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Die Westweg Etappe 3 - Forbach – Unterstmatt
Kurzbeschreibung:
Kaum dass wir unser Ziel der 2. Etappe mit deren langem und steilen Abstieg beim Murgtaltor vor dem Bahnhof Forbach erreicht haben und wir hier unsere 3. Westweg Etappe beginnen erwarten uns nach dem Passieren der Historischen Holzbrücke in Forbach mehrere mühsame Anstiege auf naturbelassenen knorpeligen Pfaden. Doch die Mühen werden uns durch grandiose Panoramablicke auf den beiden ersten über- 1000er von zehn Gipfeln, der Badener Höhe und dem Hochkopf belohnt. Der Westweg führt vorbei am etwas versteckt gelegenen Herrenwieser See, eine traumhafte Idylle in unberührter Natur, bevor wir nach einem steilen Anstieg über den Zweiseenblick und dem Bussemer Stein die Badener Höhe erreichen. Von der Badener Höhe aus bringt uns der Westweg einige Höhenmeter abwärts auf bequemem Forstweg über den Sand zur Hundseck. Ein weiteres Highlight der 3. Etappe ist die Grindenhochfläche Hochkopf zwischen Hundseck und Unterstmatt, zum Ziel der 3. Etappe auf der Unterstmatt.
Ausgangspunkt/Ziel:
Forbach Wanderportal mit Pforte beim Bahnhof – Untersmatt , 19,5 km, ca. 6.00 bi 7.00 Stunden
Streckenverlauf:
Waldwege und Pfade, teils steinig und wurzelig und steil, ebenso Forstwege und Bohlenstege
Anfahrt:
Mit dem Zug, Bus oder Auto von Karlsruhe oder Freudenstadt zum Bahnhof Forbach
Die wichtigsten Standorte:
- Murgtaltor beim Bahnhof Forbach
- Historischen Holzbrücke in Forbach
- Maria-Hilf-Kapelle
- Wegscheidhütte
- Schwarzenbachtalsperre
- Herrenwieser See
- Zweiseenblick
- Bussemer Gedenkstein
- Badener Höhe
- Naturfreundehaus Badener Höhe
- Sandkreuzung Schwarzwaldhochstraße
- Hundseck Schwarzwaldhochstraße
- Grindenhochfläche Hochkopf
- Unterstmatt
Einkehrmöglichkeit:
Naturfreundehaus Badener Höhe
Übernachtung:
Wegscheidhütte, Naturfreundehaus Badener Höhe
Mögliche Abstecher:
evtl. Gertelbachwasserfälle, vom Sand aus erreichbar
Wegbeschreibung Westweg Etappe 3
Beginn der Westweg Etappe 3 ist am Murgtaltor Forbach, welches am Ortsende von Forbach-Gausbach oder 200 Meter vom nördlichen Ende des Bahnhofs liegt. Zurück geht es der roten Raute folgend am Bahnhof Forbach vorbei, genießen natürlich den tollen Blick auf und über die Murg auf die Altstadt von Forbach. Wenige Meter später erreicht man das erste Highlight der Tour die Historische Holzbrücke Forbach.
Historische Holzbrücke Forbach
Die Historische Holzbrücke Forbach ist was die Bauart betrifft einzigartig in Europa, vor über 200 Jahren wurde diese überdachte Holzbrücke ohne Mittelpfeiler erbaut. Diese Brücke bestand fast 200 Jahre und wurde im Jahr 1954 / 55 nach den alten Plänen neu aufgebaut. Die einzigartige Holzbrücke prägt somit seit über 200 Jahren das Forbacher Ortsbild. Ein Blick vom Ufer der Murg hinauf in den Brückenbogen vermittelt einen Eindruck über die hohe Zimmermannskunst der damaligen Zeit. Diese überqueren und geradeaus durch die Altstadt, die Bundesstraße überquerend. Beim Mosesbrunnen nach links in die Klammstraße, die ist gepflastert mit Kopfsteinen, und am Ende dieses Kopfsteinpflasters in die Marienstraße abbiegen bis hoch zur Maria-Hilf-Kapelle.
Maria-Hilf-Kapelle
Die Maria-Hilf-Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert, sie ist um 1835 durch den neogotischen Saalbau mit Säulenvorhalle ergänzt wurde. Im Inneren der Maria-Hilf-Kapelle stehen drei neogotische Schnitzaltäre, der Hauptaltar im Chor zeigt eine Muttergottes mit Kind, darunter die Heiligen Johannes Nepomuk, Antonius, Wendelin und Josef. Über die Entstehung der Maria-Hilf-Kapelle in Forbach gibt es verschiedene Sagen. Neben der Kapelle gibt es einen kleinen Park, hier sind einige Sitzbänke auch auf Hanglage und wer noch etwas Zeit hat oder sich vom steilen Anstieg erholen möchte sollte hier kurz die schöne Aussicht geniesen.…
Der Weg führt rechts auf einem geschotterten Weg bergauf, an der kommenden Verzweigung im Wald rechts gehen, durch das Frankbachtal am Waldrand aufwärts gehend. Im Wald führt ein naturbelassener Pfand in Serpentinen aufwärts, mal ein Forstweg muss überquert werden mal an einer Gabelung muss man sich nach links halten, immer schön der roten Raute folgend, bis man nach etwa 450 überwundenen Höhenmetern die Wegscheid (Rastplatz mit Hütte) erreicht.
Wegscheidhütte
Vor der Wegscheidhütte gibt es eine Feuerstelle, sowie mehrere Tische und Bänke. Auch in der Hütte sind Tisch und Bank. Über eine Leiter kommt man hinauf zu einem Podest direkt unter dem Dach, es dient aber lediglich als Schlafpodest für 2 bis maximal drei Wanderer. Etwa 500 Meter weiter entlang des Westweges gibt es den 1997 erbauten Sankt Johannes Brunnen.
Auf dem Forstweg direkt hinter der Hütte den zweiten Weg links nehmen und bei der gleich kommenden Gabelung den Forstweg links, Beim Johannesbrunnen treten wir geradeaus aus dem Wald hinaus und erreichen unten die Wegkreuzung am „Ufer des Schwarzenbachstausees“. Hier rechts halten und an der nächsten Gabelung wieder den rechten Weg wählen, stets entlang am Ufer.
Schwarzenbachtalsperre
In den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts galt die Schwarzenbachtalsperre als eine Innovation der Baukunst. Sie war die erste ihrer Art aus Gussbeton. Die bereits zu Zeiten des Ersten Weltkriegs entstandene Murgtalsperre sowie das Niederdruckwerk reichten zur Versorgung der badischen Bevölkerung nicht mehr aus. Die günstige Lage des Schwarzbachtals ausnutzend, wurde hier in vier Jahren zwischen 1922 und 1926 die große Talsperre errichtet, deren Natursteinverblendung - es handelt sich um den sogenannten Forbacher Granit - die Kälte des Betons mildert und ein harmonischeres Bild der Talsperre hervorruft.
Am Standort „Seebach…?“ nach rechts abbiegen und das Seebachtal hinauf links vom Seebach entlang beim Seebachhof vorbei wandern, ungefähr 1,4 km . In einer Rechtskurve biegt ein steiniger Weg nach links ab der am Herrenwieser See endet.
Herrenwieser See
Den Herrenwieser See sollte man sich unbedingt gönnen. Es lohnt hier ein wenig Zeit zu verbringen, der Herrenwieser See mit einer Grundfläche von etwa 1,8 ha, auf welchem im Sommer gelbe Teichrosen erblühen, etwas versteckt hinter einem Saum von Bäumen. Er zählt zu einem von sieben Karseen im Nordschwarzwald.
Zweiseenblick
Folgt man am Herrenwieser See der Markung des Westwegs mit der roten Raute weiter führt uns ein felsiger steiler Steig in engen Serpteninen nach oben zum Zweiseenblick auf 940 m üNN. Hier gibt der Wald eine einzigartige Sicht auf den Herrenwieser See unterhalb dieser Felsenkanzel frei und ermöglicht zugleich die Aussicht auf den entfernt liegenden Schwarzenbachstausee.
Bussemer Gedenkstein
Der Pfad wird nun zunehmend flacher und weniger steinig bis der Bussemer Gedenkstein erreicht ist. Der Stein ist sehr leicht zu übersehen, er liegt etwas versteckt hinter einem großen Rhododendron. Der Bussemer Denkstein erinnert an einen der beiden Gründer des Westwegs, den Baden-Badener Philipp Bussemer. Von hier geht es jetzt erst mal etwas bergab, der Weg wird immer breiter, zuletzt nochmals steinig, über das Gipfelplateau bis wieder hinauf zur Badener Höhe.
Badener Höhe
Die Badener Höhe mit 1002,5 m ü. NN ist der höchste Punkt auf der Gemarkung Baden-Baden, Der Friedrichsturm auf der Badener Höhe benannt nach Großherzog Friedrich I. von Baden ist identisch mit dem Hohlohturm oder Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Kaltenbronn. Vom Friedrichsturm gibt es einen Blick weit über den Nordschwarzwald. Um eine atemberaubende Aussicht genießen zu können, muss man den Friedrichsturm mit seinen 145 Stufen und weitere 23 Stufen zur im Jahr 1930 ergänzten eisernen Kuppel besteigen. Hierfür wird man dann aber belohnt und kann weit über den Nordschwarzwald blicken, z.B. auf Herrenwies, den Herrenwieser See, den Mehliskopf ganz in der Nähe und die Hornisgrinde. Wenn es die Wetterlage zulässt sieht man bis über die Rheinebene hinweg zu den Vogesen und bei einem Blick nach Norden den Gebirgszug der Haardt am Ostrand des Pfälzerwaldes.
Auf einem breiten Forstweg geht es 1,4 km abwärts bis zum Herrenwieser Sattel, links abbiegend und nach der Schranke schräg rechts in einen Pfad der nach etwa 150 m wieder auf den Forstweg stößt und uns zum Naturfreundehaus Badener Höhe führt
Naturfreundehaus Badener Höhe
Eingeweiht wurde das Naturfreundehaus 1924 als Nachfolgehaus des ersten Naturfreundehauses in Baden (Schwarzenbachhaus 1912), welches in den Fluten der Schwarzenbachtalsperre versank. Das Naturfreundehaus ist ganzjährig außer Montags geöffnet und hat 52 Schlafplätze, es gibt Vesper, Kaffee und Kuchen, durchgehend warmes Essen.
Sandkreuzung
Weiter geht es und nach etwa 1,8 km erreichen wir Sand, eine Kreuzung direkt an der Schwarzwaldhochstraße. An der Sandkreuzung überqueren wir die Straße und folgen dem Wegweiser mit der roten Raute in Richtung Hundseck. Leider verläuft der Weg parallel nicht weit der stark von Autos und Motorrädern befahrenen Schwarzwaldhochstraße.
Hundseck
Bereits im Jahr 1818 wurde im Grundbuch der Bühler Gemeinde Ottersweier eine einfache mit strohbedeckte Schwarzwaldhütte ohne Kamin mit der Berechtigung zu einer Buschwirtschaft auf der Gemarkung Hundseck, das eigentlich Riesenkopf oder großer Vorsprung bedeutet, eingetragen. Wahrscheinlich war das Kurhaus Hundseck somit der älteste bekannte Wirtschaftsbetrieb im Bühler Höhengebiet.
Bis 1982 geht wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Betrieb des Höhenhotel Hundseck, danach beginnt leider der schleichende Untergang des Hotels, auch wenn verschiedener Interessenten hier großartiges verwirklichen wollten. Das Hotelgebäude stand zwar unter Denkmalschutz, als „historisch begründeter Identifikationspunkt an der Schwarzwaldhochstraße“ die letzten Käufer haben das Hotel aber derart verkommen lassen, das es im Jahr 2013/2014 abgerissen wurde.
An der Hundseck muss die Straße nach Hundsbach überquert werden und rechts ist in den Forstweg am ehemaligen Kurhaus Hundseck in Richtung Skilift zu wandern. Hinter dem Skilift führt der Westweg schräg rechts den Forstweg hoch, an dessen Ende sich ein Wendeplatz befindet. Hier gehen wir nach rechts den Pfad aufwärts und dann nach links in einen breiteren Waldweg. Aus dem Wald kommend in einer Rechtskurve geradeaus aufwärts und oben (Standort Riesenköpfle ) auf dem Forstweg geradeaus bis zur Infotafel „ Schonwald Pfrimmerskopf“.
Grindenflächen Schonwald Hochkopf
Die Grindenflächen Schonwald Hochkopf sind das Highlight dieser dritten Etappe des Westwegs, ein schmaler Weg führt durch den Schonwald, das Verlassen des Wege ist hier nicht gestattet. Das Waldschutzgebiet mit einer Gesamtgröße von 156 ha gehört zur Stadt Bühl und der Gemeine Ottersweier. Die Grinden entstanden im Mittelalter durch "Weidbrennen", dabei wurde der vorhandene Bewuchs verbrannt um so Weideflächen für das Vieh zu schaffen. Auch heute wird die Grindenfläche durch Schafe und Ziegen die aufkommenden Baumbewuchs verhindern in dieser Form erhalten, dadurch bleibt diese für den Schwarzwald seltene und vielfältige Pflanzen wie Heidekraut, Pfeifengras und Wollgräser erhalten. Auch die Tierwelt hier ist besonders das Auerhuhn zu benennen gehört zu den seltenen vielleicht wohl aussterbenden Arten im Schwarzwald. Von der Grindenflächet bietet sich eine interessante Aussicht auf die nahe Hornisgrinde sowie eine Fernsicht bis zu den Vogesen. Am Gipfel Standort auf dem Hochkopf gibt es eine Sitzbankgruppe die zum Verweilen einlädt. Der Weg vom Gipfel hinab führt über einen mit Granitplatten gefertigten Pfad, mit etwas Glück weiden hier auf den Grindeflächen Schafe.
Auf den Pfaden hinab zur Unterstmatt müssen zwei Forstweg überquert werden. Das Ende der Etappe 3 ist auf der Passhöhe Unterstmatt erreicht.
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Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
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Die Bilder der Westweg Etappe 3 - Forbach – Unterstmatt
Kurzbeschreibung:
Kaum dass wir unser Ziel der 2. Etappe mit deren langem und steilen Abstieg beim Murgtaltor vor dem Bahnhof Forbach erreicht haben und wir hier unsere 3. Westweg Etappe beginnen erwarten uns nach dem Passieren der Historischen Holzbrücke in Forbach mehrere mühsame Anstiege auf naturbelassenen knorpeligen Pfaden. Doch die Mühen werden uns durch grandiose Panoramablicke auf den beiden ersten über- 1000er von zehn Gipfeln, der Badener Höhe und dem Hochkopf belohnt. Der Westweg führt vorbei am etwas versteckt gelegenen Herrenwieser See, eine traumhafte Idylle in unberührter Natur, bevor wir nach einem steilen Anstieg über den Zweiseenblick und dem Bussemer Stein die Badener Höhe erreichen. Von der Badener Höhe aus bringt uns der Westweg einige Höhenmeter abwärts auf bequemem Forstweg über den Sand zur Hundseck. Ein weiteres Highlight der 3. Etappe ist die Grindenhochfläche Hochkopf zwischen Hundseck und Unterstmatt, zum Ziel der 3. Etappe auf der Unterstmatt.
Ausgangspunkt/Ziel:
Forbach Wanderportal mit Pforte beim Bahnhof – Untersmatt , 19,5 km, ca. 6.00 bi 7.00 Stunden
Streckenverlauf:
Waldwege und Pfade, teils steinig und wurzelig und steil, ebenso Forstwege und Bohlenstege
Anfahrt:
Mit dem Zug, Bus oder Auto von Karlsruhe oder Freudenstadt zum Bahnhof Forbach
Die wichtigsten Standorte:
- Murgtaltor beim Bahnhof Forbach
- Historischen Holzbrücke in Forbach
- Maria-Hilf-Kapelle
- Wegscheidhütte
- Schwarzenbachtalsperre
- Herrenwieser See
- Zweiseenblick
- Bussemer Gedenkstein
- Badener Höhe
- Naturfreundehaus Badener Höhe
- Sandkreuzung Schwarzwaldhochstraße
- Hundseck Schwarzwaldhochstraße
- Grindenhochfläche Hochkopf
- Unterstmatt
Einkehrmöglichkeit:
Naturfreundehaus Badener Höhe
Übernachtung:
Wegscheidhütte, Naturfreundehaus Badener Höhe
Mögliche Abstecher:
evtl. Gertelbachwasserfälle, vom Sand aus erreichbar
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Die Westweg Etappe 2 Dobel – Forbach
Informationen zum Urheberecht
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Die Bilder der Westweg Etappe 2 Dobel – Forbach
Informationen zum Urheberecht
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Die Westweg Etappe 1 - Pforzheim – Dobel
Weglänge 24 km, ca. 6 Stunden
überwiegend bequeme Forst-, Wald- und Wiesenwege, nur wenige Pfade
Highlights:
- Reuchlinhaus mit Schmuckmuseum und Industriehaus mit Schmuckwelten in Pforzheim
- Altes Schloss und Neues Schloss in Neuenbürg mit Badischem Landesmuseum
- Aussichtsturm Schwanner Warte Straubenhardt
- Felsengruppe Großer Volzemer Stein vor Dobel
Im Nordwesten Baden-Württembergs, am Nordrand des Schwarzwalds beim Zusammenfluss von Enz, Nagold und Würm mitten in der als Goldstadt bekannte Grosstadt Pforzheim beginnt die erste von 13 Etappen des wohl bekanntesten deutschen Wanderwegs, dem in vielen Bereichen sagenumwobenen Westweg. Und tatsächlich, einen idealeren Start könnte der zirka 285 Kilometer lange Höhenwanderweg gar nicht hinlegen.
Die üblichen Hinweise zur Anfahrt kann man sich bei einer so gut zu erreichenden Stadt wie Pforzheim sicher ersparen, das möchte sich bitte jeder selbst erarbeiten. Startpunkt der eigentlichen Wanderung ist das beim Kupferhammer stehende "Goldene Pforte Pforzheim", wir beginnen aber am Hauptbahnhof Pforzheim. Der Westweg ist schon am Bahnhof gut ausgeschildert und die ca. 1,9 Kilometer bis zum Kupferhammer gehen wir zu Fuß. Das möchten wir hierbei auch wirklich empfehlen, bitte nehmen Sie nicht den Bus, es entgeht Ihnen sonst eine wunderbare, farbige, blumige und historische Sicht auf ein wahrlich schmuckes Städtchen.
Vom Bahnhof aus führt der Weg zuerst in die Innenstadt, wir überqueren die Enz und kommen über das Schmuckmuseum in den Stadtgarten. Hier folgen wir dem Lauf des Flüsschen Nagold, die zeigt uns hier ein naturnahes Bett, Lebensraum zahlreicher Tier und Pflanzenarten. Zum Zeitpunkt unserer Wanderung zeigt sich der Stadtgarten in voller Blüte, bietet neben dieser Blumenpracht Einblick in vergangene Epochen, Kunst und Kultur, das bitte alles mitnehmen...die hier zu sehenden Bilder der Westweg Etappe 1 sollten doch überzeugen.
So folgen wir der Nagold talaufwärts und erreichen einen der schönsten Biergärten in Pforzheim den Kupferhammer, direkt beim Kupferhammer steht das Wanderportal und die "Goldene Pforte Pforzheim" Startpunkt dreier Fernwanderwege, dem Mittelweg, dem Ostweg und dem wohl bekanntesten, dem Westweg. Bevor wir sie durchschreiten noch einen kurzen Dank an den Schwarzwaldverein, der im Jahr 1900 zusammen mit dem Baden Badener Philipp Bussemer (Gedenkstein bei der Badener Höhe) den Weg angelegt hat und seither mit vielen Ehrenamtlichen pflegt.
Wegbeschreibung, teilweise stichwortartig
Der erste Weg führt durch den Wald zur Ruine Hoheneck, von der ist aber außer dem Standort nichts erhalten, so dass es auch gleich weiter, vorbei am Landgasthaus Hoheneck geht. Der Westweg Beschilderung folgend in einem Mischwäldchen an Schrebergärten vorbei erreichen wir nach ca. 2 km (ab Goldene Pforte) eine steile Steintreppe am Hämmerleibergweg, die uns abwärts innerorts nach Weißenstein leitet. Unten an der Treppe weiter nach rechts, an der nächsten Ampel links – bis zum Ludwigsplatz (Kirche), geradeaus weiter, bei der Steinerne Brücke über die Nagold.
Jetzt geht es nach links, flussaufwärts entlang der Nagold, vorbei am Pavillion, kurz danach scharf links auf einen flachen in steilen Aufstieg übergehenden Weg, oben angekommen den Bahnübergang überqueren und (052) die Treppenstufen bis zur Kirche hochsteigen, links am Friedhofsgelände vorbei, Straße überqueren und in die Adolf Becker-Str. einbiegen, an der kommenden Kreuzung in die Schultheiß-Trauz-Str. und dann links in die Julius-Naeher-Str. einbiegen bis zur Bushaltestelle Sonnenberg. Die Unterführung durch und rechts auf Asphaltsträßchen.
Und bevor es weitergeht, beim Sonnenberg-Brünnle gibt es Trinkwasser, es besteht somit die Möglichkeit die Trinkflaschen wieder aufzufüllen.
Wir tauchen in den Wald ein, auf dem Wasserleitungsweg vorbei am Tornadostein bis der Standort „Unterer Enzsteg“ nach 1,4 km ab Sonnenberg erreicht ist. Hier bieten sich seit 2006 zwei Varianten des Wegwegs an:
- die frühere Westwegführung, die Höhenvariante über Birkenfeld
- die neue Wegführung, durch das Enztal über Neuenbürg, Schwanner Warte nach Dobel
Durch das Enztal
Entlang der Enz, ein breiter, leicht rauschender Gebirgsfluss, bis zum oberen Enzsteg – am Parkplatz Grösselbachtal die Landstraße überqueren, dem Gasleitungsweg wenige Meter folgend, dann schräg rechts in den Pionierweg einbiegen , vorbei an Eberhard-Essich-Hütte, erbaut vom Schwarzwaldverein Ortsgruppe
Die Enz plätschert nun gemächlich vor sich hin, ein schmaler Weg führt am Steilufer entlang, welches teilweise mit Geländer gesichert ist, vorbei an einer Staustelle, der Weg führt unter Brücke der Bundesstraße durch, direkt nach der Eisenbahnbrücke die Treppenstufen links hochsteigen, weiter auf Waldweg bergauf, am Wanderheim vorbei, rechts zur Ruine Neuenburg
Schloss Neuenbürg
Wir erreichen nach ca. 12,5 Kilometer (ab Goldene Pforte) wieder einen idealen Platz zum Ausruhen oder Stärken, es gibt einen schönen Schlosspark, wer es gerne ruhiger möchte muss auf den Friedhof.... kein Witz, kommt gleich...etwas unterhalb des neuen Schloss Neuenbürg. Direkt gegenüber getrennt durch den Schlosspark erhebt sich das Neue Schloss Neuenbürg, auf der Schlossstraße führt der Westweg auf der Schlosssteige aus Kopfsteinpflaster (ein Abzweig nach links bringt uns zur Friedhofsanlage) steil abwärts zum Marktplatz.
Auf den Friedhof
Der alte Friedhof stammt aus dem Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Bevor wir den Marktplatz erreichen, auf dem Sträßchen findet sich eine kleine Steintreppe die auf das Friedhofsgelände der Ruine führt, Neben einer herrlichen Aussicht auf Neuenbürg finden sich zahlreiche Bänke zum Ausruhen und einen Brunnen mit moderner Wasserleitung, wir vermuten mal das es Trinkwasser ist (siehe Bilder vom Friedhof unten).
Schweißtreibend steil aufwärts
Am alten Ortskern zum Markplatz, dann erst rechts und gleich wieder links über die Hirschbrücke unter der die Enz fließt und nach 50 m schräg links .Nachdem es vom Schloss auf Pflastersteinen steil bergab ging, müssen wir jetzt die Hafensteige auf asphaltiertem Weg schweißtreibend steil aufwärts, solange bis wir halbrechts in einen Forstweg einbiegen können. Der Weg führt aufwärts bis in das nächste Wohngebiet, das auch einen großartigen Ausblick auf Neuenbürg bietet.
An der Ecke Neuenbürg Abenteuerspielplatz trifft die Höhenvariante über Birkenfeld kommend wieder mit der neuen Wegführung des Westwegs zusammen.
Noch ca. 3,5 Kilometer bis zur Schwanner Warte, einer der Aussichtstürme im Schwarzwald, immer der gut ausgeschilderten Straße folgend durch den Ort gehen, ein breiter bequemer Forstweg führt dann am Waldrand bis zum Schwanner Schützenhaus, hier links abbiegen und immer am Waldrand (Aussichtsweg) halten bis zur Schwanner Warte
- am Lindenbaum geht es links vorbei auf einem breiten Forstweg, beim Schild „Naturschutzgebiet“ rechts bleiben (Naturschutzgebiet Herzogwiesen), der Weg steigt leicht an, in einen Pfad nach links einbiegen in Richtung Dreimarkstein, hier die Kreuzung überqueren in den Hüttwaldweg, abwärts vorbei am Naturdenkmal „Großen Volzemer Stein – einer faszinierenden und beeindruckenden Felsformation. 
Volzemer Stein
Der Große Volzemer Stein liegt direkt an der Westweg-Etappe 1 zwischen dem Dreimarkstein und Dobel auf der Gemarkung Dobel. 1949 wurde die eindrucksvolle Felsformation als Naturdenkmal ausgewiesen. Zuvor wurden die Felsen von den Einheimischen als Steinbruch zur Fertigung von Brunnentrögen und Mühlsteinen genutzt.
Der Volzemer Stein besteht aus einer etwa 100 m breiten Felsformationen mit riesigen bis zu 10 Metern hohen Felsblöcken aus Sandstein. Beim Volzemer Stein findet ein Blockzerfall trotz geringer Hangneigung statt, hierbei tritt geschichteter Buntstandstein ans Licht. Regen- und Sickerwasser führen zur Ausspülung der weichen, tonig-sandigen Schichten. Das eingesickerte Wasser in den Gesteinsritzen verursacht bei Frost eine immer größere Aufsprengung der senkrechten Klüfte. Dadurch brechen die Blöcke brechen ab, es bilden sich Block- und Schutthalden am Hangfuß.
Auf dem hier angelegten Engelspfad mit zahlreichen Engelsschautafeln wandern wir bis zum Waldrand mit dem Enge Türle, dann geradeaus am Sportgelände entlang zum Freizeit- und Schulungszentrum wandern. Hier hat der Westweg eine neue Führung erhalten und wir biegen nach rechts ab vorbei am Pferdegestüt Dobel auf dem Fußweg mit sagenhaftem Talblick bis zur Ortsdurchfahrtsstraße an der wir links abzweigen und auf dem Gehweg bis zum Kurhaus Dobel in der Ortsmitte, dem Etappenziel am Sonnentor Dobel wandern.
Weiter gehts, wenn sie jetzt mehr Bilder der Westweg Etappe 1 sehen möchten. Alle Etappen des Westweg ansehen!
Informationen zum Urheberecht
Die in diesem Artikel eingestellten Bilder dürfen unverändert und unter Angabe der Quelle kopiert und zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung in allen Medien weiterverarbeitet werden.
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Mehretappenwege die durch den Schwarzwald gehen
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