Der Schwarzwald: Ein Reiseziel wie für Wohnmobilfans gemacht
Der Schwarzwald – einer der bekanntesten und traditionsreichsten Flecken Deutschlands. Und das ideale Reiseziel im Sommerurlaub für alle, die ihre Heimat mit dem Wohnmobil erkunden wollen.
Denn dafür ist das größte und höchste zusammenhängende Mittelgebirge des Landes wie gemacht. Wir verraten, welche Sehenswürdigkeiten man sich nicht entgehen lassen darf, welche Städte einen Besuch wert sind und vor allen Dingen, auf welchen Campingplätzen es sich richtig schön entspannen lässt.
Ohne Check geht es nicht auf die Straße
Denn vor der Reise steht erst einmal der Wohnmobil-Check an und das bedeutet:
- Ölstand kontrollieren
- Beleuchtung überprüfen
- Reifendruck testen
- Trinkwassertank auffüllen
- Abwasserbehälter entleeren
- Gegenstände im Innenraum sicher verstauen
- Türen verschließen
- Campingstühle und Vorzelt einpacken
Zudem sollten Eigentümer ihr Fahrzeug zum Start der Saison immer auf Verschleißerscheinungen überprüfen. Bei größeren Schäden muss rechtzeitig Ersatz aus dem Online-Campingfachhandel her, damit die Sicherheit während der Fahrt gewährleistet ist.
Bad Dürrheim: Beim Sport oder im Wasser einfach relaxen
Ist alles gut verstaut, kann es losgehen und zwar im Kurort Bad Dürrheim. Gelegen im südlichen Schwarzwald nicht unweit der der Schwäbischen Alb, blickt die 13.000-Einwohner-Stadt auf eine bewegte Geschichte zurück. Anfang des 19 Jahrhunderts wurde bei Bohrungen ein großes Salzlager entdeckt. Bis in die 1960er Jahre prägte schließlich die Soleförderung das Stadtbild. Die alte Saline ist heute für Besichtigungen geöffnet.
Wer Erholung sucht, ist im Solemar Bad Dürrheim richtig. In diesem Wellness- und Gesundheitszentrum können Besucher in über elf Schwimmbecken, diversen Heilbädern und Saunen sowie in einer Salzgrotte die Seele baumeln lassen. Sportfreunde powern sich beim Bouldern, Tennis oder Bogenschießen im Bad Dürrheimer Sportpark aus. Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobilcamper bietet der örtliche Campingplatz. Er ist ganzjährig geöffnet und verfügt über 300 Stellplätze. Ein echtes Highlight: Der platzeigene Badesee, der besonders im Sommer für Abkühlung sorgt.
Ein Exportschlager aus dem Schwarzwald
Neben der Schwarzwälder Kirschtorte ist die Region noch für einen zweiten Exportschlager bekannt: die Kuckucksuhr. Das weltweit größte Exemplar steht in der Nähe von Triberg im Uhrenpark Eble. Riesige Holzzahnräder sorgen dafür, dass pünktlich zur vollen Stunde das Vögelchen aus dem Haus schaut. Nicht verpassen dürfen Camper die Triberger Wasserfälle in der Nähe des örtlichen Naturerlebnisparks. Mit einer Fallhöhe von 163 Metern sind sie die höchsten Wasserfälle Deutschlands. Der Eintritt kostet pro Person drei Euro und die lohnen sich beim Anblick dieses einzigartigen Naturschauspiels allemal. Im Gepäck dürfen die Wanderschuhe aber nicht fehlen. Gut ausgebaute Wanderwege rund um das Areal laden zu einer ausgiebigen Tour ein.
Mit dem Wohnmobil kommt man auf dem Campingplatz in Unterkirnach unter. Und hier lohnt sich eine Frühbuchung, denn es gibt insgesamt nur 16 Stellplätze. Ruhig gelegen entschädigt der Rundumservice vor Ort: Freier Hallenbadeintritt, kostenlose Bustickets sowie eine kostenfreie Wasserversorgung.
Der Titisee: Auf den Spuren der Schwarzwaldklinik
Ohne ein bestimmtes Reiseziel ist jedoch kein Schwarzwaldurlaub komplett: der Titisee. Wohnmobilfreunde haben dort unter anderem die Auswahl zwischen den Campingplätzen Weiherhof, Sandbank oder Bühlhof. Wer in der Hauptsaison verreist, muss sich aufgrund der großen Nachfrage jedoch rechtzeitig um eine Reservierung kümmern. Mit Fahrrädern im Gepäck lassen sich der See und die dazugehörige Natur gemütlich erkunden. So gelangt auch schnurstracks nach Titisee-Neustadt. Die kleine Stadt überzeugt neben regionalen Souvenirs vor allem kulinarisch: In den Restaurants und Gaststätten steht natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte auf der Karte. Wer ein bisschen Zeit mitbringt, kann im nahegelegenen Glottertal die berühmte Schwarzwaldklinik (aus den Außenaufnahmen) der ZDF- Kultsendung besuchen. Mit diesen Reisetipps wird der Wohnmobilausflug in den Schwarzwald garantiert unvergesslich.
Rundwanderung zum Buhlbachsee
Standorte
Parkplatz Lotharpfad 927 m
Buhlbacher Läger 885 m
Hahnenmisse 863 m
Spaltbächle 768 m
Buhlbachsee 789 m
Hahnenmisse 863 m
Buhlbacher Läger 885 m
Parkplatz Lotharpfad 927 m
Wegbeschreibung
Was für ein herrlicher Frühlingstag schon Anfang April 2018. Bei 19° Celsius und Sonnenschein starten wir am Lotharpfad im Nationalpark Schwarzwald an der Schwarzwaldhochstraße zu unserer kleinen Sonntagswanderung.
Nach überqueren der Schwarzwaldhochstraße folgen wir einem Waldweg abwärts. Das Wegzeichen des Seensteig ist unser Wegweiser. Auf dieser Waldfläche ist der Wald immer noch sehr licht, die Folgen des Orkantiefs Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999.
An der Gabelung links und einige Meter nach dem Standort rechts, kurz darauf entspringt eine kleine Quelle, der Ursprung des Spaltbächle, dessen Bachlauf wir jetzt folgen.
Der Lärm der Schwarzwaldhochstraße verflüchtigt sich, Stille umgibt uns, nur das leise Plätschern und das Singen der Vögel dringt zu unseren Ohren.
Mitten im Nationalpark Schwarzwald liegt der idyllische Buhlbachsee, ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit.
An diesem warmen Frühlingstag ist es für die Amphibien wieder Zeit der Paarung. Auf den letzten 300 Metern werden es immer mehr, die sich auf den Weg zum Laichgrund am Buhlbachsee machen, um ihren Laich abzulegen.
Grasfroschwanderung
Frösche und Kröten fallen wenn der Winter naht in die Winterstarre. Wenn es dann im Frühling wärmer wird und das Thermometer nachts nicht mehr weniger als 5 Grad Celsius anzeigt erwachen sie aus ihrer Winterstarre. Dies passiert meist so ab dem 20. März. Die Tiere machen sich dann auf den Weg, zu dem Gewässer, in dem sie sich von einer Kaulquappe in einen Frosch oder Kröte verwandelt haben und dann aufgewachsen sind. An diesem Laichgrund möchten Sie ihre Eier ablegen. Leider ist die Krötenwanderung für die Amphibien gefährlich. Häufig müssen sie Straßen überqueren, damit sie zu ihrem Laichgrund kommen und werden dabei überfahren.
Hier am Buhlbachsee im Nationalpark Schwarzwald, ist es zwar nicht so gefährlich, jedoch können Sie Grasfrösche auf ihrem Weg zum Laichgewässer auch von Mountainbikern und Fahrradfahrern überfahren werden. Deshalb ein Appell an alle Zweiradfahrer, seid vorsichtig, es wäre schade, wenn die Tiere auf Ihrer Reise sterben müssten.
Einige Stockenden kreisen über dem See, landen und tummeln sich im Wasser.
Buhlbachsee im Nationalpark Schwarzwald
Der Buhlbachsee liegt still im Nationalpark Schwarzwald, in der Kerbe eines tiefen Karsessels auf der Gemarkung Baiersbronn östlich des Schliffkopf-Höhenzugs. Ein Relikt der letzten Eiszeit im Schwarzwald entstanden, verlandet er vom Ufer her immer mehr. Auf der mitten im See schwimmende Verlandungsinsel wachsen Moorbirken, was dem See eine besondere Note verleiht, liegt er durch inmitten umberührter Natur.
Nach einer erholsamen Pause umrunden wir auf dem Forstweg den Buhlbachsee. Ein Wintersturm hat eine Linde quer über den Forstweg geworfen. Nach Auskunft eines Mitarbeiters des Nationalparkzentrums wird der Baum nicht beseitigt. Laut erarbeiteten Wegekonzept für den Nationalpark wird der Forstweg, der die Karwand teilt, zurückgebaut und der Natur überlassen.
Der Buhlbachsee erstrahlt im Glanz des Sonnenlichts und versetzt die Umgebung in eine besondere Stimmung.
Dem Verlauf des Wegs folgend, an der Gabelung sich links orientierend, wandern wir nun stets aufwärts. Alsbald erreichen wir den Bachlauf des Spaltbächle, erinnern uns, dass wir am Hinweg hier gelaufen sind. Wir setzen unsere Wanderung fort und gelangen nach geraumer Zeit zum Ausgangspunkt unserer Rundwanderung am Lotharpfad.
Informationen zum Urheberecht
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Westweg Etappe 11 – Feldberger Hof – Wiedener Eck
Hier sehen Sie Infos aller Westweg Etappen!
Direkt am Fuße des Seebucks beginnt der Aufstieg zum Feldberggipfel. Alleine schon das Tor zum Höchsten beim Haus der Natur zu durchschreiten, bereitet ein Wohlgefühl und lässt erahnen, was zu erwarten ist. Unendliche Weite auf dem kahlen Rücken des Feldbergmassivs und eine herrliche Aussicht lassen nicht nur den Westwegwanderer ins schwärmen kommen. Der Abstieg vom König im Mittelgebirge erfolgt über die St. Wilhelmer Hütte und den Stübenwasen. Bei der Passhöhe des Notschreis öffnet sich das Naturschutzgebiet Langenbachtal in dem seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind. Mit einem einzigartig Schwarzwaldpanorama nähert sich der Westwegwanderer seinem Ziel beim Wiedener Eck oberhalb des Münstertals.
Start: Haus der Natur, Feldberg im Schwarzwald, Tor zum Höchsten
Ziel: Wiedener Eck
Länge der Strecke: ca. 22,5 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer Charakteristik: Forstwege, Waldwege, Naturpfade
Sehenswertes:
Einkehrmöglichkeiten: Raimartihof (Variante über Feldsee)
Dauer der Wanderung: ca. 7,5 Stunden Gehzeit
Anfahrt: Anreise mit dem PKW zum Wiedener Eck, dann mit dem Bus zum Feldberger Hof
Rückfahrt: am Ziel mit dem PKW nach Hause
Standorte:
Westwegvariante bis zum Grüblesattel:
Haus der Natur 1300 m
Franz-Klarmeyer-Weg 1368 m
Hoerzogenhornblick 1370 m
Bismarck-Denkmal 1441 m
Grüblesattel 1410 m - (Westwegvariante trifft hier auf die eigentliche Westweg-Route)
Feldberggipfel 1490 m
Oberhalb Todtnauer Hütte 1450 m
St. Wilhelmer Hütte 1380 m
St. Wilhelmer Hüttenweg 1337 m
Stübenwasen 1386 m
Gasthaus Stübenwasen 1270 m
Langenmoos 1235 m
Neustütz 1233 m
Spänplatz 1150 m
Notschrei 1210 m
Beim Notschrei 1125 m
Trubelsmattkopf 1210 m
Münsterweg 1218 m
Glashofwald 1200 m
Auf den Böden 1200 m
Wiedener Eck 1035 m
Ausführliche Wegbeschreibung:
Am Feldberger Hof angekommen, wenden wir uns dem Franz-Klarmeyer Weg in Richtung Haus der Natur zu.
Wir durchschreiten das Tor zum Höchsten, dem Feldberggipfel. Auf dem Teersträßchen stetig aufwärts wandern, in einen breiten Wanderweg übergehend an der Abzweigung nach links und erreichen nach 1 km den Standort Franz-Klarmeyer-Weg 1368 m üNN bzw. Herzogenhornblick 1370 m üNN.
Wir biegen nach rechts in einen schmalen naturbelassenen Pfad ab und kommen nach 500 Meter beim Bismarckdenkmal 1441 m üNN an. Nur wenige Meter daneben steht der Feldbergturm.
Das Haus der Natur beherbergt neben der Geschäftsstelle des Naturparks Südschwarzwald auch das Naturschutzzentrum Südschwarzwald. Diese bieten gemeinsame Veranstaltungsprogramme.
Aus unterschiedlichen Themenbereichen werden für Besucher unterschiedlicher Altersgruppen, Führungen, Naturerlebnistage, Vorträge und Seminare angeboten
Das dem ersten Reichskanzler des Deutschen Reiches gewidmete Denkmal auf dem Seebuck wurde am 4. Dezember 1896 eingeweiht, es ist das erste Bismarckdenkmal Badens, dem sollten noch eine Reihe weiterer Denkmäler folgen. Infolge starker Erosionsschäden, hervorgerufen durch seine exponierte Lage auf dem Feldberg musste das Bismarckdenkmal auf dem Seebuck 1956 nach dessen Einsturz wieder aufgebaut werden. Mittlerweile gehört das Denkmal zu den Wahrzeichen des Feldbergs.
Feldbergturm
Der Feldbergturm war bis 2001 im Eigentum des Südwestrundunks, im April 2003 ging das Besitzrecht auf die Gemeinde Feldberg über. Seit 2003 dient er als Aussichtsturm. Seit dem Jahr 2013 befindet sich im höchst gelegenen Aussichtsturm im Schwarzwald ein Schinkenmuseum. In den Sommermonaten ist es möglich im höchstgelegenen Trauzimmer Baden-Württembergs zu heiraten.
Den Feldbergturm erreicht man nicht mit dem Auto, erreichbar ist er mit der Feldbergbahn oder ab Haus der Natur zu Fuß in ca. 40 Minuten Gehzeit.
Der Feldsee, er wird auch Feldbergsee genannt, liegt unterhalb des Seebuck am Fuße des Feldbergs auf 1110 m. ü. M. Ein Rundweg um den See zeigt interessierten Wanderern alle Seiten des als dunkles Auge bezeichneten Karsees.
Der Feldsee ist ein klassischer Karsee und Relikt der vergangenen Eiszeiten. Jahrtausende mit Gesteinsverwitterung durch Frostsprengung sind für die Entstehung der Karwände und der dadurch erfolgten Bildung des Sees verantwortlich.
Von der Plattform auf dem Seebuck beim Bismarcksturm kann man direkt in die Tiefe auf das dunkle Auge schauen. Der Feldsee liegt direkt unter den steilen Hängen des Feldbergs.
Das Bismarkdenkmal, eine mächtige Steinpyramide, auf dem Seebuck von allen Seiten betrachten und natürlich den Zauber des Feldsee und der entfernten Gebirgszüge genießen und wer Lust hat, kann den Feldbergturm besteigen. Weiter ins Naturschutzgebiet Feldberg auf breitem Wanderweg über die ausgedehnte Gebirgskuppe des Feldbergs zum Grüblesattel 1419 m üNN wandern. Hier trifft unsere Westwegvarianter mit der direkten Westwegführung zusammen.
Nach 1,2 km wandern auf dem breiten Schotterweg kreuzen wir bergwärts das Fahrsträßchen zum Feldberggipfel, beim Standort A. n. Feldberggipfel 1490 m üNN, geradeaus, am Funkturm zu unserer linken Seite vorbei, vor der oberen Wetterstation nach rechts zum Gipfelplateau des Feldbergs.
Nachdem wir jetzt den höchsten Punkt des Feldbergs erreicht haben, gehen wir zum Standort Feldberggipfel zurück, um auf dem Westweg abwärts zur Oberhalb Todtnauer Hütte 1450 m üNN. Wir biegen rechts ab und erreichen auf etwas holprigen Weg mit Stufen nach 400 m die St. Wilhelmer Hütte 1380 m üNN mit Einkehrmöglichkeit. Von der St. Wilhelmer Hütte aus links in Richtung Stübenwasen, gelangen nach etwa 500 m zum St. Wilhelmer Hüttenweg, 1337 üNN. An der Gabelung rechts auf den Forstweg 2 km in sanften Wellen über den Bergrücken auf den fast unscheinbaren Gipfel des Stübenwasen in 1386 m üNN.
Stübenwasen
Auf dem Gipfel des Stübenwasen befindet sich die größte Baumliege der Welt und das Stübenwasenkreuz. Kahl, mit Borstgras, Heidelbeeren und Heidekraut bewachsen, fällt der Bergrücken im Süden nach Todtnauberg ab. Er ist der höchste Punkt zwischen Feldberg und Schauinsland. Der lange ausgedehnte Bergrücken des Stübenwasens ist zugleich der Kamm zwischen dem St. Wilhelmer Tal im Norden und dem Wiesental im Süden.
Der Bergrücken des Stübenwasen neigt sich nun abwärts und nach 1,3 km ist das Gasthaus Stübenwasen 1270 m üNN erreicht.
Wir überqueren den Fahrweg um auf einem unbefestigten Weg zwischen Wald und einer Lichtung abwärts zu wandern. Nach 300 Metern bieten wir links ein und gleich wieder nach rechts auf einen breiten Forstweg der uns zum Standort Langenmoos 1235 m üNN führt. Wir halten uns an den Weg nach halb rechts und wandern dann 700 Meter gerade aus durch Mischwald zum Neustütz 1233 m üNN. Auf dem breiten durch den Wald abwärts führenden Fußpfad stoßen wir nach 600 Meter wandern auf einen Forstweg. Wir biegen nach links ab und nach weiteren 700 Meter erreichen wir die Sparkassen-Arena, auf der Lichtung beim Biathlon-Leistungszentrum. Wir bieten direkt nach dem Austreten aus dem Wald nach links ab. Am Spönplatz 1150 m üNN . Wir wandern nun auf dem Höhenweg auf der breiten Schotterstraße abwärts bis wir beim Waldhotel am Notschreipass (Notschrei 1210 m ü NN) ankommen.
Der Notschrei
Die Passhöhe Notschrei im Südschwarzwald liegt zwischen dem Dreisamtal und oberen Wiesental. Er verbindet die im Tal liegenden Orte Oberried und Todtnau über die Landesstraße 126 miteinander. Touristisch ist der Notschrei im Sommer Ausgangspunkt mehrerer Wanderungen. Der Notschrei ist bekannt für seine Langlaufloipen Richtung Schauinsland, Wiedener Eck, Stübenwasen und dem Feldberg. Es gibt mehrere Skilifte und Hotels in der Nähe der Passhöhe.
Am Notschrei befindet sich das Nordic-Center mit angeschlossener Gaststätte in Selbstbedienung. Das Waldhotel am Notschrei lädt ebenfalls zur Einkehr ein, Übernachtungsmöglichkeit wird angeboten, selbstverständlich mit Vorbuchung.
An der Passhöhe nach der Bushaltestelle mit der Linie 7215 überqueren wir die Fahrstraße und biegen nach links in den Forstweg zum Standort Beim Notschrei 1125 m üNN ein. An der Gabelung biegen wir links in das Naturschutzgebiet Langenbachtal ein.
Naturschutzgebiet Langenbach – Trubelsbach
Zwischen dem Notschrei und Trubelsmattkopf entspringen zwei Naturbergbäche, die sich beim Campingplatz Muggenbrunn vereinen. In den beiden Tälern haben seltene Tier und Pflanzenarten, eine Heimat gefunden. Das Wachstum des Alpen-Milchlattich, Arnika und das schmalblättrige Wollgras zählen zu den Besonderheiten dieses Gebietes. Aus diesem Grund wurden das Langenbach – und Trubelsbachtal als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Am Oberlauf der beiden Bäche haben sich Moore entwickelt in denen Pflanzenarten vorkommen, die Insekten fangen oder welche die mit den Nährstoffen aus dem Regenwasser auskommen. Heute kann man immer noch erkennen, dass vor wenigen Jahrzehnten in den Mooren Torf gestochen wurde. Die einzigartige Flora und Fauna lässt sogar Orchideen wachsen. … s. foto Schild
Entlang dem leise vor sich hin plätschernden Langenbach mit den im Tal wachsenden Flachmooren und Wollgras sowie den so herrlich blühenden Blumen, hier ist auch eine Orchideenart beheimatet. Nach einem steilen Wegstück auf dem Langenbachweg umrunden wir auf einem breiten Waldpfad den Trubelsmattkopf. Fast eben verläuft nun der naturbelassene mit Wurzeln durchzogene breite Waldpfad. An der Gabelung zeigt und die Westweg-Markierung in den Pfad nach rechts. Durch Mischwald wandernd erreichen wir auf leicht abwärts führendem Wanderweg den Standort Glashofwald.
Geradeaus gehen wir weiter kommen am Unterstand, einer offenen Hütte vorbei. Bei „Auf den Böden“ 1200 m üNN auf dem unbefestigten Waldweg leicht bergab zu unserer Rechten große Weidefläche mit kleinen Baumgruppen. Beim Austritt aus der bewaldeten Fläche begeben wir uns links auf den schmalen Fußpfad und wandern hinterm Zaun am Waldrand entlang dem Naturschutzgebiet der Wiedener Weidberge. Der schmale Fußpfad zwischen den Weidezäunen bringt uns zur neuen Linienführung des Westwegs, an unserer rechten Seite lassen wir einen Bauernhof inmitten der Bergwiesen liegen. Friedlich weiden die Rinder im Schatten unter altem Baumbestand, in der Ferne grüßt der Belchengipfel bereits zu uns herüber.
Der urwüchsige Pfad leitet uns durch ein kurzes Waldstück, abwärts zu einem Forstweg auf die ursprüngliche Westweg-Route. Wir biegen nach links auf den Forstweg, zwischen Waldrand und Weidefläche und durchwandern nochmals zwei kleine Waldstücke, bis wir beim Berghotel Wiedener Eck nach etwa 1 km ankommen.
Westweg Etappe 10 Titisee – Feldberggipfel (Westvariante)
Hier sehen Sie Infos aller Westweg Etappen!
Am Titisee teilt sich der Westweg in zwei Hauptstrecken. Während die östliche Route südlich am Feldberg vorbeiläuft und das Herzogenhorn und den Bössling überschreitet, verläuft die westliche Route über den Feldberg, Belchen und Blauen um das Ziel in Basel zu erreichen.
Vom Titisee geht es hinauf zur Keßlerhöhe und dort an der Adlerschanze und Scheibenfelsen über Hinterzarten vorbei auf steilen Pfaden abwärts nach Oberzarten. Der Aufstieg auf dem Emil Thoma-Weg zum Höchsten Gipfel im deutschen Mittelgebirge. Etwas mühevoll scheint der beinahe alpine Aufstieg durch den urwaldähnlichen Wald zum Grüble. Durch die Landschaft auf dem Bergrücken zwischen Seebuck und Felberggipfel besticht mit ihren farbenprächtigen Pflanzen. Atemberaubende Ausblicke lassen das Herz des Westwegwanderers höher schlagen, würde er doch lieber länger verweilen und dieses Erlebnis genießen.
Start: Titisee Kurhaus
Ziel: Feldberggipfel
Länge der Strecke: ca. 18 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Charakteristik: Forstwege, Waldwege, Naturpfade
Sehenswertes: Titisee, Scheibenfelsen, , Adlerschanze, Mathisleweiher, Seebuck, Feldberg
Einkehrmöglichkeiten: Raimartihof (Variante über Feldsee)
Dauer der Wanderung: ca. 7 Stunden Gehzeit
Anfahrt: mit der Bahn, Fahrverbindung unter www.bahn.de Anreise mit dem PKW bis Titsee, Parkplätze am Bahnhof
Rückfahrt: mit der Bahn, Fahrverbindung unter www.bahn.de mit dem PKW: vom Feldberger Hof mit dem Bus nach Titisee und dann mit dem PKW nach Hause
Standorte:
Kurhaus Titisee 857 m
Titisee Strandbad 847 m
Tannfried 847 m Oberhalb Campingpl.
Bühlhof 948 m
Bühlberg 965 m
Bankenhansenkreuz 980 m
Kesslerhöhe 1015 m
Scheibenfelsen 975 m
Hellblech 960 m
Hinterzartenn Keßlerhalde 890 m
Oberzarten Keßlerhalde 918 m
Hinterzarten Keßlerberg 910 m
Stuckwald 1053 m
Häuslebauer 1080 m
Häuslebauernhof 1065 müM erbaut 1712
Fürsatzmoos 1083 m
Landratshütte 1072 m -Höhe
Rufensteg 1049 m.ü.M.
Rufenhofplatz 1086 m
Westwegvariante über Grüblesattel zum Feldberggipfel
Seewald 1195 m
Unterm Grüble 1321 m
Grüblesattel 1419 m
Am Feldberggipfel 1490 m
Westweg Variante über Feldsee und Feldberger Hof bis Grüblesattel
Am Rufenholzplatz den unteren Weg auswählen um die Variante über den Feldsee zu wählen.
Am Goldersbach Raimartihöhe Raimartihof Koppel 1130 m
Feldsee Feldbergbahn Talstation 1280 m
Haus der Natur 1300 m
Franz Klarmeyer-Weg 1368 m
Herzogenhornblick 1370
Bismarck-Denkmal 1446 m
Grüblesattel 1419 m
Ausführliche Wegbeschreibung:
Start der Westweg-Etappe 10 ist beim Kurhaus in Titisee.
Vom Parkplatz beim Bahnhof her kommend bewegen wir uns auf der Parkstraße in Richtung Zentrum von Titisee. Beim Restaurant Pferdestall biegen wir nach links auf die Seestraße ein um nach wenigen Metern nochmals links weiter auf der Seestraße bleibend. Im weiteren Verlauf geht diese in die Strandbadstraße über zum Kurhaus Titisee. An dieser Stelle nun teilt sich der Westweg in zwei Strecken auf – die westliche und die östliche Route.
Wir wählen die Westroute, überqueren die Straße, folgen dem geschotterten Weg zum See und wandern am westlichen Seeufer entlang. Noch vor dem Erreichen der Strandbadstraße passieren wir das Tor in den Kurpark und verlassen diesen beim Strandbad wieder.
Der Titsee im südlichen Schwarzwald entstand durch den Feldberg-Gletscher. Er wird vom Seebach, der am Feldesee entspringt und durch das Bärental fliest, gespeist.
Nach Überqueren der Strandbadstraße wandern wir ortsauswärts bis zum Ortsschild „Bruderhalde Gde. Hinterzarten“. Der Westwegmarkierung auf dem schottrigen Weg, dann steil aufwärts im Zickzack folgend erblicken wir wenige Meter abseits des Wegs den Buchfelsen bei dem man eine beeindruckende Aussicht auf den Titisee und den Ort erhält.
Weiter aufwärts und an der Häuserrückseite vom Bühlhof entlang wenden wir uns unterhalb des Campingplatzes dem Sträßchen abwärts zu. Einem schmalen Fußpfad folgend, an einem Ziegengehege und Weiher vorbei, wandern wir bergauf entlang eines Zaunes, der den Campingplatz abgrenzt.
Oberhalb dem Campingplatz Bühlhof angekommen, wenden wir uns nach links durch den Wald zu einer Lichtung ein. Beim Bankenhansenkreuz verlassen wir die Waldlichtung folgen dem Bergenrücken durch den Wald zur Kesslerhöhe.
Kurze Zeit später geben die Bäume den Blick zum Turm der Adlerschanze frei.
Adlerschanze
Skisprungschanze von Hinterzarten
Nur wenige Meter entfernt befindet sich der Scheibenfelsen von Hinterzarten wo wir unsere erste Rast einlegen und die wunderschöne Aussicht auf Hinterzarten bis nach Breitnau genießen.
Scheibenfelsen
Die Scheibenfelsen liegen im ausgewiesenen Bannwaldgebiet. Das Gesteinsmaterial besteht aus grau-braunen Gneisen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben in den großen Felsmassiven eine Heimat gefunden.
Auf dem Wanderpfad beim Scheibenfelsen abwärts gelangen wir zum Hellblech. An dieser kreuzt auch der Querweg Freiburg-Bodensee unsere Wanderroute.
Im steilen Zickzack verlieren wir nun auf dem Herman-Dischler-Pfad einige Höhenmeter bis zur Keßlerhalde in Hinterzarten. Saftige Weidewiesen machen sich vor uns auf um Sie zu durchqueren, am Keßlerhof vorbei.
Am Keßlerberg wechseln wir die Talseite, wir wandern auf dem Emil-Thoma-Weg aufwärts und passieren das Haus Sonnenberg, hier verschwinden wir im Wald. An einem idyllisch gelegener Fischweier zu unserer linken Seite öffnet sich das Zartenbach-Tal mit seinen saftig-grünen Wiesen um jedoch bald wieder von den Bäumen des Waldes umgeben zu sein. Große Felsblöcke säumen den breiten Naturwaldpfad.
Am Standort Stuckwald lohnt ein Abstecher auf den 500 Meter entfernt liegenden Mathisleweiher.
Der Mathisleweiher ist ein Moorsee im Hochschwarzwald und ist zwischen Feldberg und Titisee zu finden.
Wieder zurück auf dem Westweg wandernd zweigt unser Wanderpfad bald darauf auf einen Forstweg ab. Am Wegrand können wir einige sprießende Pilze entdecken. Auf dem Ospelewaldweg erreichen wir nun bald den Häuslebauernhhof „Am Feldberg“.
Unser Blick schweift in die Ferne wo wir nun den Seebuck des Feldbergmassivs erblicken. Stück für Stück kommen wir unserem Ziel näher. Der Westweg befindet sich nun auf der Rufenhofstraße, einem breiten Forstweg der über den Rufensteg, unter dem ein Gebirgsbach plätschert, führt.
Am Rufenholzplatz legen wir nochmals eine Pause ein bevor wir die letzten Kilometer in Angriff nehmen.
Westweg Variante über den Feldsee zum Feldberger Hof
Wer die Variante über den Feldsee wählt wird nun am Rufenholzplatz auf dem unteren (linken) bequemen Forstweg weiterwandern. Bereits nach 1,5 km ist der Raimartihof mit Einkehrmöglichkeit erreicht.
Der Raimartihof ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer. Die Zufahrt ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt und somit nur auf diese Weise zu erreichen. Der Berggasthof liegt nur wenige Kilometer von der Talstation des Seebucks am Feldberg entfernt.
Vom Raimartihof sind es nur noch 500 Meter bis zum idyllisch im Naturschutzgebiet Feldberg gelegenen Feldsee, das dunkle Auge unterhalb vom Seebuck des Feldbergs.
Der Feldsee, er wird auch Feldbergsee genannt, liegt im Naturpark Südschwarzwald in Baden-Württemberg, östlich von Freiburg/ Breisgau am Fuße des Feldbergs auf 1110 m. ü. M.
Der Feldsee ist ein klassischer Karsee und Relikt der vergangenen Eiszeiten. Jahrtausende mit Gesteinsverwitterung durch Frostsprengung sind für die Entstehung der Karwände und der dadurch erfolgten Bildung des Sees verantwortlich.
Große Eismassen haben den Steinschutt (Moräne) der Frostsprengungen vor ca. 12000 Jahren abtransportiert und auf dem ca. 300 Meter tiefer gelegenen Felsen abgelagert und auf diese Weise eine fast kreisrunde Höhlung eingedrückt.
Steinig und wurzelig ist der breite 1,4 km lange Naturpfad auf dem Feldbergsteig bis zum Standort Feldbergbahn Talstation und dem danebenliegenden Feldberger Hof.
Die Wegbeschreibung zum Grüblesattel findet sich in unserer Westweg Etappe 11.
Westwegvariante über den Grüblesattel zum Feldberggipfel
Ab dem Rufenholzplatz steigt die westliche Route des Westwegs deutlich an. Kurze Zeit nach dem Rufenholzplatz gabelt sich der Rufenlochweg. Um zum Grüblesattel zu gelangen wandern wir auf dem oberen unbefestigten Wanderweg, der sich zu einem Pfad verschmälert weiter. Am Seewald wenden wir uns nach links auf einen Forstweg. Wenige Meter weiter begeben wir uns jetzt ins Naturschutzgebiet Feldberg. Steinig, wurzelig und mit beinahe alpinem Charakter gewinnen wir Schritt für Schritt an Höhenmetern. Je weiter wir aufsteigen, desto urwüchsiger und sumpfiger wird die Natur um uns herum, es erinnert uns ein wenig an die Grindenhochflächen im Nordschwarzwald, unsere Heimat. Damit wir keine nassen Füsse bekommen sind die feuchtbiotopen Flächen sind auf Bohlenstegen begehbar.
Weit unten in der Tiefe sehen wir dann durch die hochgewachsenen Fichten hindurch den Feldsee liegen. Im dunklen Auge des Wassers spiegelt sich der Baumbewuchs im Sonnenlicht. Nun steigt der schmale Fußpfad nicht mehr so emsig an. Flacher errreichen wir auf dem Rücken der Karwand den Standort Unterm Grüble. Wir folgen der Westweg-Beschilderung, nach einem nochmaligen kräftigen Anstieg wird der Pfad flacher, und sobald wir den Wald hinter uns lassen können wir die kahlen Wiesenhänge vor uns erblicken. Atemberaubend schön leuchten die Farben in der späten Nachmittagssonne während wir durch das Grüble über die schon herbstlich gefärbten Wiesenhänge zum Grüblesattel wandern. Die Vegetation hier im Hochschwarzwald doch bereits weiter fortgeschritten als im Flachland.
Noch starke 20 Minuten, dann ist der Höchste im Schwarzwald erreicht. Wir wenden uns nach rechts auf das breite Feldbergsträßchen. Immer näher kommen wir nun dem Feldberg-Gipfel. Der höchste Punkt am 1495 Meter hohen Feldberg ist auf einer Aussichtsplattform markiert. Ein rundum Panoramablick ermöglicht bei guter Sicht in Richtung Norden und Osten am Horizont die Scharzwaldhöhen auszumachen und im Westen die Vogesen über der Rheinebene. Im Süden reicht der Blick bis zu den Alpen.
Nur 100 Meter zurück zur Standortbeschilderung, kann die Westwegwanderung Richtung St. Wilhelmer Hütte fortgesetzt werden.
Wir jedoch wandern zurück Richtung Feldberger Hof und werden die Etappe an einem anderen Tag von dort auf der Westwegvariante fortsetzen.
Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
Westweg Etappe 8 - Wilhelmshöhe (Schonach)- Kalte Herberge
Kurzbeschreibung: Sanfte Hügel und großzügige Weideflächen machen die Westweg Etappe 8 zu einer langen angenehmen Wanderung im 1000-Meter Bereich ohne mühevolle Auf- und Abstiege. Ein Bohlensteg führt über das naturgeschützte Hochmoor zum eiszeitlichen Karsee Blindensee. Auf dem Hauptkamm zwischen Donau und Rhein, der Europäischen Wasserscheide, vorbei an der Elzquelle erreichen wir die Martinskapelle, in deren Nähe die Quelle der Breg entspringt. Unweit davon, mitten in einem Waldstück findet sich das Naturdenkmal Günterfelsen aus riesigen Granitformationen. Beim Naturfreundehaus Brend ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum Brendturm, dem höchsten Punkt der europäischen Wasserscheide. Zum ersten Mal öffnet sich die Fernsicht zum Feldberg, der in der Ferne auf unser Ankommen wartet. Kandel, Schauinsland, Schwäbische Alb, Vogesen und auch die schneebedeckten Gipfel der Alpen können bei klarer Sicht vom Auge erkannt werden. Bis Neueck verläuft auch dieser Streckenabschnitt wechselnd auf Wald- und Wiesenwegen. Das letzte Stück der Westweg-Wanderung verläuft nahe der Bundesstraße B500, vorbei An der Hohlen Bildstöckle bis hin zur Kalten Herberge.
Hier können Sie Bilder unserer Westweg Wanderung sehen!
Hier sehen Sie Infos aller Westweg Etappen!
Start: Wilhelmshöhe (Schonach) Google Maps
Ziel: Kalte Herberge Google Maps
Länge der Strecke: ca. 22,2 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Charakteristik: Forstwege, Wald- und Wiesenpfade
Sehenswertes: Naturschutzgebiet Blindensee, Elzquelle, Martinskapelle, Bregquelle, Günterfelsen, Aussichtsturm Brend
Einkehrmöglichkeiten: z.B. Wilhelmshöhe, Gasthof Martinskapelle, Kolmenhof, Naturfreundehaus Brend, Gasthof Brend, Kalte Herberge
Dauer der Wanderung: ca. 6,5 Stunden Gehzeit
Aufstieg: 599 Höhenmeter
Abstieg: 551 Höhenmeter
Höchster Punkt: 1148 m
Niederster Punkt: 970 m
Anfahrt:
mit der Schwarzwaldbahn nach Triberg, dann mit dem Bus 7274 zur Wilhelmshöhe
Rückfahrt:
mit Bus nach Triberg, dann mit der Schwarzwaldbahn zurück
Standorte:
Wilhelmshöhe 970 m
Gitschbühl 1000 m
Blindenhöhe 1005 m
Blindensee 990 m
Brand 995 m
Weißenbacher Wald 1020 m
Farnberg 1003 m
Weißenbacher Höhe 1010 m
Vogte 960 m
Forsthaus Martinskapelle 1090 m
Martinskapelle 1085 m
Kolmenkreuz 1110 m
Naturfreundehaus Brend 1126 m
Berggasthof Brend 1150 m
Alte Eck 1067 m
Nördlicher Staatsberg 1040 m
Winkel 1040
Südlicher Staatsberg 1045 m
Beim Staatsberghof 990 m
Neueck 995 m
Am Stollenwald 990 m
Schweizergrund 1005 m
Heubacher Höhe 1055 (Mittelweg)
Hohles Bildstückle 1050 m
Kalte Herberge
Ausführliche Beschreibung Westweg Etappe 8:
Am imposanten Westweg-Portal Schonach Wilhelmshöhe mit mächtigen Findlingen errichtet, beginnt die Westweg-Etappe 8. Auf einem 77 Meter langen Bohlenweg, durchschreiten wir das Westweg-Portal und tauchen auf dem Bärt-Wander-Steg in den Wald ein.
Bärt-Wander-Steg
Der Steg wurde im Jahr 2006/2007 mit Unterstützung des Naturpark „Südschwarzwald“ der Gemeinde Schonach und dem Grundstückseigentümer erneuert.
Nach wenigen Metern errreichen wir einen Forstweg, wandern an einem Bildstock vorbei, Waldstück und Wiesental lösen sich ab. Ein breiter Feldweg trennt Wald- und Wiesenrand, zwischen den Bäumen entdecken wir einen idyllisch gelegenen Waldteich. Wollgräser, Lupinen, Sumpfdotterblume und weitere Blühpflanzen säumen den Wanderweg, immer wieder werden Waldstücke durch Weideflächen unterbrochen.
Am Löschteich beim Wolfbauernhof wandern wir nach rechts in die asphalitierte Turntalstraße aufwärts bis wir schon bald auf der Blindenhöhe ankommen. An der Ecke BlindenseeZwischen Wald- und Wiesenrand 400 m entlang zum Standort Blindensee 990 m üNN. An dieser Ecke des Waldes, nicht weit entfernt vor dem Haus Blindensee, beginnt ein etwa 1 m breiten Fußpfad entlang am Viehweidenzaun hinein ins Naturschutzgebiet Blindensee.
Naturschutzgebiet Blindensee
Auszug aus dem vom Regierungspräsidium Karlsruhe herausgegebene Buch Naturschutzgebiete im Regierungspräsidium Freiburg:
„Mit zahlreichen moorspezifischen Pflanzen- und Tierarten, die im Mittleren Schwarzwald nur wenige Vorkommen aufwiesen, ist das Blindensee-Moor wohl das wertvollste Moor dieses Naturraumes“
Zum Schutz des Hochmoors wurde ein Bohlensteg angelegt, der zum Blindensee und an der Ost- Seite am See vorbeiführt, den wir auf dem Steg 200 m später erreichen. Idyillisch liegt der See inmitten des mit Moorkiefern, verschiedenen Torfmoosen, scheidigem Wollgras, Heidelbeeren und vielen anderen seltenen Moorpflanzen bewachsenen Naturschutzgebietes und bietet ebenso Lebensraum für mehrere Tierarten.
Die ersten Sonnenstrahlen dieses Morgens durchdringen die Baumkronen. Der Morgentau lässt die Tautropfen auf Gräsern und Blättern im Sonnenlicht glitzern.
Blindensee
Der Bohlensteg führt vorbei an Bänken, die zu einer Pause einladen, um den See in seiner ganzen Vielfalt genießen zu können. Die Harmonie ein bisschen störend ist vielleicht die Tatsache des hier aufgestellten Windrads, das eigentlich weder ins Landschaftsbild passt noch geräuschlos arbeitet. Schade.
Am Ende des 600 Meter langen Bohlenstegs erreichen wir den Waldrand und wandern geradeaus am Waldrand entlang bis zum Standort Brand. Nach rechts auf dem Weg beim Bauernhof hindurch und bei der nächsten Weggabelung in etwa 800 Metern bei einem Wegkreuz und einem kleinen Wetterschutzhäuschen nach links und nach weiteren 100 m in der Linkskurve nach rechts in einen Fußpfad auf den folgenden von Fichten umsäumten breiten Waldweg.
Kurze Zeit später am „Weißenbacher Wald und folgen wir in Richtung Farnberg. Der unbefestigte Waldweg zweigt auf ein Teersträßchen ab, dem wir zum Wanderparkplatz an der Weißenbacher Höhe folgen.
Der Westweg weist uns jetzt nach rechts am Waldrand entlang abwärts wobei unser Blick über die Wälder tiefdunklen Schwarzwalds schweift. In der Talsenke überqueren wir die Elzbrücke biegen am Vogte scharf links in den Forstweg ein und wandern aufwärts durch Fichtenwald und bald darauf in den Brücklerainweg. Wir kommen an der Josef-Seger-Bank und Elzquelle vorbei.
Elzquelle
Etwa 1 km entfernt der Europäischen Wasserscheide Rhein – Donau, finden wir die Elzquelle. Der eigentliche Ursprung der Elzquelle liegt schwer zugänglich einige hundert Meter am Hang oberhalb des Quellaustritts, den der Schwarzwaldverein Ortsgruppe Waldkirch-Kandel 1964 direkt neben dem Westweg angelegt und als Elzquelle gekennzeichnet hat.
Allerdings war diese Quellfassung nicht aus der Elzquelle sondern Sickerfassung des Mühlenkanals, das aus dem Elzquellengebiet zum Furtwänglehof geleitet wurde. Aus diesem Grund wurde im November 2012 beschlossen, dass etwa 125 m weiter oben am Zusammenfluss von mehreren Quellbächlein eine Sitzgruppe und Informationstafel errichtete werden sollte. Die Bank erhielt den Namen „Josef-Seger-Bank“, dem Initiator der Elzquellenfassung von damals.
Nur noch wenige Höhenmeter und wir haben die Passhöhe beim Forsthaus Martinskapelle bewältigt. Eine Einkehr beim Gasthaus „Zur Martinskapelle“ bietet sich an, um sich von der Kälte der frühen Morgenstunden mit einem heißen Getränk aufzuwärmen. Nach wenigen Metern sehen wir zu unserer linken Seite die Martinskapelle stehen.
Martinskapelle
Nicht weit entfernt der Brequelle und ganz nahe an der Elzquelle auf der Gemarkung Furtwangen liegt die Martinskapelle an einer alten Passstraße auf 1085 m Höhe. Hier, an der Stelle sich auch die Europäische Wasserscheide Donau-Rhein befindet. Die Geschichte der Martinskapelle geht bis in die vorkarolinische Zeit zurück. Es gibt Grabungsbefunde die annehmen lassen, dass an dieser Stelle bereits um 800 ein Sakralbau stand.
Wir treffen nun auf die Europäische Wasserscheide zwischen Donau und Rhein und zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Nur 100m davon entfernt in Richtung Kolmerhof führt ein Weg nach rechts zum Bregquelleursprung dem Hauptquellfluss der Donau. Auf 1078 m ü.d.M. und 2888 km von der Donaumündung entfernt.
Die Westwegführung zeigt uns den Weg nach rechts zum Kolmenkreuz, das wir nach 400 m erreichen. Geradeaus und nach 700 m auf den breiten Fußpfad und sodann links in den naturbelassenen Pfad in Richtung Günterfelsen, einem überwältigenden Massiv aus Granitblöcken, das umwanderbar ist.
Günterfelsen
Die Günterfelsen im Mittleren Schwarzwald bestehen aus Triberger Granit. Eine Fläche von 1,7 Hektar wurde 1956 um die Günterfelsen herum als Naturschutzgebiet ausgewiesen, weil damals Granit abgebaut werden sollte.
Vor den Günterfelsen weist die Wegführung des Westwegs nach links in einen steilen Pfad hinab und mündet auf die Forststraße nach rechts. Wir folgen dem Forstweg und erreichen nach etwa 1 km das Naturfreundehaus Brend 1126 m üNN. Auf der Asphaltstsraße geradeaus wandern, kann nach 300 m ein Abstecher zum Aussichtsturm Brend gemacht werden, nur 200 m entfernt beim Berggasthof Brend.
Aussichtsturm Brend
Auf dem Hausberg Brend der Stadt Furtwangen wurde 1905 der Aussichtsturm Brend vom Schwarwaldverein erbaut. Über eine in der unteren Hälfte liegende Wendeltreppe außerhalb des Turms und einer innenliegenden Wendeltreppe in der oberen Hölfte lässt sich der 17 Meter hohe Turm im Schwarzwald besteigen.
Zurück wieder zur Asphaltstraße, zweigt etwa 20 m nach der Beschilderung ein Pfad nach links in den Wald ab, verläuft zwischen den Bäumen hindurch parallel zur Asphaltstraße, zu einer Waldwiese mit Kühen und Rindern am Waldrand entlang und stößt dann nach schräg links auf die Brendstraße.
Wir folgend der Straße etwa 1 km zum Alte Eck, biegen nach links in Richtung Furtwangen bzw. Neueck ab .
Vor dem Hotel Goldener Rabe biegen wir rechts ab, durch ein Wäldchen, vorbei an einem Bauernhof bis zum STO Nördlicher Staatsberg.
Der Wegmarkierung folgend treffen wir auf den Querweg Schwarzwald-Kaiserstuhl-Rhein und wandern zum Südlicher Staatsberg. Zwischen Wiesen- und Waldrand entlang tauchen wir in das Wäldchen ein. Wenn der Wald sich wieder öffnet oberhalb Neueck legen wir an der Bank eine Rast ein bevor wir abwärts wandern zum Standort Staatsberghof.
An der Abzweigung geradeaus weiter und beim Waldrand biegen wir nach rechts in den Wiesenfeldweg ein, überqueren ein Bächlein, an der Unterführung unterqueren wir die B500 in Richtung Landgasthof Hirschen. Am Ende des Parkplatzes in den Pfad der parallel zur B500 verläuft. Wir überqueren 700 m weiter die Straße nach Neukirch und wandern weiter parallel zur B500.
Westweg-Variante
Zwischen Brend und Neueck besteht die Möglichkeit den Westweg zu verlassen um die Strecke in unmittelbarer Nähe zur B500 zu umgehen. Man steigt ins Tal der Wilden Gutach hinab, wandert die Teichbachschlucht hindurch, vorbei am Balzer Herrgott und kehrt am Lachenhäusle wieder zum Westweg zurück.
Der Westweg taucht wieder schräg rechts in den Wald hinein, an einigen Häusern vorbei, oberhalb Neukrich an einer Wiese entlang. Auf einer Brücke überqueren wir die B500 und bevor wir den Wald erreichen biegen wir links ab. Steil fällt der unbefestigte Waldweg ab, abermals unterqueren wir die B500, wandern am Bauernhaus vorbei, steil ansteigend am Wiesenrand in den Hohlweg hinein.
Wiesentäler und Waldstücke wechseln bis wir an der Heubacher Höhe auf den Fernwanderweg Mittelweg treffen. Im wieder nähert sich der Westweg der Bundesstraße 500, auf schmalem Fußpfad, der sich mal verbreitert und dann wieder verjüngt, durch dichten Fichtenwald. Am Hohlen Bildstöckle haben wir das Ziel bereits vor Augen.
Über eine Senke erreichen wir den STO Hochwald, nochmals ein kurzer steiler Pfad bevor der letzte Kilometer am Waldrand uns zum Etappenende am Gasthaus Kalte Herberge bringt.
Informationen zum Urheberecht
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