Auf Schwarzwaldhöhen verläuft der Premiumwanderweg Renchtalsteig Etappe IV von der Alexanderschanze an der Renchquelle vorbei hinab zur Renchtalhütte. Zum neuen Buchkopfturm und der Zuflucht steigt der Weg wieder an um dann zum Schliffkopf mit weiten Blicken über das Renchtal zu leiten.
Auf Forstwegen und Pfaden fällt der Wanderweg bis zur Klosterruine Allerheiligen stark ab um dann zur Engelskanzel, einem Aussichtsfelsen über den Allerheiligen Wasserfelsen, nochmals anzusteigen. Entspannt klingt die Wanderung auf 1,4 km zum Standort Wasserfall-Parkplatz aus.
Länge der Strecke: 23,6 km
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
Charakter: Waldwege, Naturpfade, wurzelige Fußpfade
Dauer der Wanderung: ca. 7 -8 Stunden Gehzeit ohne Pausen
Sehenswertes: Renchtalhütte, Buchkopfturm, Gleitschirmflieger-Startplatz, Schliffkopf, Klosterruine Allerheiligen, Allerheiligen-Wasserfälle
Start: Wanderportal Renchtalsteig bei der Alexanderschanze
Ziel: Parkplatz Wasserfälle
Anfahrt/Rückfahrt:
Es empfiehlt sich, einen PKW am Etappenende zu stellen und entweder mit dem Bus (Naturerlebnis-Linie 7125 zum Ruhestein und F2 zur Alexanderschanze) bzw. einem zweiten PKW zum Etappenstart zu fahren. Leider ist die Busverbindung sehr ausgedünnt und deshalb nicht gewährleistet, dass man den letzten Bus, der bereits recht früh fährt, schafft.
Fahrpläne:
http://www.ortenaulinie.de/,Lde/Startseite/Fahrplan/schwarzwaldhochstra%C3%9Fe.html
http://www.vgf-info.de/fahrplan-und-fahrscheinauskunftauskunft/fahrplaene-gueltig-ab-11122016/
Die Etappe lässt sich problemlos aufteilen:
Teilstrecke 1:
Ausgangspunkt Alexanderschanze
Mit PKW oder Buslinie F2 ab Mummelsee zu erreichen
Zielpunkt Zuflucht
Mit Buslinie F2 zur Alexanderschanze zurückfahren bzw. zum Mummelsee
Teilstrecke 2:
Ausgangspunkt Zuflucht
PKW an Parkplatz Wasserfälle abstellen und mit dem Bus Naturerlebnis-Linie 7125 zum Ruhestein, umsteigen und mit Buslinie F2 zur Zuflucht
Zielpunkt Parkplatz Wasserfälle
Standorte:
Alexanderschanze 968 m üNN
Oberer Leitweg 900 m üNN
Trogloch 835 m üNN
Schönegrund 865 m üNN
Mittlerer Brandweg 778 m üNN
Renchtalhütte 752 m üNN
Geisenhark 756 m üNN
Brandkopf 858 m üNN
Buchkopfturm 910 m üNN
Kohlgrube 907 m üNN
Rossbühl 943 m üNN
Zuflucht 954 m üNN
Schwarze Lache 910 m üNN
Lotharpfad 930 m üNN
Haferrüttenrank 857 m üNN
Schwabenrank 877 m üNN
Steinmäuerle Infotafel 997 m üNN
Steinmäuerle 1000 m üNN
Schliffkopf 1055 m üNN
Am Tausendmeterweg 1006 m üNN
Jakobshütte 1006 m üNN
Allerheiligen Kloster Ruine 637 m üNN
Allerheiligen Klosterhof 630 m üNN
Wasserfälle Parkplatz 518 m üNN
Wegbeschreibung Renchtalsteig Etappe IV:
Die 4. Etappe des Renchtalsteigs beginnt am südlichen Ende des Parkplatzes beim Standort Alexnderschanze. Beim Dreifürstenstein die Straße querend halten wir uns etwas links. Vor der Infotafel rechts in den Waldweg einbiegend, erblicken wir nach der ersten Kurve in der Ferne die Zuflucht.
Leicht abwärts auf bequemem Waldweg gelangen wir auf dem Oberen Leitweg zum Trogloch und der Renchquelle. Die noch jungen niederen Bäume ermöglichen uns den Blick auf die umliegenden Renchtalberghänge und Seitentäler. Nach mehreren Standortschildern erreichen wir den Mittleren Brandweg. Nun verläuft auf dem Wegabschnitt bis zur Renchtalhütte der Genießerpfad und Premiumwanderweg Wiesensteig parallel.
Renchtalhütte
Die Renchtalhütte war einst eine Bergstation und Clubheim der Ski- und Wandervereine des Renchtals, heute gehört sie dem Schwarzwälder Hotelier Meinrad Schmiederer. Ein verheerender Brand verwüstete die Renchtalhütte, mit großem Aufwand wurde sie wieder neu errichtet.
Original Schwarzwälder Spezialitäten bietet die Renchtalhütte an, ein faszinierender Weitblick von der Panoramaterrasse ins Tal und zu den gegenüberliegenden Schwarzwaldhöhen machen dies zu einem vollendeten Genuss.
An der Wegspinne bei der Renchtalhütte begeben wir uns auf die Brandstraße. Nach wenigen Metern zweigt der Wanderweg nach links ab, steigt stetig an. Schon bald erblicken den Buchkopfturm auf dem Buchkopf. Ein Drachenflieger zieht über dem Buchkopfturm am Himmel seine Kreise. Er ist sicher bei dem in der Nähe gelegenen Gleitschirmflieger Startplatz gestartet.
Der Renchtalsteig zweigt in einer Rechtskurve auf einen unbefestigten Naturpfad ab. Einen Unterstand am Wegrand gibt uns Gelegenheit einen Blick ins Renchtal und die Renchtalhöhen zu werfen. Vom Köpfleweg zweigt der Renchtalsteig ab auf den Hubert-Fischer-Steg, einem steilen Pfad bergauf zum Buchkopfturm, der sich kurz darauf vor uns erhebt.
Buchkopfturm
Unweit des Gleitschirmflieger-Startplatzes Oppenau erhebt sich auf dem Buchkopf der 28 Meter hohe Buchkopfturm. Aus Weißtannenholz in sechseckiger Bauweise errichtet, bietet er auf der obersten Plattform eine Aussicht bis zu den Vogesen. Bereits beim Hochsteigen auf den 140 Stufen, kann man seinen Blick rundum schweifen lassen. Die Eröffnungsfeier des Aussichtsturms im Schwarzwald fand am 14. Mai 2015 statt.
Wohlfühlliegen und eine Tischgruppe erwarten uns. Eine atemberaubende Rundumsicht vom Turm mit jedem Stockwerk schöner, und oben vom Turm in der luftigen Höhe eine rundum begeisternde weite Aussicht. Und nicht zu vergessen, das Liebesbänkle zwischen zwei Stockwerken.
Dem Renchtalsteig Wegweiser folgend erreichen wir die Gabelung Buchkopfweg. In Richtung Kohlgrube und Rossbühl gelangen wir zu einem Fichtenwäldchen. Feuchte kühle Luft umgibt uns auf dem Pfad zum Gleitschirmflieger Startplatz.
Am Startplatz der Gleitschirmflieger ist die Aussicht auf den Schwarzwald natürlich ebenfalls überwältigend. Nicht nur ins Renchtal, auch bis zum Schliffkopf und zur Hornisgrinde haben wir freie Sicht. Auf einem weichen Waldpfad leitet der Renchtalsteig uns weiter. Der Lärm der Autos, der von der befahrenen Oppenauer Steige herrührt, dringt immer stärker werdend an unsere Ohren. Schließlich verläuft der Fußpfad parallel zur Autostraße, neben einer ehemaligen Schanzenanlage.
Beim Parkplatz Skilift Zuflucht/Buchkopfturm Oppenau erkennen wir noch den alten Grenzverlauf zwischen Baden und Württemberg.
Nur noch wenige Meter bis zur Zuflucht, dann verläuft der Wanderweg des Renchtalsteig wieder parallel mit dem Westweg. An der Röschenschanze vorbei, man erblickt den Ski-Hang-Zuflucht, nun auf steinigem Pfad durch den Wald abwärts bis zum Wanderparkplatz an der Schwarzen Lache.
Röschenschanze
Ganz nah der Zuflucht liegt die Röschenschanze. Sie ist eine von vielen Militärischen Schutzwehren, die seit dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) angelegt wurden. Es wurden überwiegend die Truppen des französischen Nachbarn damit abgewehrt.
Wollgras, Heidekraut und Feuerblume fühlen sich hier heimisch. Auch der seltene Schweizer Löwenzahn hat sich hier angesiedelt. Man erkennt ihn an den zwei bis vier Schuppenblättern an dem nach oben hin verdickten Stängel. Der Schweizer Löwenzahn wird zwischen 10 bis 30 cm hoch, er verzweigt sich nicht und ist einköpfig mit einer goldgelben Krone. Meistens sind die Köpfchen vor dem Blühen nickend. Im Vergleich zu den Grundblättern ist der Stängel auch viel länger.
Am Standort Schwarze Lache halten wir uns links. Mit dem Panoramarundweg wandern wir auf dem sanft ansteigenden Forstweg etwa 600 Meter durch den Wald. Zurückblickend werfen wir nochmals einen Blick auf den Buchkopfturm. Vorausschauend erkennen wir das Schliffkopf Hotel und auf der gegenüberliegenden Bergseite den Eckenfelsen.
Eckenfelsen
Am Rande des Schwarzwaldes oberhalb von Oppenau liegt der Eckenfelsen im Lierbachtal. Aus 300 Millionen Jahren altem Vulkangestein besteht das Felsmassiv und mit einem unvergessenen Blick auf Natur. Der Eckenfelsen ist beliebtes Klettergebiet mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Zum Schutz der empfindlichen Flora und Fauna, ist das Klettern gemäß der Schutzgebietsverordnung zeitlich und flächenmäßig beschränkt. Erlaubt ist das Klettern vom 1. Juli bis zum 15. Januar des folgenden Jahres.
Eine Hinweistafel benennt die in der Ferne liegenden Gebirgszüge, darunter auch den Mooskopf mit den darauf vom Schwarzwaldverein erbauten Mooskopfturm. Am Mooskopfturm verläuft übrigens die Renchtalsteig Etappe I vorbei.
Auf breitem Forstweg in weiten Bögen und ständigem Blick in Richtung Westen über das Rheintal bis zu den Vorgesen, erreichen wir den hinteren Ausgang am Lotharpfad.

Lotharpfad
Der Lotharpfad ist eine unberührte Sturmwurffläche des Orkantiefs Lothar vom 26. Dezember 1999. Das Areal ist sich selbst überlassen, Tier- und Pflanzenwelt kann sich frei entwickeln. Der Lotharpfad liegt an der Schwarzwaldhochstraße, zwischen dem Schliffkopf und der Abzweigung „Zuflucht – Oppenau“.
Ab jetzt verläuft auch die Seensteig Etappe 2 parallel mit unserer Renchtalsteig Wanderung.
Abwärts zum Haferrütterank und dann immer leicht ansteigend zur Schliffkopf Steinmäuerle Infotafel.
Hier nehmen wir wahr, dass der Murgtalwanderweg mit 5 Tagesetappen hier seinen Startpunkt hat, während die 5. Etappe der Murgleiter am Schliffkopfplateau endet.
Vom höchsten Punkt am Schliffkopf führt uns ein steiniger Pfad etwa 250 Meter abwärts zum Tausendmeterweg. Bei der Jakobshütte wenden wir uns nach links in den Fuchsbühlweg. Mit jedem Schritt verlieren wir auf dem abwärts führenden Wanderweg auf Forstwegen und schmalen Pfaden an Höhenmetern. Bald darauf dringt Motorenlärm an unsere Ohren, nach Überqueren der Straße erblicken wir am Wegrand eine zum Baum des Jahres 2004 gekürte Weißtanne.
Vor uns in der Talsenke erhebt sich die Klosterruine Allerheiligen in unser Blickfeld. Im Klosterhof wenden wir uns nach rechts auf den Sagenrundweg, der sich aufwärts windet und an der Engelskanzel einen Blick in die Tiefe Schlucht der Allerheiligen Wasserfälle und den emporragenden Felswänden werfen lässt.
Allerheiligen Wasserfälle und Klosterruine
Die Allerheiligen Wasserfälle stürzen 83 Meter tief über sieben Kaskaden in die Tiefe ins Lierbachtal. Der komplette Fall beträgt gut 100 Meter. Sie sind die größten natürlichen Wasserfälle im Nordschwarzwald und liegen auf der Gemarkung Oppenau. Über mehrere Brücken und Treppen wurden die Allerheiligen Wasserfälle begehbar gemacht.
Oberhalb der Allerheiligen Wasserfälle im Lierbachtal liegt die frühgotische Klosterruine Allerheiligen aus Buntsandstein. Teile des Langhauses und der Vorhalle sowie Reste der Sakrestei und Kreuzgangs sind erhalten geblieben. Im einstigen Gesindehaus unterhalb der Klosterruine ist ein Informationszentrum eingerichtet.
Auf den Wasserfälle-Weg biegen wir scharf links ein und legen die letzten 1,4 km auf dem Wanderweg bis zum Wasserfälle Parkplatz, dem Etappenende, entspannt zurück.
Renchtalsteig Etappe II
Die Renchtalsteig Etappe II lässt den Wanderer die ersten 3,5 km schon ins Schwitzen kommen. Stetig steigt der Premiumwanderweg an bis der Ibacher Holzplatz nach etwa 1,5 Stunden erreicht wird. Doch hoch über den Orten Oppenau, Harmersbach und Bad Peterstal erfreut sich der Wanderer über die schönen Aussichtspunkte ins Renchtal. Der höchste Punkt der Wanderung ist an der Hermersberger Hütte. Danach geht es nur noch abwärts durch Wald und Wiesen zum Etappenziel beim Kurhaus Bad Peterstal.
Länge der Strecke: 16,5 km
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
Charakter: Feld- und Wiesenwege, Waldwege, Naturpfade, schmale Fußpfade
Dauer der Wanderung: ca. 5,5 - 6 Stunden Gehzeit
Sehenswertes: Urselstein, Aussichtspunkte ins Renchtal
Start: Hugenhöfe Oppenau
Ziel: Bad Peterstal Kurhaus
Anfahrt/Rückfahrt:
Variante 1: mit dem PKW zum Etappenende nach Bad Peterstal, oberhalb dem Kurgarten befinden sich Parkplätze. Dann zu Fuß zum Bahnhof und mit der Bahn nach Oppenau.
Variante 2: mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Oppenau und von Bad Peterstal wieder zurück.
Die erste Variante ist flexibler, da man für die Heimfahrt nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.
Standorte:
Hugenhöfe 291 m üNN
Bühlhöfe Vorderbühl 312 m üNN
Am Wald 485 m üNN
Brujosefnebel 559 m üNN
Ibacher Holzplatz 745 m üNN
Kesslersries 723 m üNN
Schäfersfeld-Pass 752 m üNN
Parallelweg 772 m üNN
Löcherbergwasen 648 m üNN
Täfele 710 m üNN
Hermersberger Hütte 815 m üNN
Saale Brunnenweg 804 m üNN
Dornenweg 677 m üNN
Bühlbauerneck 620 m üNN
Zefersgrund 457 m üNN
Bad Peterstaler Kurhausbrück 400 m üNN
Wegbeschreibung:
Bis zum Etappenstart des Renchtalsteigs II sind es von der Beschilderung des Schwarzwaldvereins am Bahnhof Oppenau bis zu den Hugenhöfe 600 m.
An den Hugenhöfe folgen wir der Beschilderung nach links auf einen Feldweg durch Wiesen, überqueren auf einem schmalen Pfad einen Bach. Der Pfad endet an einem Asphaltweg. Nach rechts etwas ansteigend erreichen wir beim Standort Bühlhöfe Vorderbühl eine Sonnenliege. Auf einem Feldweg bergan weist der Renchtalsteig in den Feldweg links, umsäumt von Laubbäumen und Streuobstwiesen durchquerend. Der fast ebene Wiesenweg passiert ein Steinkreuz mit Ruhebänken und taucht in ein Fichtenwäldchen, dann geht in einen Hohlweg über. Stetig schweißtreibend bergansteigend wird über den Standort Am Wald und Brujosenebel der Ibacher Holzplatz erreicht.
Hier oben auf 745 m üNN am Gleitschirmfliegerplatz Oppenau erhält man freie Sicht über die Renchtalberge und ins Tal nach Oppenau. Bestens zu genießen auf der positionierten Sonnenliege.
Oppenau im Renchtal Startplätze für Gleitschirmflieger
Gleich vier Startpunkte bietet Oppenau im Renchtal für Gleitschirmflieger an:
NO-Startplatz – Ibacher Holzplatz
OST-Startplatz – Schäfersfeld
SÜD – Startplatz - Sandkopf
West-Startplatz – Rossbühl
Das bedeutet, dass eigentlich an irgendeinem der vier Startplätze immer geflogen werden kann.
Auf dem fast ebenen Höhenweg liegt in knapp 800 Metern Entfernung der Drachen- und Gleitschirm- Startplatz Oppenau Ost Schäfersfeld. Von einer Aussichtsbank blicken wir ins Tal und können den Start der Gleitschirmflieger beobachten. Nebenan die Hütte mit dem Rastplatz lädt zu einer gemütlichen Vesper ein.
Am Schäfersfeld-Pass überqueren wir die Fahrstraße nach Nordrach. Auf dem Eckenlochweg wandern wir Wald einwärts und biegen nach 200 Meter am Standort Parallelweg nach links ab zum 1,7 km entfernten Löcherbergwasen.
Löcherbergwasen
Der Löcherbergwasen ist eine Passhöhe und liegt zwischen Löcherberg im Renchtal und Zell am Harmersbach im Schwarzwald auf 656 m üNN. Es gibt einen Wanderparkplatz mit Kiosk sowie einen Trinkwasserbrunnen. Die Wanderroute des Schwarzwald Querweg Gengenbach-Schapbach Alpirsbach überquert die Straße am Löcherbergwasen.
Der Renchtalsteig Etappe II wechselt jetzt die Talseite. Wir bewegen uns etwa 2,5 km auf der Gemarkung Oberharmersbach. Immer wieder gibt der Wald schöne Ausblicke ins Harmersbach- und Kinzigtal frei. Wir biegen in den Täfeleweg ab und passieren den Eugen Ensslin Brunnen.
Auf unbefestigtem Waldweg wandern wir weiter bergan zum Höhenrücken. Hier lohnt es sich, einen Abstecher zum 300 m entfernten Naturdenkmal Urselstein zu machen.
Urselstein
Auf dem Höhenrücken zwischen dem Löcherwasen und Hermersberg liegt eine beeindruckende Felsformation. Der Urselstein, er wird auch Heidenstein genannt, ist als Naturdenkmal ausgewiesen und besteht aus gigantisch großen harten Buntstandsteinblöcken.
Auf der Gemarkung des Renchtals wandern wir nun auf dem Oberer Urselsteinweg weiter zum Standort Täfele. Auf dem Buchebelweg und Hermersbergweg gelangen wir, den Hermersberg umrundend, zur Hermersberger Hütte. Weit können wir unseren Blick schweifen lassen, wenn der Wald sich öffnet. Wir erkennen in der Ferne den Buchkopfturm auf dem Buchkopf und das Windrad bei der Alexanderschanze.
Hermersberger Hütte
Die am Renchtalsteig gelegene Hermersberg Hütte der Gemeinde Bad Peterstal Griesbach ermöglicht einen wunderschönen Ausblick ins obere Renchtal und zum Hausberg von Bad Peterstal, dem Überskopf. Gegenüberliegend ist auch die Grinde des Nordschwarzwalds zu erkennen.
Ein kurzer Pfad bringt uns zum erfrischend sprudelnden Kalten Brunnen hinab bevor wir auf einem Forstweg, dem Harmersbächleweg, in einer Linkskehre der Wegführung des Renchtals zum Dornenweg folgen. Wir verlieren nun talwärts Höhenmeter um Höhenmeter.
Nach etwa 3,5 km lassen wir den Wald hinter uns und durchwandern steil abwärts saftige Wiesen über die Standorte Bühlbauerneck und Zefersgrund zum Etappenziel am Kurhaus Bad Peterstal.
Bilder Westweg Etappe 8 - Wilhelmshöhe (Schonach)- Kalte Herberge
Kurzbeschreibung: Sanfte Hügel und großzügige Weideflächen machen die Westweg Etappe 8 zu einer langen angenehmen Wanderung im 1000-Meter Bereich ohne mühevolle Auf- und Abstiege. Ein Bohlensteg führt über das naturgeschützte Hochmoor zum eiszeitlichen Karsee Blindensee. Auf dem Hauptkamm zwischen Donau und Rhein, der Europäischen Wasserscheide, vorbei an der Elzquelle erreichen wir die Martinskapelle, in deren Nähe die Quelle der Breg entspringt. Unweit davon, mitten in einem Waldstück findet sich das Naturdenkmal Günterfelsen aus riesigen Granitformationen. Beim Naturfreundehaus Brend ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum Brendturm, dem höchsten Punkt der europäischen Wasserscheide. Zum ersten Mal öffnet sich die Fernsicht zum Feldberg, der in der Ferne auf unser Ankommen wartet. Kandel, Schauinsland, Schwäbische Alb, Vogesen und auch die schneebedeckten Gipfel der Alpen können bei klarer Sicht vom Auge erkannt werden. Bis Neueck verläuft auch dieser Streckenabschnitt wechselnd auf Wald- und Wiesenwegen. Das letzte Stück der Westweg-Wanderung verläuft nahe der Bundesstraße B500, vorbei An der Hohlen Bildstöckle bis hin zur Kalten Herberge.
Start: Wilhelmshöhe (Schonach) Google Maps
Ziel: Kalte Herberge Google Maps
Länge der Strecke: ca. 22,2 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Charakteristik: Forstwege, Wald- und Wiesenpfade
Sehenswertes: Naturschutzgebiet Blindensee, Elzquelle, Martinskapelle, Bregquelle, Günterfelsen, Aussichtsturm Brend
Einkehrmöglichkeiten: z.B. Wilhelmshöhe, Gasthof Martinskapelle, Kolmenhof, Naturfreundehaus Brend, Gasthof Brend, Kalte Herberge
Dauer der Wanderung: ca. 6,5 Stunden Gehzeit
Aufstieg: 599 Höhenmeter
Abstieg: 551 Höhenmeter
Höchster Punkt: 1148 m
Niederster Punkt: 970 m
Anfahrt:
mit der Schwarzwaldbahn nach Triberg, dann mit dem Bus 7274 zur Wilhelmshöhe
Rückfahrt:
mit Bus nach Triberg, dann mit der Schwarzwaldbahn zurück
Standorte:
Wilhelmshöhe 970 m
Gitschbühl 1000 m
Blindenhöhe 1005 m
Blindensee 990 m
Brand 995 m
Weißenbacher Wald 1020 m
Farnberg 1003 m
Weißenbacher Höhe 1010 m
Vogte 960 m
Forsthaus Martinskapelle 1090 m
Martinskapelle 1085 m
Kolmenkreuz 1110 m
Naturfreundehaus Brend 1126 m
Berggasthof Brend 1150 m
Alte Eck 1067 m
Nördlicher Staatsberg 1040 m
Winkel 1040
Südlicher Staatsberg 1045 m
Beim Staatsberghof 990 m
Neueck 995 m
Am Stollenwald 990 m
Schweizergrund 1005 m
Heubacher Höhe 1055 (Mittelweg)
Hohles Bildstückle 1050 m
Kalte Herberge
Ausführliche Beschreibung Westweg Etappe 8 lesen!
Informationen zum Urheberecht
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Westweg Etappe 8
Genussplatz am Blockhaushof
Die Rundwanderung zum Genussplatz am Blockhaushof hat ebenso wie die drei anderen Wanderungen zu den Baiersbronner Genussplätzen kein eigenes Wegzeichen. Orientierungshilfe ist vielmehr das Wegzeichen der örtlichen Wanderwege, der gelben Raute.
Länge der Strecke: ca. 3,9 km
Schwierigkeitsgrad: leicht
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 1,5 Stunden Gehzeit
Start/Ziel: Parkplatz Eckköpfle am Silberberg
Aufstieg: 144 Höhenmeter
Abstieg: 144 Höhenmeter
Höchster Punkt: 653 m
Niederster Punkt: 510 m
Anfahrt/Rückfahrt:
Aus Richtung Forbach oder Freudenstadt kommend, auf der Murgtalstraße fahren und nach rechts in die Seebachstraße einbiegen.
Aus Richtung Freudenstadt kommend, auf der Murgtalstraße fahren und nach links in die Seebachstraße einbiegen.
Sogleich an der Abzweigung rechts auf Silberberg fahren, diesem Straßenverlauf folgen bis zum Parkplatz Eckköpfle
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
Mit der S-Bahn bis Huzenbach, vom Bahnhof in Richtung Ortsmitte/Touristik-Information und dann links Richtung Silberberg. Bis zum Startpunkt am Eckköpfle sind es etwa 2 km und ein Höhenunterschied von etwa 150 Meter
Standorte:
Parkplatz Eckköpfle 685 m üNN
Silberberg 680 m üNN
Schlossbergwegle 609 m üNN
Reitbahn 605 m üNN
Blockhaus 513 m üNN
Emersbach 505 m üNN
Eckköpfle 685 m üNN
Wegbeschreibung:
Etwa zwei Kilometer oberhalb von Huzenbach am Silberberg dem Eckköpfle, befindet sich der Ausgangspunkt der Rundwanderung zum Genussplatz am Blockhaushof. Mit einem großartigen Blick über Huzenbach und das Murgtal folgt die Tour am Waldrand entlang zu einer Wassertretanlage.
Wie so oft treffen wir hier wie auch bei anderen Wanderungen am Baiersbronner Wanderhimmel auf die Mehretappenwanderungen Murgleiter und Seensteig. Ebenso erkennen wir auch das Wegzeichen Romantik-Tour von den neun Himmelswegen.
Weich federt der Boden unter unseren Wanderschuhen, während wir am Waldrand entlang zum Standort Schlossbergwegle wandern. Der Weg geht in einen Forstweg über und nach wenigen Metern erreichen wir den Standort Reitplatz.
Nach links zum Blockhaus blicken wir über saftig grüne Wiesen, die im Sommer in ihrer Blütenpracht erstrahlen und den Blick auf die waldreichen Hügel jenseits des Blockhaushofs freigeben.
Blockhaushof
Früher war an der Stelle des heutigen Blockhaushofes ein Gebäude in dem die „Plöcher“ gestapelt wurden. Plöcher sind etwa 4,5 Meter lange Baumstämme, wurden im 18. Jahrhunderten von den Murgschiffern aufgekauft und in der Murg Richtung Rhein geflößt. Diese ließ man dann zu festgelegten Zeiten den „Plöcherriß“, so etwas ähnliches wie eine Rutschbahn für Holzstämme , in die Murg rutschen und dann auf dem Wasserweg weiter transportieren.
Idyllisch liegt der Genussplatz am Blockhaus vor uns und ermuntert uns zu einem erholsamen Picknick. Nach einer Stärkung setzen wir die Wanderung fort. Nur leicht steigt der Weg an bis der Wald sich wieder hinter uns schließt und uns bergab zum Standort Blockhaus und den Tennisplätzen bringt.
Am Emersbach wählen wir an der Gabelung den linken Weg. Ein romantisch und wild plätschernder Bachlauf neben uns lässt uns die Natur hautnah spüren. Nach etwa 800 Meter entfernen wir uns in einer scharfen Linkskurve von dem Bächlein. Das Plätschern wird immer leiser bis uns Stille umgibt und nur durch das Singen der Vögel durchbrochen wird.
Sanft steigt der Weg durch den dicht bewachsenen Fichtenwald an. Ab und an durchdringen einige wärmende Sonnenstrahlen die Baumkronen, nochmals laden Sitzbänke unter einem Nadelbaum zum Ausruhen ein. Ein letztes Stück auf dem sich leicht abwärts neigenden Forstweg und wir sind am Ende unserer Rundwanderung zum Genussplatz am Blockhaushof angekommen.
Genussplatz an der Walterhütte
Wie auch die anderen drei Wanderungen zu den Genussplätzen hat auch die Rundwanderung zum Genussplatz an der Walterhütte kein eigenes Wegzeichen. Vielmehr orientiert man sich am örtlichen Wegzeichen des Schwarzwaldvereins, der gelben Raute.
Länge der Strecke: ca. 8,4 km
Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
Charakteristik: Waldweg, Fußpfad, Asphalt
Dauer der Wanderung: ca. 3 Stunden Gehzeit
Start/Ziel: Lärchenhütte Baiersbronn Obertal
Aufstieg: 254 Höhenmeter
Abstieg: 254 Höhenmeter
Höchster Punkt: 850 m
Niederster Punkt: 614 m
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem Pkw:
Vom Ruhestein her kommend bis zum Hotel Adler in Baiersbronn Obertal, rechts in die Rechtmurgstraße abbiegen und nach 950 m im weiteren Verlauf geradeaus auf der Buhlbachaue ca. 300 m bleiben, nach links abbiegen auf der Buhlbachaue bis zur Lärchenhütte in 300 m (Buhlbachaue 51)
Von Baiersbronn herkommend bis zum Hotel Adler in Baiersbronn Obertal, links in die Rechtmurgstraße abbiegen und nach 950 m im weiteren Verlauf geradeaus auf der Buhlbachaue ca. 300 m bleiben, nach links abbiegen auf der Buhlbachaue bis zur Lärchenhütte in 300 m (Buhlbachaue 51)
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
Mit Buslinie 21 Montag bis Freitag von Baiersbronn oder Ruhestein herkommend bis Bushaltestelle Buhlbachaue, dann bis zur Lärchenhütte Buhlbachaue 51 zu Fuß
Samstag, Sonntag, Feiertag mit Freizeitbus F11 von Ruhestein oder Baiersbronn herkommend bis Bushaltestelle Buhlbachaue, dann bis zur Lärchenhütte Buhlbachaue 51 zu Fuß
Standorte:
Lärchenhütte 627 m üNN
Tennisplätze 626 m üNN
Schützehaus 634 m üNN
Obertal Sportplatz 634 m üNN
Jägerruhe 619 m üNN
Ruine Tannenfels 678 m üNN
Försterstein 685 m üNN
Felsenwegle 724 m üNN
Walterhütte 780 m üNN
Farnkopf 830 m üNN
Branntweinhäfelehütte 772 m üNN
Tennisplätze 625 m üNN
Lärchenhütte 627 m üNN
Wegbeschreibung
Am Wanderparkplatz Lärchenhütte in Baiersbronn Obertal beginnen wir die Rundwanderung zum Gnussplatz Walterhütte. Auf diesem Streckenabschnitt verlaufen auch die Baiersbronner Himmelswege Genießer-Tour und Höhen-Tour, beide sehr erlebnisreiche und naturnahe Wanderstouren am Baiersbronner Wanderhimmel.
Während wir am Waldrand entlang wandern blicken wir auf den Ortsteil Baiersbronn Obertal. An den Tennisplätzen, Minigolfplatz, dem Schützenhaus und Sportplatz vorbei gelangen wir auf ansteigendem Waldweg zur Jägerruhe.
Schützenhaus
Unmittelbar neben dem Schützenhaus Baiersbronn Obertal findet sich ein kleines Blockhaus, „Zur Bärenfalle“, der Schützenbrunnen und ein kleiner Grillplatz.
Zuvor jedoch beim Standort Weiher ein Schulwäldchen der Grundschulklassen der Gemeinde Baiersbronn-Obertal.
Nicht weit entfernt von der Jägerruhe zweigt ein Weg zur nur wenige Meter entfernt liegende Ruine Tannenfels ab.
Ruine Tannenfels
Die Überreste der Turmburg liegen zwischen der Rechtmurg und Ilgenbach. Auf einem Buntsandsteinfelsen im Orteil Obertal von Baiersbronn im Landkreis Freudenstadt steht die Ruine Tannenfels auf 645 m üNN. Die noch sichtbaren Überreste stammen aus dem 13. Jahrhundert. Ein älterer Burggraben sowie Keramikfunde deuten jedoch auf einen Zeitpunkt im 1. Oder frühen 12. Jahrhundert hin.
Nur einen Katzensprung entfernt befindet sich am Försterstein der Einstieg zum Felsenwegle.
Auf einem schmalen und weichen Waldpfad steigen wir steil empor durch die Sturmwurffläche, die im Juni 2013 als Folge eines schweren Sturmes entstand.
Inzwischen finden einige Wildpflanzen, wie z.B. das schmalblättrige Weideröschen, Heidelbeeren oder Zwergsträucher hier ihren Lebensraum. Etwas Trittsicherheit wird auf dem schmalen naturbelassenen Pfad, der schließlich in einen Waldweg und dann zum Genussplatz an der Walterhütte leitet, abverlangt.
Genussplatz an der Walterhütte
Überwältigend schön ist die Aussicht auf Baiersbronn Obertal und Mitteltal vom Genussplatz an der Walterhütte. Auf der gegenüberliegenden Talseite erstrahlen die Schwarzwaldberge im warmen Sonnenlicht. Das mitgebrachte Vesper lässt sich in dieser himmlischen Ruhe und Einsamkeit uneingeschränkt genießen.
Nochmals ein kurzer Anstieg bis zum höchsten Punkt dieser Genusswanderung zum etwa 1 km entfernt liegenden Farnkopf. Allerdings befindet sich hier kein Aussichtspunkt, vielleicht gab es den ja früher einmal.
Ab jetzt geht es auf breiten Forst- und Waldwegen sanft abwärts, in der Ferne erblicken wir das Schliffkopfhotel an der Schwarzwaldhochstraße. Bald erreichen wir den Standort Branntweinhäfelehütte, jetzt ist es zum Ausgangspunkt dieser Rundwanderung an der Lärchenhütte nicht mehr weit.
Unterkategorien
fernwanderwege
Fernwanderwege die durch den Schwarzwald gehen
Mehretappenwege
Mehretappenwege die durch den Schwarzwald gehen
Baiersbronner Wanderhimmel
Wandertouren Baiersbronner Wanderhimmel












































































































































































