Baiersbronn Himmelswege Genießer-Tour
Kurz Beschreibung Genießer-Tour
Die Genießer-Tour am Wanderhimmel Baiersbronn zählt zu den neun Himmelswegen. Mit einem Schmetterling als Wegzeichen startet die Rundwanderung direkt bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal mit einem langsam ansteigenden Weg zum idyllisch gelegenen Buhlbachsee. Die Atmosphäre lässt die Alltagssorgen vergessen und man will diesen Ort eigentlich nicht mehr verlassen. Auf naturbelassenem Pfad geht es der alten badisch-württembergischen Grenze an der Zuflucht entgegen. Ein wenig auf dem Westweg zur Zollstockhütte und ein Stück durch das Hochmoorgebiet und dann hinunter ins Ilgenbachtal. Für diesen Abstieg sind Trittsicherheit Voraussetzung, da die schmalen Pfade quer durch den Wald und ein kurzes Stück an der Saumkante des Berghangs entlang führen. Anschließend geht es durch das Ilgenbachtal, vorbei oberhalb der Burgruine Tannenfels und zurück zum Ausgangspunkt beim Kurpark in Baiersbronn-Obertal.
Bei der Touristik-Information in Obertal startet auch der Himmelsweg Höhenweg (Wegzeichen mehrere Gebirgszüge), der mit der Genießertour erst mal die Strecke teilt.
Start/Ziel: Baiersbronn-Obertal Tourist-Info
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem PKW bis Baiersbronn-Obertal, Parkplatz gegenüber Tourist-Info
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
http://www.vgf-info.de/
Die wichtigsten Standorte:
DuftkräuterwegleSchwimmbad Obertal
Guter Brunnen
Möhrlesbrunnen
Buhlbachsee
Natur- und Sporthotel Zuflucht
Zollstockhütte
Ilgenbachhütte
Drei Birken Brunnen
Burgruine Tannenfels < Abstecher
Jägerruh-Hütte
Sonnenhütte
Obertal Kurgarten
Länge der Strecke: ca. 21,4 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 7 – 8 Stunden
Charakteristik: Forstwege, urwüchsige Pfade
Ausführliche Beschreibung Genießer-Tour
Der Beschilderung mit dem Schmetterling bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal (505 m üNN) folgend, steigen wir die Treppenstufen zum Kurpark hinab und überqueren die Brücke der Murg. Wir folgen nach rechts dem geteerten Weg, Es zweigt ein Fußweg und Klettersteig nach rechts ab, der Interessierte zum Zusammenfluss von Rotmurg und Rechtmurg zur Murg bringt. Geradeaus gelangen wir nun zu dem oberhalb des Kurparks gelegenen Duftkräuterwegle.
Duftkräuterwegle
Mit viel Einsatz, Geschick und Liebe zum Detail entstand erstmals 2009 dieser wunderschöne Weg bestehend aus Kräuterkörben und Kräuterbeeten.
2012 hat sich der Duftkräuterwegle in Obertal für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Ein Sturm nur eine Woche nach der erfolgreichen Präsentation verwüstete die Präsentationsstrecke, hauptsächlich von den Frauen der Dorfgemeinschaft wurde der Duftgarten wieder erneuert. Eine Infotafel und bei den Attraktionen befestigte Hinweisschilder geben Informationen zu den verschiedenen Planzen und Düften. Sehr schön auch das liebevoll gebaute Insektenhotel, wir haben den Duftgarten schon im April besucht, so dass das Planzenwachstum des Duftgartens auf den Bildern leider noch nicht voll zur Geltung kommt.
Die Wegführung weist uns nun nach rechts auf dem Weiherweg, ein Teersträßchen am Waldrand entlang, vorbei an der Rückseite des Schwarzwald MedicalResort, und einem hoteleigenen Minigolfplatz zum Standort Weiher 613 m und einem Brunnen. Hier befindet sich der Schuldwaldgarten der Grundschulklassen Baiersbronn-Obertal. Rechts von uns das Schwimmbad Obertal mit Minigolfanlage und alsbald die Obertaler Tennisplätze (626 m üNN).
Wir bleiben auf dem Teersträßchen, bei der Lärchenhütte, 627 m üNN, dabei ein Grillplatz, nehmen wir die Abzweigung links. Nun fließt an unserer rechten Seite im Tal zwischen Wiesen und Bäumen der Buhlbach, dem wir am „Guter Brunnen“ vorbei etwa 1 km folgend und dann nach rechts auf dem Fußpfad zur Holzbrücke und den Buhlbach überqueren, dann nach rechts gehen und nach 130 m scharf links auf den Forstweg abbiegen. Unten im Tal plätschert der Buhlbach gemächlich vor sich hin und umspült die darin liegenden Sandsteine während der Weg fortwährend sanft ansteigt, den Möhrlesbrunnen passiert und nach 2 km den Standort Spaltbächle, 768 Höhenmeter, erreicht. Nun verlässt uns die Höhentour nach rechts auf einem breiten Grasweg aufwärts, während wir jetzt auf die Seensteig Etappe 2 stoßen und diese uns begleitet. Das Spaltbächle mündet in den Buhlbach, wir überqueren ihn in einer Linkskurve und an der nächsten Gabelung biegen wir rechts auf den aufsteigenden Weg ab. Schauen wir nach links können wir in kurzer Entfernung die Bärenteichhütte erkennen.
Jetzt fließt der Buhlbach auf unserer rechten Seite, an der Gabelung müssen wir geradeaus den Forstweg bergauf zum Standort Buhlbachsee, 789 m üNN, den See erreichen wir nach weiteren 200 Metern. Eine Umrundung des Buhlbachsees lohnt sich, um diesen von allen Seiten betrachten zu können.
Buhlbachsee < mehr Infos
Während der letzten Eiszeit vor etwa 10000 Jahren ist der Buhlbachsee im Nordschwarzwald entstanden. Beinahe unscheinbar schmiegt sich der Buhlbachsee an seine etwa 120 m hohe Karwand. Es ist dem Buhlbachsee ist bereits anzusehen, dass er vom Ufer her zunehmend verlandet. Mit der Zeit wird sich aus dem Karsee Buhlbachsee ein Niedermoor und darauffolgend ein Hochmoor bilden.
Nach einer Pause geht es wieder zurück zum Standort Buhlbachsee. Auf einem naturbelassenen Pfad mit vielen Steinen wandern wir jetzt in der Karwand zum Parkplatz Bärenteich, 896 m üNN, den wir nach 1 km und etwa 30 min Wegzeit erreichen. Wir überqueren die viel befahrene Schwarzwaldhochstraße B500 und wandern nun der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze bei der Zuflucht, einer alten Poststation, seit 2012 ein Natur- und Sporthotel entgegen.
Natur- und Sporthotel Zuflucht
Im August 2012 wieder neu eröffnet füllt das Natur- und Sporthotel Zuflucht eine dringend notwendige Lücke an Einkehrmöglichkeiten für Wanderer und Mountainbike Fahrer. Das Hotel liegt an der Schnittstelle regionaler und überregionaler Wanderwege wie der Westweg, die Baiersbronner Himmelswege Genießer-Tour oder der Seensteig Etappe 2. Sie sollten sich aber vor der Wanderung nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen.
Nach einem etwa 100 m langen naturbelassenen Pfad stoßen wir auf die Landesstraße 92 (von Oppenau her kommend/Oppenauer Steige), wandern nach rechts am Straßenrand entlang und überqueren beim Standorthinweisschild Zuflucht, 963 m üNN und biegen nach links auf das Teersträßchen ein, nun außer der Seensteig Etappe 2 noch in Begleitung mit der Westweg Etappe 4. An der nächsten Gabelung nehmen wir den Forstweg rechts, kommen am Härtle 933m üNN vorbei, überqueren hier die Wegspinne geradeaus auf dem oberen Weg zum Wegweiser Zollstockhütte, 940 m üNN (nach 1,9 km). Nach links in den breiten Pfad zum Abzweig Zollstockhütte, 928 m üNN, der Westweg verlässt uns wieder, und gleich links in den grasigen Pfad zur Schwarzwaldhochstraße B500, die wir zum Standort Zollstockkhütte, 944 m üNN, überqueren.
Wir verlassen nun den Seensteig Etappe 2 nach links über das Hochmoor. 500 Meter weiter wandern wir an der Kreuzung geradeaus, nach weiteren 500 Metern an der Gabelung nach rechts, immer auf leicht abfallendem Weg. Nochmals 100 m weiter führt der Weg scharf rechts in einen mit weichem Moos bewachsenen Pfad durch den Wald, 200 m weiter nochmals rechts in einen schmalen Fußpfad und dann auf einen Forstweg nach rechts. An der Wegspinne am Grenzstein „Schnepfenbach“ vorbei, am Standort Schnitzberg 870 m üNN, nach rechts auf schmalem Fußpfad, teilweise am Saum des Abhangs, der nur was für geübte und trittsichere Wanderer geeignet ist. Wirklich schwierig zu begehen, einigermaßen schwindelfrei sollte Mann/Frau schon sein, sind aber nur die ersten 100 Meter.
Alternativ bietet sich an, auf dem Forstweg geradeaus weiter zu wandern, an der Gabelung NICHT der gelben Raute folgen, sondern den rechten Weg wählen und an der weiteren Abzweigung in einer scharfen Rechtskehre auf dem Forstweg abwärts zur Ilgenbachhütte wandern.
Wer den Pfad quer durch den Wald abwärts wählt, stößt nach etwa 1,2 km auf den Forstweg. Hier scharf rechts und kurz darauf ist die Ilgenbachhütte, 720 m üNN, erreicht.
Ilgenbachhütte
Die Ilgenbachhütte wurde 1913 erbaut und 1989 erneuert, die Hütte selbst ist zwar gut eingerichtet für Wanderer aber verschlossen. Sie bietet jedoch Unterstand und mit zwei Bänken einen guten Platz zum Ausruhen aber auch die Möglichkeit Mitgebrachtes zu verzehren. Vor der Hütte spendet ein Brunnen Wasser.
Nach einer kurzen Kaffeepause machen wir uns auf den Weiterweg. Wir überqueren den Ilgenbach mit seinen Kaskaden und wenden uns nach links. Sanft verläuft der Weg nun abwärts, links begleitet uns der Ilgenbach mit seinem Plätschern wie Musik in den Ohren. Auf der rechten Seite, der von einem Sturmtief verwüsteten Berghang. Nach 120 m erreichen wir die Gabelung am Luxemburg Eck 712 m üNN, wir bleiben auf dem Weg geradeaus und überqueren nach 50 m den Ilgenbach und wenden uns jetzt auf das Asphaltsträßchen nach rechts. 200 m weiter wartet eine Bank beim Drei Birken Brunnen geradezu darauf Platz zu nehmen, an der darauf folgenden Gabelung wählen wir den oberen Weg in Richtung Spinnenbrunnen (1km).
Wir wandern geradeaus weiter, sehen bereits die ersten Häuser von Baiersbronn-Obertal und erblicken nach 500 m rechts die Ruine Tannenfels. Ein kleiner Abstecher an der nächsten Gabelung zur Ruine Tannenfels beim Försterstein, 685 m üNN, lohnt sich. Hier geht es auch zum Felsenwegle, was zum Zeitpunkt unserer Wanderung jedoch aufgrund von Sturmschäden des Sturmtiefs Andrea gesperrt war.
Burgruine Tannenfels < Abstecher, mehr Infos
Die ehemalige Turmburg Tannenfels auf Baiersbronner Gemarkung wurde schon im ausgehenden 11. Jahrhundert erbaut, auf diesen frühen Bau weisen gefundene Tonscherben hin. Bemerkenswert daran ist, dass die Turmburg Tannenfels somit rund 200 Jahre älter als die früheste Datierung der Gemeinde Baiersbronn aus dem Jahr 1292 ist. Da solch eine Burg in der Nähe oft eine Besiedlung nach sich zieht, könnte Baiersbronn vielleicht schon früher besiedelt worden sein.
Gleich beim Standort Ruine Tannenfels, 678m üNN, stößt die Murgleiter Etappe 5 zu unserer Genießertour hinzu. Wenige Meter später, bei der Jägerruh-Hütte noch eine kurze Apfelpause auf der Sitzbank, dann links nach 150 m bei den Schildern Jägerruhe 629 m üNN, zweigt ein Fußpfad nach rechts ab den Hang hinunter zum Sonnenhüttewegle, 612 m üNN und zur Sonnenhütte 599 m üNN, am Fuße des Hangs mit dem Scharrein Brunnen. Das Wegzeichen zeigt uns nach rechts zum Biotop 594 m üNN, wir haben den Kurpark Obertal mit seinen Attraktionen erreicht. Beim Standort Obertal Kurgarten 604 m üNN, wenden wir uns nach rechts über die Murgbrücke zum Ausgangspunkt bzw. Ziel des Himmelsweges Genießer-Tour.
Alle Himmelswege Baiersbronn ansehen!
Bilder zur Wanderung Himmelswege Genießer-Tour in der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet finden Sie unter Bilder Himmelsweg Wanderung.
Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
Seensteig Etappe 2
Wildgehege Baiersbronn-Mitteltal bis Schliffkopf (Infotafel Steinmäuerle)
Kurzbeschreibung
Durch dunklen Wald, offene Waldflächen, verursacht durch Orkan Lothar am 25.12.1999, auf schmalen und urwüchsigen Waldpfaden sowie breiten Forstwegen bringt uns die 2. Etappe des Seensteigs von Baiersbronn-Mitteltal hoch zum Schliffkopf. Beim Wildgehege in Baiersbronn Mitteltag beginnt Etappe 2 des Seensteig. Vorbei an der Ellbachkopfhütte zum Grubensattel, der mit einer Himmelsliege und einer hervorragenden Aussicht den ersten Aufstieg durch dunklen Wald belohnt. Weiter wird in Richtung Sauerbrunnen eine großen Sturmwurffläche durchwandert, die Orkan Lothar Weihnachten 1999 geschaffen hat, vorbei an der Ellbachlägerhütte mit einem kurzen Aufstieg zur Zollstockhütte, bei der die Schwarzwaldhochstraße überquert wird. Kurz darauf begleitet der Westweg die Seensteig Etappe 2 bis zum Sporthotel Zuflucht wo die Wanderstrecke dann auf urwüchsigem Pfad wieder abwärts zum Buhlbachsee führt. Nach einem kurzen Stück abwärts bis zum Spaltbächle beginnt der Aufstieg entlang des Spaltbächle auf die Schwarzwaldhöhen zum Lotharpfads um dann wieder auf den Westweg zu treffen. Überwiegend auf Forstwegen bringen die letzten Kilometer den Wanderer zur Steinmäuerle Infotafel unterhalb des Schliffkopfhotels. Nach überqueren des Parkplatzes befindet sich die Bushaltestelle für die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterhalb des Schliffkopfhotels.
Länge der Strecke: ca. 18,4 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 7 Stunden
Start: Wildgehege Mitteltal
Ziel: Schliffkopf (Infotafel Steinmäuerle)
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem PKW bis Baiersbronn-Mitteltal, beim Gasthaus bzw. Tourist-Information nach links Richtung Forsthaus und Wildgehege, zurück mit öffentlichen Verkehrsmittel ab Schliffkopf
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
http://www.vgf-info.de/fahrplantarifauskunft/fahrplaene/
Wichtige Standorte:
• Wildgehege Baiersbronn-Mitteltal
• Ellbachkopfhütte
• Aussichtspunkt Grubensattel
• Ellbachläger 1950 (Brunnen)
• Ellbachlägerhütte 1950
• Zollstockhütte
• Zuflucht
• Buhlbachsee
• Spaltbächle
• Lotharpfad
• Schwabenrankhütte
• Steinmäuerle Infotafel
Ausführliche Weg- und Ortsbeschreibung
Etappenstart des Seensteig 2 ist am Wildgehege in Baiersbronn-Mitteltal. Hier wandern wir am Standort Wildgehege nach rechts, aufwärts entlang am Gehegezaun und stehen so am oberen Ende des Wildgeheges.
Wildgehege in Baiersbronn-Mitteltal
Am kleinen von Besuchern gut überschaubaren Wildgehege gibt es einen imposanten Rothirsch samt Rudel aus mehreren weiblichen Tieren und verschieden alten Kälbern zu sehen. Zumindest uns ist das bei jedem Besuch so ermöglicht worden. Wer zur Futterzeit am Abend kommt kann die Tiere aus unmittelbarer Nähe erleben. Ein am Zaun entlang laufender Forstweg gibt Möglichkeit zu einer kurzen Rundwanderung. Für Kinder gibt es nur wenige Meter entfernt einen großen Spielplatz zum toben und spielen.
Wir gehen natürlich nicht Spielen, wir wandern am oberen Ende des Wildgeheges links in den Rundweg, vorbei am Gehege-Brunnen, so kommen wir zu einer Hütte und müssen links in den ansteigenden Waldpfad hinein, einen Fußpfad überqueren und uns auf den schmalen Fußpfad begeben bis wir auf einen Forstweg stoßen und nach ca. 600 m zu einer Wegspinne mit der Ellbachkopfhütte auf 708 m üNN gelangen.
Ellbachkopfhütte
Unmittelbar, leicht erhöht liegt die Hütte an einer Wegspinne, die Ellbachkopfhütte ist eine große offene Schutzhütte, vor der Hütte befindet sich ein angebauter Unterstand mit 2 Bänken. Die Hütte ist unverschlossen, im Inneren der Hütte verläuft eine Bank rundum und zwei Tische stehen darin. Bei unserem Besuch hat die Hütte einen ordentlichen und sauberen Eindruck gemacht.
Wir überqueren die Wegspinne und ziehen links an der Hütte vorbei auf ansteigenden Weg durch Fichtenwald. Bald darauf kommen wir zur nächsten großen Wegspinne, dem Grubensattel.
Aussichtspunkt Grubensattel
Eine grandiose Aussicht mit Panoramablick gibt es am Grubensattel, eine Bank und eine Himmelsliege bittet Wanderer eine kurze Ruhepause einzulegen und die schöne Schwarzwald Landschaft zu genießen. Wir wenden uns nach rechts, der Forstweg steigt leicht an, kommen am Ellbachläger 1950 (Brunnen) vorbei.
Am Standort Sauerbrunnenwegle treffen wir auf die Naturgewaltentour, deren naturbelassener Pfad von rechts unten von der Bös Ellbach Hütte heraufkommt. Der Wald öffnet sich aufgrund der offenen Sturmflächen des Orkan Lothar, wir müssen geradeaus weiter, rechts erblicken wir die Ellbachlägerhütte 1950, wandern an einem Hochsteig vorbei, halten uns an der folgenden Linkskurve (Standort Ellbachläger ) geradeaus bergwärts und verabschieden uns wieder von der Naturgewalten-Tour. An der kommenden Gabelung begeben wir uns auf die scharfe Rechtskehr in den Waldweg, der in einen Pfad übergeht durch Fichtenwald.
Am Täfele stoßen wir auf einen Forstweg, biegen links ab und sind nach 200m am Standort Zollstockhütte und treffen jetzt auf den Himmelsweg Genießer-Tour, der jetzt mit uns weiterwandert. Wir überqueren die Schwarzwaldhochstraße B500, wandern geradeaus bis zum Abzweig Zollstockhütte. Jetzt begleitet uns noch der Westweg und wir wandern mit ihnen nach rechts auf dem Forstweg am Härtle 933 m üNN vorbei bis zur Zuflucht 963 m.
Natur- und Sporthotel Zuflucht
Im August 2012 wieder neu eröffnet füllt das Natur- und Sporthotel Zuflucht eine dringend notwendige Lücke an Einkehrmöglichkeiten für Wanderer und Mountainbike Fahrer. Das Hotel liegt an der Schnittstelle regionaler und überregionaler Wanderwege wie der Westweg, die Baiersbronner Himmelswege oder der Seensteig. Sie sollten sich aber vor der Wanderung nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen.
An den Wegweisern angekommen, müssen wir die Straßenseite der Autostraße wechseln und nach rechts der Wegweisung des Seensteig folgen. Nach 130 m begeben wir uns nach links in einen urwüchsigen Fußpfad, der nach weiteren 130 m auf die Schwarzwaldhochstraße B500 trifft. Diese müssen wir überqueren und am Parkplatz Bärenteich 896 m üNN auf dem naturbelassenen, steinigen Pfad abwärts wandern. Nach 200 m überqueren wir einen Forstweg (Sitzbank), um auf dem steinigen, wurzeligen Pfad in der Karwand nach etwa 1 km den Standort Buhlbachsee 789 m üNN zu erreichen.
Buhlbachsee < mehr Infos
Jetzt ein Abstecher zum 200 m entfernten Buhlbachsee auf breitem Forstweg entlang des Buhlbachs. Bei unserer Wanderung Ende März und warmen Frühlingstemperaturen konnten wir viele Kröten beobachten, die auf dem Weg zum Laichgewässer waren.
Während der letzten Eiszeit vor etwa 10000 Jahren ist der Buhlbachsee im Nordschwarzwald entstanden. Idyllisch liegt der Karsee in der Kerbe eines tiefen Kessels auf 803 Höhenmeter auf der Gemarkung Baiersbronn östlich des Schliffkopf-Höhenzugs. Beinahe unscheinbar schmiegt sich der Buhlbachsee an seine etwa 120 m hohe Karwand, vollkommene Heile-Welt-Romantik ausstrahlend.
Zurück geht es wieder bis zur Standort-Beschilderung Buhlbachsee. Wir wandern links auf dem Forstweg abwärts vorbei an der ersten Gabelung. Bei der 2. Weggabelung biegen wir nach links über den Buhlbach und erreichen wenige Meter später den Standort Spaltbächle 768 m üNN. Das Spaltbächle fließt in den Buhlbach und vereinigt sich mit diesem.
Nun stoßen wir auf den Baiersbronner Himmelsweg „Höhenweg“, in dessen Begleitung wir jetzt weiterwandern. Wir biegen in einer scharfen Linkskehre auf einen unbefestigten breiten Grasweg bergaufwärts ab. In der Senke links unten fließt das Spaltbächle und begleitet uns, um die darin liegenden Steine plätschernd, auf dem sich alsbald zum Pfad verschmälernden Weg. Das Spaltbächle, das aus umliegenden Quellen gespeist wird, fließt nun direkt links neben uns, das Wasser darin wird aber immer weniger bis es schließlich ganz versiegt. Nach 1,2 km stoßen wir auf einen Forstweg und biegen nach links ab und überqueren das Spaltbächle. 100 Meter weiter stoßen wir auf einen weiteren Forstweg. Das Wegzeichen weist uns nach rechts aufwärts abzubiegen, das ausgetrocknete Spaltbächle nun zu unserer Rechten.
Wir wandern durch Orkan Lothar geschädigte Forstflächen, auf nun fast ebenem Gebiet. An der Gabelung in einer langgezogenen Rechtskurve auf dem Forstweg geradeaus weiter (Ursprung des Spaltbächle) und an der nächsten Gabelung links zum kurz darauf erreichten Standort Hahnenmisse 863 m üNN.
An dieser Abzweigung ca. 300 m geradeaus zum Buhlbacher Läger 885m üNN. Wir biegen nach rechts auf den Panoramarundweg und gelangen auf dem ansteigenden Forstweg nach 600 m auf die Schwarzwaldhochstraße beim Lotharpfad. Wir überqueren die B500 und begeben uns zum Standort Parkplatz Lotharpfad 927 m üNN und sodann zum Eingangsportal des Lotharpfades.
Lotharpfad < mehr Infos
Die Sturmwurffläche des Orkan Lothar, entstanden am 2. Weihnachtsfeiertag 1999, wurde seitdem sich selbst überlassen. Samen der umliegenden Waldränder sorgten dafür, dass verschiedene Baumarten ohne menschliche Hilfe entstanden. Pionierarten, wie z.B. Vogelbeere oder Birke können sich jedoch langfristig unter dem prägenden Waldbild von Weißtannen oder Rotbuchen nur schwer durchsetzen. Sie warten auf neue Lücken zum Wachsen. Eine Sturmwurffläche mit viel Totholz bietet ein abwechslungsreiches Kleinklima und ist idealer Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten.
Auf Bohlenbrettern folgen wir den Hinweisschildern von Seensteig, Höhentour und Panoramarundweg durch die wild wachsende Sturmwurffläche. Buchen, Birken, Ebereschen (Vogelbeeren) finden ebenso Platz zum Wachsen wie Fichten, Heiden oder Heidelbeeren und spenden Lebensraum für verschiedene Tierarten. Über Treppensteige überblicken wir die sich selbst überlassene Natur und gelangen nach 300 m zur Aussichtsplattform am Lotharpfad, die einen Rundumblick in entfernt liegende Gebirgszüge ermöglicht.
Wir ziehen rechts an der Aussichtsplattform auf einem von mehreren vernetzten Fußpfaden vorbei zum rückwärtigen Ausgang des Lotharpfads. An der Standortbeschilderung Lotharpfad 930 m üNN können wir ersehen, dass uns jetzt auch der Westweg und Renchtalsteig begleiten. Wir wenden uns auf dem Forstweg nach rechts (der Panoramarundweg biegt hier nach rechts in Richtung Schwarze Lache ab), den Berg abwärts, kommen an einer Bank mit Aussicht auf das Eckenfels-Massiv.
Wir erreichen nach 300 m den Haferrüttenrank 897 m üNN. An der Gabelung rechts bis wir nach knapp 1 km zum Schwabenrank 877 m üNN mit Schwabenrankhütte, einer offenen Hütte zum Unterstehen und Bänken im Inneren. An der Gabelung wählen wir den rechten ansteigenden Forstweg.
Es begleiten uns das Singen von Vögeln in der Stille und hin- und wieder können wir Schmetterlinge oder Greifvögel beobachten, die am Himmel ihre Kreise ziehen.
Nach 1,2 km kommen wir zu einem Aussichtspunkt mit Bank. Bei klarer Fernsicht lässt sich hier bis zum Feldberg oder Straßburger Münster schauen. Langsam nähern wir uns nun der viel befahrenen Schwarzwaldhochstraße und wählen nach 500 m den linken breiten Fußpfad aufwärts und kommen nach weiteren 500 m bei der Steinmäuerle Infotafel, 997 m üNN an. Hier endet nun die Seensteig Etappe 2.
Westweg und Höhentour treffen jedoch auf Murgleiter Etappe 5, dem Startpunkt der Seensteig Etappe 3. Ebenso beginnt hier die erste Etappe des Murgtal-Wanderwegs.
Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
Wir haben die Etappe an drei verschiedenen Tagen machen müssen, jeweils etwa 14 Tagen später, gut zu sehen wie sich die Natur entwickelt hat. Die Bilder sind nach der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet und sollen Ihnen Einblick in den Streckenverlauf geben, für eine größere Version auf das Bild klicken!
Ab hier Bilder der nächsten Wanderung
Ab hier Bilder der nächsten Wanderung
Seensteig Etappe 3 - Schliffkopf – Mummelsee
Kurzbeschreibung: Schon am Schliffkopf, mit Beginn der Seensteig Wanderung sind Sie bereits auf den fast höchsten Höhenmetern.
An der Bushaltestelle Schliffkopf wandern Sie ca. 500 m am Schliffkopfhotel vorbei über den Parkplatz zur Infotafel Steinmäuerle Bei der Standortbeschilderung „Steinmäuerle Infotafel 997 m ü.NN“ steigen Sie in die 3. Etappe des Seensteig ein.
Langsam nimmt der Touristenrummel ab, bei „Hübscher Platz 1013 m üNN“ können Sie entscheiden, ob Sie auf dem Westweg zum Ruhestein weiterwandern möchten, oder die 3,5 km längere, Willi’s Kaiservariante wählen. Immer einsamer und ruhiger werden die Wege, Sie wandern um den Kleinen Geißkopf herum zum abseits liegenden und wenig bekannten Melkenteich, einem Biotop.
Auf überaus schmalen Fußpfad wandern Sie am steilen Saum des Langhartkopf und Kaisersteigle zum Ruhestein. Trittsicherheit sollten Sie schon haben, bei Nässe bzw. Glätte ist dieser Pfad nur unter äußerster Vorsicht zu begehen.
Die Höhenmeter zum Seekopf können Sie auch mit dem Lift überwinden, ansonsten führt der Weg in einigen Serpentinen den Skihang aufwärts. Vorbei geht es am Wildseeblick mit Eutinggrab zur Darmstätter Hütte, bei der Sie nochmals einkehren können.
Vom Skilift der Darmstätter Hütte geht es nun weit oberhalb der Schwarzwaldhochstraße auf urigen naturbelassenen Fußpfaden in völliger Abgeschiedenheit über den Altsteigerkopf und Schwarzkopf zum Seibelseckle, es umgibt Sie eine wunderbare Stille, nur der Wind weht Ihnen hin und wieder durch das Haar. Orkan Lothar hat hier am 2. Weihnachtsfeiertag 1999 für weite Ausblicke gesorgt indem er die Bäume wie Mikadostäbchen umgeworfen hat. Am Seibeleseckle lädt die Gaststätte nochmals zu einer Einkehr ein bevor es die letzten 1,5 km zum Etappenende am Mummelsee entgegengeht.
Länge der Strecke: ca. 17,8 km mit Abstecher zum Buhlbachsee
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 7 Stunden
Start: Infotafel Steinmäuerle beim Schliffkopf-Hotel
Ziel: Mummelsee-Hotel an der Schwarzwaldhochstraße
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem PKW bis Baiersbronn-Mitteltal, beim Gasthaus bzw. Tourist-Information nach links Richtung Forsthaus und Wildgehege, zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab Mummelsee
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
http://www.vgf-info.de/fahrplantarifauskunft/fahrplaene/
Die wichtigsten Standorte:
Aussichtsplattform Steinmäuerle
Aussichtsplattform im Schutzgebiet Schliffkopf
Gedenkstein Bundesvater Dinkelacker
Standort Schweinskopf 983 m üNN, am 1000m-Weg
Schliffkopf-Hütte
Melkenteich bei der Melkenhütte
Schanze Vogelskopf
Nationalparkzentrum am Ruhestein
Eutinggrab mit Wildseeblick
Darmstätter Hütte
Seibelseckle
Mummelsee, Kunstpfad
Länge der Strecke: über das Kaisersteigle 17,8 km, auf dem Westweg 14,3 km
Ausführliche Beschreibung Seensteig Etappe 3
Von der Bushaltestelle Schliffkopf wandern wir erst hoch zum Schliffkopfhotel und dort über den Parkplatz insgesamt ca. 500 m hinunter zum Standort „Infotafel Steinmäuerle 997 m ü. NN. Hier knüpft die 3. Etappe des Seensteigs an die 2. Seensteig Etappe an. Die Strecke wird ein Stück von den Wanderwegen Westweg, Murgleiter, Renchtalsteig, Höhentour begleitet. Wir wenden uns nach rechts auf den 1000m Weg zum Standort Steinmäuerle 1000m üNN und biegen kurz darauf bei der Steinernen Sitzbank (Zum Gedenken an Peter Dombrowsky Landrat von 2000 bis 2010) rechts in den steinigen Pfad entlang der Weideneinzäunung ab. Hier finden wir auch das erste Wegzeichen für den Seensteig.
Aussichtsplattform Steinmäuerle < Abstecher
Auch wenn die Aussichtsplattform Steinmäuerle nicht auf direktem Weg der Seensteig Etappe 3 liegt, die Plattform liegt nur einen Steinwurf entfernt, und die paar Meter sollten nicht versäumt werden. Im Jahr 2004 von den Auszubildenden des Forstreviers Allerheiligen gebaut, Bei gutem Wetter und klarer Sicht erlaubt Sie uns einen Blick ins Lierbachtal, nach Strasburg, dem Feldberg und sogar bis zu den Alpen. Da es wirklich nur paar Meter bis zur Plattform sind, sollten Sie bei schönem Wetter mit guter Fernsicht keinesfalls auf diesen Abstecher verzichten.
Dann zurück zum Standort Steinmäuerle, und bei der Steinbank auf den aufsteigenden, holprig-steinigem Pfad nach knappen 500 m kommen wir zu einer Gabelung mit einer Informationstafel zu der Grindenflache und der Beweidung. Ringsum sind mehrere Sitzbänke aufgestellt, auf geschottertem Weg biegen wir links ab bis wir 260 m weiter am Schliffkopf 1055 m üNN mit der großen Aussichtsplattform angekommen sind. An dieser Stelle ist der Start/Endpunkt der Murgleiter Etappe 5.
Aussichtsplattform Schliffkopf
Der Standort in den Grinden des Schliffkopfes besteht aus einer erhöhten Plattform auf der ein großer Behauener Bundsandsteinfelsen steht, obenauf eine etwa 180 Grad Metallplatte die auf die einzelnen zu sehenden Bergrücken zeigt und die auch den entsprechenden Namen preisgibt. So kann bei schönem Wetter reicht der Blick bei guter Fernsicht zur Rheinebene mit den Vogesen, der Schwäbischen Alb und über den Mittel- und Südschwarzwald bis hin zur Alpenkette. In Begleitung des Westwegs und der Höhentour wandern wir nach rechts weiter, vorbei am Gedenkstein Bundesvater Dinkelacker
Gedenkstein Dinkelacker < Mehr Infos
Der fünfeinhalb Meter hohe gewaltige dreieckige Sandsteinfindling wurde ursprünglich "Schwäbisches Heldenmal" genannt und sollte als Toten- und Ehrenmal an die 500 gefallenen Skiläufer erinnern, die der Schwäbische Schneeschuhbund im Ersten Weltkrieg verloren hat. Bei der Einweihung am 31. Januar 1920 hielt Bundesvater Paul Dinkelacker die Festrede. Aus der Festrede ist zu entnehmen, wie Männer des Schneeschuhvereins Baiersbronn, darunter Holzfäller, Maurer und Steinmetze diesen Koloss mit einem ungeheuren Aufwand aufgestellt haben.
Weiter geht es auf einem schmalen Fußpfad durch die eindrucksvolle Grindenlandschaft des Schliffkopfplateaus. Häufig säumen Sitzbänke den Weg und nach 670 m erreichen wir den Standort Hübscher Platz 1013 m ü.NN.
Hier bietet der Seensteig zwei Varianten an:
1. Variante kurz: Auf dem Westweg über den Schweinskopf zum Ruhestein, 3 km bis zum Ruhestein
Der etwa 70 cm breite schottrige Pfad verläuft nun etwas abwärts, mehre Bänke sind in kurzen Abständen aufgestellt, und einige Grenzsteine sind entlang des Pfades vorzufinden. Der Pfad entfernt sich mehr und mehr von der Schwarzwaldhochstraße verschmälert sich bald. Die Grindenhochfläche ist besiedelt und Latschenkiefern, Vogelbeerbäumen, Heiden und Heidelbeeren. Dazwischen durch Grindenbeweidung kurz gehaltene Grasflächen. Abgestorbene vom Borkenkäfer befallene Baumgruppen inmitten in vollem Saft stehender Bäume wird von Fichtenwald abgelöst. Nach gut einem Kilometer stößt der Pfad auf einen Forstweg und 130 m weiter an der Kreuzung nach rechts. Wir befinden uns jetzt auf dem 1000m-Weg und erreichen nach 300 m den Standort Schweinskopf 983 m üNN. Eine Sitzbank lädt hier zu einer Vesper- oder Trinkpause ein. Ein Pfad leitet uns nach rechts durch die Grindenhochfläche, mit vielen Latschenkiefern. Langsam senkt sich der Pfad und verliert an Höhenmetern und nähert sich jetzt wieder der Schwarzwaldhochstraße. Nach etwa 900 m, vom Schweinskopf aus gerechnet, überqueren wir die Schwarzwaldhochstraße in Richtung Parkplatz Vogelskopf.
An der Ruhestein Schanzenanlage erhalten wir Ausblick auf das Nationalparkzentrum am Ruhestein, das gegenüber liegt. Wir biegen links ab und wandern abwärts, zu unserer rechten Seite erblicken wir unten im Tal einen Teich. Wir gelangen zu einer Graslichtung und wandern auf einem schmalen Fußpfad um die Wiesenfläche herum, weiter bergab bis wir dann nach ca. 900m an der Bushaltestelle und Infotafel beim Ruhestein beim Standort Ruhestein Parkplatz“ 913 m ü.NN ankommen.
2. Variante lang: „Willi’s Kaiservariante über den Melkenteich zum Ruhestein, 6,5 km bis zum Ruhestein
Wir biegen rechts auf den breiten steinigen Pfad ab und überqueren 200 m weiter die Schwarzwaldhochstraße und wandern in einen Waldweg hinein, der in einem Naturschutzgebiet liegt. In Begleitung der Höhentour und der gelben Raute verläuft der Weg abwärts. Wir erhalten Ausblicke auf den Skihang des Ruhestein und Vogelskopf sowie den Altsteigerkopf.
Nach weiteren 200 m gelangen wir zur Schliffkopf-Hütte die in privatem Besitz, daher verschlossen ist. Entlang einer mit Weidezaun eingezäunten Grindenweidefläche kommen wir kurze Zeit später zu einer Gabelung. Die Seensteig Etappe 3 weist uns nach rechts, dem Wegweiser „Obertal Buhlbach“ folgend. Farne, Heidelbeeren, Heiden, Vogelbeeren kennzeichnen die Grindenhochfläche. Nach und Nach überwiegt jedoch der Fichtenbaumbestand, je mehr Höhenmeter wir verlieren.
Ungefähr nach 800 m kommen wir an der Wegkreuzung „Roter Schliff 956 m üNN“ an. Wir verabschieden uns von der Höhentour, deren Wegführung geradeaus weitergeht und wenden uns nach links auf Forstweg bergab, an der nächsten Abzweigung in 200 m wenden wir uns nach links, (das Seensteig-Schildchen war hier etwas unscheinbar an einem Baum befestigt) bergwärts.
Wir kommen bei einer Sitzbank am Aussichtspunkt zum Obertal Jägerhaus vorbei, von hier aus sieht man auch sehr gut zum Skihang Vogelskopf, nur wenige Höhenmeter verlieren wir auf dem fast ebenen Waldweg am Melkenteicher Buckel. An der folgenden Gabelung nach 190 Meter müssen wir rechts um die Kurve herum und sind nach nochmaligen 150 m an der Talstation des Skilifts Vogelskopf.
Melkenhütte und Melkenteich
Zu unserer rechten fließt der Melkenteich bei der Melkenhütte, einer offenen Schutzhütte, der in das gleichnamige idyllische Biotop Melkenteich fließt. Im Winter wird das Wasser des Melkenteich unseres Wissen nach für die Beschneiungsanlage des Skihang Vogelskopf verwendet
Wir überqueren die Gabelung, halten uns links und unmittelbar danach rechts in einen schmalen mit Heidelbeeren, Heiden und Farnen umwachsenen Trampelpfad. Um den Langhartkopf herum durch das Kaisersteigle, auf schmalem steinig und wurzeligen Saumpfad am steilen Hang, mit fast alpinem Charakter gelangen wir nach ca. 1,6 km an den Fuß der Schanze Vogelskopf gegenüber des Ruhestein.
Schanze Vogelskopf
An einem Gegenüberliegenden Standort wurde schon vor 1900 ein Hügel Feld-Sprunghügel benutzt, auf dem jetzigen Hügel war früher ein Steinbruch, auf dem 1908 die erste Sprunghügelanlage in Schwaben errichtet wurde, so waren Sprünge bis zu 20 Metern möglich. Durch umfangreiche Umbaumaßnahmen 1994/95 erhielt die heute noch bestehende Sprungschanze ihr Aussehen.
Wir überqueren das Schanzengelände, über den Parkplatz und kommen 400 Meter weiter am Standort „Ruhestein Parkplatz“ 913 m ü.NN an.
Ab hier begleitet uns jetzt wieder der Westweg. In Serpentinen geht es den Skihang Ruhestein aufwärts, auf dem Michael-Glaser-Weg erreichen wir nach 2,5 km den „Seekopf 1039 m üNN“ und kurz darauf den Wildseeblick und die Eutinggrab-Stätte.
Eutinggrab < mehr Infos
Die Urnengrab Euting-Grabstätte ist benannt nach Geheimrat Julius Euting (1839 bis 1913), der gebürtige Stuttgarter war Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek in Straßburg, Arabienreisender und Sprachforscher. Euting war zudem ein großer Förderer des Schwarzwaldvereins und des Vogesenclubs. Am seinem Geburtstag dem 11. Juli, wird, wie es seinem entspricht an dieser Stelle mit Blick auf den Wildsee, eine Tasse arabischen Mokka auszugeben. Dieser "Geburtstagsmokka" an Eutings Grabstätte ist inzwischen zu einer Tradition geworden. Dazu gibt es in unterhaltsamer Form Geschichten, Anekdoten, Wissenswertes zu Euting und dessen Wirken diesseits und jenseits des Rheins sowie im Orient.
Wildsee < Abstecher < mehr Infos
Der Wildsee ist einer der noch übrig gebliebenen Karseen im Schwarzwald, wem der Blick auf den See nicht genügt, kann noch den ca. 800m langen steilen Abstieg auf dem Pfad in der Karwand über felsiges Gestein zum See machen. En Besuch des Wildsees lohnt sich wie bei allen Seen eigentlich immer. Anschließend den gleichen Weg wieder zurück empor, dafür sollten Sie aber schon eine Stunde mehr einrechnen. Wir wandern weiter, sind immer noch im Naturschutzgebiet Bannwald Wilder See, was auch an der eigentümlichen Landschaft zu erkennen ist, nie war Totholz faszinierender. Hier wird eindrucksvoll gezeigt, dass auch Wald verschiedene Lebensphasen hat und ein Baum nicht unbedingt durch eine Kettensäge vor seinem natürlichen Zyklusende sterben muss.
Wir gehen nicht zum Wildsee, wandern die Seensteig Etappe weiter, gleich darauf zweigen wir auf das 350 m lange Wildseewegle ab, steinig und holprig bis wir wieder auf den gut begehbaren Weg stoßen und nach rechts abbiegen.
Knapp 300 m später kommen wir zum Standort Bannwald 1028 m üNN. Infotafeln informieren hier über den Lebensraum Bannwald. Wir biegen links ab und an der Darmstätter Hütte ergibt sich die Möglichkeit zur Einkehr.
Darmstätter Hütte
Der Name Darmstädter Hütte kommt durch den ehemaligen Ski Club Darmstadt-Odenwald (SCDO). Die Mitglieder beschlossen im Oktober 1924 gemeinsam mit dem damaligen Schwimmclub "Jung Deutschland" (heute DSW 1912) eine Hütte zu errichten. Sie sollte den Skiläufern aus Darmstadt und Umgebung die Ausübung ihres Wintersports im schneesicheren Nordschwarzwald ermöglichen. Die Hütte ist, obwohl sie mit dem PKW für Besucher nicht erreichbar ist immer gut besucht, es werden warme und kalte Speisen (Selbstbedienung) angeboten, an schönen Tagen muss aber mit etwas längeren Warte/Anstehzeiten gerechnet werden.
An den Wegweisern „Darmstätter Hütte 1033 m üNN“ wandern wir links den Berg hinab und 150 m später am „Skilift Darmstätter Hütte 1010 m üNN“ verlassen wir den Westweg nach rechts in die neue Wegführung des Seensteigs auf den grasigen Weg zwischen Skilifthütte und Skihang unter dem Lift durch.
Die Sturmwurfläche des Altsteigerkopfs
Es erwartet uns ein unbefestigter Waldweg der in einen urwüchsigen naturverbunden Pfad, der Seinesgleichen sucht, übergeht. Durch Gräser und Heiden, durch die Sturmwurfläche des Altsteigerkopfs. Naturverbundene Wanderer werden diesen Abschnitt des Seensteigs lieben, fernab der Schwarzwaldhochstraße in völliger Einsamkeit und Stille. Schon bald sehen wir in nordwestlicher Richtung die Hornisgrinde mit dem rot-weißen Sendeturm herausragen und am Fuße dessen, das Mummelsee-Berghotel.
Nach gewanderten 1,6 km erinnert uns ein Hinweisschild darüber, dass wir uns im Schutzgebiet für gefährdete Waldtiere befinden und das Betreten des Waldes außerhalb der befestigter Schotterwege und markierten Wanderwege in der Zeit vom 1. November bis 15. Juli des Folgejahres verboten ist. Hier verlassen wir das Gebiet des Altsteigerkopfes und steuern auf den Schwarzkopf zu und zweigen nach 230 m nach rechts in einen widerrum naturwüchsigen schmalen Fußpfad ab, der nach 960 m direkt am Skilifthang des Seibelseckle endet.
Wir wenden uns beim Seibelseckle links den Skihang hinab und zweigen 160 m weiter nach links auf den Forstweg ab um an der folgenden Gabelung in einer scharfen Rechtskehre (Hier endet die neue Wegführung des Seensteigs Etappe 3) in Begleitung des Westwegs zum Parkplatz und über den Parkplatz zum Standort Seibelseckle 956 m üNN leitet. Am Seibelseckle besteht erneut eine Einkehrmöglichkeit in der Rasthütte.
Seibelseckle
Das Seibelseckle ist bei Skilangläufer und Alpin Skifahrer gleichermaßen beliebt, es liegt am 57 Kilometer langen Skifernwanderweg von der Roten Lache bei Baden-Baden nach Freudenstadt. Am Seibelseckle starten zudem fünf Loipen, es ist Start und Zielpunkt einer der schönsten Langlaufstrecken im Mittleren Nordschwarzwald. Es ist aber auch Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen Richtung Mummelsee und Hornisgrinde sowie Richtung Darmstädter Hütte und Ruhestein. Bei der Rasthütte Seibelseckle gibt es Kaffee und Kuchen und zünftiges Vesper.
Vom Seibelseckle sind es nur noch 1,5 km bis zum Etappenziel, vorbei am „Ecklesbrunnen 961 m üNN“ (Trinkwasser) zunächst bergauf auf dem Forstweg, und nach 920 m an der Gabelung rechts in den schmalen Weg sowie am Standort Mummelseewald, 1032 m üNN, in den Pfad links, durch das Mummelseetor Seebach, vor der Mummelseekapelle (1028 m üNN) nach rechts zum Pfad der um den Mummelsee führt und dann nach links zum Hotel, am Parkplatz zum Etappenziel des Seensteig Etappe 3 beim Standort Berghotel Mummelsee.
Mummelsee, Mummeseegeist und Kunstpfad
Für den Mummelsee und dessen Seeufer sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, Der Mummelsee ist vor allem in der schneelosen Zeit die wichtigste Attraktion entlang der Schwarzwaldhochstraße, was bei ungünstigem Zeitpunkt des Besuches aber auch regelrechte Menschenmassen bedeuten kann. Ein Grund dafür, dass der Mummelsee so unheimlich wirkt, ist die Tatsache, dass im 290 Meter langen, 195 Meter breiten und 17 Meter tiefen Mummelsee keine Fische leben. Das von der Hornisgrinde in den See fließende Moorwasser enthält zuviel Schwefel und so wenig Sauerstoff damit keine Fische darin überleben können.
Wer Glück hat kann am See gelegenen Holzsteg den grünen über 2 Meter großen Geist des Mummelsee mit seinem Dreizack antreffen, die imposante Größe des Geistes variiert wohl, je nachdem wer die Stiefel mit 50cm hohen Absätzen trägt. Dass der Mummelseegeist begehrtes Fotomotiv für Fotographen ist, versteht sich von selbst.
Seit dem Jahr 1999 befindet sich direkt am Seeufer des Mummelsee ein Kunstpfad. Zum Thema „Natur und Landschaft“ haben internationale Künstler aus verschiedenen Materialien Kunstwerke geschaffen. Die Witterung und die natürlichen Veränderungen der Natur lassen die Kunstwerke ständig in neuem Licht erscheinen.
Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
Die Bilder sind nach der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet und sollen Ihnen Einblick in den Streckenverlauf geben, für eine größere Version auf das Bild klicken!











































































































Westweg Etappe 7 - HAUSACH – WILHELMSHÖHE
Mit Hausach im Herzen des Kinzigtals ist die Hälfte des Westwegs geschafft. Die 7. Etappe des Westwegs von Hausach zur Wilhelmshöhe gilt als eine der Anstrengensten, was jedoch für konditionierte Wanderer nicht so problematisch sein dürfte.
Von Hausach zum Farrenkopf sind die ersten 550 Höhenmeter zu überwinden, ein weiterer Anstieg folgt entlang der Prechtaler Schanzen und zuletzt noch hinauf zum Karlstein worauf dann die letzten sieben Kilometer ohne nennenswerte Steigungen und Abstiege bis zur Wilhelmshöhe zu bewältigen sind.
Ausgangspunkt/Ziel: Bahnhof Hausach/Wilhelmshöhe bei Schonach
Streckenverlauf: steile Anstiege, schmale naturbelassene Pfade, erhholsame Forstwege
Anfahrt: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Rückfahrt: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die wichtigsten Standorte:
- Innenstadt Hausach
- Burg Husen
- Schmids Wanderecke
- Haseneckle-Hütte
- Hasemann-Hütte und Farrenkopfgipfel
- Büchereck-Hütte
- Schanze Höchst
- Hirschlachschanze - Prechtaler Schanzen
- Huberfelsen
- Karlstein
- Gedenkstein Schwab
- Wilhelmshöhe
Einkehrmöglichkeit: Schöne Aussicht, Vesperstube Silberberg, Wilhelmshöhe
Übernachtung:
Mögliche Abstecher:
Länge der Strecke/Dauer: 21 km, ca. 9 Stunden mit Pausen
Beginn der Westweg Etappe 7 ist direkt am Bahnhof Hausach
Wir gehen über den Zebrastreifen und entsprechend dem Westweg Schild nach links in Richtung Stadtmitte.
Schon nach 400 Metern sehen wir das Westweg Portal Kinzigtaltor-Hausach, eine beeindruckende alte Rotbuche spendet dem dazugehörigen Platz Schatten. Wir gehen durch das Tor und laufen nach links den Kinzig-Damm entlang. Infoschilder geben hier kleine Geschichten vergangener Flößer Zeiten preis.
Schon nach wenigen Metern verlassen wir den Damm wieder, unterqueren eine Brücke und sind auf Hauptstraße in der Innenstadt. Gegenüber der Graf-Heinrich-Schule überqueren wir die Ampel, ein Gedenkstein erinnert hier an den Frieden u. Freiheit der Jahre 1945 – 1995.
Am Hausacher Postamt geht es geradeausweiter vorbei an neuen und historischen Gebäuden und Läden, der um 1890 geschaffenen katholischen Pfarrkirche.
Ein paar Sitzbänke um verschiedene Brunnen der Narrenstadt Hausach locken zum Verweilen, Gaststuben sind zu finden, bei verschiedenen Bäckereien hier können sich Wanderer noch mit Verpflegung eindecken.
Wir erreichen nach circa 1400 Metern ausgehend Bahnhof die Kreuzbergstraße, hier verlassen wir die Hauptstraße und gehen schräg links in Richtung Burg Husem. Die Kreuzbergstraße führt auch zum früher viel besuchten Kreuzberg, einem Wallfahrtsort mit Kapelle.
Kurzer Aufstieg zur Burg Husen
Scharf links vor einem Brunnen der Hausacher Vereine führt der Aufgang im Zickzack auf Schotterweg zum Schlossberg. Tolle Ausblicke auf die Narrenstadt Hausach und Umgebung lassen uns mehrfach innehalten und den steilen Aufgang leichter gehen.
Ein kleines Aussichtsplateu mit Schlossquell von Burg Husem (TRINKWASSER?), mit Sitzbank-Tischgruppe und Blick auf Haussach bieten den idealen Platz für eine weitere kleine Verschnaufpause.
Links auf dem schmalen Pfad, führt uns der Weg zur und an der Burg Husen und Park Hausach vorbei. Auch hier gibt es einen steilen Hang, hinabblickend nochmals einen wunderbaren Blick in die historische Innenstadt Hausach und das Kinzigtal. Bei den im Anhang gezeigten Bildern zur Wanderung sehen Sie einige tolle Bilder dazu.
Burg Husen
Die Burgruine in Hausach liegt auf etwa 353 m üNN und ist schon von Weitem zu sehen. Die wohl im 12. Jahrhundert erbaute Burg gehörte zu den Grafen von Freiburg und kam 1303 als Mitgift an das Haus Fürstenberg. Die Burg wurde während Streitigkeiten 1246 stark beschädigt und teilweise wieder aufgebaut. Die heutige Burg stammt größtenteils aus dem der Zeit um 1450. Seit dieser Zeit wurde die Burg mehrfach zerstört und wieder errichtet.
Wer sich für Burgen interessiert sollte sich die Zeit nehmen und die Anlage genauer ansehen, unser Weg aber stößt auf einen Forstweg, hier müssen wir oberhalb der Burg Husen links abbiegen.
Schmids Wanderecke
Wir erreichen Schmids Wanderecke benannt nach Karl Schmid, dem verstorbenen Vorsitzenden des Schwarzwaldverein. Wie viele Ehrenamtliche mit besonderer Liebe für den Schwarzwald hat sich Karl Schmidt um seine Heimat verdient gemacht, besonders die vielen Westweg Wanderer haben bei Schmid immer eine Anlaufstelle gefunden, warum diesen besonderen Menschen nicht auch eine kleine Gedenkstätte zukommen lassen. Eine Tischgruppe gibt so auch heute müden Westweg-Wanderern Gelegenheit zur Ruhe, und im Schatten kann hier der ideale Platz zum Vespern sein, weiter geht es hier Gegenüber schräg links in Serpentinen den Pfad aufwärts.
Den kommenden breiten Forstweg überqueren, den Pfad in die mittige Bergzunge begehen, der Pfad führt aber schon nach wenigen Metern auf den links verlaufenden Forstweg, leicht ansteigend laufen wir auf diesem weiter.
Nach etwa 500 Metern führt der Weg vor einer Sitzbank aus dem Wald hinaus in die Sonne, links unten im Tal sehen wir einen Bauernhof, den Fuggishof.
An der Gabelung geht es nach rechts und gleich danach links auf den Pfad in den Wald hinein, der Saumpfad schlängelt sich beinahe eben und gut begehbar weiter.
Haseneckle-Hütte
Wir erreichen eine Lichtung, links unter den Bäumen steht eine Sitzbank, rechts befindet sich die Haseneckle-Hütte 480 HM (Bank und Tisch in Hütte), es handelt sich hierbei um eine offene Schutzhütte, die wohl vorwiegend für Westweg-Wanderer erstellt worden ist, weiter geht es auf breitem Weg, rechtseitig mit Blick durch die Bäume auf vereinzelte Höfe im Tal.
Bald erreichen wir den Standort Haseneckle, jetzt sind es noch 1,5 km bis zum Farrenkopf, wir müssen geradeaus weiter in engem Pfad bergauf. An der nächsten Abzweigung nach rechts, den ,Weg bergauf, es geht in eine Linkskurve. An der Gabelung die wir erreichen, geradeaus in dunklen, dichten Fichtenwald auf schmalem Pfad, der im ZickZack über Baumwurzeln steil aufwärts leitet. Die Fichten wechseln in Buchen, der Pfad wird breiter und der Wald lichter, ein breiter Forstweg gilt es zu überqueren, an der Abzweigung beigen wir rechts ab zum Zinowald. Jetzt sind es noch 1 km bis zum Farrenkopf.
Aufstieg zum Farrenkopf
Jetzt beginnt der steilste Weg dieser Etappe, bei vielen Wanderern ist dieser letzte Kilometer vor dem Farrenkopf als schweißtreibenden bekannt, wir hatten uns vor der Wanderung im Internet informiert und so unsere Ganggeschwindigkeit eingestellt. Im Grunde ist das aber übertrieben, wichtig ist seinen eigenen Gang zu finden, gleichmäßig zu gehen und nicht zu überdrehen, dann ist der Aufstieg leicht zu gehen. Wir waren total überrascht, dass wir schon nach gefühlten 500 Metern vor der Hasemann-Hütte auf dem Farrenkopf standen.
Farrenkopf
Der Farrenkopf ist nach der Burgruine Husen ein weiteres Highlight der Westweg Etappe 7. Wir finden hier auf dem Farrenkopfgipfel 789 mÜNN einen gepflegten Platz mit Hütte, Grillplatz, herrlicher Aussicht ins Tal, wer hier übernachtet muss hier bei gutem Wetter einen wahrhaft traumhaften Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erleben.
Auf dem Dachboden der großen, geräumigen Schwarzwaldverein Hütte gibt es die Möglichkeit zu übernachten. Isomatte, Schlafsack sind selbstverständlich mitzubringen. Ob ein Toilettenhäuschen vorhanden ist, haben wir bei unserem Besuch allerdings versäumt zu schauen. Werden wir aber noch in Erfahrung bringen.
Die als Hasemann-Hütte bekannte Hütte wurde benannt nach dem Kunstmaler Prof. Wilhelm Hasemann, der wurde als Landschafts- und Genremaler sowie Illustrator bekannt. Wer möchte kann zum Abschied im vom Schwarzwaldverein ausgelegtem Hüttenbuch eine kleine Nachricht hinterlassen.
Wir wandern weiter den Saumpfad abwärts. Unten angekommen ACHTUNG nicht links den breiten Forstweg sondern in den links nach drei Metern verlaufenden Pfad gegenüber weiter bis zum Schorenkopf laufen.
An der kommenden Wegspinne/Kreuzung in einen Pfad rein, der nach kurzer Zeit aus dem Wald hinaus am Waldrand entlang führt und sodann vorbei an der Schanze am Büchereck zum Standort Büchereck bringt.
Büchereckhütte
Die Büchereckhütte, auf dem Büchereck, 681 m üNN, ist eine vom Gutacher Schwarzwaldverein errichtete Schutzhütte, 1991 eingeweiht. Die Schutzhütte machte bei unserer Westweg Wanderung einen aufgeräumten Eindruck.
Die Hütte ist innen mit Tischen, Stühlen und Bänken ausgestattet, zur Not könnte der Fußboden als Schlafmöglichkeit dienen. Ob das erlaubt ist, sollte vorab aber erfragt werden. Im Außenbereich befindet sich eine große gemauerte Grillstelle, Tischbankgruppe Sitzbank Am letzten Sonntag im August gibt es hier ein alljährliches Bergfest.
An der Hütte ein Hinweisschild „Brunnen“; ein steiler Pfad führt auf 200 m zum Brunnen, im Dunkeln ist dieser Pfad aber nicht begehbar.
Am Parkplatz Büchereck überqueren wir die Fahrstraße, wandern in den Büchereckweg, hier wählen wir den mittleren Weg an der Gabelung und wandern stetig bergauf um die Schanze auf dem Höchst herum zum Haselberg und an der Hornberger Kolpinghütte vorbei zu den Prechtaler Schanzen.
Schanze Höchst
Die Schanze und Wachthaus auf dem Höchst sicherte die "Alte Straße" von Hornberg über Gutach nach Elzach, die an dieser Stelle ihren höchsten Punkt erreicht. Um bessere Sicht und freies Schußfeld zu erhalten, wurde der Wald gerodet. Durch das entstehende Totholz und überwucherne Hecken entstand so auch ein natürliches Hindernis. Die Schanze Höchst wurde 1981 bis 1984 vom Schwarzwaldverein Gutach freigelegt und restauriert. So sind auch heute bis zu mannshohe Mauerteile der Schanze erhalten geblieben.
Wir wandern auf breiten Forstwegen weiter, vorbei an der Hornberger Kolpingshütte und schon bald erreichen wir die nächste militärisch bedeutsame Befestigungsanlage im Gutachtal.
Prechtaler Schanzen
Die Hirschlach- Schanze auch Prechtaler Schanze besteht aus Überresten einer Befestigungsanlage der sogenannten „Schwarzwaldlinie“ aus dem 17. Und 18. Jahrhundert, sie liegt auf ca. 836 Meter Höhe. Die Prechtaler Schanze war strategischer Punkt im Geflecht der Verteidigungsschanzen gegen Frankreich die Anfang des 18.Jahrhunderts vom Hochrhein bis zur Burg Eberstein bei Baden-Baden reicht. Im Zweiten Weltkrieg diente die Prechtaler Schanze der Flugabwehr mit Bunkern und Flakstellungen, deren Überreste sind noch zu besichtigen. Naturliebhaber werden sich hier sofern die Jahreszeit stimmt besonders über die üppigen Blumenwiesen erfreuen können.
Bei unserer Wanderung steht hier ein Windmessmast, seine schon bald nervenden Geräusche sind schon früh zu hören, mit ihm werden die Windbewegungen in 100 Metern Höhe gemessen und Turbulenzen erfasst.
Wir wandern um die Hirschlachschanze rechts herum und steil bergab auf steinigem Weg, gelangen an dessen Ende nach rechts in den Forstweg, wandern einen Pfad abwärts und abermals einen steilen Pfad bergauf zum Huberfelsen.
Huberfelsen
Der aus Granit bestehende Huberfelsen nahe dem Ortsteil Oberprechtal, früher wurde der Felsen „Spitzer-Stein“ genannt, erinnert stark an den Turm eines U-Bootes das aus dem Wald ragt. Seinen heutigen Namen erhält er im August 1902 zu Ehren des ehemaligen Obervogts Theodor Huber. Eine kleine Gedenktafel am Felsen weist seitdem auf den Namensgeber hin. Im Jahr 2004 wurde das Geländer an neue Sicherheitsstandards angepasst. Seit 29. August 1963 ist der Huberfelsen als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen.
Der Pfad führt mit Zugang zum Fels am Fels vorbei und stößt auf Forstweg, hier müssen wir rechts abbiegen so gelangen wir zum Hirzdobel (noch 2 km zum Karlstein) und darauf zum Führlefelsen, auf linkem Pfad bergauf, beim Forstweg wieder links beim Hirzbrünnle rechts auf felsigem, verwurzelten Pfad bergwärts zum 25 Meter hohen Granitfelsblock Karlstein. Der kurze Felsensteig ist mit einem Geländer gesichert und lässt uns im Süden inmitten von Wiesen liegende mehrere Einzelhöfe erblicken.
Karlstein
Auf ca 970m üNN liegt der Karlstein, es ist eine Felsformation aus Granitblöcken und bietet eine beeindruckende Aussicht nach Süden. Bis zum Jahr 1805 markierte der Karlstein ein Vierländereck, an dem die Länder Baden und Württemberg sowie die Fürstenbergischen und Vorderösterreicherischen Besitzungen aneinander trafen.
Zu früherer Zeit als Hauenstein bekannt, wurde der Granit-Felsen, nachdem Herzog Carl Eugen von Württemberg den Gipfel am 23. Juli 1770 bestiegen und mit eigener Hand zwei Bäume gepflanzt hatte in Karlstein umbenannt.
Zur Wilhelmshöhe
Auf felsigem Pfad geht es nun in etwa 10 Minuten bergab zum Hauenstein. Es besteht hier die Möglichkeit zur Einkehr im Gasthaus "Schöne Aussicht". Ab jetzt bleibt der Westweg die letzten 7 km auf der Höhe. Wir müssen nach rechts an einem Fußballplatz vorbei und dann links in den Wald hinein, unweit parallel zum Fahrweg. Über die Standorte Vogelloch und Absetze erreichen wir den Gedenkstein Schwab. Beim Gasthaus Renberg (geschlossen) müssen wir rechts in einen Grasweg reinbiegen, vorbei beim Erwin-Schweizer-Heim. Wir kommen zu einem Bildstock mit Kreuz und Bänken. An dieser Stelle stand einst der Herrenwäldesrhof 1727- 1895. An der Kreuzung müssen wir nach links den Herrenwaldweg und an der darauffolgenden Abzweigung geradeaus in den Silberbergweg.
Bei der Vesperstube Haus Silberberg müssen wir jetzt links den asphaltierten Weg hoch zum Gummele, einem Bauernhof, an dem Milch in Selbstbedienung erhältlich ist. Weiter geht es in den Lukas Kuner-Weg, den letzten Kilometer vorbei am Haseneck und durchqueren zweier Wäldchen bis wir dann schließlich die Wilhelmshöhe erreichen.
Etappenende ist die Wilhelmshöhe
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Bilder der Westweg Etappe 7 - HAUSACH – WILHELMSHÖHE
Mit Hausach im Herzen des Kinzigtals ist die Hälfte des Westwegs geschafft. Die 7. Etappe des Westwegs von Hausach zur Wilhelmshöhe gilt als eine der Anstrengensten, was jedoch für konditionierte Wanderer nicht so problematisch sein dürfte.
Von Hausach zum Farrenkopf sind die ersten 550 Höhenmeter zu überwinden, ein weiterer Anstieg folgt entlang der Prechtaler Schanzen und zuletzt noch hinauf zum Karlstein worauf dann die letzten sieben Kilometer ohne nennenswerte Steigungen und Abstiege bis zur Wilhelmshöhe zu bewältigen sind.
Ausgangspunkt/Ziel: Bahnhof Hausach/Wilhelmshöhe bei Schonach
Streckenverlauf: steile Anstiege, schmale naturbelassene Pfade, erhholsame Forstwege
Anfahrt: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Rückfahrt: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die wichtigsten Standorte:
- Innenstadt Hausach
- Burg Husen
- Schmids Wanderecke
- Haseneckle-Hütte
- Hasemann-Hütte und Farrenkopfgipfel
- Büchereck-Hütte
- Schanze Höchst
- Hirschlachschanze - Prechtaler Schanzen
- Huberfelsen
- Karlstein
- Gedenkstein Schwab
- Wilhelmshöhe
Einkehrmöglichkeit: Schöne Aussicht, Vesperstube Silberberg, Wilhelmshöhe
Übernachtung:
Mögliche Abstecher:
Länge der Strecke/Dauer: 21 km, ca. 9 Stunden mit Pausen
Etappenende ist die Wilhelmshöhe
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