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Baiersbronner Himmelsweg Höhentour
Kurzbeschreibung
Die Höhentour am Wanderhimmel Baiersbronn zählt zu den neun Himmelswegen und wird auch als Königsetappe bezeichnet. Mit Bergen als Wegzeichen startet die Rundwanderung direkt bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal mit einem langsam ansteigenden Weg entlang des romantisch plätscherndes Buhlbachs den Höhen des Nordschwarzwalds auf dessen Hauptkamm entgegen. Der erste Höhepunkt, der Lotharpfad, ein erlebnisreicher Pfad, der es ermöglicht, die Entwicklung einer angeblich zerstörte Landschaft über viele Jahre zu beobachten. In Begleitung des Westwegs folgt die Höhen-Tour dann zum Schliffkopf. Als Belohnung bei guter Fernsicht ein Blick zu den Vogesen, nach Straßburg und den Schweizer Alpen. Anschließend zweigt die Höhen-Tour am "Hübscher Platz" dann vom Hauptkamm des Nordschwarzwalds ab um zum Ausgangspunkt in Baiersbronn-Obertal zurückzukehren. 
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem PKW bis Baiersbronn-Obertal, Parkplatz gegenüber Tourist-Info
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
http://www.vgf-info.de/
Die wichtigsten Standorte:
Duftkräuterwegle
Schwimmbad Obertal
Guter Brunnen
Möhrlesbrunnen
Hahnenmisse
Lotharpfad
Haferrüttenrank
Schwabenrankhütte
Aussichtspunkt mit Fernsicht bis zum Feldberg oder Straßburger Münster
Steinmäuerle Infotafel
Aussichtsplattform Steinmäuerle
Aussichtsplattform auf dem Schliffkopf
Gedenkstein Bundesvater Dinkelacker
Binsenhütte
Hänger-Pflanzschul-Hütte
Schwarzer Brunnen
Länge der Strecke: ca. 21,4 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 7 Stunden
Charakteristik: bequeme Forstwege, urwüchsige Pfade, Waldpfade
Ausführliche Beschreibung Höhen-Tour
Der Beschilderung mit den Bergen als Wegzeichen bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal (505 m üNN) folgend, steigen wir die Treppenstufen zum Kurpark hinab und überqueren die Brücke der Murg. Ebenso startet und endet hier der Himmelsweg Genießer-Tour mit dem Schmetterling als Wegzeichen und begleitet uns eine Zeit lang. Wir folgen nach rechts dem geteerten Weg. Es zweigt ein Fußweg und Klettersteig nach rechts ab, der Interessierte zum Zusammenfluss von Rotmurg und Rechtmurg zur Murg bringt.
Geradeaus gelangen wir nun zu dem oberhalb des Kurparks gelegenen Duftkräuterwegle. Beeindruckend hierbei das liebevoll gebaute Insektenhotel oder die Kräuterkörbe und Kräuterbeete.
Duftkräuterwegle
Mit viel Einsatz, Geschick und Liebe zum Detail entstand erstmals 2009 dieser wunderschöne Weg bestehend aus Kräuterkörben und Kräuterbeeten.
2012 hat sich der Duftkräuterwegle in Obertal für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Ein Sturm nur eine Woche nach der erfolgreichen Präsentation verwüstete die Präsentationsstrecke, hauptsächlich von den Frauen der Dorfgemeinschaft wurde der Duftgarten wieder erneuert. Eine Infotafel und bei den Attraktionen befestigte Hinweisschilder geben Informationen zu den verschiedenen Pflanzen und Düften. Sehr schön auch das liebevoll gebaute Insektenhotel, wir haben den Duftgarten schon im April besucht, so dass das Pflanzenwachstum des Duftgartens auf den Bildern leider noch nicht voll zur Geltung kommt.
Die Wegführung weist uns nun nach rechts auf ein Teersträßchen am Waldrand entlang, vorbei am Weiherweg und einem hoteleigenen Minigolfplatz zum Standort Weiher 613 m und einem Brunnen. Hier befindet sich der Schulwaldgarten der Grundschulklassen Baiersbronn-Obertal. Rechts von uns das Schwimmbad Obertal mit Minigolfanlage und alsbald die Obertaler Tennisplätze (626 m üNN).
Wir bleiben auf dem Teersträßchen, bei der Lärchenhütte, 627 m üNN, dabei ein Grillplatz, nehmen wir die Abzweigung links. Nun fließt an unserer rechten Seite im Tal zwischen Wiesen und Bäumen der Buhlbach, dem wir am „Guter Brunnen“ vorbei etwa 1 km folgend und dann nach rechts auf dem Fußpfad zur Holzbrücke und den Buhlbach überqueren, dann nach rechts gehen und nach 130 m scharf links auf den Forstweg abbiegen. Unten im Tal plätschert der Buhlbach gemächlich vor sich hin und umspült die darin liegenden Sandsteine während der Weg fortwährend sanft ansteigt, den Möhrlesbrunnen passiert und nach 2 km den Standort Spaltbächle, 768 Höhenmeter, erreicht. Wir biegen nach rechts auf einen breiten Grasweg aufwärts, verabschieden uns von der Genießer-Tour, deren Route nun Richtung Buhlbachsee und Zuflucht weiterführt und begrüßen nun die Seensteig Etappe 2, die uns nun bis zum Info-Portal Steinmäuerle beim Schliffkopf begleitet.
In der Senke links unten fließt das Spaltbächle und begleitet uns, um die darin liegenden Steine plätschernd, auf dem sich alsbald zum Pfad verschmälernden Weg. Das Spaltbächle, das aus umliegenden Quellen gespeist wird, fließt nun direkt links neben uns, das Wasser darin wird aber immer weniger bis es schließlich ganz versiegt. Nach 1,2 km stoßen wir auf einen Forstweg und biegen nach links ab und überqueren das Spaltbächle. 100 Meter weiter stoßen wir auf einen weiteren Forstweg. Das Wegzeichen weist uns nach rechts aufwärts abzubiegen, das ausgetrocknete Spaltbächle nun zu unserer Rechten.
Wir wandern durch Orkan Lothar geschädigte Forstflächen, auf nun fast ebenem Gebiet. An der Gabelung in einer langgezogenen Rechtskurve auf dem Forstweg geradeaus weiter (Ursprung des Spaltbächle) und an der nächsten Gabelung links zum kurz darauf erreichten Standort Hahnenmisse 863 m üNN.
An dieser Abzweigung ca. 300 m geradeaus zum Buhlbacher Läger 885 m üNN. Wir biegen nach rechts auf den Panoramarundweg und gelangen auf dem ansteigenden Forstweg nach 600 m auf die Schwarzwaldhochstraße beim Lotharpfad. Wir überqueren die B500 und begeben uns zum Standort Parkplatz Lotharpfad 927 m üNN und sodann zum Eingangsportal des Lotharpfades.
Lotharpfad < mehr Informationen
Die Sturmwurffläche des Orkan Lothar, entstanden am 2. Weihnachtsfeiertag 1999, wurde seitdem sich selbst überlassen wurde. Samen der umliegenden Waldränder sorgten dafür, dass verschiedene Baumarten ohne menschliche Hilfe entstanden. Pionierarten, wie z.B. Vogelbeere oder Birke können sich jedoch langfristig unter dem prägenden Waldbild von Weißtannen oder Rotbuchen nur schwer durchsetzen. Sie warten auf neue Lücken zum Wachsen. Eine Sturmwurffläche mit viel Totholz bietet ein abwechslungsreiches Kleinklima und ist idealer Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten.



Auf Bohlenbrettern folgen wir den Hinweisschildern von Seensteig, Höhentour und Panoramarundweg durch die wild wachsende Sturmwurffläche. Buchen, Birken, Ebereschen (Vogelbeeren) finden ebenso Platz zum Wachsen wie Fichten, Heiden oder Heidelbeeren und spenden Lebensraum für verschiedene Tierarten. Über Treppensteige überblicken wir die sich selbst überlassene Natur und gelangen nach 300 m zur Aussichtsplattform am Lotharpfad, die einen Rundumblick in entfernt liegende Gebirgszüge ermöglicht.
Wir ziehen rechts an der Aussichtsplattform auf einem von mehreren vernetzten Fußpfaden vorbei zum rückwärtigen Ausgang des Lotharpfads. An der Standortbeschilderung Lotharpfad 930 m üNN können wir ersehen, dass uns jetzt auch der Westweg und Renchtalsteig begleiten. Wir wenden uns auf dem Forstweg nach rechts (der Panoramarundweg biegt hier nach rechts in Richtung Schwarze Lache ab) den Berg abwärts, kommen an einer Bank mit Aussicht auf den Eckenfels.
Wir erreichen nach 300 m den Haferrüttenrank 897 m üNN. An der Gabelung rechts bis wir nach knapp 1 km zum Schwabenrank 877 m üNN mit Schwabenrankhütte, einer offenen Hütte zum Unterstehen und Bänken im Inneren. An der Gabelung wählen wir den rechten ansteigenden Forstweg.
Es begleiten uns das Singen von Vögeln in der Stille und hin und wieder können wir Schmetterlinge oder Greifvögel beobachten, die am Himmel ihre Kreise ziehen.
Nach 1,2 km kommen wir zu einem Aussichtspunkt mit Bank. Bei klarer Fernsicht lässt sich hier bis zum Feldberg oder Straßburger Münster schauen. Langsam nähern wir uns nun der viel befahrenen Schwarzwaldhochstraße und wählen nach 500 m den linken breiten Fußpfad aufwärts und kommen nach weiteren 500 m bei der Steinmäuerle Infotafel, 997 m üNN an.
Höhen-Tour, Renchtalsteig und Westweg treffen auf Murgleiter Etappe 5, die Seensteig Etappe 2 hat ihr Ziel erreicht und endet, zugleich startet die Seensteig Etappe 3. Ebenso beginnt hier die erste Etappe des Murgtal Wanderwegs.
Wir wenden uns nach rechts auf den 1000m Weg zum Standort Steinmäuerle 1000m üNN und biegen kurz darauf bei der Sitzbank zum Gedenken an Peter Dombrowsky rechts in den steinigen Pfad entlang der Weideneinzäunung ab. Hier finden wir auch das erste Wegzeichen für den Seensteig.
Aussichtsplattform Steinmäuerle < Abstecher
Auch wenn die Aussichtsplattform Steinmäuerle nicht auf direktem Weg der Baiersbronner Himmelsweg Höhentour liegt, die Plattform liegt nur einen Steinwurf entfernt, und die paar Meter sollten nicht versäumt werden. Im Jahr 2004 von den Auszubildenden des Forstreviers Allerheiligen gebaut, Bei gutem Wetter und klarer Sicht erlaubt Sie uns einen Blick ins Lierbachtal, nach Strasburg, dem Feldberg und sogar bis zu den Alpen. Da es wirklich nur paar Meter bis zur Plattform sind, sollten Sie bei schönem Wetter mit guter Fernsicht keinesfalls auf diesen Abstecher verzichten.
Bei der Steinernen Sitzbank (Zum Gedenken an Peter Dombrowsky, Landrat von 2000 bis 2010) geht es dann rechts in den steinigen Pfad entlang der Weide ab
Nach knappen 500 m auf holprig-steinigem Pfad, rechts ist das Schliffkopfhotel zu sehen, kommen wir zu einer Gabelung mit einer Informationstafel zur Grindenflächen und deren Beweidung. Ringsum sind mehrere Sitzbänke aufgestellt, auf geschottertem Weg biegen wir links ab bis wir 260 m weiter am Schutzgebiet Schliffkopf 1055 m üNN mit der großen Aussichtsplattform angekommen sind. An dieser Stelle ist der Start/Endpunkt der Murgleiter Etappe 5 und Renchtalsteig.
Aussichtsplattform Schliffkopf
Der Standort besteht aus einer erhöhten Plattform auf der ein großer Behauener Bundsandsteinfelsen steht, obenauf eine etwa 180 Grad Metallplatte, die auf die einzelnen zu sehenden Bergrücken zeigt und die auch den entsprechenden Namen preisgibt. So reicht der Blick bei schönem Wetter und guter Fernsicht zur Rheinebene mit den Vogesen, der Schwäbischen Alb und über den Mittel- und Südschwarzwald bis hin zur Alpenkette. In Begleitung des Westwegs und der Seensteig Tour wandern wir nach rechts weiter, vorbei am Gedenkstein Bundesvater Dinkelacker
Gedenkstein Bundesvater Dinkelacker < mehr Informationen
Der fünfeinhalb Meter hohe gewaltige dreieckige Sandsteinfindling wurde ursprünglich "Schwäbisches Heldenmal" genannt und sollte als Toten- und Ehrenmal an die 500 gefallenen Skiläufer erinnern, die der Schwäbische Schneeschuhbund im Ersten Weltkrieg verloren hat. Bei der Einweihung am 31. Januar 1920 hielt Bundesvater Paul Dinkelacker die Festrede. Aus der Festrede ist zu entnehmen, wie Männer des Schneeschuhvereins Baiersbronn, darunter Holzfäller, Maurer und Steinmetze diesen Koloss mit einem ungeheuren Aufwand aufgestellt haben.
Weiter auf einem schmalen Fußpfad durch die eindrucksvolle Grindenlandschaft des Schliffkopfplateaus. Häufig säumen Sitzbänke den Weg und nach 670 m erreichen wir den Standort Hübscher Platz 1013 m ü.NN.
Wir verabschieden uns vom Westweg, dessen Wegführung geradeaus weiter führt und biegen rechts auf den breiten steinigen Pfad ab und überqueren 200 m weiter die Schwarzwaldhochstraße und wandern in einen Waldweg hinein, der in einem Naturschutzgebiet liegt. In Begleitung der Seensteig Etappe 3 und der gelben Raute verläuft der Weg abwärts. Wir erhalten Ausblicke auf den Skihang des Ruhestein und Vogelskopf sowie den Altsteigerkopf.
Nach weiteren 200 m gelangen wir zur Schliffkopf-Hütte die in privatem Besitz ist. Entlang einer mit Weidezaun eingezäunten Grindenweidefläche kommen wir kurze Zeit später zu einer Gabelung. Die Höhen-Tour weist uns nach links, dem Wegweiser „Obertal Buhlbach“ folgend. Farne, Heidelbeeren, Heiden, Vogelbeeren kennzeichnen die Grindenhochfläche. Nach und Nach überwiegt jedoch der Fichtenbaumbestand, je mehr Höhenmeter wir verlieren.
Ungefähr nach 800 m kommen wir an der Wegkreuzung „Roter Schliff 956 m üNN“ an. Wir verabschieden uns vom Seensteig und überqueren die Wegspinne um gleich darauf beim nächsten Hinweisschild nach rechts abzubiegen.
Fußpfad mit Blick ins Buhlbachtal
1,5 km weiter an der Gabelung nach links und nach 30 m geht es in einen der schönsten Pfade dieser Baiersbronner Himmelsweg Höhentour, in den grasigen Fußpfad nach rechts durch Fichtenwald mit der gelben Raute kommen wir zu einem schönen Plätzchen mit dieser Sitzbank: „Mein Buhlbachtal – wie bist du schön“. An dieser Stelle erhalten wir einen tollen Blick ins Buhlbachtal.
Wir steigen auf dem grasigen Fußpfad abwärts, langsam an Höhenmeter verlierend und stoßen nach kanpp 400 m auf einen Forstweg, dem wir nach links folgen. An der nächsten Gabelung nach rechts (gelbe Raute), bis wir nach 500 m bei der Binsenhütte ankommen. Es ist eine offene Hütte mit Bänken innen und außen. Das Standortschild Binsenhütte finden wir 50 m weiter. Wir müssen nach rechts in den Pfad, der auch als Schneeschuhwanderweg ausgewiesen ist und gleich darauf nach links abwärts durch Mischwald. Wir kommen an der Hänger-Pflanzschul-Hütte, die 1951 erneuert wurde, an, überqueren den Forstweg in einen schmalen Fußpfad, eine Nordic-Walking Strecke und Schneeschuhpfad, bis wir zum Standort Hänger 688 m üNN nach etwa ½ Kilometer kommen.
Entlang am Wald- und Wiesenrand von Buhlbach
Wir treffen auf den Murgtal-Wanderweg und die Murgleiter Etappe 5, die uns jetzt begleiten, wenden uns auf dem Asphaltweg nach links und ca. 200 m weiter nach rechts in den Pfad, entlang am Wald- und Wiesenrand von Buhlbach, überqueren das Röhrsbächle auf einer Brücke. An der Bank nach rechts aufwärts entfernen wir uns vom Röhrsbächle und am Ende des Pfades stoßen wir auf eine Wegspinne von Forstwegen. Wir folgen dem linken oberen Weg zum Standort Röhrsbächle 682 m üNN.
Den Schwarzer Brunnen passieren wir nach 300 m, rechts im Tal erblicken wir Baiersbronn-Obertal. An der Gabelung nach 460 m wandern wir auf dem Asphaltsträßchen gerade aus, immer noch in Begleitung von Murgleiter und Murgtal-Wanderweg. Der Kraftenbuckelweg senkt sich jetzt und zweigt nach rechts auf die breite Straße durch das Wohngebiet ab. Vorbei an der Evangelischen Kirche biegen wir nach links in die Rechtmurgstraße zum Standort Obertal Rotmurg 611 m üNN. Am Landgasthof Murg-Cafe überqueren wir die Rotmurg und beim Adler bzw. Touristik-Info die Hauptdurchfahrstraße in Baiersbronn-Obertal zum Standort Obertal Parkplatz 605 m üNN, dem Ende der genussvollen Höhen-Tour.
Informationen zum Urheberecht
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Die Bilder sind nach der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet und sollen Ihnen Einblick in den Streckenverlauf geben, für eine größere Version auf das Bild klicken!
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Murgleiter Etappe 1
Gaggenau Unimog-Museum– Gernsbach
Bei den Hinweisschildern beim Unimog-Museum mit dem Standort „Unimog-Museum“ beginnt die 1. der Etappen der Murgleiter. Wegweiser der Murgleiter ist die blaue Raute mit grünem "M" in der Mitte. Schon auf den ersten Kilometern bietet die Murgleiter Etappe einige interessante Sehenswürdigkeiten, planen Sie für diese Attraktionen ruhig etwas Zeit ein.
Kurzbeschreibung
Zunächst verläuft die Murgleiter in der 1. Etappe ab dem Unimog-Museum ohne nennenswerte Steigungen vorbei am Schloss Rotenfels über den Schanzenberg zum Gaggenauer Waldseebad. Allmählich steigt der Weg nun an und über Weißer Stein und Luisenbrunnen geht es richtig bergauf zur Ruine Ebersteinburg, die einen grandiosen Rundblick bietet. Hier trifft die Murgleiter auf den Ebersteinburgrundweg der nun bis zur Wolfschlucht begleitet und dann vom Premiumwanderweg Gernsbacher Runde abgelöst wird. Ein steiler Anstieg im ZickZack erwartet den Wanderer zum Merkurberg, dem Hausberg von Baden-Baden. Gleichwohl steil ist der Abstieg auf dem Forstweg zum Binsenwasen, dann jedoch die letzten Kilometer ohne große Anstrengungen zum Träufelbachsee und weiter zum Rathaus am Gernsbacher Marktplatz. Die Etappe kann hier beendet werden, so muss der Anstieg zum Murgleiter-Portal nicht nochmals bei der Wanderung der 2. Etappe bewältigt werden.
Ausgangspunkt: Unimog-Museum Gaggenau Bad Rotenfels
Ziel: altes Rathaus Gernsbach, oder Murgleiter-Portal Gernsbach
Anfahrt:
Mit dem Pkw:
nach Gaggenau Bad Rotenfels Unimog Museum (Parkplätze vorhanden)
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
von Karlsruhe, Rastatt oder Freudenstadt her kommend mit der S41, aus Baden-Baden her kommend mit S4 oder Regio bis Rastatt, umsteigen in S41 Richtung Freudenstadt
Länge der Strecke: ca. 23,7 km
Dauer: ca. 8 - 9 Stunden mit Pausen
Charakteristik: bequeme Forstwege, schmale Pfade, steile Anstiege/Abstiege
Einkehrmöglichkeit: Unimog-Museum, Waldseebad, Schloss Alt Eberstein, Wolfschlucht, Merkur, Staufenberg, Gernsbach Altstadt
Die wichtigsten Standorte:
Unimog-Museum
Schloss Rotenfels
Römischen Haus
Ringwallanlage Schanzenberg
Schweinlachhütte
Waldseebad
Willi –Eichle-Weg
Echlehütte
Friedrich Luisenbrunnen
Ruine Alt Eberstein < Abstecher
Wolfschluchthütte
Verbrannte Felsen
Felsen mit Wolfschluchtsage
Hotel Wolfschlucht mit Einkehrmöglichkeit
Teufelskanzel < nur wenige Meter Abseits
Merkurgipfel mit Einkehrmöglichkeit < Abstecher
Wegbeschreibung Murgleiter Etappe 1
Unimog-Museum
Das Unimog-Museum gibt Einblick in Technik und Geschichte einer Fahrzeug Legende, Fahrzeuge aus sieben Jahrzehnten erzählen neben der Geschichte des Murgtals auch die Erfolgsgeschichte des Unimogs. Vor dem Museum gibt es einen Unimog-Parcours der über Stock und Stein, kleine Hügel und über atemberaubende Schräglagen verfügt. Wer möchte kann sogar ein Fahrertraining buchen.
Über den Parkplatz am Schloss Rotenfels auf dem „Markgraf-Wilhelm-Wege“ vorbei zur Beschilderung mit dem Standort „Schloss Rotenfels“.
Schloss Rotenfels
Das Schloss Rotenfels wurde 1807 von Friedrich Weinbrenner gebaut und diente als Fabrikationsgebäude der Steingeschirrfabrik. Umgebaut wurde es zum Palais als Landsitz 1817 – ca. 1820, es wurde auch als Somer- und Jagschlösschen genutzt. 1864 wurde das südliche Portal mit toskanischen Säulen agebaut. Die Stadt Gaggenau sanierte 1991 – 1995 das Schloss Rotenfels von Grund auf und gestaltete es zur Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater.
Wir wandern weiter entlang der „Markgraf-Wilhelm-Wege“ und gelangen zum römischen Haus.
Römisches Haus Gaggenau Bad Rotenfels
1760 hat der Schmelzpächter Dürr einen Keller aus dem Felsen ausschlagen lassen und darauf eine Solitude errichten lassen. 1796 wurde es durch die Franzosen zerstört. 1804 wurde das Römische Haus auf dem Gartengelände des zukünftigen Schloss Rotenfels errichtet, Friedrich Weinbrenner erbaute das Römische Haus als Garten und Lusthaus zu Gunsten der Reichsgräfin Luise Caronline von Hochberg. Etwa im Jahr 1900 ist es wieder abgerissen worden, heute sind noch einige steinernen Überreste vorhanden. Erhalten geblieben ist auch ein originelles Bauwerk mit der Bezeichnung Schießpulverturm, ein mit grünen vermosten Schiffern gedeckter Holzturm, der einst wohl zu Jagdzwecken gedient hat.
Ringwallanlage Schanzenberg
Links gehen wir über eine Treppe weiter, ein schmaler Pfad in einem Laubwald bringt uns auf ein Plateau, den Großen Schanzenberg auf 208 Meter. Die Ringwallanlage vermutet man, stammt aus dem Mittelalter. Die Ringwallanlage auf dem „Großen Schanzenberg“ wurde vermutlicherweise zum Schutz des hier erbauten „Castrum Rotenfels“ der Herren von Rotenfels errichtet. Schon im Jahre 1278 wurde diese vollständig aus Holz errichtete Hochburg urkundlich erwähnt.
Wir orientieren uns an der Beschilderung mit dem Murgleiterzeichen und wandern auf einem breiten Forstweg in die Richtung „Bei den alten Eichen“ bis zu den nächsten Wegweisern und orientieren uns dann am Krappenlochweg. Auf vergrastem Waldweg durch Laubwald und erreichen eine Abzweigung. Hier geht es nach rechts weiter, aber Achtung, nur wenige Meter weiter müssen wir nach links auf einen Trampelpfad abbiegen. Wenn man hier nicht aufpasst, kann es passieren, dass man geradeaus weiterläuft um dann wieder zum Standort Schanzenbergsattel“ zu gelangen. Der Pfad bringt uns zum Standort „Krappenlochweg (22m). Von hier geht es weiter auf einem befestigten Forstweg bis zur Jägertanne. Geradeaus wandern wir auf dem Forstweg weiter, mit Ausblicken und einem Andenken an Sturm Lothar 1999 bis wir die Schweinlachhütte erreichen.
Waldseebad
Von hier aus geht es abwärts in Richtung Traischbachtal in dem sich das Waldseebad, ein Naturbad mit angeschlossener Gaststätte, befindet. Ab dem Standort Traischbachtal geht es stetig aufwärts, auf dem Naturlehrweg „ Willi –Eichle-Weg“ an dem verschiedene Baumsorten, Sträucher, Farne und Pilze vorgestellt werden umwandern wir das Waldseebad bis zur Beschilderung „Waldseebad“ um dann auf einem breiten Pfad bergwärts mehrere breite Forstwege zu überqueren, vorbei an einer „Orkan Lothar Schikane“, noch immer auf dem Willi-Eichle-Weg.
Kurze Zeit später wenn wir das Schild „Naturlehrweg endet“ erreichen, sind wir am Standort „Drei Findlinge“. Die Murgleiter führt weiter zum Standort „Weißer Stein“ und anschließend erreichen wir die Echlehütte, mit Ihren Bänken lädt zu einer Vesperpause ein, bevor wir die Wanderung in Richtung Wasserübergabestelle und Friedrich Luisenbrunnen fortsetzen. Der schmale Waldpfad geht bergauf zu einer Forststraße, vorbei an der Wasserübergabestelle, sodann wieder abwärts zur „Obere Salzwiese“. 800 m weiter erreichen wir den Standort „ Friedrich Luisenbrunnen“. Gemächlich steigt der Fußpfad immer mehr an um nach der Wolfschluchthütte anstrengender zu werden und sodann die Ruine „Alt Eberstein“, oberhalb von Ebersteinburg gelegen, zu erreichen.
Ruine Alt Eberstein < Abstecher << mehr Informationen
Um 1100 wurde Alt-Eberstein von den Grafen von Eberstein errichtet und bewohnt. Die Grafen überließen die Burg jedoch schon im Jahre 1283, als das Schloss Neu-Eberstein im Murgtal fertig gestellt war, den Markgrafen von Hohenbaden. Die Markgrafen nutzten sie als Witwenwohnsitz bis 1500, danach verfiel Alt-Eberstein. Der Bergfried der Ruine Alt Eberstein bietet einen großartigen Rundumblick. Die angeschlossene Gaststätte lädt zur Einkehr und Stärkung ein. Hier führt auch der Ebersteinburgrundweg durch, auf welchem wir jetzt bis zur Wolfschlucht weiter wandern. Wir kommen an einer Aussichtsplattform, die uns bei klarem Wetter einen weiten Blick ins Rheintal beschert, vorbei.
Beim Forsthaus gibt es nochmals die Gelegenheit zu einer Pause. Eine hier gestiftete Sitzbank lädt zur Rast ein. Wir orientieren uns an einem auf einem am Wegrand stehenden Fels angebrachten Hinweisschild und wandern in Richtung Verbrannte Felsen.
Verbrannte Felsen
Der Verbrannte Felsen ist ein Aussichtspunkt, daneben steht ein Pavillon (Lukashütte), der über gesicherte Steinstufen mit atemberaubendem Ausblick zu begehen ist. Die Lukashütte erreichen wir auf einem Fußpfad, vorbei an seitlich götzenden gigantischen Felsbrocken.
Auf einem schmalen Fußpfad, dem Wolfschluchtfußweg, wandern wir nun abwärts durch die Wolfschlucht. Ein an einem Fels angebrachtes Schild erzählt uns etwas über die Wolfschluchtsage.
Bei der Wolfschlucht mit dem Hotel Wolfschlucht angekommen überqueren wir die Autostraße und wandern weiter in Richtung Teufelskanzel, biegen vorher jedoch auf der Teufelskanzelstraße nach links in einen Pfad ab und gelangen zur Merkurstraße, welcher wir nach links folgen. Wir orientieren uns an der Murgleiter Hinweistafel, der Forstweg ist leicht absteigend bis wir die Abzweigung/Standort „Zick-Zack-Weg“ erreichen. Jetzt kommt der anstrengendste Teil unsere 1. Murgleiter-Etappe. Steil bergauf geht es in Serpentinen auf schmalem Fußpfad in Richtung Merkurgipfel vorbei am Standort Wendeplatte. Nicht mehr weit sind wir entfernt von der Merkur Bergstation, über naturbelassene Steinstufen erreichen wir einen Zaun, mit einem Holztor verschlossen, ein eingezäuntes Areal das vor Wildschweinen und deren Verbiss schützen soll, welches wir durchqueren müssen. Anschließend gelangen wir zum Standort „Merkur“ und nach wenigen Metern auf dem Forstweg sind wir bei der Gaststätte auf dem Hausberg Merkur angelangt.
Merkurgipfel < Abstecher << mehr Informationen
Der 668 Meter hohe Merkur ist der Hausberg Baden-Badens er, beginnt direkt am Fuße Baden-Badens, der Merkur ist benannt nach dem altrömischen Gott des Handels und Gewerbes. Zu früheren Zeiten hieß der Berg "Großer Staufen", was eine Anspielung auf die Form eines umgedrehten Trinkbechers entsprach. Seit der Entdeckung eines römischen Votivsteins (Weihesteins) für den Gott Merkur im 17. Jahrhundert trägt der Merkur seinen heutigen Namen.
Nach einer Stärkung machen wir uns auf den Weg, die letzten Kilometer unserer 1. Murgleiter-Etappe zu bewältigen. Es geht nur noch abwärts, zum Binsenwasen steil bergab auf Forstweg. Die Wegweiser zeigen uns, dass wir links abbiegen müssen, bis Krummer Weg sind es 400 m. Rechts abbiegen zum Naturfreundehaus Weise Stein, und wiederum nach rechts immer der Beschilderung zum Träufelbachsee folgend, wir erreichen ein romantisch gelegenes Tal durch welches der Träufelbach fließt und in den Träufelbachsee mündet. Bald danach erreichen wir Gernsbach, der Storchenturrm ist schon zu sehen. Ein letztes Stück noch durch die Altstadt abwärts zum Gernsbacher Marktplatz bei dem das alte Rathaus steht und die 1. Murgleiter-Etappe endet.
Mehr Bilder unserer Murgleiter Etappe 1 Wanderung sehen!
Informationen zum Urheberecht
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Mehr-Etappen-Wege am Baiersbronner Wanderhimmel
Seensteig
Dem Seensteig des Baiersbronner Wanderhimmels wurde das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ verliehen. Wandergenuss pur erfährt der Wanderer in 5 Tages-Etappen auf einer Gesamtlänge von 91 km. Das sechseckige Wegzeichen „Wanderhimmel Seensteig“ leitet den Wanderer um die gesamte Gemarkung Baiersbronn herum, in eine erlebnisreiche, spannende Landschaft. Tiefe Täler, atemberaubende Aussichten, urwüchsige Pfaden, vorbei an 7 Karseen, den dunklen Augen des Schwarzwalds und den Grinden- und Hochmoorflächen im Herzen des Nationalparks Nordschwarzwald. Dies mach jede Seensteig-Etappe zu etwas Einzigartigem und im Herzen Unvergessen. Genussvoll und beeindruckend, mit allen Sinnen wahrnehmend
Jeder Etappenstart/Ziel ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und der Wanderer kann abends in sein Hotel oder nach Hause zurückkehren.
Seensteig Etappe 1 << hier mehr Infos
Wanderinformationszentrum Baiersbronn nach Mitteltal (Wildgehege Ellbach),
Länge 14,4 km, ca. 4 Stunden
Seensteig Etappe 2 << hier mehr Infos
Mitteltal (Wildgehege Ellbach) nach Parkplatz Schliffkopf (Steinmäuerle Infotafel),
Länge 18,4 km, ca. 5 Stunden
Seensteig Etappe 3 << hier mehr Infos
Parkplatz Schliffkopf (Infotafel Steinmäuerle) im Nationalpark und Grinden des Schliffkopf zum Mummelsee
Länge Westwegverlauf 12,4 km, ca. 4 Stunden
Länge Wegverlauf Kaisersteigle, 15,7 km, 5 Stunden
Seensteig Etappe 4 << hier mehr Infos
Mummelsee nach Schönmünzach (Bahnhof),
Länge 22 km, ca. 6,5 Stunden
Seensteig Etappe 5 << hier mehr Infos
Schönmünzach (Bahnhof) nach Baiersbronn (Wanderinformationszentrum)
Länge 20,6 km, ca. 6 Stunden
Murgleiter
Premiumwandern, genau das verspricht die 110 km lange Murgleiter, alle Kriterien des Deutschen Wandersiegels erfüllend. Mit 5 Tagesetappen, beginnend am Unimogmuseum in Gaggenau und endend auf dem Schliffkopf, zählt die Murgleiter zur Spitzenklasse deutscher Wanderwege. Eine Herausforderung für manchen Wanderer, sind doch einige Höhenmeter auf teils ursprünglichen Pfaden zu überwinden, was jedoch mit herrlichen Ausblicken über das Murgtal belohnt wird.
Bereits 2008 hat der Fernwanderweg Murgleiter die Kriterien des „Deutschen Wandersiegels“ erfüllt und wurde mit 34 Erlebnispunkten ausgzeichnet. 2011 erhielt der dann um zwei Etappen erweiterte Fernwanderweg 59 Erlebnispunkte und wurde somit zum zweiten Mal vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierrt. Die Murgleiter hat diese Prüfung mit Auszeichnung bestanden und darf sich deshalb als „Premiumwanderweg“ bezeichnen. Das erteilte Wandersiegel behält seine Gültigkeit bis Juni 2014.
Die Streckenführungen wurden auf vier Etappen der Murgleiter optimiert und versprechen dem Wanderer ein größeres Naturerlebnis und noch mehr atemberaubende Aussichten. 2015 wurde der Wanderweg zum dritten Mal als „Premiumweg“ vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnet.
Optimierte Streckenführungen auf vier Etappen des Mehr-Etappenwanderwegs Murgleiter versprechen Wanderern noch mehr Naturerlebnis und herrliche Aussichten. Das Deutsche Wanderinstitut zeichnete den Weg erneut als „Premiumweg“ aus.
In fünf Etappen teilt sich die Gesamtlänge der Murgleiter auf. 2011 wurde der Premiumwanderweg 2011 um zwei Etappen von drei Etappen mit 68 km auf fünf Etappen mit nunmehr 110 km erweitert. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 20. August 2011 statt.
Die Murgleiter beginnt beim Unimogmuseum in Gaggenau und führt über Gernsbach, Forbach, Baiersbronn und endet oben am Schliffkopf an der Schwarzwaldhochstraße.
Murgleiter Etappe 1: Gaggenau – Gernsbach; 23,7 km, schwer <<< mehr Informationen
Murgleiter Etappe 2: Gernsbach – Forbach; 24,3 km, schwer <<< mehr Informationen
Murgleiter Etappe 3: Forbach – Schönmünzach; 17,7 km, schwer <<< mehr Informationen
Murgleiter Etappe 4: Schönmünzach – Baiersbronn; 23,4 km, schwer <<< mehr Informationen
Murgleiter Etappe 5: Baiersbronn – Schliffkopf; 21,7 km, schwer<<< mehr Informationen
Alle fünf Etappen werden berechtigterweise als schwer eingestuft, da die einzelnen Etappen schweißtreibende Abschnitte beinhalten. Abwechslungsreich und erlebnisreich geht die Wanderung über wurzelige Pfade durch dunkle Wälder, an rauhen Felsformationen vorbei, entlang an rauschenden Gebirgsbächen oder durch sattes Grün in einsamen Wiesentälern. Wenn man die Augen offenhält und ein bisschen Gefühl für das Schöne in sich trägt, hält die Natur so mancherlei Schätze zum Bestaunen und in sich Wirken lassen für uns bereit.
Die S-Bahn begleitet den Premiumwanderweg Murgleiter von Etappe zu Etappe, ganz so wie eine Art Leiter - daher Murgleiter. Das ist etwas für Genießer, die nur mal eine kurze individuelle Etappe wandern möchten. Hierfür sind gesonderte Zugangswege ausgewiesen, die die kürzeste Strecke zum S-Bahn-Haltepunkt zeigen.
Wer die Wanderung der Murgleiter-Etappen in Angriff nimmt, sollte unbedingt trittsicher sein und keinesfalls auf gutes Schuhwerk verzichten.
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Bilder der Murgleiter Etappe 1
Gaggenau Unimog-Museum– Gernsbach
Bei den Hinweisschildern beim Unimog-Museum mit dem Standort „Unimog-Museum“ beginnt die 1. der Etappen der Murgleiter. Wegweiser der Murgleiter ist die blaue Raute mit grünem "M" in der Mitte. Schon auf den ersten Kilometern bietet die Murgleiter Etappe einige interessante Sehenswürdigkeiten, planen Sie für diese Attraktionen ruhig etwas Zeit ein.
Kurzbeschreibung
Zunächst verläuft die Murgleiter in der 1. Etappe ab dem Unimog-Museum ohne nennenswerte Steigungen vorbei am Schloss Rotenfels über den Schanzenberg zum Gaggenauer Waldseebad. Allmählich steigt der Weg nun an und über Weißer Stein und Luisenbrunnen geht es richtig bergauf zur Ruine Ebersteinburg, die einen grandiosen Rundblick bietet. Hier trifft die Murgleiter auf den Ebersteinburgrundweg der nun bis zur Wolfschlucht begleitet und dann vom Premiumwanderweg Gernsbacher Runde abgelöst wird. Ein steiler Anstieg im ZickZack erwartet den Wanderer zum Merkurberg, dem Hausberg von Baden-Baden. Gleichwohl steil ist der Abstieg auf dem Forstweg zum Binsenwasen, dann jedoch die letzten Kilometer ohne große Anstrengungen zum Träufelbachsee und weiter zum Rathaus am Gernsbacher Marktplatz. Die Etappe kann hier beendet werden, so muss der Anstieg zum Murgleiter-Portal nicht nochmals bei der Wanderung der 2. Etappe bewältigt werden.
Ausgangspunkt: Unimog-Museum Gaggenau Bad Rotenfels
Ziel: altes Rathaus Gernsbach, oder Murgleiter-Portal Gernsbach
Anfahrt:
Mit dem Pkw:
nach Gaggenau Bad Rotenfels Unimog Museum (Parkplätze vorhanden)
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
von Karlsruhe, Rastatt oder Freudenstadt her kommend mit der S41, aus Baden-Baden her kommend mit S4 oder Regio bis Rastatt, umsteigen in S41 Richtung Freudenstadt
Länge der Strecke: ca. 23,7 km
Dauer: ca. 8 - 9 Stunden mit Pausen
Charakteristik: bequeme Forstwege, schmale Pfade, steile Anstiege/Abstiege
Einkehrmöglichkeit: Unimog-Museum, Waldseebad, Schloss Alt Eberstein, Wolfschlucht, Merkur, Staufenberg, Gernsbach Altstadt
Die wichtigsten Standorte:
Unimog-Museum
Schloss Rotenfels
Römischen Haus
Ringwallanlage Schanzenberg
Schweinlachhütte
Waldseebad
Willi –Eichle-Weg
Echlehütte
Friedrich Luisenbrunnen
Ruine Alt Eberstein < Abstecher
Wolfschluchthütte
Verbrannte Felsen
Felsen mit Wolfschluchtsage
Hotel Wolfschlucht mit Einkehrmöglichkeit
Teufelskanzel < nur wenige Meter Abseits
Merkurgipfel mit Einkehrmöglichkeit < Abstecher
Eine ausführliche Beschreibung unserer Murgleiter Etappe 1 Wanderung lesen!
Informationen zum Urheberecht
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Die Bilder sind nach der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet und sollen Ihnen Einblick in den Streckenverlauf geben, leider haben das schlechte Wetter und eine unbemerkte falsche Einstellung der Kamera zu überwiegend nicht verwendbaren Bilder geführt, daher leider nur wenige Bilder. Für eine größere Version auf das Bild klicken!
- Details
Baiersbronn Himmelswege Genießer-Tour
Kurz Beschreibung Genießer-Tour
Die Genießer-Tour am Wanderhimmel Baiersbronn zählt zu den neun Himmelswegen. Mit einem Schmetterling als Wegzeichen startet die Rundwanderung direkt bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal mit einem langsam ansteigenden Weg zum idyllisch gelegenen Buhlbachsee. Die Atmosphäre lässt die Alltagssorgen vergessen und man will diesen Ort eigentlich nicht mehr verlassen. Auf naturbelassenem Pfad geht es der alten badisch-württembergischen Grenze an der Zuflucht entgegen. Ein wenig auf dem Westweg zur Zollstockhütte und ein Stück durch das Hochmoorgebiet und dann hinunter ins Ilgenbachtal. Für diesen Abstieg sind Trittsicherheit Voraussetzung, da die schmalen Pfade quer durch den Wald und ein kurzes Stück an der Saumkante des Berghangs entlang führen. Anschließend geht es durch das Ilgenbachtal, vorbei oberhalb der Burgruine Tannenfels und zurück zum Ausgangspunkt beim Kurpark in Baiersbronn-Obertal.
Bei der Touristik-Information in Obertal startet auch der Himmelsweg Höhenweg (Wegzeichen mehrere Gebirgszüge), der mit der Genießertour erst mal die Strecke teilt.
Start/Ziel: Baiersbronn-Obertal Tourist-Info
Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem PKW bis Baiersbronn-Obertal, Parkplatz gegenüber Tourist-Info
Mit öffentliche Verkehrsmittel:
http://www.vgf-info.de/
Die wichtigsten Standorte:
DuftkräuterwegleSchwimmbad Obertal
Guter Brunnen
Möhrlesbrunnen
Buhlbachsee
Natur- und Sporthotel Zuflucht
Zollstockhütte
Ilgenbachhütte
Drei Birken Brunnen
Burgruine Tannenfels < Abstecher
Jägerruh-Hütte
Sonnenhütte
Obertal Kurgarten
Länge der Strecke: ca. 21,4 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Dauer der Wanderung mit Pausen: ca. 7 – 8 Stunden
Charakteristik: Forstwege, urwüchsige Pfade
Ausführliche Beschreibung Genießer-Tour
Der Beschilderung mit dem Schmetterling bei der Touristik-Information in Baiersbronn-Obertal (505 m üNN) folgend, steigen wir die Treppenstufen zum Kurpark hinab und überqueren die Brücke der Murg. Wir folgen nach rechts dem geteerten Weg, Es zweigt ein Fußweg und Klettersteig nach rechts ab, der Interessierte zum Zusammenfluss von Rotmurg und Rechtmurg zur Murg bringt. Geradeaus gelangen wir nun zu dem oberhalb des Kurparks gelegenen Duftkräuterwegle.
Duftkräuterwegle
Mit viel Einsatz, Geschick und Liebe zum Detail entstand erstmals 2009 dieser wunderschöne Weg bestehend aus Kräuterkörben und Kräuterbeeten.
2012 hat sich der Duftkräuterwegle in Obertal für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert. Ein Sturm nur eine Woche nach der erfolgreichen Präsentation verwüstete die Präsentationsstrecke, hauptsächlich von den Frauen der Dorfgemeinschaft wurde der Duftgarten wieder erneuert. Eine Infotafel und bei den Attraktionen befestigte Hinweisschilder geben Informationen zu den verschiedenen Planzen und Düften. Sehr schön auch das liebevoll gebaute Insektenhotel, wir haben den Duftgarten schon im April besucht, so dass das Planzenwachstum des Duftgartens auf den Bildern leider noch nicht voll zur Geltung kommt.
Die Wegführung weist uns nun nach rechts auf dem Weiherweg, ein Teersträßchen am Waldrand entlang, vorbei an der Rückseite des Schwarzwald MedicalResort, und einem hoteleigenen Minigolfplatz zum Standort Weiher 613 m und einem Brunnen. Hier befindet sich der Schuldwaldgarten der Grundschulklassen Baiersbronn-Obertal. Rechts von uns das Schwimmbad Obertal mit Minigolfanlage und alsbald die Obertaler Tennisplätze (626 m üNN).
Wir bleiben auf dem Teersträßchen, bei der Lärchenhütte, 627 m üNN, dabei ein Grillplatz, nehmen wir die Abzweigung links. Nun fließt an unserer rechten Seite im Tal zwischen Wiesen und Bäumen der Buhlbach, dem wir am „Guter Brunnen“ vorbei etwa 1 km folgend und dann nach rechts auf dem Fußpfad zur Holzbrücke und den Buhlbach überqueren, dann nach rechts gehen und nach 130 m scharf links auf den Forstweg abbiegen. Unten im Tal plätschert der Buhlbach gemächlich vor sich hin und umspült die darin liegenden Sandsteine während der Weg fortwährend sanft ansteigt, den Möhrlesbrunnen passiert und nach 2 km den Standort Spaltbächle, 768 Höhenmeter, erreicht. Nun verlässt uns die Höhentour nach rechts auf einem breiten Grasweg aufwärts, während wir jetzt auf die Seensteig Etappe 2 stoßen und diese uns begleitet. Das Spaltbächle mündet in den Buhlbach, wir überqueren ihn in einer Linkskurve und an der nächsten Gabelung biegen wir rechts auf den aufsteigenden Weg ab. Schauen wir nach links können wir in kurzer Entfernung die Bärenteichhütte erkennen.
Jetzt fließt der Buhlbach auf unserer rechten Seite, an der Gabelung müssen wir geradeaus den Forstweg bergauf zum Standort Buhlbachsee, 789 m üNN, den See erreichen wir nach weiteren 200 Metern. Eine Umrundung des Buhlbachsees lohnt sich, um diesen von allen Seiten betrachten zu können.
Buhlbachsee < mehr Infos
Während der letzten Eiszeit vor etwa 10000 Jahren ist der Buhlbachsee im Nordschwarzwald entstanden. Beinahe unscheinbar schmiegt sich der Buhlbachsee an seine etwa 120 m hohe Karwand. Es ist dem Buhlbachsee ist bereits anzusehen, dass er vom Ufer her zunehmend verlandet. Mit der Zeit wird sich aus dem Karsee Buhlbachsee ein Niedermoor und darauffolgend ein Hochmoor bilden.
Nach einer Pause geht es wieder zurück zum Standort Buhlbachsee. Auf einem naturbelassenen Pfad mit vielen Steinen wandern wir jetzt in der Karwand zum Parkplatz Bärenteich, 896 m üNN, den wir nach 1 km und etwa 30 min Wegzeit erreichen. Wir überqueren die viel befahrene Schwarzwaldhochstraße B500 und wandern nun der ehemaligen badisch-württembergischen Grenze bei der Zuflucht, einer alten Poststation, seit 2012 ein Natur- und Sporthotel entgegen.
Natur- und Sporthotel Zuflucht
Im August 2012 wieder neu eröffnet füllt das Natur- und Sporthotel Zuflucht eine dringend notwendige Lücke an Einkehrmöglichkeiten für Wanderer und Mountainbike Fahrer. Das Hotel liegt an der Schnittstelle regionaler und überregionaler Wanderwege wie der Westweg, die Baiersbronner Himmelswege Genießer-Tour oder der Seensteig Etappe 2. Sie sollten sich aber vor der Wanderung nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen.
Nach einem etwa 100 m langen naturbelassenen Pfad stoßen wir auf die Landesstraße 92 (von Oppenau her kommend/Oppenauer Steige), wandern nach rechts am Straßenrand entlang und überqueren beim Standorthinweisschild Zuflucht, 963 m üNN und biegen nach links auf das Teersträßchen ein, nun außer der Seensteig Etappe 2 noch in Begleitung mit der Westweg Etappe 4. An der nächsten Gabelung nehmen wir den Forstweg rechts, kommen am Härtle 933m üNN vorbei, überqueren hier die Wegspinne geradeaus auf dem oberen Weg zum Wegweiser Zollstockhütte, 940 m üNN (nach 1,9 km). Nach links in den breiten Pfad zum Abzweig Zollstockhütte, 928 m üNN, der Westweg verlässt uns wieder, und gleich links in den grasigen Pfad zur Schwarzwaldhochstraße B500, die wir zum Standort Zollstockkhütte, 944 m üNN, überqueren.
Wir verlassen nun den Seensteig Etappe 2 nach links über das Hochmoor. 500 Meter weiter wandern wir an der Kreuzung geradeaus, nach weiteren 500 Metern an der Gabelung nach rechts, immer auf leicht abfallendem Weg. Nochmals 100 m weiter führt der Weg scharf rechts in einen mit weichem Moos bewachsenen Pfad durch den Wald, 200 m weiter nochmals rechts in einen schmalen Fußpfad und dann auf einen Forstweg nach rechts. An der Wegspinne am Grenzstein „Schnepfenbach“ vorbei, am Standort Schnitzberg 870 m üNN, nach rechts auf schmalem Fußpfad, teilweise am Saum des Abhangs, der nur was für geübte und trittsichere Wanderer geeignet ist. Wirklich schwierig zu begehen, einigermaßen schwindelfrei sollte Mann/Frau schon sein, sind aber nur die ersten 100 Meter.
Alternativ bietet sich an, auf dem Forstweg geradeaus weiter zu wandern, an der Gabelung NICHT der gelben Raute folgen, sondern den rechten Weg wählen und an der weiteren Abzweigung in einer scharfen Rechtskehre auf dem Forstweg abwärts zur Ilgenbachhütte wandern.
Wer den Pfad quer durch den Wald abwärts wählt, stößt nach etwa 1,2 km auf den Forstweg. Hier scharf rechts und kurz darauf ist die Ilgenbachhütte, 720 m üNN, erreicht.
Ilgenbachhütte
Die Ilgenbachhütte wurde 1913 erbaut und 1989 erneuert, die Hütte selbst ist zwar gut eingerichtet für Wanderer aber verschlossen. Sie bietet jedoch Unterstand und mit zwei Bänken einen guten Platz zum Ausruhen aber auch die Möglichkeit Mitgebrachtes zu verzehren. Vor der Hütte spendet ein Brunnen Wasser.
Nach einer kurzen Kaffeepause machen wir uns auf den Weiterweg. Wir überqueren den Ilgenbach mit seinen Kaskaden und wenden uns nach links. Sanft verläuft der Weg nun abwärts, links begleitet uns der Ilgenbach mit seinem Plätschern wie Musik in den Ohren. Auf der rechten Seite, der von einem Sturmtief verwüsteten Berghang. Nach 120 m erreichen wir die Gabelung am Luxemburg Eck 712 m üNN, wir bleiben auf dem Weg geradeaus und überqueren nach 50 m den Ilgenbach und wenden uns jetzt auf das Asphaltsträßchen nach rechts. 200 m weiter wartet eine Bank beim Drei Birken Brunnen geradezu darauf Platz zu nehmen, an der darauf folgenden Gabelung wählen wir den oberen Weg in Richtung Spinnenbrunnen (1km).
Wir wandern geradeaus weiter, sehen bereits die ersten Häuser von Baiersbronn-Obertal und erblicken nach 500 m rechts die Ruine Tannenfels. Ein kleiner Abstecher an der nächsten Gabelung zur Ruine Tannenfels beim Försterstein, 685 m üNN, lohnt sich. Hier geht es auch zum Felsenwegle, was zum Zeitpunkt unserer Wanderung jedoch aufgrund von Sturmschäden des Sturmtiefs Andrea gesperrt war.
Burgruine Tannenfels < Abstecher, mehr Infos
Die ehemalige Turmburg Tannenfels auf Baiersbronner Gemarkung wurde schon im ausgehenden 11. Jahrhundert erbaut, auf diesen frühen Bau weisen gefundene Tonscherben hin. Bemerkenswert daran ist, dass die Turmburg Tannenfels somit rund 200 Jahre älter als die früheste Datierung der Gemeinde Baiersbronn aus dem Jahr 1292 ist. Da solch eine Burg in der Nähe oft eine Besiedlung nach sich zieht, könnte Baiersbronn vielleicht schon früher besiedelt worden sein.
Gleich beim Standort Ruine Tannenfels, 678m üNN, stößt die Murgleiter Etappe 5 zu unserer Genießertour hinzu. Wenige Meter später, bei der Jägerruh-Hütte noch eine kurze Apfelpause auf der Sitzbank, dann links nach 150 m bei den Schildern Jägerruhe 629 m üNN, zweigt ein Fußpfad nach rechts ab den Hang hinunter zum Sonnenhüttewegle, 612 m üNN und zur Sonnenhütte 599 m üNN, am Fuße des Hangs mit dem Scharrein Brunnen. Das Wegzeichen zeigt uns nach rechts zum Biotop 594 m üNN, wir haben den Kurpark Obertal mit seinen Attraktionen erreicht. Beim Standort Obertal Kurgarten 604 m üNN, wenden wir uns nach rechts über die Murgbrücke zum Ausgangspunkt bzw. Ziel des Himmelsweges Genießer-Tour.
Alle Himmelswege Baiersbronn ansehen!
Bilder zur Wanderung Himmelswege Genießer-Tour in der Reihenfolge der Aufnahme/Wanderung angeordnet finden Sie unter Bilder Himmelsweg Wanderung.
Informationen zum Urheberecht
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