 ha, auf welchem im Sommer gelbe Teichrosen erblühen, etwas versteckt hinter einem Saum von Bäumen. Er zählt zu einem von sieben Karseen im Nordschwarzwald.

Zweiseenblick

Folgt man am Herrenwieser See der Markung des Westwegs mit der roten Raute weiter führt uns ein felsiger steiler Steig in engen Serpteninen nach oben zum Zweiseenblick auf 940 m üNN. Hier gibt der Wald eine einzigartige Sicht auf den Herrenwieser See unterhalb dieser Felsenkanzel frei und ermöglicht zugleich die Aussicht auf den entfernt liegenden Schwarzenbachstausee.

Bussemer GedenksteinBussemer Gedenkstein

Der Pfad wird nun zunehmend flacher und weniger steinig bis der Bussemer Gedenkstein erreicht ist. Der Stein ist sehr leicht zu übersehen, er liegt etwas versteckt hinter einem großen Rhododendron. Der Bussemer Denkstein erinnert an einen der beiden Gründer des Westwegs, den Baden-Badener Philipp Bussemer. Von hier geht es jetzt erst mal etwas bergab, der Weg wird immer breiter, zuletzt nochmals steinig, über das Gipfelplateau bis wieder hinauf zur Badener Höhe.

Badener Höhe

Badener Höhe

Die Badener Höhe mit 1002,5 m ü. NN ist der höchste Punkt auf der Gemarkung Baden-Baden, Der Friedrichsturm auf der Badener Höhe benannt nach Großherzog Friedrich I. von Baden ist identisch mit dem Hohlohturm oder Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Kaltenbronn. Vom Friedrichsturm gibt es einen Blick weit über den Nordschwarzwald. Um eine atemberaubende Aussicht genießen zu können, muss man den Friedrichsturm mit seinen 145 Stufen und weitere 23 Stufen zur im Jahr 1930 ergänzten eisernen Kuppel besteigen. Hierfür wird man dann aber belohnt und kann weit über den Nordschwarzwald blicken, z.B. auf Herrenwies, den Herrenwieser See, den Mehliskopf ganz in der Nähe und die Hornisgrinde. Wenn es die Wetterlage zulässt sieht man bis über die Rheinebene hinweg zu den Vogesen und bei einem Blick nach Norden den Gebirgszug der Haardt am Ostrand des Pfälzerwaldes.

Auf einem breiten Forstweg geht es  1,4 km abwärts bis zum Herrenwieser Sattel, links abbiegend und nach der Schranke schräg rechts in einen Pfad der nach etwa 150 m wieder auf den Forstweg stößt und uns zum Naturfreundehaus Badener Höhe führt

Naturfreundehaus Badener Höhe

Eingeweiht wurde das Naturfreundehaus 1924 als Nachfolgehaus des ersten Naturfreundehauses in Baden (Schwarzenbachhaus 1912), welches in den Fluten der Schwarzenbachtalsperre versank. Das Naturfreundehaus ist ganzjährig außer Montags geöffnet und hat 52 Schlafplätze, es gibt Vesper, Kaffee und Kuchen, durchgehend warmes Essen.

Sandkreuzung

Weiter geht es und nach etwa 1,8 km erreichen wir Sand, eine Kreuzung direkt an der Schwarzwaldhochstraße. An der Sandkreuzung überqueren wir die Straße und folgen dem Wegweiser mit der roten Raute in Richtung Hundseck. Leider verläuft der Weg parallel nicht weit der stark von Autos und Motorrädern befahrenen Schwarzwaldhochstraße.

Hundseck

Bereits im Jahr 1818 wurde im Grundbuch der Bühler Gemeinde Ottersweier eine einfache mit strohbedeckte Schwarzwaldhütte ohne Kamin mit der Berechtigung zu einer Buschwirtschaft auf der Gemarkung Hundseck, das eigentlich Riesenkopf oder großer Vorsprung bedeutet, eingetragen. Wahrscheinlich war das Kurhaus Hundseck somit der älteste bekannte Wirtschaftsbetrieb im Bühler Höhengebiet.
Bis 1982 geht wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Betrieb des Höhenhotel Hundseck, danach beginnt leider der schleichende Untergang des Hotels, auch wenn verschiedener Interessenten hier großartiges verwirklichen wollten. Das Hotelgebäude stand zwar unter Denkmalschutz, als „historisch begründeter Identifikationspunkt an der Schwarzwaldhochstraße“ die letzten Käufer haben das Hotel aber derart verkommen lassen, das es im Jahr 2013/2014 abgerissen wurde.

An der Hundseck muss die Straße nach Hundsbach überquert werden und rechts ist in den Forstweg am ehemaligen Kurhaus Hundseck in Richtung Skilift zu wandern. Hinter dem Skilift führt der Westweg schräg rechts den Forstweg hoch, an dessen Ende sich ein Wendeplatz befindet. Hier  gehen wir nach rechts den Pfad aufwärts und dann nach links in einen breiteren Waldweg. Aus dem Wald kommend in einer Rechtskurve geradeaus  aufwärts und oben  (Standort Riesenköpfle  ) auf dem Forstweg geradeaus bis zur Infotafel „ Schonwald Pfrimmerskopf“.

Grindenflächen Schonwald HochkopfGrindenflächen Schonwald Hochkopf

Die Grindenflächen Schonwald Hochkopf sind das Highlight dieser dritten Etappe des Westwegs, ein schmaler Weg führt durch den Schonwald, das Verlassen des Wege ist hier nicht gestattet. Das Waldschutzgebiet mit einer Gesamtgröße von 156 ha gehört zur Stadt Bühl und der Gemeine Ottersweier. Die Grinden entstanden im Mittelalter durch "Weidbrennen", dabei wurde der vorhandene Bewuchs verbrannt um so Weideflächen für das Vieh zu schaffen. Auch heute wird die Grindenfläche durch Schafe und Ziegen die aufkommenden Baumbewuchs verhindern in dieser Form erhalten, dadurch bleibt diese für den Schwarzwald seltene und vielfältige Pflanzen wie Heidekraut, Pfeifengras und Wollgräser erhalten. Auch die Tierwelt hier ist besonders das Auerhuhn zu benennen gehört zu den seltenen vielleicht wohl aussterbenden Arten im Schwarzwald. Von der Grindenflächet bietet sich eine interessante Aussicht auf die nahe Hornisgrinde sowie eine Fernsicht bis zu den Vogesen. Am Gipfel Standort auf dem Hochkopf gibt es eine Sitzbankgruppe die zum Verweilen einlädt. Der Weg vom Gipfel hinab führt über einen mit Granitplatten gefertigten Pfad, mit etwas Glück weiden hier auf den Grindeflächen Schafe.
Auf den Pfaden hinab zur Unterstmatt müssen zwei Forstweg überquert werden. Das Ende der Etappe 3 ist auf der Passhöhe Unterstmatt erreicht.

Weiter gehts, wenn sie jetzt mehr Bilder der Westweg Etappe 3 sehen möchten. Alle Etappen des Westweg ansehen!

Informationen zum Urheberecht

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